Stiftunglife

Dienstag, 24. Januar 2017

Was macht eigentlich Marlis Lang?

Unsere Freundin Marlis ist Künstlerin - seit Jahresanfang leider ohne eigenes Atelier. Die Firma, in der Sie viele Jahre gearbeitet hat, wurde geschlossen. Schade, aber die Sache hat auch eine gute Seite: Marlis hat jetzt mehr Zeit für Ihre Kunst. Die entsteht nun Zuhause am Küchentisch. Auch die Karten, die sie in den nächsten Tagen für uns versenden wird. Jede Karte ist ein handgefertigtes Unikat. Und weil Marlis auch noch eine schöne Schrift hat, bringt sie jede Karte mit ein paar netten Worten von mir auf den Weg. Freuen wir uns - ganz besonders ich, weil Marlis bei mir um die Ecke wohnt - über diese Verstärkung in der Kommunikationsabteilung der Stiftung/jg

"Frauenlastig"

Wenn die Liebe zu Ende geht und ein Paar sich trennt, dann zieht die Frau meist den Kürzeren. Jedenfalls materiell betrachtet. So ungefähr lässt sich die Spiegel Titelgeschichte zusammenfassen. Das Ergebnis kann man im richtigen Leben sehen. Alleinerziehende Frauen sind in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft selten zu sehen - dafür um so mehr bei den Lebensmittelausgaben der Tafeln. Ein guter Grund mehr für uns, die Arbeit der Tafeln in Deutschland zu unterstützen. Auch unsere Projekte in Myanmar sind "frauenlastig". Mit dem was wir tun schauen wir besonders auf die Dinge, die den Frauen wichtig sind: dass die Kinder zur Schule gehen, dass alle in der Familie gesund sind und das ein bisschen mehr Geld in der Haushaltskasse bleibt/jg

Montag, 23. Januar 2017

Überlebensmittel

Elch Würstchen aus Norwegen und schwarz gefärbtes Essen für Heavy Metal Fans - auf der "Grünen Woche" zeigt die Food Industrie, was möglich ist. Wer hinter die blankgeputzten Fassaden geschaut hat, geht mit mehr Fragen als mit Antworten nach Hause. Das hat viel mit der Industrialisierung der Lebensmittel zu tun, aber auch mit unserem eigenen Verhalten. Wie viel Wert legen wir auf gesunde Lebensmittel - und was wir bereit sind, dafür zu bezahlen? Es geht um Zeit und Geld. Manche Menschen haben die Möglichkeiten und nutzen sie nicht - andere haben sie nicht, weil sie mit jedem Cent rechnen müssen. Für diese Menschen und für die Tafeln ist das Ende der großen Leistungsschau ein Geschenk. Am kommenden Sonntag, wenn die letzten Besucher das Messegelände verlassen haben, gehen die Tafelhelfer über das Messegelände und sammeln ein, was übrig geblieben ist. Die gut aussehenden Äpfel dieser automatischen Verpackungsanlage gehören mit dazu. Äpfel, die nicht schön aussehen, gibt es auf der Messe nicht. Die werden schon vorher aussortiert. Die Tafeln leben von Lebensmitteln, die nicht "verkaufsschön" sind. Ein Wort, erfunden von Marketingexperten, um den Äpfeln, Karotten und Auberginen eine Bezeichnung zu geben, die nicht in die Norm passen. Man könnte sie auch "Tafelware" nennen, eingesammelt und verteilt an Menschen, die auch nicht so recht in unsere Normen passen/jg

Sonntag, 22. Januar 2017

Gestern Abend in Mandalay

Es hatte schon den Rahmen eines kleinen Stiftungstreffen, unser Abendessen gestern in Mandalay. Min Mins Schwägerin, eine unserer Studentinnen, erzählte uns von ihrem Medizinstudium, welches sie gerade abgeschlossen hat. Die interessierten Zuhörer von links nach rechts: Maria, Karin, Tom, Ni Ni, Sein Seins Schwester, Min Min, Margit, Werner und Anja. Die Runde wird in den nächsten Tagen noch größer werden, wenn wir in Bagan zwei Schulen eröffnen. Es ist ein wunderbares Gefühl zu sehen, wie sich Menschen aus verschiedenen Welten durch die Stiftung kennen und schätzen lernen/jg


