Stiftunglife

Freitag, 28. Juli 2017

Apfelernte im alten Land

Zwei drei Monate noch, dann ist es wieder soweit. Ich war gestern schon mal vor Ort und habe mich umgeschaut und mit den Obstbauern über das Wetter und die kommende Ernte gesprochen. 35 Cent bekommt der Erzeuger fürs Kilo, im Geschäft zahlen wir zwei Euro. Über den Wettbewerb aus Polen (größter Apfelproduzent in der EU) und über den Einsatz polnischer Erntehelfer haben wir geredet - und über die bürokratischen Hindernisse, wenn man Flüchtlinge bei der Ernte einzusetzen möchte. Als Dank für diesen Blick in ihre Welt habe ich Bilder gezeigt und Geschichten von den Swimming Doctors erzählt : gestern Abend bei den Rotariern im Alten Land. Es war ein wunderbarer Abend. So schön, das ich versprochen habe, zur Apfelernte wiederzukommen. Der Tourismus ist für die Menschen eine wachsende Einnahmequelle/jg

Donnerstag, 27. Juli 2017

Zähne putzen nicht vergessen!



Bis zur Jungsteinzeit kam der Mensch mit seinen Zähnen ganz gut zurecht, weil Nahrung und Beißwerkzeug harmonierten. Dann kam der Zuckerschock und mit ihm die Karies - gefolgt von einem neuen Verständnis für die Pflege der Zähne. Zusammen mit den Errungenschaften der modernen Zahnmedizin kommen wir wieder in den Bereich der Jungsteinzeit, was die Zähne angeht. Die Grafik zeigt die Darstellung der durchschnittlichen Anzahl von „Zähnen mit Karies" bei einem Zwölfjährigen in Deutschland. In Myanmar sieht das etwas anders aus, aber wir arbeiten auch dort an Verbesserungen: den Kindern schenken wir Bürste und Zahnpasta und zeigen ihnen, wie man Zähne putzt - den burmesischen Zahnärzten zeigen wir in regelmäßigen Schulungen, dass es außer Zähneziehen auch noch andere Behandlungsmethoden gibt. Gerade ist wieder eine deutsche Zahnärztin auf dem Weg nach Myanmar um an der nächsten Mission der Swimming Doctors mit an Bord zu sein/jg

Mittwoch, 26. Juli 2017

Gauner muss man Gauner nennen



Vor einigen Jahren hat Ulrich Wickert das Buch geschrieben - Man muss Gauner auch Gauner nennen -  das heute aktueller ist denn je. Meine Frage im letzten „Espresso" hat zu einer breiten Diskussion geführt. Manche sind dagegen Spenden von VW anzunehmen, andere sind dafür. Zum Beispiel Wolfgang, der heute einen Kommentar dazu geschrieben hat (zu lesen, wenn ihr oben rechts Kontakt/Kommentar anklickt)  Viele möchten sich mit Blick auf die betroffenen Mitarbeiter nicht festlegen. Interessant wird es, wenn ich die Frage stelle, ob wir Geld von Krauss-Maffei annehmen würden, einem der großen deutschen Waffenhersteller. Dazu gibt es von den meisten Freunden der Stiftung ein klares NEIN. Ein schwieriges Thema, das wir da angefasst haben, es wird sicher noch einige Diskussionen geben. Die Medien bieten auch heute wieder genügend Gesprächsstoff für dieses Thema/jg

Dienstag, 25. Juli 2017

Was macht eigentlich Angelica?

Bilder und ein paar Zeilen von den Philippinen: Angelica geht es gut. Das schreibt Sie uns und das sehen wir auch auf den Bildern, die sie schickt. Als ihr Mentor freue ich mich natürlich ganz besonders - aber sicher freuen sich die Freunde mit mir, die Angelica kennengelernt haben, als sie vor zwei Jahren in Deutschland zu Besuch war. Diese Studentenförderung war erfolgreich, so wie die meisten anderen auch. Ein großes Dankeschön an Leslie und Thomas, die dieses Projekt betreuen. Seit einem halben Jahr arbeitet Angelica als fest angestellte Lehrerin. Sie hat ein kleines Gehalt, teilt sich eine kleine Wohnung mit einer Freundin und lebt glücklich. Für den Herbst planen wir Alumnitreffen in Myanmar und auf den Philippinen. Wir werden schauen und berichten, was aus den jungen Menschen geworden ist, in die wir investiert haben/jg

