Stiftunglife - News

Montag, 10. August 2020


Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht -
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn' ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet's wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,
So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.


Seit zwei Jahren pflanzen wir wieder verstärkt Bäume, so wie es in der Gründungsurkunde der StiftungLife vorgesehen ist 🌳 Birnbäume sind dabei, Apfel-, Mango- und Pfirsichbäume. Wir achten auf die Pflege der jungen Bäume, damit viele Kinder noch ihre Freude haben, wenn wir mal nicht mehr da sind. jg


Deutschland entdecken



Heilbronn, Kulmbach, Neuruppin...

Heilbronn (hier im Bild) wird auch „Käthchenstadt" genannt nach Heinrich von Kleists Schauspiel „Das Käthchen von Heilbronn". Die Unistadt gehört zum Großraum Stuttgart. Wegen der ausgedienten Rebflächen ist Heilbronn bekannt als Stadt des Weins. Wer Bier bevorzugt, dem empfehlen wir eine Reise nach Oberfranken, in die Kreisstadt Kulmbach. Wer Fontane lieber mag als Kleist, dem raten wir zu einer Entdeckungsreise nach Neuruppin. Vielleicht gibt es ihn noch zu sehen, den Birnbaum vom alten Ribbeck von Ribbeck im Havelland. Alle drei Städte haben eine Tafel, die wir im Rahmen unserer „33 guten Taten" finanziell unterstützt haben. jg

Sonntag, 9. August 2020

Freude teilen



Fremde Länder auf eigene Faust entdecken?

Ich reise lieber zu zweit, das verdoppelt die Freude (hier im Bild mit Ko Min Min) Viele versteckte Ecken hätte ich ohne meinen Freund und Reisebegleiter nicht entdeckt, manchen kulturellen Unterschied nicht verstanden. Ein guter Reiseführer übersetzt, organisiert, kennt den Weg, die Hotels und die beste Rooftopbar in town. Nun hilft dieses ganze Wissen nicht, wenn der Flughafen von Yangon geschlossen ist. Die letzten Touristen kamen vor fünf Monaten und die haben Corona ins Land gebracht. Nun sind alle vorsichtig, auch wenn es nur wenige Fälle im Land gibt. Der Flughafen wird voraussichtlich erst wieder im November geöffnet. Ko Min Min hat es gut, er verdient sein Geld auch in Corona Zeiten, weil er größtenteils für unsere Stiftung arbeitet. Seine 200 Kollegen von der Bagan Tourguide Association durchleben unsichere Zeiten. jg

Samstag, 8. August 2020

Always stay hydrated


Tolle Pulle

Ohne Wasservorrat geht heute kein Großstädter mehr aus dem Haus. Die Modeindustrie hat das Thema übernommen: Designer entwerfen sündhaft teure Trinkflaschen. Sie verkaufen sich gut. Chanel hatte ein Modell für 5.000 Euro im Angebot. Die Flasche ist ausverkauft!  Für das Geld könnten wir zweitausend Schulkinder mit den Trinkwasserflaschen versorgen. Die Schüler der ALR Schule im Delta haben schon ihre eigenen Flaschen von uns bekommen 😊

Freitag, 7. August 2020

Warming Stripes


Jeder Balken steht für ein Jahr

In der Geschichte der Wettermessung werden kühle Regionen in Blau dargestellt und heiße in Rot. Während Blau etwas beruhigendes hat, ist Rot eine Sonderfarbe, die in der Natur kaum vorkommt. Sie ist die Farbe des Feuers, sie ist eine Warnfarbe. Das Klima ist abstrakt, wir können die Temperatur nicht sehen, wir können auch die 1,5° Erwärmung nicht fühlen. Es sind die statistischen Werte der letzten hundert Jahre, die der britische Klimaforschers Ed Hawkins mit seinen „Warming stripes" sichtbar gemacht hat. Gut zu sehen, dass der Klimawandel mal in der Zukunft lag. Jetzt ist er da.

