Unsere Unterstützung für die Ukraine

Wir konzentrieren unsere Hilfe auf die Stadt Vinniytsa, hundert Kilometer südwestlich von Kiew. Einmal im Monat bringen wir selbsMedikamente, Wasserfilter und Generatoren direkt in drei Krankenhäuser. Ansprechpartner Klaus-Peter König: kpk1960@googlemail.com

Menschlich und finanziell unterstützen wir 30 junge Menschen im Studium, die den Vater durch den Krieg verloren haben. Sie bekommen 100 Euro pro Monat und einen deutschen Mentor, der einen entsprechenden beruflichen Hintergrund hat. Mentor und Student stehen per Mail in persönlichem Kontakt miteinander. Ansprechpartner Jürgen Gessner: juergen@stiftunglife.de
Aktuelles zur Hilfe der Ukraine
Stiftunglife - Ukraine

Mittwoch, 21. Februar 2024



Normalerweise schlägt das Herz 60 mal pro Minute

Aber wenn das Herz still steht, braucht man für die Reanimation eine höhere Frequenz, ungefähr 120 Bewegungen pro Minute. Viel Kraft ist dafür notwendig, weil das Blut bis ins Gehirn gepumpt werden muss, um langfristige Schäden zu vermeiden. Wenn das manuell geschieht, wechseln sich die Ärzte alle 4 Minuten ab. Auf der Wunschliste vom Krankenhaus stand eine Herzpumpe. Kostet 10.000 Euro. Die haben wir gekauft, nach Vinnitsya gebracht und an die Ärzte übergeben. Diese Pumpe kann Leben retten. Eine zweite Herzpumpe könnte das Team noch gut gebrauchen. jg



Dienstag, 20. Februar 2024


Kostet so viel wie ein kleines Auto 

Durch den Krieg gibt es in der Ukraine viele Menschen mit Brandverletzungen. Im Brandzentrum Vinnitsya werden diese Schwerverletzten behandelt. OP Schwester Valeria hält in der linken Hand einen Hauthobel, mit dem hier Hauttransplantationen durchgeführt werden. Dieses Gerät ist 45 Jahre alt, morgen wird es ersetzt durch ein nagelneues Gerät, dass wir heute mitgebracht und übergeben haben. Kostet so viel wie ein kleines Auto und ist in der Hand engagierter Ärzte jeden Euro wert. Im Hintergrund voller Freude Dr. Roman, Chef des Brandzentrums. jg




Angekommen in Vinnitsya 

Der 9. Stiftunglife Transport hat sein Ziel erreicht. Viele fleißige Hände helfen beim Ausladen. Sie bringen die Medikamente, die wir in der Krankenhaus Apotheke in Planegg abgeholt haben direkt in den gesicherten Medikamentenraum vom Emergency Hospital Vinnitsya. Direkter kann Hilfe nicht funktionieren. Ein großes Dankeschön an alle, die geholfen haben. jg



Montag, 19. Februar 2024



Aufgelistet, sortiert und gewogen

Bei den ersten Transporten haben wir alles in die Autos gepackt, was wir bekommen konnten. Das ist lange her. Inzwischen haben wir das System professionalisiert: geliefert wird genau das, was gebraucht wird. Vom Krankenhaus in Vinnitsya bekommen wir monatlich eine aktuelle „Wunschliste", die wir bestmöglich erfüllen. Alle Medikamente werden mit Anzahl, Gewicht und Preisen dokumentiert und beim Grenzübertritt angemeldet, damit wir die Mehrwertsteuer erstattet bekommen. Andreas organisiert und dokumentiert jeden Transport von der Übernahme der Medikamente in Planegg bis zur Ablieferung im Emergency Hospital Vinnitsya. jg



Sonntag, 18. Februar 2024


On the way

Zwei Fahrzeuge, voll bepackt mit Medikamenten, medizinischen Geräten und Winterkleidung Sind heute Morgen in München gestartet. Vier Fahrer (von links: Rainer, Andreas, Sergij und Jürgen) wechseln sich ab. Ziel ist das Emergency Hospital in Vinnitsya. Von der Übergabe der Ware und dem Treffen mit unseren ukrainischen Studenten werden wir berichten. jg 



Freitag, 16. Februar 2024



Lust auf eine kleine Autofahrt

Heute werden die beiden Fahrzeuge beladen: ein paar medizinische Geräte, viele Medikamente und 240 Geschenkboxen. Die Menschen im Krankenhaus freuen sich immer über ein paar Geschenke. Am Sonntag gehts wieder los. Dieses Mal sind es zwei Fahrzeuge und vier Fahrer: Andreas, Sergij, Rainer und ich. Wir werden berichten. Hier gibts ein kleines Video von unserer letzten Fahrt zu sehen: https://drive.google.com/drive/folders/1ttN79sKD545SQnU83Mtru7p_faQOucrg?usp=sharing 



Montag, 29. Januar 2024


Ein Care Paket ist in der deutschen Sprache geradezu sprichwörtlich geworden. Wenn jemand einem anderen etwas Nützliches oder Nahrhaftes schickt oder mitbringt, sagt man heute noch: ich habe dir ein Care Paket gepackt. 
 Joachim Gauck

