Unsere Unterstützung für die Ukraine

Wir konzentrieren unsere Hilfe auf die Stadt Vinniytsa, hundert Kilometer südwestlich von Kiew. Einmal im Monat bringen wir Medikamente, Wasserfilter und Generatoren direkt in drei Krankenhäuser. Ansprechpartner Klaus-Peter König: kpk1960@googlemail.com

Menschlich und finanziell unterstützen wir junge Menschen im Studium, die den Vater durch den Krieg verloren haben. Sie bekommen 100 Euro pro Monat und einen deutschen Mentor, der einen entsprechenden beruflichen Hintergrund hat. Mentor und Student stehen per Mail in persönlichem Kontakt miteinander. Ansprechpartner Jürgen Gessner: juergen@stiftunglife.de
Aktuelles zur Hilfe der Ukraine
Stiftunglife - Ukraine

Dienstag, 9. Juli 2024



Angriffe auf Krankenhäuser können wir nicht verhindern - aber wir können neue Medikamente in die Ukraine bringen

In drei Wochen fahren wir wieder, mit zwei Fahrzeugen, voll beladen mit Medikamenten für verwundete Kinder, Soldaten und Helfer. Wir danken allen, die uns bei dieser Mission mit Rat und Tat unterstützen. jg



Samstag, 22. Juni 2024



Fußballstadion in Charkiw

Die Sitze sind gebrochen und zerfetzt, zerstört von russischen Granaten. In München wurden Sitze aus dem Fußballstadion Charkiw aufgebaut. Während wir uns auf das Spiel heute Abend freuen, plane ich mit Andreas die nächste Fahrt in die Ukraine. In sechs Wochen gehts los: wer fährt, wieviel Geld haben wir, was nehmen wir mit, welche Medikamente werden am dringendsten gebraucht? 



Dienstag, 11. Juni 2024



Restart

Bei unserem letzten Besuch in der Ukraine haben wir „Restart" kennengelernt: ein Zeltcamp in dem sich Mütter ein ein paar Tage erholen können. Sie kommen mit ihren Kindern aus Cherson und Mykolajiw, wo alle ums tägliche Überleben kämpfen. In dem Camp können sie sich ausruhen und den Krieg für ein paar Tage vergessen. Max, den Leiter des Camps, haben wir gefragt, wie wir am besten helfen können. Er hat sich Solarenergie gewünscht, weil die öffentliche Stromversorgung zunehmend ausfällt. Eine Solaranlage kostet 12.000 Euro. Wir haben Hilfe versprochen.s.v.k.



Montag, 3. Juni 2024



Europa Stimmung

Ausverkauft: für 50.000 Fußballfans gab es gestern Abend in Nürnberg einen kleinen Vorgeschmack auf die Europameisterschaft. Die Stimmung war gut, das Spiel auch. Schön wäre es, wenn sich ein Teil dieser Begeisterung in Hilfe umwandeln ließe. Die große Hilfsbereitschaft, die es vor zwei Jahren gür die Ukraine gab, ist klein geworden, sehr klein. jg



Sonntag, 26. Mai 2024



Das Fazit der Reise

Seit zwei Jahren fahren wir jetzt regelmäßig in die Ukraine. Vor zwei Jahren sah es dort noch anders aus. Vor zwei Jahren gab es starke Krieger, viel Zuversicht und noch mehr Hilfe. Jetzt werden die Krieger müde. Wir, die Zuschauer, werden es auch. Trotzdem bleiben wir engagiert. Die nächste Fahrt in die Ukraine ist für Mitte August August geplant. Die Menschen brauchen unsere Hilfe, jetzt mehr denn je. In Lemberg gibt es heute „The stolen happiness" im Opernhaus. „Das passt gut", würde man sagen, wenn es nicht so traurig wäre. jg





Nelson Mandelas Vater verstarb früh. Ein Onkel ermöglichte ihm sein Jurastudium. 

