Stiftunglife

Donnerstag, 21. November 2019

Swimming Doctors


Dieser Workshop begeistert noch immer

auch wenn es schon ein paar Tage her ist, dass wir 26 Medizinstudenten, Schwesternschülerinnen und Public Health Studenten, auf unser Schiff eingeladen haben. Das Foto zeigt, wie sie unter Anleitung von Joe gegenseitig einen Test zur Differentialdiagnose von Schwindel durchführen. Ein Thema, mit dem sie sich vorher noch nie beschäftigt haben. Trotzdem wissen sie nach wenigen Minuten den theoretischen Hintergrund dazu, machen etwas selbst und können den Test in ihrem weiteren Studium zielgerichtet anwenden. Eine solch aktivierende Lernerfahrung war neu für sie und entsprechend begeistert waren die Studenten nach anfänglich großer Schüchternheit. Und Begeistern war unser Ziel. Schon lange hatten wir die Idee, unsere „ Stiftunglife Medizinstudenten" an Bord der Swimming Doctors zu bringen. Eigentlich logisch, damit würden die Studenten, anders als im theorielastigen Studium, einen Einblick in die realen und häufigen gesundheitlichen Probleme der ländlichen Bevölkerung bekommen -  und wir könnten damit Junior Doctors für unser Schiff rekrutieren. Doch die Idee verfing nicht wirklich, es gab Bedenken der Eltern und die Zögerlichkeit der Studenten selbst, vor unbekanntem Neuem, führten immer wieder zum Aufschub. Also mussten wir einen anderen Weg wählen und luden die Studenten direkt auf unser Schiff ein. Vom Maschinenraum bis zum Ultraschallgerät wurde alles gezeigt was die Swimming Doctors 3 ausmacht: die Medizintechnik, den OP, die geräumigen Kabinen, die Küche, das Arbeiten im Team mit Schwestern und Seeleuten und vieles mehr. Der Tag war für uns alle ein großer Erfolg. wm

Mittwoch, 20. November 2019

Welt Kinder- Toilettentag



Genau genommen sind es zwei Tage: gestern war der Welt Toilettentag – und heute der Welt Kindertag. Schaut man an unsere Schulen in Myanmar, dann gehören diese beiden Tage eng zusammen. Es gibt Länder, in denen das „Häusl“ sehr einfach konstruiert ist, ohne Toilettenpapier, man wäscht sich den Po mit der Hand. Oft ißt man in diesen Ländern ohne Besteck, einfach mit der Hand. Deshalb ist es dort besonders wichtig zwischen dem Toilettengang und dem Essen die Hände zu waschen. Mit Seife! An wenigen Schulen gibt es Handwaschbecken(hier rechts im Bild) an vielen Schulen hängen Plakate, auf denen anschaulich gezeigt wird, wie man sich die Hände richtig wäscht. Plakate und Waschbecken sind geduldig, Kinder sind es nicht. Warum sollen sie sich die Hände waschen, wenn sich die Lehrer nicht die Hände waschen, die Eltern und die Geschwister auch nicht. Viele Jahre beschäftigen wir uns mit diesem Problem. Vor einem Jahr sind wir auf eine einfache Lösung gekommen, die wir an vier Schulen getestet haben: wir haben eine Toilettenfrau eingestellt! Sie hält die Toiletten sauber und schaut, dass jedes Kind die Hände mit Seife wäscht. Funktioniert ganz prima, bald auch hier an der Thandar School im Delta. jg

Dienstag, 19. November 2019

Flug EJU5841 von Berlin nach Wien

easyJet gleicht die CO2 Emissionen aller Flüge aus

Fliegen bietet viele Vorteile, hat aber auch beträchtliche Auswirkungen auf unser Klima. Ab heute, genau gesagt ab Flug EJU5841, gleicht easyJet die CO2-Emissionen aller Flüge aus, indem sie in Klimaschutzprojekte investieren, in denen Bäume gepflanzt oder vor Abholzung geschützt werden. Natürlich ist so ein CO2-Ausgleich nur ein Hilfsmittel, aber es ist ein Anfang, es ist die zweitbeste Lösung. Die beste Lösung ist es, auf einen Flug zu verzichten - aber das hat die Fluggesellschaft nicht in der Hand, das haben wir nur selbst in der Hand. Seit drei Jahren fliege ich in Deutschland nicht mehr. Die Anzahl meiner Flüge nach Myanmar habe ich in diesem Jahr halbiert (von vier auf zwei). Jeder tut, was er kann... jg