Donnerstag, 6. August 2020

Glückszahl



Die Anregung kam von Britta und wir haben sie gerne aufgenommen: ab sofort werden die Spendenquittungen vom Projektteam an die Spender verschickt. So wissen die Teammitglieder immer aktuell, wer für ihre Projekte gespendet hat. Die Übersicht aller Spendenquittungen bleibt bei Dörte. Hier ist die Liste der Zuordnungen:

1. Kinder in Heim = Renate
2. Studenten = Britta
3. Schulen in Bagan = Tina
4. Schulen im Delta = Christian
5. Swimming Doctors = Joe
6. Umwelt/Klima = Jürgen
7. Tafeln = Wolfgang
8. Verschiedenes = Jürgen

Das sind die wesentlichen sieben Projekte der Stiftung. Kleinere Engagements, wie die Unterstützung des Altenheims und Roncalli werden unter Verschiedenes zusammen gefasst. Die Spendenquittungen können per Post mit einer kleinen Dankeskarte an die Spender geschickt werden – auch die Versendung per Mail ist zulässig. jg

Swimming Doctors im Einsatz



Unter erschwerten Bedingungen

Wer schon mal die Kraft tropischer Regenstürme erlebt hat, kann sich vorstellen, dass der Einsatz auf unserem Schiff in diesen Monaten besonders beschwerlich ist - besonders im Delta, 50 Kilometer südöstlich von Yangon. Dazu kommen die Corona Vorsichtsmaßnahmen. Auch unter diesen erschwerten Bedingungen bieten die Swimming Doctors ihren Patienten den gewohnten Service. Auf Facebook sind täglich Bilder zu sehen, die vom Medical Team und von glücklichen Patienten gepostet werden. Ende des Monats geht das Schiff für eine Woche zur jährlichen Inspektion in die Werft. jg

Mittwoch, 5. August 2020

Neu am Kiosk



33% der Landfläche der Erde sind von Wald bedeckt
Schon im Titel was gelernt.

Eine lesenswerte Lektüre für alle, die sich für Wald und Feld interessieren. Ganz besonders empfehle ich die aktuelle Ausgabe 02|20 mit vielen lesenswerten Artikeln und wunderbaren Bildern aus Myanmar. jg

Coronafreie Strände



Oktober, November, Dezember?

Gähnende Leere am Ngapali Beach, während es an der Nord- und Ostsee schon wieder eng wird. Im Augenblick weiß niemand, wann wir wieder nach Myanmar fliegen können. Es gibt nur wenige Coronafälle im Land, die beiden internationalen Flughäfen sind geschlossen. Voller Zuversicht planen wir unsere nächste Reise für den Dezember 2020. Auch dann werden die Strände so leer sein wie hier auf dem Foto vom letzten Jahr. Den Hotels und Reiseführern fehlen die Gäste. Die ganze Reisebranche hat es schwer. Nicht nur bei uns, auch in Myanmar. jg

Dienstag, 4. August 2020

Es geht auch plastikfrei


Wenn alles normal wäre, würden wir jetzt mit den Hotelmanagern am Ngapali Beach zusammensitzen und die Frage diskutieren: Wie kann man den Plastikmüll am Strand reduzieren? Aber in diesem Jahr ist nicht alles normal, deshalb wenden wir uns dem schwierigeren Teil dieser Frage zu:

Was können wir selber tun? 

Wer Plastik vermeiden möchte, findet täglich viele Gelegenheiten. Es gibt nur eine Schwierigkeit: man muss die eigene Gewohnheit überwinden. Manchmal geht es auch um die eigene Bequemlichkeit. Mit gutem Beispiel vorangehen ist der beste Weg. Mit den Trinkwasserflaschen Wasserflaschen haben wir begonnen. Jetzt geht es der Flüssigseife an den Kragen, den Shampooflaschen und dem Duschgel. Gibt es alles in fester Form, schön in Papier verpackt. Spart Geld und ist gut für die Umwelt. jg