Anna lebt in in der Ukraine, die junge Frau studiert Archäologie und Geschichte in Vinnitsya. Nachdem ihr Vater im Krieg gefallen ist, kam die Familie in finanzielle Schwierigkeiten. Wir konnten. Wir haben Anna in unser Studenten Förderprogramm aufgenommen und mit Glück den richtigen Mentor für sie gefunden. Hubert hat seine erfolgreiche Berufskarriere beendet, er studiert jetzt Geschichte. Die beiden werden sich viel zu erzählen haben. jg



Freitag, 24. Mai 2024



Der ganze Papierkram

Unsere Reise in die Ukraine hat mit vielen Formularen angefangen, am Ende der Reise geht es dann nochmal um Papiere. Jedes Medikament, jede Hilfslieferung muss genau dokumentiert werden: von der Rechnung und dem Lieferschein in München - zur Zollabfertigung an der polnischen Grenze - und dem Empfang im Emergency Hospital Vinnitsya. Andreas kümmert sich um den ganzen Papierkram von deutscher Seite. Irina dokumentiert den Empfang und die Verwendung in der Ukraine. jg




There is no future without nature 

So richtig weiß keiner, was die Zukunft bringt. Als erstes wünschen sich alle Frieden für die Ukraine, dann geht es um den Wiederaufbau. An den Klimawandel kann hier im Augenblick kaum jemand denken, die Alltagssorgen überlagern alles andere. Trotzdem pflanzen wir Bäume: die ersten 550 Walnussbäume sind schon gut angewachsen, weitere 500 Bäume werden im Herbst gepflanzt. Ein großes Dankeschön an Alexander (rechts im Bild) von der Landwirtschaftskammer Vinnitsya, der das Projekt für uns organisiert hat. jg



Donnerstag, 23. Mai 2024



The Ukraine girls really knocked me out
The Beatles, White Album, 1968

Uns haben sie auch umgehauen, die Ukraine Girls (möglicherweise aus anderen Gründen) Sieben von unseren 14 Studentinnen sind hier im Bild zu sehen (die achte, ganz in weiß, in der Mitte, ist die Tochter von Iryna). Das Fotoshooting gabs nach unserem Studententreffen heute in Vinnitsya. Aktuell werden 14 Studentinnen und 15 Studenten von uns gefördert. Wir danken allen Mentoren für Ihre Unterstützung mit Rat und Tat – und wir danken Iryna in Vinnitsya und Annette in München, die dieses Stiftunglife Projekt organisieren. jg




Auf dem Weg zurück ins Leben

Die körperlichen Beeinträchtigungen kann man sehen, die seelischen Belastungen bleiben verborgen. Unsere Freunde, Irina und Sergeij sind nicht nur in Klinik und Universität engagiert, sie arbeiten auch in einem Rehacenter. Schwer verletzte Soldaten brauchen viel Hilfe bei ihrem Weg zurück ins Leben. jg



Mittwoch, 22. Mai 2024



Gleiche Bilder - andere Schicksale 

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir Medikamente ausgeladen, bei Regen und Schnee. Nun wieder Sonnenschein. Die Bilder mögen sich gleichen, die Schicksale sind andere. Die Anzahl der Kriegsversehrten wird sichtbar mehr. Nicht nur rund um das Krankenhaus, auch im Alltag sehen wir immer mehr mensch mit Amputationen. Viele von Ihnen leiden unter Phantom Schmerzen. Ein Medikament aus Deutschland kann deutliche Linderung verschaffen. Kostet 300 Euro pro Patient. Ein paar Packungen haben wir dieses Mal dabei. jg



Dienstag, 21. Mai 2024


Wir haben die Wahl

Der Klinikatlas schaffst Transparenz in Deutschland. Hier kann sich jeder überlegen, ob er sein Knie in Pforzheim operieren lassen möchte. Die Menschen, die in das Emergency Hospital von Vinnitsya eingeliefert werden, haben sich diese Klinik nicht ausgesucht. Die meisten kommen mit schweren Verwendungen direkt von der Front. Bei ihnen geht es nicht um die beste Knie OP, sondern um Amputationen. Wir liefern Medikamente, die Schmerzen und Behandlungen ein bisschen erträglicher machen. jg