Feiern und pflanzen


Wir pflanzen jede Stunde einen Baum 🌳 

Unser Engagement für die Umwelt wirkt bis in unsere bunten Eröffnungsfeiern. Wo früher bunte Luftballons aufstiegen, da werden nun Bäume gepflanzt. Das ist zugegeben nicht ganz so farbenfroh spektakulär, aber deutlich besser für die Umwelt. Die Fotos hat uns Tina aus Bagan geschickt, sie sind von der Eröffnung der Rotary SolarWasseranlage letzte Woche. jg 

Montag, 18. November 2019

Naing und Min Min



Unser Schuldorfswimmingdoctors Team

Die beiden waren nicht dabei, gestern bei unserer großen Feier in München – und waren doch dabei, durch ein schönes Bild im Überraschungsbilderbuch. Dieses Foto vom Teamtreffen in Starnberg hat mir ganz besonders viel Freude gemacht. Auch wenn die beiden an verschiedenen Standorten arbeiten - Naing im Delta und Min Min in Bagan - sind sie ein gutes Team geworden. Ihre Aufgaben gehen längst über den Bau von Schulgebäuden hinaus: Wasserfilter, Solarlampen, Kindergärten und Bäume stehen auf der Wunschliste der Dorfbewohner. Unsere beiden Projektleiter fragen nach, überlegen und vermitteln uns was wichtig ist. Dann geht es an die Organisation der Projekte, an Pflege und Erhalt. Gestern Abend haben wir ein großes Glas auf ihr Wohl getrunken. Zwei von vier Mitarbeitern, ohne die unsere Projekte in Myanmar nicht halb so schön wären. jg

Sonntag, 17. November 2019

Bilder von Bord



Irgendwie war es schwierig, ein gutes Bild von uns auf dem Schiff zu finden, ich sende deswegen erstmal dieses hier. Es ist ein Beispiel dafür, wie alle Ärzte aus Deutschland daran arbeiten, dass Abläufe auf dem Schiff optimiert werden, denn diese Tafel haben Christiane und Hilmar eingeführt und senden regelmäßig Polaraids dafür nach. Die Zeit mit Khu Khu in Myanmar war für uns sehr schön, sie hat ihren Job perfekt mit dem Kind vereinbaren können. Ich  habe in dieser Zeit oft daran gedacht wie schwierig es für mich damals war, die Kinder und den Job unter einen Hut zu bringen, auch ein Grund sie gerne dabei zu unterstützen. Wir senden liebe Grüße, Petra und Jochen

Samstag, 16. November 2019

Was macht eigentlich Britta?



Britta ist in Myanmar unterwegs

Dieses Mal mit einem großen Programm: gemeinsam mit der ganzen Familie wurde eine Schule eingeweiht, ein Kindergarten und eine Solar Wasseranlage. Jetzt geht es weiter nach Mandalay und Sagain zum jährlichen Treffen unserer Studenten. Das Foto ist in Yangon entstanden, beim Besuch vom Shwe Sa Bwe, einem Fine Dining Restaurant mit Trainingseinheit für begabte junge Menschen. Hier werden gerade zwei Mädchen aus „unserem" Kinderheim für eine Karriere in der Gastronomie trainiert. Britta fragt interessiert nach, motiviert und begeistert die Berufsanfänger. jg

Freitag, 15. November 2019



Gut, dass wir in Bildung investieren 

Ein Blick in die Zeit dieser Woche lohnt sich. Dort kommt auch Wolfgang Lutz zu Wort, Professor an der Uni Wien. Er ist Demograf, einer der einflussreichsten Forscher weltweit. Seine Berechnungen geben uns die Hoffnung, dass die Weltbevölkerung langsamer wachsen könnte als erwartet. Entscheidend wird sein, wie sich die Geburtenrate in Afrika weiter entwickelt. Ein Beispiel aus Nigeria: Hadizatu Ahmed hat mit 13 ihr erstes Kind bekommen, sieben Kinder insgesamt. Ihre Tochter Teni hat sich einen Studienplatz erkämpft. Sie arbeitet als Grundschullehrerin und lebt allein mit einem Kind. Die Unterschiede zwischen Mutter und Tochter sind zahlreich: die Generation, die Anzahl der Kinder, die Lebensphilosophie. Wolfgang Lutz würde all das auf ein Wort unterbrechen: „Bildung! Schon wenig Bildung macht einen Unterschied. Wenn Frauen verstehen, dass Kinderkriegen nicht gottgegeben ist, sondern eine bewusste Entscheidung sein kann, bekommen Sie automatisch weniger Kinder." 