Gut, dass es das nicht gibt, ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden. So können wir die Sache selbst in die Hand nehmen. Ich bin gerade dabei. Für die nächsten Tage sieht mein Plan so aus: das Glück einer Reise durch Myanmar und unsere Projekte teilen mit Maria und Karin, mit Min Min, Anja und Werner, Khin und einigen Studenten und Tom mit seiner Schwester. Durch die unterschiedlichen Menschen, die hier in Mandalay zusammenkommen, bekommt unsere Reise viele Glücksmomente. Ich denke, dass wir im Moment auf die Abreisszettel verzichten können/jg

Samstag, 21. Januar 2017

Vertrauen ist gut...

Donald hat gelogen, Winterkorns Leute haben betrogen und viele Banker haben sich die Taschen vollgestopft. Wer in diesen Zeiten vertrauensvoll durch die Welt geht, hat es schwer. Aber was wäre eine Welt ohne Vertrauen. Für das Vertrauen unserer Spender haben wir eine GLÜCKSGARANTIE. Damit sichern wir jedem Spender zu, dass er sein Geld zurück bekommt, wenn er mit der Verwendung seiner Spende nicht zufrieden ist. Diese Garantie ist von den beiden Stiftungsgründern persönlich verbürgt und wurde in zehn Jahren nur einmal in Anspruch genommen. Man kann es auch beim besten Willen nicht jedem Menschen recht machen...

Und dann haben wir noch unser GLÄSERNES KONTO. Seit Anfang des Jahres ist das noch ein Stück besser geworden: Jetzt lassen sich alle Spenden verfolgen, in vier Schritten vom Geldeingang bis zur Ankunft und Umsetzung im Projekt. In diesem gläsernen Konto steckt die selbst entwickelte Software von Mark und viel tägliche Arbeit von Dörte und Sascha. Nicht alle Belege sind immer gleich verfügbar - aber wenn alles gut läuft, dann sind bald alle Ausgaben so dokumentiert, wie bei dieser Spende für die Mainzer Tafel. Man sieht wo das Geld herkommt und wo es hingeht. Eigentlich ganz einfach/jg

Freitag, 20. Januar 2017

Zum Beispiel die Nürnberger Land Tafel

Liebes Stiftunglife Team, seit langer Zeit liegt die Integration der Flüchtlinge uns am Herzen. Menschen aus dem Irak und dem Iran, finden bei uns Eingang und Gehör. Das Kennenlernen geschieht häufig über den Zugang der klassischen Tafelaufgabe: in Not geratenen Menschen mit Lebensmitteln zu helfen. Dabei kommen persönliche Gespräche zustande. Wir hören zu und lernen die Probleme unseres Gesprächspartners kennen. Wir erläutern die Ziele und Aufgaben der Tafel. Das kann die Initialzündung sein, "etwas bewegen" zu wollen. Arbeit gibt es genügend in der Tafelausgabe, beim Be-und Entladen der Kühlfahrzeuge, Reinigung der Kühlfahrzeuge und der Kisten, Abpacken von Lebensmitteln sowie deren Kommissionierung für die 10 Ausgabestellen und imZentrallager.
Als erstes kaufen wir Arbeitsschuhe für die neuen Mitarbeiter. Turnschuhe sind schick, aber nicht sicher. In einigen Fällen wird eine Arbeitserlaubnis beim Landratsamt beantragt. Die wird dann in der Regel für drei Monate zur Ausübung eines Praktikums gewährt. Überhaupt muss die Mitarbeit mit den "weiteren" Integrationsmaßnahmen , wie deutschsprachige Kurse abgestimmt werden. Hört sich sehr einfach an. Ist aber häufig eine Herausforderung, wegen der zeitlichen Überlappung der Tätigkeiten. Bei uns im Zentrallager helfen Hassan, Ali, Bajoo und Omer Adil Amin. Mit einer (Praktikums)Bescheinigung von uns werden sie später leichter ein bezahlte Arbeit finden.. Liebe Grüße, ein gesundes neues Jahr wünscht Helmut Doyen von der Nürnberger Land Tafel