Sonntag, 19. Mai 2024



Tu was,
am besten gleich 👍

Viele Menschen fühlen sich hilflos, wenn es um den Klimawandel geht. Deshalb gibt's hier jeden Montag einen Tipp, der leicht umzusetzen ist: lasst uns Plastik vermeiden, nehmt die eigene Trinkflasche mit. Ich habe heute gleich zwei Flaschen mit bestem Münchner Leitungswasser gefüllt für die lange Reise in die Ukraine. Auffüllen lassen sich diese Flaschen unterwegs an jedem Wasserhahn. „Hahnenwasser" zählt in Deutschland zu den bestüberwachten Lebensmitteln. jg



Dienstag, 14. Mai 2024


Für unser Studenten/Mentoren Projekt in der Ukraine haben wir einen kleinen Flyer erstellt. In ihm werden die wichtigsten Fragen beantwortet und wir stellen Irina vor. Die engagierte Ärztin lebt mit ihrer Familie in Vinnitsya. Sie wählt die Studenten aus, hält den Kontakt zu Annette und kümmert sich, wenn irgendetwas mal rund läuft. Schreibt uns einfach eine Mail, wenn Ihr einen jungen Menschen mit Rat und Tat unterstützen wollt. jg




Hilfe für die Ukraine

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist heute zu einem Besuch in die Ukraine gereist. Im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen die jüngsten Angriffe Russlands auf die Energie Infrastruktur. Wir reisen eine Woche später, bringen Medikamente in die Ukraine und kümmern uns um die 40 Studenten, die wir mit Rat und Tat unterstützen. Über die Reise des Ministers wird in den Medien berichtet - über die Ergebnisse unserer Reise berichten wir im nächsten Espresso. Ein großes Dankeschön an alle, die sich für die Ukraine engagieren – im Großen und im Kleinen. jg



Freitag, 10. Mai 2024



Gestern gab's viel zu feiern

Himmelfahrt, Vater- und Europatag. Der 9. Mai erinnert an die Schumann Erklärung und die damit verbundene Geburtsstunde der europäischen Union. 74 Jahre ist das her. Über die Jahre hat sich die Welt gewandelt, Europa ist heute so wichtig wie nie zuvor. Je größer die Gemeinschaft wird, desto schwieriger wird sie zu steuern. Mit der Größe wachsen aber auch politisches Gewicht, Reisefreiheit und Absatzmärkte. Alles Dinge, die wir uns wünschen. Als Stiftung sind wir auf der Suche nach einem Projekt, mit dem wir den europäischen Gedanken unterstützen können. Vorschläge sind jederzeit willkommen. jg



Montag, 6. Mai 2024


Was in der Nähe geschieht

Vieles ist interessant, aber wirklich berühren tut uns, was in der Nähe geschieht. Die ARD betreibt 27 Büros in aller Welt, eins davon in Südostasien. Im kleinen Europa hingegen sind es zwölf. Das hat was mit kultureller und politischer Nähe zu tun. Auch unser Engagement in und für Europa wird stärker. Vor ein paar Jahren haben wir  medizinische Hilfe nach Griechenland gebracht. Nun pflanzen wir Bäume in Spanien und liefern Medikamente in die Ukraine. jg



Freitag, 26. April 2024


Dieses Mal waren wir wirklich in der Klemme: unser Topf für die Ukraine war fast leer und die nächste Fahrt nach Vinnitsya ist schon für den nächsten Monat geplant. Höchste Zeit, Medikamente zu bestellen. Am Dienstag dann ein kleiner Hilferuf auf unser Website - zwei Stunden später war die erste Spende auf unserem Konto. Ein guter Grund mehr, wieder einmal Danke zu sagen an alle Freunde und Helfer, die unsere Arbeit unterstützen. Schön, dass es euch gibt. jg



Montag, 22. April 2024


Deutschland wirbt, wir werben auch.