Was macht eigentlich Nico



Entrepreneur mit gesellschaftlicher Verantwortung

„Ein Entrepreneur ist der Gründer und Inhaber eines Unternehmens. Er handelt eigenständig, bewusst und willensstark. Entrepreneure gehen außergewöhnlich gut mit Unsicherheiten und Risiken um und führen ihr Unternehmen zum Erfolg„ Soweit die Definition im Lexikon, die für Nico und seinem Partner zutrifft. Die beiden  haben die HahnAir gegründet, eine deutsche Linienfluggesellschaft. Seit 1999 stellt die HahnAir weltweit Tickets für andere Fluggesellschaften aus. Das letzte Jahr war das beste Geschäftsjahr. Das war vor Corona. Mit einer eigenen Stiftung unterstützt Nico weltweit Kinder- und Umweltprojekte. In Myanmar und in Mexiko arbeiten wir in verschiedenen Projekten eng zusammen. Danke Nico 🙏

Montag, 3. August 2020

Gutes Vorbild



Wir pflanzen auch

für jeden Freund und für jede Freundin der Stiftung einen Obstbaum in Myanmar - oder eine Eiche in Deutschland. Im goldenen Land werden die Pflanzungen von Ko Min Min und Ko Naing organisiert - in Deutschland nehmen wir Ende Oktober selbst den Spaten in die Hand. Wer Zeit und Lust hat dabei zu sein, kann sich hier anmelden: info@stiftunglife.de Wer keine Zeit hat (oder Rückenschmerzen) kann unser Umweltprojekt gerne mit einer kleinen Spende unterstützen. jg

Sonntag, 2. August 2020



Jeder wollte den anderen übertrumpfen: noch größer, noch schneller, noch weiter. Damit ist nun Schluss. Nach dem Ende des A380 ist nun auch für den Jumbo das Aus gekommen. Es ist das Ende des Größenwahns - zumindest bei den Flugzeugen. Wenn wir Glück haben, ist es der Beginn einer neuen Zeitrechnung, in der anderen Werte zählen. Seit vielen Jahren begnügen wir uns in der Stiftung mit einer Million. Wir kennen fast jeden Spender und fast jeden Empfänger persönlich. Mit Digitalisierung und künstlicher Intelligenz könnten wir zwei Millionen erreichen - aber wir wollen nicht. Ganz bewusst haben wir uns für Tiefe, Langsamkeit und Nähe entschieden. Damit fühlen wir uns wohl und danken allen, die uns auf diesem Weg mit Sinn und Verstand begleiten. jg

Samstag, 1. August 2020



Vertrauen ist gut, Kontrolle ist wichtig
Nur noch vier WP Konzerne teilen sich die großen Prüfungsmandate in der deutschen Wirtschaft. Die sogenannten Big Four betonen für Transparenz zu sorgen. So recht mag man daran nicht glauben, wenn man sich mit der Lehman Pleite oder dem Wirecard Skandal beschäftigt. Die einfachste Form der Transparenz ist die Offenlegung aller Zahlen. Mit unseren gläsernen Konto machen wir jede Geldbewegung der Stiftung öffentlich sichtbar. Darüber hinaus werden wir geprüft: erst von dem Steuerberater (der uns seit 30 Jahren zur Seite steht) dann vom Finanzamt und dann von der Stiftungsaufsicht. Bis heute ohne jede Beanstandung. Der aktuelle Freistellungsbescheid wurde wieder auf unserer Seite hinterlegt: 

Freitag, 31. Juli 2020

Vorfreude



Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Manchmal muss die Freude ein bisschen warten. In diesem Fall bis zum kommenden Jahr - dann werden wir wieder Kinder aus bedürftigen Familien zu einem Zirkusbesuch einladen. Ein kleines Projekt unserer Stiftunglife, dass von Christian mit viel Herzblut organisiert wird. jg

Donnerstag, 30. Juli 2020

Schulen bauen/1


Frank und Annette, Damaste, Leopold, Mangotree, René, Together und Nivea 2
Man könnte auch sagen: Ziel erreicht 👍

