Stiftunglife - News

Mittwoch, 21. Februar 2024



Normalerweise schlägt das Herz 60 mal pro Minute

Aber wenn das Herz still steht, braucht man für die Reanimation eine höhere Frequenz, ungefähr 120 Bewegungen pro Minute. Viel Kraft ist dafür notwendig, weil das Blut bis ins Gehirn gepumpt werden muss, um langfristige Schäden zu vermeiden. Wenn das manuell geschieht, wechseln sich die Ärzte alle 4 Minuten ab. Auf der Wunschliste vom Krankenhaus stand eine Herzpumpe. Kostet 10.000 Euro. Die haben wir gekauft, nach Vinnitsya gebracht und an die Ärzte übergeben. Diese Pumpe kann Leben retten. Eine zweite Herzpumpe könnte das Team noch gut gebrauchen. jg



Dienstag, 20. Februar 2024


Kostet so viel wie ein kleines Auto 

Durch den Krieg gibt es in der Ukraine viele Menschen mit Brandverletzungen. Im Brandzentrum Vinnitsya werden diese Schwerverletzten behandelt. OP Schwester Valeria hält in der linken Hand einen Hauthobel, mit dem hier Hauttransplantationen durchgeführt werden. Dieses Gerät ist 45 Jahre alt, morgen wird es ersetzt durch ein nagelneues Gerät, dass wir heute mitgebracht und übergeben haben. Kostet so viel wie ein kleines Auto und ist in der Hand engagierter Ärzte jeden Euro wert. Im Hintergrund voller Freude Dr. Roman, Chef des Brandzentrums. jg




Angekommen in Vinnitsya 

Der 9. Stiftunglife Transport hat sein Ziel erreicht. Viele fleißige Hände helfen beim Ausladen. Sie bringen die Medikamente, die wir in der Krankenhaus Apotheke in Planegg abgeholt haben direkt in den gesicherten Medikamentenraum vom Emergency Hospital Vinnitsya. Direkter kann Hilfe nicht funktionieren. Ein großes Dankeschön an alle, die geholfen haben. jg



Montag, 19. Februar 2024



Aufgelistet, sortiert und gewogen

Bei den ersten Transporten haben wir alles in die Autos gepackt, was wir bekommen konnten. Das ist lange her. Inzwischen haben wir das System professionalisiert: geliefert wird genau das, was gebraucht wird. Vom Krankenhaus in Vinnitsya bekommen wir monatlich eine aktuelle „Wunschliste", die wir bestmöglich erfüllen. Alle Medikamente werden mit Anzahl, Gewicht und Preisen dokumentiert und beim Grenzübertritt angemeldet, damit wir die Mehrwertsteuer erstattet bekommen. Andreas organisiert und dokumentiert jeden Transport von der Übernahme der Medikamente in Planegg bis zur Ablieferung im Emergency Hospital Vinnitsya. jg



Sonntag, 18. Februar 2024


On the way

Zwei Fahrzeuge, voll bepackt mit Medikamenten, medizinischen Geräten und Winterkleidung Sind heute Morgen in München gestartet. Vier Fahrer (von links: Rainer, Andreas, Sergij und Jürgen) wechseln sich ab. Ziel ist das Emergency Hospital in Vinnitsya. Von der Übergabe der Ware und dem Treffen mit unseren ukrainischen Studenten werden wir berichten. jg 



Samstag, 17. Februar 2024


Auf einen Espresso

Fast jeden Samstag servieren wir mit unserem „Espresso" die Neuigkeiten der Stiftung in aller Kürze. Wer nicht auf dem Verteiler stehen, kann sich hier gerne anmelden. Wer mal einen echten Espresso mit einem Menschen aus unserem Team trinken möchte, kann sich hier anmelden info@stiftunglife.de dann gibts die neuesten Informationen persönlich. So wie früher, als man noch nicht darüber nachdenken musste, ob Texte und Bilder echt sind. Kaffeetrinken kann die KI noch nicht. jg



Freitag, 16. Februar 2024



Lust auf eine kleine Autofahrt

Heute werden die beiden Fahrzeuge beladen: ein paar medizinische Geräte, viele Medikamente und 240 Geschenkboxen. Die Menschen im Krankenhaus freuen sich immer über ein paar Geschenke. Am Sonntag gehts wieder los. Dieses Mal sind es zwei Fahrzeuge und vier Fahrer: Andreas, Sergij, Rainer und ich. Wir werden berichten. Hier gibts ein kleines Video von unserer letzten Fahrt zu sehen: https://drive.google.com/drive/folders/1ttN79sKD545SQnU83Mtru7p_faQOucrg?usp=sharing 



Mittwoch, 14. Februar 2024



Was tun, wenn der morgen abläuft…?