Donnerstag, 19. Januar 2017

Die guten Vorsätze

Etwas tun, sich engagieren - das steht bestimmt bei manchem auf der Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr. Manche Menschen haben konkrete Pläne, andere wollen sich umschauen. In München präsentieren sich am Gasteig 85 Initiativen am kommenden Wochenende ihre Arbeit und ihre Ideen: eine tolle Gelegenheit sich umzuschauen/jg

Mittwoch, 18. Januar 2017

Was macht eigentlich Mirjam Schlatter?

Einige von uns kennen Dieter, die anderen werden ihm bei unserem Teamtreffen kennenlernen. Dieter Schlatter ist neu in unserem Team, er unterstützt Ursula bei den Schulprojekten, wir haben ihn schon auf dieser Seite vorgestellt. Wenn Dieter in diesen Tagen mit seiner Frau in Myanmar unterwegs ist, wird es einige Menschen in Zürich geben, die Momo und die Frau mit dem roten Schal vermissen - denn Mirjam hat eine ganz besondere Gabe: Mirjam hört zu. Auf ihrer Website beschreibt sie das so:
Momo hört zu. Momo hat Zeit. Die Figur aus dem beliebten Kinderbuch von Michael Ende hat etwas, was den meisten in unserer Gesellschaft fehlt – und dafür kommen die Menschen von weither zu mir. In meinem Beruf als Pflegefachfrau wurde mir klar, dass sich viele menschen genau danach sehnen: dass man ihnen zuhört. im modernen Gesundheitssystem besteht die Tendenz, dieses Bedürfnis zu pathologisieren. aber die allermeisten menschen sind nicht krank. Sie brauchen weder Psychotherapie noch Psychopharmaka; sie brauchen jemanden, der ihnen zuhört. So entstand die Idee des Café Momo. Die Menschen kommen ins Café Momo – oder das Café Momo kommt zu ihnen. Es ist da, wo sie sind. Ich habe Zeit. Ich höre ihnen zu. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Dienstags und Donnerstags finden sie mich jeweils von 11 bis 18 Uhr in einem öffentlichen Café. Kommen sie vorbei. Ich bin da und höre ihnen zu – so viel und so lange sie wollen. das Angebot ist kostenlos und steht allen offen. Sie erkennen mich am roten Schal und dem Buch Momo. Das Cafi Momo ist mal hier, mal da. Wo es gerade ist, findet man auf der Website cafimomo.ch

Dienstag, 17. Januar 2017

Gutes Karma

"Vier Augen sehen mehr als zwei" sagt der Volksmund. Wieviel mehr die zweihundert Augen der Stiftung sehen, zeigt dieses Foto. Werner hat das Bild geschickt. Uns zur Freude, ganz besonders den Freunden der Stiftung zur Freude - denn ihnen ist diese Pagode gewidmet. Eine nette kleine Geschichte am Rande:
Im letzten Jahr, bei dem Besuch der Tempelfelder in Sagar (südlich vom Inlaysee) sprach ich mit dem Mönch über den Verfall der Pagoden. Der klagte mir sein Leid, bis ich fragte "Was kostet denn die Renovierung einer Pagode?" Mit ein bisschen nachdenken kam er auf viertausend Dollar. Während ich noch ein bisschen nachdachte, sprach er von all dem guten Karma, die es für so eine edle Tat gibt. "Ich bin aber nicht alleine, wir sind 100 Freunde der Stiftung..." gab ich zu bedenken. Der gläubige Mann strahlte mich an und versicherte mit tiefster Überzeugung "Das gute Karma reicht für Euch alle!" Am nächsten Morgen wechselten 4.000 Dollar den Besitzer. Die Renovierung ist nun fast fertig, nur das kleine Glockenspiel an der Spitze muss noch aufgesetzt werden. Das ist eine wichtige Zeremonie. Wenn die in den nächsten Tagen vollzogen ist, dann werden wir es alle spüren, das gute Karma, das über uns ausgeschüttet wird/jg