Montag, 24. Juli 2017

Meet and Greet Update



Ein Tag mit den Stiftunglife Studierenden: Wir sind uns gegenseitig schon sehr ans Herz gewachsen. Als wir morgens mit ihnen auf Mopeds durch Magwe knattern, sind die StiftungLife-Studierenden und wir in heller Vorfreude: Wir besuchen das städtische Kloster. Der oberste Mönch empfängt uns persönlich und führt über das Gelände. 700 Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse werden hier unterrichtet. "Mingalabar" rufen 100 Kehlen im Chor, sobald man den Raum betritt, und antworten auf die Frage nach dem schlimmsten Schulfach ebenso einstimmig: "English!" Als wir ihnen aus unserem Leben erzählen, verstehen sie uns kaum. Nur die wenigsten von ihnen werden es an die Universität schaffen wie unsere neuen Bekannten. Doch wenn diese Erfahrung von (gescheiterter) Kommunikation zumindest einige von ihnen zum selbstständigen Lernen motiviert, wäre das ein Erfolg. Danach ziehen wir zusammen mit Marschrichtung Pagode weiter. Dass dieser Marsch in drückender Mittagshitze jedoch zwei Stunden dauern und hauptsächlich durch Sesamfelder führen würde, wissen wir da noch nicht. Neben den kleinen Lernspielen sind es dabei vor allem die vielen persönlichen Gespräche mit den Studierenden, die Interesse wecken, Freude machen und Vertrauen schaffen. Zu einem opulenten Mittagessen lädt danach wiederum das Kloster in seinen Gebetsraum. Am Nachmittag besuchen wir ein Fußballspiel zwischen der Universität für Gesundheitswesen, der einige der Studierenden angehören, und der städtischen Hochschule. Trotz ohrenbetäubenden Fangesängen kommt es auf der Tribüne zu intensiven politischen Gesprächen mit Gleichaltrigen. Die Sehnsucht nach Wandel und Aufbruch ist spürbar. Darüber gerät die 0:3-Niederlage ganz schnell in Vergessenheit.

Mach, was dir Spaß macht



Azriel Blackman ist der Mann des Tages: Mit 92 Jahren arbeitet er immer noch für die Gesellschaft, die ihn vor 75 Jahren einstellte. Laut Guinnessbuch ist Azriel der dienstälteste Flugzeugmechaniker der Welt. Man darf wohl behaupten, dass es auch über diese Branche hinaus nur wenige Menschen gibt, die seit einem Dreivierteljahrhundert ihren Job ausüben - und dann noch beim gleichen Arbeitgeber! Jetzt hat American Airlines einen großen Festakt für ihn ausgerichtet. Heute, zum weltweiten Tag der Freude gibt es kaum etwas besseres zu sagen, als sein Lebensmotto: „Wenn du etwas tust, was dir Spaß macht, ist es keine Arbeit" Mit diesem Satz bedanken wir uns bei allen Menschen, die sich für unsere Ziele engagieren: bei den Tafeln, bei den Swimming Doctors, den Schulen und den Studenten: ehrenamtlich und mit viel Freude für das, was sie tun/jg

Heute ist der Tag der Freude


Kinder lachen 400 Mal am Tag, Erwachsene schaffen nur einen kleinen Bruchteil. Dabei wäre es so gut mehr zu lachen, denn das reduziert den Stress. Ein großes Stück von unserem Glück haben wir selbst in der Hand. Nach den Studienergebnisse der amerikanischen Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky sind 50 Prozent unserer Fähigkeit glücklich zu sein genetisch veranlagt. 10 Prozent hängen von den äußeren Umständen ab. Die restlichen 40 Prozent haben wir selbst in der Hand.

Ein gibt viele Bücher und noch mehr Ratschläge für ein glückliches Leben. Mein Tipp: genießt öfter mal, das ist gut für die Seele. Die Menschen im Süden Europas verbringen täglich fast drei Stunden mit Essen und Trinken. Wir Deutsche schaffen kaum zwei. Damit sich das ändert lade ich heute, am Tag der Freude, denjenigen ein, der sich als erster bei mir meldet: zu einem schönen Essen - und zum Trinken, zum Genießen und zum Reden. Themen, über die wir reden können, gibts genug: glückliche Kinder, schöne Projekte und das Glück, dass die Stiftung jedem Spender mit einer "Geld zurück Garantie" verspricht/jg