Dann kann diese Palette Jogurt nicht mehr in den Handel gebracht werden. Aber zum Wegwerfen ist er natürlich zu schade. Dreifach gut, dass es die Tafeln gibt:  
1. die Ware kommt armen Menschen zugute
2. der Hersteller spart Entsorgungskosten
3. die Umwelt spart eine Tonne CO2 
Bei dem aufgedruckten Datum handelt es sich nicht um ein Ablauf-, sondern um ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn der Joghurt kühl gelagert wurde, kann man ihm in der Regel auch noch ein paar Tage später genießen. Einfach aufmachen und probieren. jg




Dienstag, 13. Februar 2024



Freude und eine kleine Vorfreude

Im Januar waren die Mitarbeiter der Münchner Tafel (Ausgabestelle Schwabing) beim Lions Club München Opera zu Gast. Es wurde ein Abend mit vielen guten Gesprächen. Ein Austausch, der ganz wunderbar war für beide Seiten. Freude auch beim Besuch der Ausgabestelle in der Arcisstrasse. Es gibt genügend Ware für alle, sogar ein paar Blumen können mitgegeben werden. Die Ausgabestelle Schwabing ist eine von 27 Ausgabestellen der Münchner Tafel. Alle Ausgabestellen werden von den eigenen Fahrzeugen der Münchner Tafel mit Ware beliefert. 15 Transporter sind derzeit bei der Münchner Tafel im Einsatz. Grund zur Vorfreude: Roland Schütz engagiert sich dafür, dass bald ein weiteres Fahrzeug dazu kommt. Der erste Elektrotransporter für die Münchner Tafel wurde bereits bestellt. jg


Montag, 12. Februar 2024


Hilfe in der Dry Zone

Im Bild sieht ist ein Wasserreservoir südlich von Bagan in der „dry zone" zu sehen. Ausländische Helfer haben dieses Reservoir vor ein paar Jahren gebaut, um den Bewohnern das Leben zu erleichtern. Leider hielt die Freude nicht lange. Erst ging die Pumpe kaputt und dann wurde der Diesel so teuer, dass er für die Dorfbewohner unbezahlbar wurde. Die ausländischen Helfer haben das Land schon lange verlassen. Wir prüfen jetzt, ob sich die Pumpen mit Solarenergie betreiben lassen. Das wäre gut für die Umwelt und gut für die Menschen. tg




Kampf ums Wasser

Wenn man dieser Tage die Norddeutschen fragt, was sie von der Dürre in Deutschland halten, wird man nur erstaunte Blicke ernten. Richtig ist, dass es in den vergangenen Wochen viel geregnet hat. Der Boden ist in den tieferen Schichten aber nach den letzten Jahren so ausgetrocknet, dass es acht Monate durchgängig regnen müsste, um die Wasserspeicher aufzufüllen. Fakt ist, dass das Wasser auf diesem Planeten zum Zankapfel werden wird. Fünf Euro für 0,5L Wasser, die man auf dem Hamburger Dom zahlen muss, werden irgendwann Normalität werden und nicht mehr von jedem zu bezahlen sein. Ein Grund mehr, sich weiterhin gegen den Klimawandel zu engagieren. Wir pflanzen weiter Bäume und hoffen, dass es für diese in nächster Zeit ausreichend regnet. tg



Sonntag, 11. Februar 2024



Zuerst haben wir in Yangon einen alten Reisfrachter gekauft

Das war im Jahr 2010. Vier Jahre später kam ein Neubau für die Swimming Doctors. Die „Polli" wurde auf den Tag genau heute vor zehn Jahren getauft. Abends war dieses Ereignis in den Nachrichten und am nächsten Tag auf der Titelseite der Tageszeitung. Das „100 ft Clinic Boat" hat den alten Reisfrachter ersetzt, mit dem unser Engagement für die Menschen im Delta begann. Zwei Jahre später wurde noch ein weiteres Schiff für die Swimming doctors gebaut. Beide Schiffe sind seitdem im regelmäßigen Einsatz. Von den Swimming Doctors 2 (seit sieben Jahren River Doctors) wurden bis heute mehr als 100.000 Patienten behandelt. Die Dorfbewohner kommen mit Bauchweh, Zahnschmerzen und Kinderkrankheiten. Einigen dürften die Ärzte an Bord das Leben gerettet haben. Das wollen wir heute feiern 🥂