Montag, 16. Januar 2017

Die Zukunft wird spannend

In München treffen sich in diesen Tagen die wichtigsten Personen und Ideen der digitalen Zukunft. Künstliche Intelligenz, Mobility und Big Data sind die Stichworte von Vorträgen und Diskussionen. Was das mit uns zu tun hat? In der Vergangenheit waren viele Spender froh, wenn sie ihre Spendenquittung pünktlich bekommen haben. In der Zukunft wird das nicht reichen, in der Zukunft wird der Weg des Geldes so nachvollziehbar, wie der Weg eines DHL Pakets. Bei uns in der Stiftung sind wir schon mitten im Umbau. Seit Anfang des Jahres wird auf unserem gläsernen Konto der Weg jeder Spende in vier Schritten dokumentiert: vom Eingang des Geldes bis zur Umsetzung im Projekt.

In der Vergangenheit waren viele Schulspender froh, wenn sie Fotos und Berichte aus Myanmar bekommen haben. In der Zukunft wird das nicht reichen, Spender möchten den Bau ihrer Schule gerne live miterleben. Technisch ist das schon heute möglich, in ein oder zwei Jahren wird das auch bezahlbar sein. Dann werden wir die Fahrt der Swimming Doctors und den Bau einer Schule im Delta mit täglich aktualisierten Satellitenbildern verfolgen können. Die Zukunft wird spannend. Besonders für die, die sie mitgestalten dürfen/jg

Sonntag, 15. Januar 2017

Seitenwechsel

Nur der kennt Mitleid, Huld und Gnad',
der, eh' man ihn zum Rang erhoben,
des wandelbaren Schicksals Proben
im niederen Staub gesammelt hat.
Mozart Zaide

Gestern Abend in München: ich hatte Wasseem gefragt, ob er mitkommen möchte. "Ja, gerne, ich war noch nie in einer Oper." Der Abend war eine gute Erfahrung für uns. Mozarts Oper ist nie fertig geworden, der Ausgang der Handlung bleibt offen. Das trifft auch auf die Münchner Fassung dieser Oper zu, die das Flüchtlingsthema in den Mittelpunkt stellt. Spannend wurde es im zweiten Akt, als wir, die wohletablierten deutschen Bürger, mit einem mal fliehen mussten. Da standen wir mit einem Mal vor fremden Grenzen und Beamten, verstanden kein Wort, keine Formulare und wußten nicht wie es weiter gehen soll. Für das Verständnis von Situationen hilft so ein Seitenwechsel ganz enorm - auch wenn es nur für ein paar Minuten ist/jg

Samstag, 14. Januar 2017

Eine Brille - zwei Menschen

Schorndorf liegt 26 km östlich von Stuttgart. Die kleine Stadt mit 20.000 Einwohnern erfreut sich landesweit großer Berühmtheit. Im Jahr 1834 kam hier Gottlieb Daimler, der Erfinder des "leichten, schnelllaufenden Benzinmotors" zur Welt. Deshalb wird die Stadt auch von vielen Menschen als die "Daimlerstadt" bezeichnet. Aber nicht nur das macht Schorndorf zu etwas Besonderem. Bei mir steht ein Besuch von Schorndorf demnächst auf dem Plan, weil ich Alexander Baier besuchen möchte. Der engagierte Optiker verkauft unsere "Brillen mit Mehrwert" mit viel Herzblut, das ist zu spüren. Für seine Kunden hat er ein 12seitiges Heft drucken lassen, in dem viel Wissenswertes über Äthiopien steht, über unser Projekt, über die Augenoperationen und die handgemachten Brillen von Signum Vitae/jg