Donnerstag, 14. November 2019

Neue SolarWasseranlage



Liebe Freunde der Stiftung,
Wolf und ich hatten das Privileg, im Namen unseres RC München-Mitte das „Solar Water Project" zu eröffnen. Es befindet sich im Dorf Kyi Kan im weit abgelegenen Hinterland von Bagan, ca. 600 km nördlich vom Irrawaddy-Delta. Das Wasser für die Dorfbewohner (50.000 Liter pro Tag) wird aus 200 Meter Tiefe hochgepumpt. Bis dato wurde der dafür benötigte Strom von einem Dieselaggregat erzeugt. Durch die installierten 24 Photovoltaik-Module kann die Pumpe nunmehr per Solarstrom betrieben werden. Das Dorf befindet sich auf dem sonnenreichen 21. nördlichen Breitengrad, so dass die Solarmodule auch bei Streulicht ausreichend Strom liefern können. Zwei große Zisternen dienen als Wasserspeicher. Die Einsparung ist beträchtlich: 2.600 € pro Jahr müssen nun nicht mehr für Diesel ausgegeben werden. Bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von 90 € bedeutet dies für die Dorfbewohner eine enorme Verbesserung. Auch für die fachliche Betreuung der Anlage ist gesorgt: Vom Dorf wurde eine Person bestimmt, die für die Pflege und Wartung der Anlage verantwortlich ist. Zudem musste das Dorf einen Betrag von 2.000 € aufbringen, der von Stiftunglife verwaltet wird und als Kapitalreserve für Reparatur- und Wartungskosten dient. Und so feierte das ganze Dorf mit überwältigender Begeisterung die Inbetriebnahme der neuen Anlage. so feierte das ganze Dorf mit überwältigender Begeisterung die Inbetriebnahme der neuen Anlage. Ansprachen des Bürgermeisters und von Vertretern der Distriktverwaltung betonten, welche Leuchtturmfunktion unser Projekt für die ganze Region hat. Herzlichst, Wolf Mutschler & Reinhard Busch

Bericht von Bord



Liebe Freunde der Stiftung,
Wolf Mutschler und ich grüßen ganz herzlich aus Myanmar. Für mich war es das erste Mal auf der Swimming Doctors und die Tage an Bord haben mich tief beeindruckt. Wolf übergab das neue Sehtest-Gerät an das Medical Team, das dank der Erlöse von eurem wunderbaren Benefizkonzert angeschafft werden konnte. Es erweitert die Diagnosemöglichkeiten insbesondere bei Kindern und hat schon wertvolle Dienste geleistet. So hatten wir eine Patientin, bei der eine Fehlsichtigkeit von 4.0 Dioptrien festgestellt werden konnte (also eine bereits signifikant eingeschränkte Sehleistung). Da die Swimming Doctors eine Auswahl an Brillen an Bord haben, konnte sie das Schiff mit einer für sie passenden Brille überglücklich verlassen. Es ist bewegend zu erleben, wie dankbar die „schwimmende Landarztklinik" von den überwiegend rmen Bewohnern im Irrawaddy-Delta angenommen wird - dank eurer Hilfe mit einer nunmehr noch breiteren ärztlichen Versorgung! Herzlichst, Wolf Mutschler & Reinhard Busch vom RC München-Mitte

Mittwoch, 13. November 2019

Ein Hauch von Abenteuer


Ursula bekommt Verstärkung

Inzwischen sind es über 80 Schulen, die wir in Myanmar betreuen. Da war es absehbar, dass Ursula die regelmäßigen Schulbesuche nicht mehr alleine bewältigen kann. Mit Tina hat unser Schulteam wunderbare Verstärkung bekommen. In diesen Tagen ist die sympathischen Münchnerin in Myanmar unterwegs. Gemeinsam mit Min Min, wie auf dem Foto zu sehen ist, manchmal auch auf abgelegenen Wegen – hier bei dem Besuch der Jörg Schule in der Nähe von Bagan. Wir dürfen uns auf ausführliche Schulberichte freuen und wunderbar zusammengestellte Foto Dokumentationen 👍

Dienstag, 12. November 2019

Schuleröffnung LILOU


Wir durften die wunderschöne Schuleröffnung der LILOU Highschool feiern. 

Das neue Schulgebäude liegt auf dem Gelände der Anna & Wolf School. Die Schulspender Annette und Reinhard Busch sind dafür gemeinsam mit Anna und Wolf Mutschler nach Myanmar gereist. Ein großes Dankeschön an Min Min und Sein Sein, die einen großen Beitrag zu dieser gelungenen Opening Ceremony geleistet haben. Auch die Schulleitung hatte sich viel Mühe gegeben. Der Schulhof war super gepflegt mit vielen neuen Pflanzen. Wir wurden mit bunt geschmückten Ochsenkarren abgeholt und durch das Dorf zur Schule gebracht. Statt Luftballons steigen zu lassen haben wir neue Bäume gepflanzt und danach die Tanzaufführungen der Kinder und ein leckeres Essen genossen. Min Min hat sehr schöne neue Schulbänke bauen lassen. Tina

Montag, 11. November 2019

Gute Idee



Schenken ist eine Freude, die man abonnieren kann Bei der Oper gibt es Glück und Leid im Abo.  Dallmayr lockt mit einem Käse Abonnement und für den eleganten Herrn gibt es dunkle Socken im Abo. Da wollen wir nicht nachstehen und bieten ab sofort Bäume im Abonnement an. Zum eigenen Vergnügen, oder zum Verschenken. Natürlich gibt es auch eine schöne Urkunde 😊

Unser kleines Abonnement entspricht den hinteren Reihen in der Oper. Für 90 Euro im Jahr pflanzen und pflegen wir jeden Monat einen Obstbaum. 

