Stiftunglife - News

Samstag, 23. Oktober 2021

Heute in der Süddeutschen


Verzicht ?  Wir sollten uns ein neues, ein unbelastetes Wort suchen. Ein Wort, dass die Chancen betont, die in der notwendigen Veränderung stecken. Durch Corona haben wir manchen Gewinn durch Einschränkung erfahren - diese Erfahrung lässt sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Es kommt auf die Sichtweise an. Weniger Fleisch essen ist gut für die Umwelt - der Hausarzt wird uns bestätigen, wie gut es für die eigene Gesundheit ist. Weniger mit dem Auto fahren und öfter mal das Fahrrad nutzen ist gut für die Umwelt - und für die eigene Fitness. In der Süddeutschen Zeitung gibt es heute auf Seite 47 einen lesenswerten Artikel zu einem Thema, das uns alle angeht. jg


Freitag, 22. Oktober 2021

Greenwashing


Die Werbung ist gut. Würde der Absender Lucky Strike es ehrlich meinen, könnte er zunächst mal seine Zigarettenproduktion  einstellen. Damit würde er zwar nicht die ganze Welt retten, aber es wäre ein guter Anfang. Der Versuch vieler Firmen, sich ein zeitgemäß grünes Mäntelchen umzuhängen, treibt merkwürdige Marketingblüten. jg


Donnerstag, 21. Oktober 2021

Das Tafel Team



Online Treffen des Tafelteams 

Der Screenshot zeigt, wieviel Freude die Zusammenarbeit macht. Wolfgang (oben links) hatte die Agenda professionell vorbereitet. Die Zwischenbilanz für das laufende Jahr ist gut: knapp 200 Tafeln bekommen in diesem Jahr die 1.000 + 1.000 Euro Unterstützung. Die „Spielregeln" sind einfach: Wenn ein Lions- oder ein Rotary Club die Tafel in seiner Stadt mit 1.000 Euro unterstützt, dann überweisen wir den gleichen Betrag an diese Tafel. „Matching grand" nennt man diese Verdoppelung, an der alle Beteiligten viel Freude haben, besonders die Tafeln.Das Projekt wird im kommenden Jahr fortgeführt. jg


Mittwoch, 20. Oktober 2021

Die eigenen Früchte ernten...


Vor Freunden bekam bekam ich kürzlich eine Kiste Äpfel aus dem eigenen Garten geschenkt. Nix besonderes, mag man denken - oder vielleicht doch? Es kommt wohl darauf an, wo wir leben und wie wir leben. Diese 12 Äpfel - ungespritzt, handgepflückt und mit Liebe verpackt - habe ich als ein wunderbares Geschenk empfunden. Nicht zu vergleichen mit einem Einkauf von im Supermarkt. Nicht zu vergleichen mit den gespritzten Apfelplantagen, die wir in Südtirol entlang der Autobahn sehen. 

Vor Beginn unserer Pflanzaktionen in Myanmar fragen wir immer, welche Bäume sich die Dorfbewohner wünschen. Für den Schulhof sind Bäume gefragt, die groß werden und Schatten spenden. Für das eigene Grundstück wünschen sich die Menschen Ostbäume, am beliebtesten ist die Mango. Die Menschen pflanzen und pflegen die Bäume, weil sie den eigenen Nutzen davon haben - und wir freuen uns über unserer grünen Beitrag für die Umwelt. Ganz selbstlos ist die Sache nicht: wenn wir die Dörfer besuchen (hoffentlich bald) werden wir mit frischen Früchten empfangen. jg


Dienstag, 19. Oktober 2021

Bäume pflanzen in Myanmar


Ordentliche Buchhaltung

Weil wir viele Bäume pflanzen, brauchen wir eine ordentliche Buchhaltung: Damit unser Umweltteam die Übersicht behält, wird jede Pflanzaktion dokumentiert, einschließlich der Geodaten. Im Abstand von 12 Monaten wird jedes Projekt besucht und das Wachstum der Bäume dokumentiert. Hier ist der erste Bericht der Baumpflanzung in Myat Kha Daw, einem kleinen Dorf in der Nähe von Bagan:
The name of the village is Myat Kha Daw. It has 120 families with 720 people. And most of them are farmers. We donated 1000 trees in October 2021. We donated 325 lemon trees, 325 guava trees and 350 star flower trees. We gave every family three trees and the rest we donated to another village nearby called Sat Sat Yo with 200 families. We give three trees for every family. Both of this village had a great connection with Mr. U Than Maung, he worked as a head master in village Myat Kha Daw and live in Sat Sat Yo. Before we donate, we explain to the people about the climate changes and people are so happy to receive the trees. They planted their trees in their own places. And some trees are planted in the school compound and in Monastery. Here is the link to see the project on our website https://www.stiftunglife.de/bildung/schule2/blog-schule.html?Region=B24  best regards, Min Min