Der Winter 1945 war eine Zeit bitterer Not in Deutschland. Es fehlte an allem: an Essen zum Sattwerden, an Kohlen zum Heizen, an Kleidung und Saatgut, Werkzeug und bezahlter Arbeit. Die Menschen in Amerika beschlossen zu helfen: sie schickten uns Care Pakete. Für die meisten von uns ist das Geschichte. Dabei können wir es belassen, oder wir füllen diese großartige Geste nun mit unserem Engagement: in der Ukraine gibt es viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Für diese Menschen packen wir Pakete, die wir selbst in die Ukraine bringen. Nicht nur zur Weihnachtszeit. jg



Mittwoch, 24. Januar 2024


Ein Studium soll für jeden möglich sein, unabhängig von der sozialen oder wirtschaftlichen Situation.

In Deutschland ist diese Vision Wirklichkeit geworden. Das Bafög eröffnet jedem die Chance, auch wenn es verbesserungsfähig sein mag (die Regierung hat im Koalitionsvertrag angekündigt, das System grundlegend zu reformieren) Für viele talentierte junge Menschen auf der Welt gibt es solche Unterstützung nicht. Mit ein bisschen Glück landet der eine oder andere in unserem Förderprogramm. Aktuell unterstützen wir 35 Studenten in Myanmar und 30 Studenten in der Ukraine. Unsere Student:innen werden im Land betreut, bekommen jeder einen Mentor und 100 Euro im Monat. jg



Montag, 8. Januar 2024



Fußball ist lebenswichtig

Der Kaiser es tot, wir verneigen uns vor einem großartigen Fußballspieler. Den Ehrentitel „Kaiser" bekam er für seine leichte, elegante Spielweise. Von Leichtigkeit und Eleganz sind die jungen Männer im Bild (aus dem SZ Magazin) noch weit entfernt. Kein Wunder, sie haben nur ein Bein. In einem Rehazentrum in Lviv üben sie den Weg zurück ins Leben. Viele von ihnen wurden erst vor ein paar Monaten verwundet, hatten Glück, wurden rechtzeitig von Sanitätern aus Minenfeldern geborgen und von guten Ärzten behandelt. Beim FC Pokrova Lviv finden sie neuen Lebensmut. Bei einer unserer nächsten Fahrten in die Ukraine werden ihr Training besuchen. Fußballspieler brauchen Anerkennung, das ist das Geringste, was wir diesen Fußballhelden geben können. jg



Donnerstag, 4. Januar 2024



Bei aller Weitsicht…

…auch unser Verteidigungsminister weiß nicht, wann der Krieg in der Ukraine zu Ende sein wird. Wir wollen und müssen durchhalten, im Großen und im Kleinen. Für uns heißt es in diesem Jahr wieder Medikamente und medizinische Ausrüstung nach Vinnitsya liefern. Weiterhin junge Menschen unterstützen, die durch den Krieg ihren Vater verloren haben. And one more little thing: als Zeichen der Zuversicht werden wir in diesem Jahr die Geburtstagsbäume für die Freunde der Stiftung in der Ukraine pflanzen. jg


Sonntag, 24. Dezember 2023


Eine kleine Weihnachtsgeschichte

geschehen vor ein paar Tagen, als wir in Vinnitsya Geschenkpäckchen im Krankenhaus verteilt haben. In einem der vielen Kartons lag neben vielen Süßigkeiten eine Krawatte. Der beschenkte Soldat versuchte sich das gute Stück umzubinden, als ich an seinem Zimmer vorbei ging. Die Tür stand offen, er winkte mich herein. Die Krawatte gefiel ihm, das war zu sehen. Weil es seine erste Krawatte ist, wußte er nicht so recht, wie sie zu binden sei. Ich konnte helfen und das machte uns beide glücklich. Er hat mich gebeten dieses Bild mit seinem Dank für die vielen wunderbaren Geschenke an Euch zu senden. jg


Freitag, 15. Dezember 2023







Alle haben ihre Päckchen mit Liebe gepackt. Mit besonderen Fleiß waren Wolfgang und die Residenza dabei, Leonie von den Leos, dass Edith Stein Gynasium, eine ukrainische Studentengruppe und Familie Meyer in Eicklingen. Vielen Dank an alle 🙏


Am liebsten würden wir jedem ein individuelles Feedback für sein Päckchen geben. Das ist für 366 Päckchen nicht möglich gewesen. Mal schauen, vielleicht sind wir im kommenden Jahr besser gerüstet, technisch müsste das ja eigentlich möglich sein….