Unser mittleres Abonnent 
entspricht der guten Mitte im Opernhaus. Für 360 Euro im Jahr pflanzen und pflegen wir jede Woche einen Obstbaum.

Unser großes Abonnent
ist vergleichbar den besten Plätzen in der Oper und persönlicher Begrüßung durch den Dirigenten. Für 2.500 Euro im Jahr pflanzen und pflegen wir jeden Tag einen Obstbaum. 

Die schönsten Obstbäume werden in Deutschland, Spanien und Myanmar nur dann Früchte tragen, wenn es genügend Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge gibt. Deshalb legen wir mit jeden Baum, den wir pflanzen, auch 20 m² Blühwiesen für Bienen und Schmetterlinge an. jg

Sonntag, 10. November 2019

Saturday for future



Wir pflanzen jede Stunde einen Baum
Manchmal sogar, wie hier auf dem Foto, unter fachlicher Anleitung eines Försters. Wer glaubt, dass Jugendliche nur Freitags demonstrieren gehen, sollte sich mal die Schüler der Gesamtschule Ehestorfer Weg anschauen. Die haben am Samstag den Spaten in die Hand genommen und Bäume gepflanzt. Begleitet wurden sie dabei von engagierten Lehrern und Eltern. Wir sind ganz glücklich, dass wir dieses jugendliche Engagement unterstützen dürfen - und freuen uns über jede weitere Schule, die sich bei uns meldet: wir unterstützen solche Baumpflanz Projekte gerne mit Rat und Tat. jg

Samstag, 9. November 2019



Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen. 
Charlie Chaplin, der große Diktator, Rede des Friseurs

Das Strafrecht ließ bis in die 70er Jahre Milde walten, wenn es um Mundraub ging. Wer aus persönlicher Not Lebensmittel stahl, um sie aufzuessen, konnte mit mehr Nachsicht rechnen als der normale Dieb. Das war der letzte Ausläufer einer biblischen Mildtätigkeit. Das Containern ist der Mundraub des 21. Jahrhunderts. Meist ist es nicht akuter Hunger, der Menschen dazu bringt, Lebensmittel aus Abfallbehälter  zu klauben - es ist ein legitimes Mittel, um Staat und Gesellschaft auf diesen Überfluss aufmerksam zu machen. Der Gesetzgeber könnte Regeln erlassen, nach denen unverkaufte Lebensmittel an die Tafeln weitergegeben werden müssen. In Frankreich, Italien und Tschechien gibt es bereits entsprechende Gesetze. jg

Freitag, 8. November 2019

Friday’s for future


Nun ist Greta auch in Myanmar angekommen. 

Min Min hat mir gerade den Artikel aus der Myanmar Times geschickt. Natürlich ist es im goldenen Land (noch) nicht so, dass jetzt die Schüler auf die Straße gehen - aber durch den Bericht in der Zeitung entstehen Fragen. Auch in Myanmar gibt es Menschen, die sich über den Klimawandel Gedanken machen. Mit unseren Baumpflanz Aktionen und den Solaranlagen sind wir mitten im Thema - und das schon seit einigen Jahren. Was für ein Glück, dass wir mit Min Min und Naing Ansprechpartner vor Ort haben, die uns bei diesen Umweltprojekten mit viel Engagement unterstützen. Nicht nur Freitags 😊 jg

Donnerstag, 7. November 2019

Wo ist denn Jacqueline?



Versteckt unter all den Kindern

Wahrscheinlich war der Besuch des Kinderheims die größte Freude ihrer Reise. Jacqueline hat gestrahlt, als die „ihr Kind" in die Arme nehmen konnte. Genauso ist es Britta ergangen, als sie diese Tage „ihr Kind" besucht hat. Freude und Neugier sind auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt. Wer das Talent hat mit den Kindern zu spaßen und zu spielen, gewinnt schnell ihre Herzen. Im Gehen fragt man sich als Pate, wer denn hier der Beschenkte ist. Für drei Euro am Tag bekommt ein Kind von uns die Chance auf eine glückliche Zukunft. jg