Montag, 18. Oktober 2021

Kinderheim Yangon



Erst gab's Geschenke, dann die Impfung

Letzte Woche gab es eine (vorgezogene) Vollmondfeier im Kinderheim. Alle waren nett zueinander und Capt Wilk verteilte Geschenke. Später wurden dann alle, die älter als 12 Jahre sind, gegen Corona geimpft. Erste Impfung: das war vielleicht das größte Geschenk. Die Kinder brennen darauf, wieder in die Schule gehen zu können. Kann gut sein, dass die Schulen in Myanmar zum Monatsende wieder geöffnet werden. Wir bleiben zuversichtlich und werden berichten…. jg


Sonntag, 17. Oktober 2021

Nothilfe/1



Vor zehn Jahren lebten 21 Millionen Menschen in Syrien

Heute sind es noch 15 Millionen. Eine halbe Million Menschen sind tot, sechs Millionen Menschen haben das Land verlassen. Die da geblieben sind leiden: 9 von 10 Syrern leben in Armut. Zu den Menschen, die in Armut leben, gehört diese Frau mit ihren drei Kindern. Der Ehemann und Ernährer der Familie ist gestorben, die Frau versucht alleine zurecht zu kommen. Wir helfen, schicken jeden Monat 100 Euro zum Überleben. Das Geld ist in dem Briefumschlag, den die Frau in der Hand hält. 100 Euro, das weniger als ein Euro pro Kopf am Tag. In unserer Sonntagsrunde haben wir heute unsere drei Syrienprojekte vorgestellt. jg


Freitag, 15. Oktober 2021

Nothilfe/2



Es ist leicht ein guter Mensch zu sein, wenn man täglich Suppe und Gemüse zu essen hat. nach Georg Büchner

Noch genau zehn Wochen, dann ist Weihnachten. Mache kalorienreiche Advents- und Weihnachtsfeier gilt es bis dahin zu überstehen. Da kann man dann ruhig die Begnadigung der Weihnachtsgans in Erwägung ziehen. Es gibt Menschen in Deutschland, die haben solche Sorgen nicht, sie müssen sich einschränken. Gut dass es 950 Tafeln in Deutschland gibt, die täglich dafür sorgen, dass arme Menschen auch satt werden. Die Vorweihnachtszeit ist eine wunderbare Gelegenheit, Überfluss und Mangel auszugleichen: mir schmecken die vielen Leckereien nach einer Spende für die Tafeln noch besser. Die Stiftung verdoppelt jede Spende, bevor sie an die Tafeln weitergegeben wird. jg


Donnerstag, 14. Oktober 2021

Nothilfe/3


Über die Art des Gebens

Die berührtesten Bilder dieses Jahres kommen aus Myanmar: Ma Khin schickt uns immer wieder Bilder von unseren Studenten, die das wenige was sie haben, mit denen teilen, die nichts mehr haben. Unsere monatliche Hilfe erreicht die Studenten und sie wird von den jungen Menschen weitergereicht an Familie, Freunde und Nachbarn. Jeder Student kümmert sich um die Menschen, die in seiner Nähe in Not sind. Es ist immer ein Geben voller Respekt. Das haben wir von unseren burmesischen Freunden gelernt: in dem Land bedankt sich derjenige, der gibt. jg


Dienstag, 12. Oktober 2021

Was macht eigentlich Georg?



Moskau, Bangkok, Beirut und Dehli, Yangon

Julius Georg Luy hatte schon viel von der Welt gesehen, bevor er 2008 den Posten als Botschafter in Myanmar antrat. Dort haben wir uns kennen gelernt und sind über die Jahre in Verbindung geblieben. Danach war Julius Georg Luy deutscher Botschafter beim Europarat in Straßburg, danach in Kairo. Im aktiven Ruhestand lebt er seit zwei Jahren mit seiner Familie in Rumänien. Bei meinem Besuch in Bukarest haben wir viele interessante Gesprächsthemen: Myanmar, Europa und Stiftunglife gehören dazu. Seit Anfang des Jahres geht Georg (zusammen mit Gerd und Tilman) der Frage nach, was in der Stiftung gut läuft - uns was man noch verbessern könnte. 

Übrigens: der Herr links im Bild, das ist Robert Schumann. Von 1948 bis 1952 leitete er die französische Außenpolitik in neue Bahnen und gab ihr ein europäisches Profil. Schumann wurde zum französischen Verhandlungsführer der europäischen Einigung. Er unterzeichnet die Satzung des Europarats und die europäische Menschenrechtskonvention. Robert Schumann geht als einer der Baumeister Europas in die Geschichte ein. jg


Montag, 11. Oktober 2021

Heute ist Welt Mädchentag


Braucht man einen Tag für Mädchen?