Sieben Schulbauten haben wir im ersten Halbjahr 2020 fertiggestellt. Weil die deutschen Teammitglieder nicht reisen konnten, haben unsere beiden burmesischen Projektleiter diese sechs Projekte ganz selbständig entwickelt. Herzlichen Glückwunsch an Ko Min Min und Ko Naing zu dieser bemerkenswerten Leistung. Mehr wollen wir nicht bauen, jedenfalls in diesem Jahr. Jetzt in der Regenzeit kann man wunderbar Bäume pflanzen. Danach kümmern sich Ko Min Min und Ko Naing dann um die Pflege und den Erhalt unserer 87 Schulbauten. Es gibt immer etwas zu tun. Hier gibt es eine Übersicht zu allen Schulbauten und Dorfprojekten: stiftunglife.de/bildung/schule

Schulen bauen/2



Faire Bedingungen 
In dem Verhältnis zwischen der ersten und der dritten Welt sind faire Bedingungen selten. Aktuelles Beispiel waren die von C&A in Bangladesh bestellten, aber nicht abgenommenen Textilien. Das es auch anders geht, zeigt ein T-Shirt von der Firma mey. 

Wir zählen uns zu den Guten. Unsere 20 Mitarbeiter in Myanmar bekommen einen fairen Lohn, auch in Coronazeiten. Alle Handwerker an den Schulbauten werden fair und zuverlässig bezahlt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir (nach fünf preisstabilen Jahren) für unsere Schulbauten etwas mehr Geld. Im kommenden Jahr kostet der Bau einer Preschool 11.000 Euro - der Bau vom klassischen Schulgebäude mit fünf Klassenzimmern, Schulmöbeln und Toilettengebäude kostet dann 33.000 Euro. Wir sind zuversichtlich, dass wir die neuen Preise wieder fünf Jahre stabil halten können. jg

Mittwoch, 29. Juli 2020

Unser Beitrag für die Umwelt



Wir helfen den Bienen und Schmetterlingen

Seit zwei Jahren verschenken wir Saatgut für Blühwiesen. In diesem Frühjahr hatten die Menschen allerdings andere Sorgen und so war die Nachfrage nicht besonders groß. Im September kann wieder eingesät werden. Bis dahin erfreuen wir uns an den Flächen, die vor ein oder zwei Jahren ausgesät wurden, wie hier im Bild eine Blühwiesen im Schlosspark Celle. Die Blumensaat ist mehrjährig. Wenn ihr eine eigene Blumenwiese anlegen wollt, schreibt eine Mail an info@stiftunglife.de Wir versenden das Saatgut kostenlos, solange der Vorrat reicht. jg

Dienstag, 28. Juli 2020

Congratulations



Die Freude ist zum Greifen nah

Das spürt man auch über die große Entfernung. Diese acht haben es geschafft, sie haben ihre Ausbildung im Shwe Sa Bwe mit Erfolg abgeschlossen. Seit drei Jahren unterstützten wir das Restaurant mit angeschlossener Kochschule im nördlichen Teil von Yangon. Es ist ein Geheimtipp, ein bisschen versteckt gelegen. Dort wird hochklassige Küche serviert zu einem bezahlbaren Preis. Die Hälfte der 40 Mitarbeiter sind Profis, die andere Hälfte sind Auszubildende. In der Coronakrise kämpft auch dieses Restaurantkonzept ums überleben. Umso bemerkenswerter, dass die jungen Leute ihre Ausbildung abschließen konnten. Wir gratulieren Davy und seinem Team 👏

Montag, 27. Juli 2020

Eine saubere Sache



Solaranlagen funktionieren ziemlich einfach

Wenn die Sonne scheint produzieren sie Strom. Am besten ist es, wenn der Strom dann direkt verbraucht wird, dann muss man ihn nicht in Batterien zwischengelagert. Das einzige, was Solaranlagen nicht mögen, ist Staub. Wenn sich eine Staubschicht auf die Solarzellen gelegt hat, sinkt die Leistungskurve. Deshalb ist das regelmäßige Reinigen der Solarzellen wichtig. Manchmal erledigt das ein Regenschauer. Wenn der ausbleibt, dann wird Staub gewischt, so wie hier an unserer Plastik Recycling Station in der Nähe von Bagan. jg