Es ist ein Ermüdungskrieg, der sich nun schon lange hinzieht. Die Menschen in der Ukraine sind müde, besonders die Männer an der Front. Die Spendenbereitschaft in Deutschland war groß als der Krieg begann, aber über die Zeit sind die Menschen auch hier müde geworden. Deshalb hier ein Weckruf: Bitte unterstützt unsere Hilfe für die Menschen Ukraine, damit wir nicht mit leeren Händen nach Vinnitsya fahren. jg



Samstag, 20. April 2024



Die Hilferufe werden lauter

Luftalarm in Kiew: für Vizekanzler Robert Habeck hat der Freitagmorgen im Luftschutzkeller begonnen. Russland hat den Druck der Angriffe nochmal erhöht. Die Hilferufe aus der Ukraine werden immer lauter. In diesem Jahr haben wir bereits zwei Transporte nach Vinnitsya finanziert, Ende Mai fahren wir wieder hin. Besonders gebraucht werden Generatoren, Medikamente und ein Kinder Defibrillator.



Sonntag, 31. März 2024


In der Ukraine

…hat sich aus die Tradition der kunstvoll kolorierte Eier erhalten. Die mit geometrischen Mustern dekorierten Eier gelten als Zeichen der Erneuerung, als Kraft des Lebens und der Auferstehung. Bleibt zu hoffen, dass die Zeichen bald wahr werden. jg



Samstag, 24. Februar 2024


Der Blick in die Süddeutsche lohnt sich

Da gibt es heute gibt es einen großen Bericht über Menschen, die nicht schimpfen, sondern selbst aktiv werden. Engagiertes Handeln kommt nicht nur anderen zu Gute - diese Menschen gewinnen Freude und spüren, dass sie auf etwas stolz sein können. Das funktioniert jeden Tag bei den Tafeln, das funktioniert auch bei den Menschen, die sich 24 Stunden ins Auto setzen, um Medikamente in die Ukraine zu bringen. jg



Freitag, 23. Februar 2024



Gute Nachrichten 🇺🇦

Gestern Abend gab es einen netten Bericht in den Nachrichten. Da wurde unsere Förderung für junge Menschen vorgestellt, die ihren Vater im Krieg verloren haben. Die meisten von Ihnen studieren an der Uni in Vinnitsya. Von uns bekommen sie finanzielle Unterstützung und einen Mentor. https://youtu.be/UvE53sMChsg Sechs neue Studenten haben wir gerade neu in unser Förderprogramm aufgenommen. Wer sich als Mentor engagieren möchte, ist herzlich willkommen. jg 



Mittwoch, 21. Februar 2024


Es gibt noch keine Bäume 🌳 

Noch ch ist is kalt in der Ukraine, unsere tausend Walnussbäume können erst in vier Wochen gepflanzt werden. Zur beiderseitigen Vorfreude wurde heute ein „Memorandum über Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis" unterzeichnet. Die Akademie der Landwissenschaften wird unser Projekt begleiten. 





Normalerweise schlägt das Herz 60 mal pro Minute

Aber wenn das Herz still steht, braucht man für die Reanimation eine höhere Frequenz, ungefähr 120 Bewegungen pro Minute. Viel Kraft ist dafür notwendig, weil das Blut bis ins Gehirn gepumpt werden muss, um langfristige Schäden zu vermeiden. Wenn das manuell geschieht, wechseln sich die Ärzte alle 4 Minuten ab. Auf der Wunschliste vom Krankenhaus stand eine Herzpumpe. Kostet 10.000 Euro. Die haben wir gekauft, nach Vinnitsya gebracht und an die Ärzte übergeben. Diese Pumpe kann Leben retten. Eine zweite Herzpumpe könnte das Team noch gut gebrauchen. jg



Dienstag, 20. Februar 2024


Kostet so viel wie ein kleines Auto 

Durch den Krieg gibt es in der Ukraine viele Menschen mit Brandverletzungen. Im Brandzentrum Vinnitsya werden diese Schwerverletzten behandelt. OP Schwester Valeria hält in der linken Hand einen Hauthobel, mit dem hier Hauttransplantationen durchgeführt werden. Dieses Gerät ist 45 Jahre alt, morgen wird es ersetzt durch ein nagelneues Gerät, dass wir heute mitgebracht und übergeben haben. Kostet so viel wie ein kleines Auto und ist in der Hand engagierter Ärzte jeden Euro wert. Im Hintergrund voller Freude Dr. Roman, Chef des Brandzentrums. jg