Die Idee für einen Welt-Mädchentag entstand 2003 als Teil der Kampagne „Because I am a Girl". Im September 2008 wurde der erste noch inoffizielle „Internationale Mädchentag" ausgerufen. Drei Jahr später griff die UNO die Idee auf, unterstützt vom Deutschen Bundestag. Seitdem gibt es in jedem Jahr am 11. Oktober einen Anlass, auf die weltweit vorhandenen Benachteiligungen von Mädchen hinzuweisen. Benachteiligungen für Mädchen gibt es in Afghanistan und vielen Teilen der Welt. In unseren Projekten - besonders im Kinderheim und bei der Stipendienvergabe - achten wir darauf, dass die Mädchen chancengleich behandelt werden. jg


Sonntag, 10. Oktober 2021

Große Freude



Heute vor 32 Jahren wurde die Gründungsurkunde der Stiftunglife unterzeichnet. Christiane, Sven und Jürgen haben die gemeinsam Idee auf den Weg gebracht. Nach und nach sind mehr Menschen dazugekommen. Noch kennen wir uns (fast) alle persönlich, das ist ein wunderbares Gefühl. Ein großes Dankeschön an alle, die uns auf diesem Weg mit Rat und Tat begleitet haben, heute Abend werden wir auf Euer Wohl anstoßen - und auf die Zukunft der Stiftunglife. jg


Myanmar Student



Hungry to learn

Corona und die politische Unsicherheit haben das Land gelähmt. Die Lage in Myanmar ist schwierig, seit 18 Monaten sind alle Schulen und Universitäten geschlossen. Wann sie wieder öffnen ist unklar. Fast alle Studenten leben inzwischen wieder bei den Eltern, meist in den Dörfern auf dem Land. Dort helfen sie den Eltern im Haushalt und auf den Feldern. Weil es kaum Online Angebote gibt, ist die Situation der Studenten schwierig. Viel Wissen und Motivation sind verloren gegangen. In dieser Situation gibt es ein Angebot : deutsche Ärzte treffen sich Online mit den Medizinstudenten der Stiftung. Heute Morgen gibt es das erste Zoom Meeting. Der Wille zum Lernen ist groß - die Schwierigkeiten sind es auch.  Wir werden von der Entwicklung des Projekts  berichten. jg


Samstag, 9. Oktober 2021

Trees Planting Delta


Geodaten unserer Baumpflanzaktion:  16.400861, 95.758718 

Ein guter Grund mal wieder auf Google Earth zu schauen: wer sich die Mühe macht die Geodaten einzugeben, kann direkt das kleine Dorf am Fluss sehen, in dem wir vor ein paar Tagen Bäume gepflanzt haben. Genau gesagt waren es die Dorfbewohner, die ausgesucht, geschleppt und gepflanzt haben. Wir haben das Geld dafür gegeben, Ko Naing hat alles organisiert. Im Delta ist das etwas aufwändiger, weil die Pflanzen von der Baumschule über den Fluss ins Dorf transportiert werden müssen. Hier ist der Bericht von Ko Naing: Dear friends, ww planted 1,000 trees in Mi Chaung Aie Village which is our SD - 3 Route . Trees are Mango , Mangium, Mahogany and Star Flower. They also have pre height school and big area. Already planted in school compound and some gave to villagers. Every month we can go and monitor for our trees, because we are every month going to there and Principal also love and will take care of trees. Thanks Naing


Freitag, 8. Oktober 2021

Heute vor fünf Jahren

  

Alkoholfreier Champagner, viel Freude und Zuversicht
Heute vor fünf Jahren wurde unser Schiff für die Swimming Doctors 3 getauft. Die Stimmung war gut, alle haben voller Zuversicht in die Zukunft geschaut. 
An die 100.000 Patientenbehandlungen dürften in den vergangenen fünf Jahren erfolgt sein.

Die Zuversicht ist verflogen. Seit zwei Jahren hängen dunkle Wolken über dem Land. Geblieben ist das Schiff: solide gebaut, gut gepflegt und auch in schwierigen Zeiten im Einsatz. Vor zwei Wochen wurde die September Mission mit über 2.000 Patienten abgeschlossen. Nach einer Woche Pause ist das Schiff wieder unterwegs: 21 Tage ist die ganze Mannschaft durchgehend im Einsatz, 12 Stunden am Tag - wenn Not am Mann ist, auch in der Nacht. Das Ärzteteam aus Deutschland unterstützt die Kollegen an Bord mit Rat und Tat, so gut das auf Entfernung möglich ist. Wir gratulieren und danken allen, die zum Erfolg dieses Projekts beigetragen haben.


Donnerstag, 7. Oktober 2021

World Press Photo

Das preisgekrönte Foto entstand in Monterey, Kalifornien

Das Tragen von Masken schützt die Menschen - oft schadet es der Natur. Manchmal werden sie achtlos weggeworfen, manchmal laden sie auf unerkennbaren Wegen in der Natur. Viele Masken enthalten Plastik, sie sind eine Gefahr für Fische, Vögel und Meerestiere. Jedes Jahr landen acht Millionen Tonen Plastikmüll im Meer. Eine unserer beiden Plastik Recycling Anlagen steht in Ngapali, nur ein paar Meter vom Meer entfernt. Wegen der politischen Unruhen in Myanmar steht die Anlage zur Zeit still. Hoffen wir auf bessere Zeiten - und Meer Bewußtsein. jg