Arzt mit Nebenwirkungen


Während im Fernsehen gestern Abend der "Arzt mit Nebenwirkungen" im Ersten lief, trafen sich in Stuttgart interessierte Mediziner zu einem Äthiopien Abend. Christiane und Christian hatten eingeladen. Es geht um unser Projekt www.2sehen.de , das möchten Angelika, Christiane und ihre Freunde voranbringen. Im Augenblick mangelt es noch an ausreichend OP Kapazitäten, es gibt zu wenig Operateure in Äthiopien. Über zukünftige Nebenwirkungen dieses Treffens lässt sich noch nichts genaues sagen, aber die Aussichten sind gut. Zur Jahresmitte wollen die Ärzte nach Addis fliegen, um sich die OP Voraussetzungen vor Ort anzuschauen. Wenn alles gut geht, dann könnte es Anfang des nächsten Jahres dort einen Einsatz geben, bei dem 100 poor patients am grauen Star operiert werden können. Das sind gute Aussichten, wir werden berichten/jg

Freitag, 13. Januar 2017

Kostenfaktoren

Wenn im Wirtschaftsteil einer Zeitung über Kinder zu lesen ist, dann geht es ums Geld. Unter der Überschrift "Kinder, das kostet!" hat die Süddeutsche Zeitung aufgelistet, was Eltern in Deutschland für ihre Kinder ausgeben: bis zum 18 Geburtstag kommen 150.000 Euro zusammen. Wenn die Kinder dann noch studieren möchten, kostet das nochmal 250.000 Euro. Das die Ausgaben für die süßen Kleinen immer mehr werden, liegt auch an den Ansprüchen der Eltern. Manche halten es für zukunftsentscheidend, dass ihr Kind früh für eine zweite Fremdsprache lernt, Klavier spielt, Yoga trainiert und zweisprachig betreut wird. Das kostet! Aber das war nicht immer so. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren Kinder bei uns eine Rentenversicherung. Jedes Kind war eine helfende Hand mehr auf dem Hof und im Haushalt. In vielen Ländern der Welt ist das heute noch so. Auch in Myanmar, besonders auf dem Land, müssen viele Kinder helfen. Diese drei auf dem Foto haben allerdings gerade besseres zu tun: sie haben sich hübsch gemacht, um bei einer Schuleröffnung für uns zu tanzen. Tom König hat das vor ein paar Jahren eingefangen. In diesen Tagen ist unser Lieblingsfotograf wieder in Myanmar unterwegs. Bestimmt wird er auch wieder ein paar Kostenfaktoren fotografieren. Zu sehen gibt es die schönsten Bilder dann in einer Ausstellung in der zweiten Hälfte des Jahres/jg

Donnerstag, 12. Januar 2017

Vorfreude

Im Sommer 2013 war Jürgen Gessner und die Stiftunglife mit rund 25 Menschen bei uns auf dem Sillberghaus zu Gast. Da Sabine und ich im November mal ganz grob eine Myanmar Reise ins Auge gefasst hatten, bot Jürgen an, uns bei einem Abendessen in München gerne ein paar Tipps zu geben. Das Abendessen, irgendwann Anfang Oktober kam, die Schilderungen, Erfahrungen und Insider-Tipps von Jürgen waren toll, dank der Hilfe von Khin die Flüge und Hotels schnell gebucht und....etwa 20 Tage vor Abflug fragte ich mich mal nachts um 3:00 Uhr, ob man für die Einreise nach Myanmar wohl hoffentlich kein Visum braucht. Kurzum: man brauchte eines. Dank neuer Option via Internet hatten wir die Visa 2 Tage vor Abflug erhalten. Was folgte, war einer der spannensten Urlaube in unserem Leben. Zwei Wochen lang haben wir mit Jürgen, Khin, Min Min und Khu Khu sagenhafte bekannte und unbekannte Sehenswürdigkeiten besichtigt, dazwischen drei, vier Schulen besucht, waren bei der Anbahnung von Schulprojekten mit dabei, haben ein Urwaldkrankenhaus und das Swimming Doctors Schiff besucht und durften so ein wenig mehr Eindrücke von Myanmar und seinen Einwohnern mitnehmen als es wohl den meisten Urlaubern vergönnt ist. Sicher, wir waren auch eine Woche in einem Top-Hotel am wohl schönsten Strand in Myanmar . . . aber was bleibt, sind die zwei „Intensiv-Wochen" mit der Stiftunglife.