Angekommen in Vinnitsya 

Der 9. Stiftunglife Transport hat sein Ziel erreicht. Viele fleißige Hände helfen beim Ausladen. Sie bringen die Medikamente, die wir in der Krankenhaus Apotheke in Planegg abgeholt haben direkt in den gesicherten Medikamentenraum vom Emergency Hospital Vinnitsya. Direkter kann Hilfe nicht funktionieren. Ein großes Dankeschön an alle, die geholfen haben. jg



Montag, 19. Februar 2024



Aufgelistet, sortiert und gewogen

Bei den ersten Transporten haben wir alles in die Autos gepackt, was wir bekommen konnten. Das ist lange her. Inzwischen haben wir das System professionalisiert: geliefert wird genau das, was gebraucht wird. Vom Krankenhaus in Vinnitsya bekommen wir monatlich eine aktuelle „Wunschliste", die wir bestmöglich erfüllen. Alle Medikamente werden mit Anzahl, Gewicht und Preisen dokumentiert und beim Grenzübertritt angemeldet, damit wir die Mehrwertsteuer erstattet bekommen. Andreas organisiert und dokumentiert jeden Transport von der Übernahme der Medikamente in Planegg bis zur Ablieferung im Emergency Hospital Vinnitsya. jg



Sonntag, 18. Februar 2024


On the way

Zwei Fahrzeuge, voll bepackt mit Medikamenten, medizinischen Geräten und Winterkleidung Sind heute Morgen in München gestartet. Vier Fahrer (von links: Rainer, Andreas, Sergij und Jürgen) wechseln sich ab. Ziel ist das Emergency Hospital in Vinnitsya. Von der Übergabe der Ware und dem Treffen mit unseren ukrainischen Studenten werden wir berichten. jg 



Freitag, 16. Februar 2024



Lust auf eine kleine Autofahrt

Heute werden die beiden Fahrzeuge beladen: ein paar medizinische Geräte, viele Medikamente und 240 Geschenkboxen. Die Menschen im Krankenhaus freuen sich immer über ein paar Geschenke. Am Sonntag gehts wieder los. Dieses Mal sind es zwei Fahrzeuge und vier Fahrer: Andreas, Sergij, Rainer und ich. Wir werden berichten. Hier gibts ein kleines Video von unserer letzten Fahrt zu sehen: https://drive.google.com/drive/folders/1ttN79sKD545SQnU83Mtru7p_faQOucrg?usp=sharing 



Montag, 29. Januar 2024


Ein Care Paket ist in der deutschen Sprache geradezu sprichwörtlich geworden. Wenn jemand einem anderen etwas Nützliches oder Nahrhaftes schickt oder mitbringt, sagt man heute noch: ich habe dir ein Care Paket gepackt. 
 Joachim Gauck

Der Winter 1945 war eine Zeit bitterer Not in Deutschland. Es fehlte an allem: an Essen zum Sattwerden, an Kohlen zum Heizen, an Kleidung und Saatgut, Werkzeug und bezahlter Arbeit. Die Menschen in Amerika beschlossen zu helfen: sie schickten uns Care Pakete. Für die meisten von uns ist das Geschichte. Dabei können wir es belassen, oder wir füllen diese großartige Geste nun mit unserem Engagement: in der Ukraine gibt es viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Für diese Menschen packen wir Pakete, die wir selbst in die Ukraine bringen. Nicht nur zur Weihnachtszeit. jg



Mittwoch, 24. Januar 2024


Ein Studium soll für jeden möglich sein, unabhängig von der sozialen oder wirtschaftlichen Situation.