Sonntag, 23. Juli 2017

Stiftunglife wird jünger

Mit unserem Meet und Greet Projekt geben wir Jugendlichen die Möglichkeit, Erfahrungen in einem fernen Land zu sammeln, die fern ab vom Tourismus liegen. Damit wollen wir die jungen Menschen auch langfristig für unsere Stiftung begeistern. Der eine oder andere wird sich dann zu einem späteren Zeitpunkt einbringen mit dem, was er kann und will. Im besten Fall geht es ihnen dann so wie Ludger: Er erzählt von seinen Reisen nach Indien, die er als Jugendlicher unternahm. Damals träumte er davon, sich später einmal als Mediziner engagieren zu können um den Menschen zu helfen. Nun, dreißig Jahre später, ist Ludger ein fester Bestandteil in unserem Swimming Doctors Team. Bei seinen zahlreichen Reisen nach Myanmar ist er als Arzt tätig - und er engagiert sich für die Weiterbildung des Medical Teams auf dem Schiff. Die Geschichte von Ludger inspiriert uns. Begeisterte junge Menschen reisen voller Neugierde und Tatendrang nach Myanmar. Das Foto von Lucius und Ruben haben wir gestern bekommen, da sind sie im Gespräch mit unseren burmesischen Studenten. In einigen Jahren werden sie ihre eigene, vielleicht ganz ähnliche Geschichte erzählen/tilman

Samstag, 22. Juli 2017

Baukosten

Bauen ist teuer, oft sogar teurer als gedacht. Das Baukosten sich verdoppeln, daran hatten wir uns schon gewöhnt. Seit der Elbphilharmonie wissen wir, dass sie sich auch verzehnfachen können. Es mag ja etwas langweilig klingen, aber es ist wie es ist: wir bauen unsere Schulen für 30.000 Euro. Ein Gebäude mit fünf Klassenräumen, mit Schulmöbeln, sechs Toiletten und einer Handwaschstation. Seit vier Jahren zum gleichen Preis. Die Bauzeit liegt bei drei bis vier Monaten. Wer uns auf die Probe stellen möchte, ist herzlich willkommen: wir garantieren jeden Schulbau in Myanmar mit Glücksgarantie: ist der Spender zufrieden, bekommt er seine Spendenquittung - ist er nicht zufrieden, geben wir ihm sein Geld zurück/jg

Es geht voran



Ein ganz engagiertes Dorf - und ein ganz engagierter Min Min sorgen dafür, dass der Bau der Acronis School schnell vorangeht. Auf diesem Foto ist gut zu sehen, dass unsere Bauten jetzt alle ein Stahlgerüst haben. Das hält länger als Holz, ist einfacher zu bekommen und kostet nicht mehr. Das weltweite Überangebot von Stahl wirkt bis in die abgelegenen Regionen von Myanmar. Für den November 2017 planen wir die Eröffnung dieser Schule. Wer dabei sein möchte, kann sich anmelden bei ursula@stiftunglife.de 

Freitag, 21. Juli 2017

Nummer 383


"Wenn Du einen Menschen richtig kennenlernen willst, dann musst Du zu ihm gehen" hat Goethe gesagt. Recht hat er, deshalb bin ich gestern nach Zweibrücken gefahren. Das Foto von der Fahrzeug Übergabe lag lange Zeit auf meinem Schreibtisch. Dazu ein netter Brief mit einem Dank für die gemeinsame Activity. So etwas bekommt man nicht jeden Tag. Deshalb wollte ich die Menschen kennenlernen, die sich gemeinsam mit uns für das 383. Tafelfahrzeug engagiert haben. Das ging von eineinhalb Jahren an die Zweibrücker Tafel - inzwischen sind wir bei Nummer 414. Walter Dury (hier auf dem Foto in der Bildmitte) war lange Jahre OLG Präsident in Zweibrücken. Ein kluger Mann, der neben den Lions im Sportrecht und in vielen anderen Bereichen engagiert ist. Zwei Stunden haben wir miteinander geredet. Themen gab es genug - dazu das schöne Gefühl, wie interessante Projekte Interessierte Menschen miteinander verbinden/jg

Donnerstag, 20. Juli 2017

Herausforderung Einwanderung

Wenn wir in letzter Zeit über die Frage diskutieren, ob unser Engagement für die Flüchtlings Integration gut ist - oder verbessert werden kann, dann sitzt Tilman mit am Tisch. Im Rahmen seines Studiums beschäftigt er sich mit Fragen der Zuwanderung. Im letzten halben Jahr hat er gemeinsam mit einem Freund Zahlen und Fakten zu diesem Thema gesammelt. Mit Erfolg, am Dienstag wurde ihre Arbeit von der Hanns Seidl Stiftung in einem Festakt gewürdigt und ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich/jg

Mittwoch, 19. Juli 2017

Es geht ums Geld

Audi und BMW sagen zu, die Motor-Software von Euro-5-Wagen kostenlos zu erneuern. Das kostet (fast) nichts und soll die Abgasreinigung verbessern. Doch Experten zweifeln, ob das überhaupt etwas bringt. Kann gut sein, dass wir die Weissagung der Cree ein bisschen umformulieren müssen „Erst wenn der letzte Diesel die Städte verqualmt und Ihr nicht mehr frei atmen könnt, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann."