Das waren Zeiten…

...alle dachten, dass es nun aufwärts geht im goldenen Land. Der „Wind of Change" war an jeder Ecke zu spüren. Es wurden Pläne geschmiedet, Hotels gebaut und in die Zukunft investiert. Der deutsche Bundespräsident hielt eine bedeutende Rede in der Yangon University. Zehn Jahre ist das her, heute sind das Bilder aus einer anderen Welt. Die Pläne liegen auf Eis, die Hotels sind geschlossen und die Zukunft ist ungewiss. Jerzy Wilk ist belieben (im Hintergrund in der Bildmitte) und wir bleiben auch. Bestimmt kommen auch wieder bessere Zeiten, wir bleiben zuversichtlich. jg



Samstag, 10. Februar 2024


Jürgen Klopp will gehen, ich auch!

Die Gründe sind unterschiedlich: der eine Jürgen ist ausgebrannt, der andere hat die Altersgrenze um zehn Jahre überschritten. Eins haben die beiden gemeinsam: sie verlassen ihre Aufgabe und die Menschen, die sie lieben. Der eine Jürgen wird seine Mannschaft ganz verlassen, der andere wird noch ein bisschen bleiben: im Ehrenamt ist Altersteilzeit ein bewährtes Modell, mit dem man im Ehrenamt gut leben kann. jg



Freitag, 9. Februar 2024



Ob die AfD noch auf dem Boden des Grundgesetzes steht oder nicht - wie die Cellesche Zeitung gestern schreibt - kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann klar sagen, dass wir Menschen, die mit den Zielen der AfD sympathisieren, weder in unserer Stiftung noch in unserem Freundeskreis haben möchten. Nicht als Person und auch nicht mit ihrem Geld. jg



Donnerstag, 8. Februar 2024



Es ist keine Kunst ein ehrlicher Mensch zu sein, wenn man täglich Suppe, Gemüse und Fleisch zu essen hat. Georg Büchner

Es müssen nicht Flusskrebse auf Gemüse sein, oder knusprig gegartes Lammkarree aus dem Ofen. Der Film „Geliebte Köchin" dürfte hungrig kaum auszuhalten sein, diese Bilder voller Köstlichkeiten, die frisch zubereitet werden. Wer Geld hat und gerne isst, für den ist dieser Film eine Freude. Wer kein Geld hat geht zur Tafel, oder zu einer Suppenküche. In New York, Paris und Hamburg kochen Ehrenamtliche für arme Menschen. Gestern gab es im Münchner Rathaus viel Anerkennung und 24.000 Euro von den Münchner Lions für solche Einrichtungen. Wolfgang kümmert sich mit seinen Tafelfreunden um die Umsetzung  und Stiftunglife verdoppelt den Betrag. jg



Mittwoch, 7. Februar 2024


Die Shwedagon strahlt

Nach einer grundlegenden Renovierung strahlt die Shwedagon Pagode wieder in goldenen Glanz. Es wäre schön, wenn man jetzt eine Reise nach Yangon planen könnte, ohne Angst und ohne Bedenken. Ein paar Europäer wagen das, aber man kann sie an einer Hand abzählen, die ausländischen Besucher, die heute Abend dort zu sehen waren. Anna hat uns dieses Bild geschickt, sie war heute mit Khin in Yangon unterwegs. jg



Montag, 5. Februar 2024

Ein Hoch im Norden



Vor 30 Jahren wurde die Hamburger Tafel gegründet. „So was brauchen wir in Hamburg nicht." hatte man Ami Dose gesagt, als sie ihre Pläne bei der Stadtverwaltung vorstellen wollte. Mangelnde Zustimmung hat sie nicht davon abgehalten, ihre Idee umzusetzen. Der Erfolg und die Ehre kamen später, auch durch die Stadt Hamburg – aber viel mehr noch von den Menschen, die sie mit ihrer tatkräftigen Art begeistert hat: DAS!: Annemarie Dose: Sie gründete vor 30 Jahren die Hamburger Tafel | ARD Mediathek