In Deutschland ist diese Vision Wirklichkeit geworden. Das Bafög eröffnet jedem die Chance, auch wenn es verbesserungsfähig sein mag (die Regierung hat im Koalitionsvertrag angekündigt, das System grundlegend zu reformieren) Für viele talentierte junge Menschen auf der Welt gibt es solche Unterstützung nicht. Mit ein bisschen Glück landet der eine oder andere in unserem Förderprogramm. Aktuell unterstützen wir 35 Studenten in Myanmar und 30 Studenten in der Ukraine. Unsere Student:innen werden im Land betreut, bekommen jeder einen Mentor und 100 Euro im Monat. jg



Montag, 8. Januar 2024



Fußball ist lebenswichtig

Der Kaiser es tot, wir verneigen uns vor einem großartigen Fußballspieler. Den Ehrentitel „Kaiser" bekam er für seine leichte, elegante Spielweise. Von Leichtigkeit und Eleganz sind die jungen Männer im Bild (aus dem SZ Magazin) noch weit entfernt. Kein Wunder, sie haben nur ein Bein. In einem Rehazentrum in Lviv üben sie den Weg zurück ins Leben. Viele von ihnen wurden erst vor ein paar Monaten verwundet, hatten Glück, wurden rechtzeitig von Sanitätern aus Minenfeldern geborgen und von guten Ärzten behandelt. Beim FC Pokrova Lviv finden sie neuen Lebensmut. Bei einer unserer nächsten Fahrten in die Ukraine werden ihr Training besuchen. Fußballspieler brauchen Anerkennung, das ist das Geringste, was wir diesen Fußballhelden geben können. jg



Donnerstag, 4. Januar 2024



Bei aller Weitsicht…

…auch unser Verteidigungsminister weiß nicht, wann der Krieg in der Ukraine zu Ende sein wird. Wir wollen und müssen durchhalten, im Großen und im Kleinen. Für uns heißt es in diesem Jahr wieder Medikamente und medizinische Ausrüstung nach Vinnitsya liefern. Weiterhin junge Menschen unterstützen, die durch den Krieg ihren Vater verloren haben. And one more little thing: als Zeichen der Zuversicht werden wir in diesem Jahr die Geburtstagsbäume für die Freunde der Stiftung in der Ukraine pflanzen. jg


Sonntag, 24. Dezember 2023


Eine kleine Weihnachtsgeschichte

geschehen vor ein paar Tagen, als wir in Vinnitsya Geschenkpäckchen im Krankenhaus verteilt haben. In einem der vielen Kartons lag neben vielen Süßigkeiten eine Krawatte. Der beschenkte Soldat versuchte sich das gute Stück umzubinden, als ich an seinem Zimmer vorbei ging. Die Tür stand offen, er winkte mich herein. Die Krawatte gefiel ihm, das war zu sehen. Weil es seine erste Krawatte ist, wußte er nicht so recht, wie sie zu binden sei. Ich konnte helfen und das machte uns beide glücklich. Er hat mich gebeten dieses Bild mit seinem Dank für die vielen wunderbaren Geschenke an Euch zu senden. jg


Freitag, 15. Dezember 2023







Alle haben ihre Päckchen mit Liebe gepackt. Mit besonderen Fleiß waren Wolfgang und die Residenza dabei, Leonie von den Leos, dass Edith Stein Gynasium, eine ukrainische Studentengruppe und Familie Meyer in Eicklingen. Vielen Dank an alle 🙏


Am liebsten würden wir jedem ein individuelles Feedback für sein Päckchen geben. Das ist für 366 Päckchen nicht möglich gewesen. Mal schauen, vielleicht sind wir im kommenden Jahr besser gerüstet, technisch müsste das ja eigentlich möglich sein….







Donnerstag, 14. Dezember 2023








Gift in a box

Es ist nicht leicht, die Übergabe der Päckchen zu dokumentieren und gleichzeitig die Persönlichkeit der Empfänger zu schützen. Die meisten Menschen im Krankenhaus sind körperlich und seelisch nicht in guter Verfassung. Wir haben darauf verzichtet, Patienten zu fotografieren und zeigen hier Bilder von dem „drumherum". Vielen Dank an alle, die unsere Aktion unterstützt haben. Im letzten Jahr waren es 72 Päckchen, in diesem Jahr konnten wir 366 Päckchen übergeben. Ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung hat sich mit den Päckchen im Krankenhaus verbreitet – bei den Menschen und bei uns. jg