Dienstag, 18. Juli 2017

Feedback



Über Feedback freut man sich, besonders wenn es so nett gemacht ist, wie dieses hier von Khu Khu. Auch für den Film von den Swimming Doctors gab es viel positive Resonanz - und Feedback gibt es auch für unser Espresso. Herzlichen Dank an alle, die ihre Meinung sagen, von diesem Miteinander lebt unsere Stiftung/jg

Montag, 17. Juli 2017

Tina, Tilman und ich

Das Wetter ist schön heute in München. Man kann sich auf die Terrasse setzen und ein gutes Buch lesen - oder in heiße Diskussionen verstricken. Seit Tilman bei uns im Haus ist (er macht ein Praktikum bei einer Münchner Firma) ist der Austausch von unterschiedlichen Meinungen intensiver geworden. Wie fruchtbar das sein kann, hat sich heute gezeigt. Gemeinsam mit Tina haben wir über die Frage geredet, wie wir unsere Integrationsprojekte weiterführen wollen. Dazu gab es ja einige Anmerkungen beim Teamtreffen in Einbeck und dann kam da noch diese Grafik heute in einer Mail von BCG. Wir werden das zusammenfassen und in den nächsten Tagen vorstellen. Vielen Dank an alle, die zu dieser Diskussion beigetragen haben, auch wenn sie heute nicht mit am Tisch gesessen haben/jg

Sonntag, 16. Juli 2017

Ein Glücksfall


3 Schiffe für die Swimming Doctors
56 Schulen in Myanmar gebaut
200 geförderte Studenten in Asien,
414 Tafelfahrzeuge in Deutschland
viele Tausend Bäume gepflanzt und noch mehr Solarlampen in die Dörfer gebracht...

Die Bilanz der Stiftung kann sich sehen lassen. Zahlen beeindrucken besonders, wenn es große Zahlen sind. Mein persönlicher Glücksfall ist ein Einzelfall und der ist klein: 152 cm um genau zu sein. Das Mädchen mit dem schönsten Lachen kam durch die Stiftung in unser Leben. Sie hat allen Grund zu Lachen, sie hat das Leben gewonnen und unserer Stiftungsarbeit in Äthiopien einen Sinn gegeben. Es hat uns alle gefreut, die wir Lasab in diesen Sommer(ferien)tagen getroffen haben. Den Kontakt nach Äthiopien werden halten durch die Augen OPs, die wir in Addis für poor patients finanzieren www.2sehen.de  Ein kleines Projekt, in dem viel Herzblut steckt/jg

Samstag, 15. Juli 2017

Nord - Süd Dialog

Schwaben und Niedersachsen an einem Tisch: ein Mädchen aus Äthiopien hat Menschen zusammengebracht, die sich sonst vermutlich nie begegnet wären: Familie Kern aus Neuffen und Familie Potthoff aus Celle. Sascha und Lennart waren die perfekten Gastgeber dieses bunt gemischten Abends. Zu erzählen gab es genug: die Stiftung engagiert sich in Afrika, Asien und direkt vor der Tür bei der Celler Tafel/jg

Freitag, 14. Juli 2017

Heute in der New York Times

Land und Leute kennenlernen ist manchmal ein bisschen anstrengend. Besonders wenn es schwül und heiß ist. Wir empfehlen trotzdem eine Reise mit der Bahn. Die Circle Train von Yangon ist die kurze Variante dieser Begegnung - heute in der NYT beschrieben. Wer etwas belastungsfähiger ist, dem empfehle ich die Zugfahrt von Yangon nach Bagan. 17 Stunden Entschleunigung für 6.500 Kyat in der upper class. Ein Erlebnis, dass man sich gönnen sollte, bevor die Neuzeit einzieht/jg

Bye Bye...



Ein letztes Winken, die schöne Zeit ist vorbei. Khu Khu ist mit einem Tag Verspätung auf dem Weg nach Hause. Die Nacht im Transitbereich des Frankfurter Flughafens gab es kostenlos dazu. Viele Freunde hat sie in den zwei Wochen getroffen und manche Menschen neu kennengelernt. Viele junge Leute, die sich für die Projekte der Stiftung interessieren, besonders für das Meet and Greet Programm. In der kommenden Woche fliegen Lucius und Ruben nach Myanmar. Dann wird Khu Khu in Yangon am Flughafen stehen, sie abholen und auf der Reise durch ihr goldenes Land begleiten. Wir freuen uns doppelt, denn mit dem diesem kulturellen Austausch interessieren wir junge Menschen für ein anderes Land und für die Arbeit unserer Stiftung. Irgendwann werden sie sich erinnern an das, was sie erlebt haben. Dann werden sie sich für unsere Projekte begeistern oder eigene Ideen für eine bessere Welt konzipieren. Wir freuen uns, das wir daran mitwirken können/jg