Heute blicken wir erwartungsvoll auf unsere nächste Myanmar-Reise. Diesmal geht es – Ende Februar - um die Eröffnung unseres eigenen Schulprojektes in der Nähe von Bagan, das wir zusammen mit Freunden und Familie zum Anlass unserer Hochzeit ins Leben gerufen hatten. Und das ist für uns weit mehr als nur ein Urlaub/ Peter und Sabine

Mittwoch, 11. Januar 2017

Das Plastikproblem


Die Deutschen sind Weltmeister im Recycling - die meisten Burmesen wissen vermutlich noch nicht einmal, wie das Wort Recycling geschrieben wird. So gerne wir auf dieser Seite von unseren nachhaltigen Erfolgen berichten, bei diesem Thema tun wir uns schwer. Die Anlage, die wir in Pakoku gebaut haben, läuft tadellos. Solange Min Min sich um den Betrieb gekümmert hat, kam auch ein ordentliches Ergebnis raus. Im August haben wir die Recyclinganlage an die Dorfbewohner übergeben, seitdem ist alles mühsam geworden. Kann sein, dass wir die gleiche Erfahrung machen, wie vor zwanzig Jahren in Celle - da hatten wir unser erstes Elektroauto. Wir waren ganz glücklich mit unserem wunderbaren Hotzenblitz. Leider waren wir weit und breit die Einzigen, die sich für diese neue Mobilität begeistert haben. Die Firma stellte die Produktion ein, sie waren zwanzig Jahre zu früh auf dem Markt. Alles braucht seine Zeit/jg

Dienstag, 10. Januar 2017

Nachruf

Zwanzig Jahre ist es her, da hatte ich das Glück Roman Herzog zu treffen. Zusammen mit Ami Dose waren wir eingeladen zu einem Tag, an dem die Ehrenamtlichen geehrt wurden. Der Bundespräsident war ein Freund klarer Worte. Deshalb ging er dem Begriff der "Ehrenamtlichen" gleich zu Beginn seiner Rede auf den Grund: "...schon das Wort ist irreführend, denn für die Aufgaben, die sie in unserer Gesellschaft übernehmen, gibt es kaum Ehre und kein Amt." Die Arbeit der Tafelhelfer hat er immer ganz besonders gewürdigt - so wie die drei Bundespräsidenten, die ihm bis heute gefolgt sind/jg

Müssen wir auf Facebook vertreten sein?


Die Antwort ist ein klares Ja. Kein anderes Medium hat unter der Jugendlichen hier und dort solche Verbreitung. Fragt man die Lehrer in den abgelegenen Dörfern von Myanmar, ob sie auf Facebook sind, bekommt man ein zustimmend stolzes Lächeln. Sucht man den Kontakt zu unseren Studenten auf den Philippinen, findet man den am besten auf Facebook. Die Nachricht, dass die Swimming Doctors kommen, verbreitete sich früher von Mund zu Mund. Heute über Facebook. Betrachten wir es als Investition in die Zukunft, wenn wir die neuesten Nachrichten teilen, linken und sharen. 366 Freunde haben wir schon. Tilman organisiert unseren Facebook Auftritt seit einem Jahr mit großem Erfolg, das ist auf der Grafik gut zu sehen. Wer Zeit und Lust hat, ihn bei dieser Aufgabe zu unterstützen, ist herzlich willkommen. Einfach eine Mail an tilman@stiftunglife.de