Donnerstag, 14. Dezember 2023








Gift in a box

Es ist nicht leicht, die Übergabe der Päckchen zu dokumentieren und gleichzeitig die Persönlichkeit der Empfänger zu schützen. Die meisten Menschen im Krankenhaus sind körperlich und seelisch nicht in guter Verfassung. Wir haben darauf verzichtet, Patienten zu fotografieren und zeigen hier Bilder von dem „drumherum". Vielen Dank an alle, die unsere Aktion unterstützt haben. Im letzten Jahr waren es 72 Päckchen, in diesem Jahr konnten wir 366 Päckchen übergeben. Ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung hat sich mit den Päckchen im Krankenhaus verbreitet – bei den Menschen und bei uns. jg


Dienstag, 28. November 2023



Hier werden Päckchen für die Ukraine gepackt

Wer keine Zeit zum Packen hat und unsere Weihnachts-Ukraine Initiative unterstützen möchte, kann das mit einer kleinen Spende tun: der Inhalt unserer Geschenkpäckchen kostet rund 20 Euro. Einfach das Geld mit dem Stichwort „Päckchen" auf unser Spendenkonto überweisen, wir kümmern uns drum:  Packen, hinbringen und verteilen ist umsonst, das gute Gefühl wird geteilt 😊




Das wird heute mein Fernsehabend im ZDF

Weil ich wissen möchte, wie wir das Altern stoppen können + weil uns die Auswirkungen der Energiewende interessieren und die Auswirkungen des Klimawandels interessieren sollten + weil ich wissen möchte, wie die Stimmung in der Ukraine ist, wenn ich in zwei Wochen wieder hinfahre… jg  



Samstag, 25. November 2023



Objektiv geht es vielen Ukrainer:innen schlecht. Seid ihr Land im Krieg ist, haben 29% ihre Arbeit verloren. 68 % mit weniger Einkommen müssen jetzt 68% zurechtkommen - und was die Menschen am meisten trifft: zwei Drittel der Befragten haben Angehörige oder Freunde verloren. Trotz dieser objektiven Verschlechterung ihrer Situation hat sich das Glücksempfinden bei den Ukraine:rinnen kaum verändert: 70 % gaben an, glücklich zu sein. Die überwiegende Mehrheit ist viel optimistischer als vor dem Krieg. Sie glauben an den Sieg und daran, dass die Ukraine in zehn Jahren ein wohlhabendes Mitgliedsland der EU sein wird. jg



Freitag, 24. November 2023


Zeit zum Päckchen packen

Vielen Dank an alle, die ein „gift in a box" für die Menschen in der Ukraine packen. Wir freuen uns über den großen Zuspruch, den unsere Aktion bekommen hat, bei mit Zuhause stapeln sich die Päckchen. Je eher ihr die Päckchen schickt/bringt* desto besser. Am besten eignet sich ein Schuhkarton, bitte keinen Alkohol und keine frischen Lebensmittel einpacken. Freude machen Süßigkeiten, Kaffee, Tee und warme Socken. Bitte außen kennzeichnen, ob das Päckchen für eine Frau oder einen Mann gedacht ist. Wir versprechen, dass wir alle Päckchen vor Weihnachten persönlich an die Patienten und Mitarbeiter im Emergency Krankenhaus Vinnitsya übergeben. jg

* Abgabe bis 1. Dezember:
Stiftunglife, Kanzleistrasse 13, 29221 Celle
* Abgabe bis 12. Dezember
Jürgen Gessner, Metzstraße 34a, 81667 München



Freitag, 17. November 2023

Voller Zuversicht in schwierigen Zeiten

Gestern haben wir in Vinnitsya unsere Studenten getroffen, 29 junge Menschen, die schon länger von uns gefördert werden und sieben Neue. Die sieben Neuen haben wir alle aufgenommen Zwei studieren Medizin und fünf Economy. Trotz aller Schwierigkeiten sind die jungen Menschen voller Zuversicht. Ganz spontan haben sich alle bereit erklärt an unserer Weihnachtsaktion teilzunehmen: jeder wird drei Päckchen packen für die Menschen, die Weihnachten im Krankenhaus verbringen müssen. Unsere Treffen verbinden wir gerne mit einer Einladung zum Mittagessen - dieses Mal wegen des ständigen Luftalarms in einem Kellerlokal. jg


Ein Hubschrauberpilot, ein Siebdruckmeister und ein Modemacher

Unser Engagement für die Ukraine bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Diese drei Menschen aus unterschiedlichen Welten hätten sich ohne den Krieg nie kennengelernt. Gerade haben sie als freiwilliges Helferteam unseren 9. Medikamenten Transport in die Ukraine gebracht. Alles ist gut gelaufen, jetzt sind die drei Münchner auf dem Heimweg und freuen sich auf das Wochenende: links im Bild Martin der Siebdruckmeister - in der Mitte Sergij der Hubschrauberpilot - rechts Andreas, der Modemacher. Das Foto haben wir heute Morgen bei einem Stopp am Bahnhof in Lemberg gemacht. jg


Mittwoch, 15. November 2023



Bewegung, Bewegung, Bewegung…

Die Stadt Vinnitsya hat 367.000 Einwohner. So ist es bei Wikipedia nachzulesen. Die Zahl ist von 2019, das war vor dem Krieg. In den letzten zwei Jahren sind viele Menschen aus den umkämpften Gebieten im Süden und im Osten nach Vinnitsya geflohen. Die vermeindlich „sichere Stadt" hat nun mehr als eine halbe Million Einwohner. in Vinnitsya gibt es vier Krankenhäuser. Wir kümmern uns um das Vinnitsya City Clinical Emergency Hospital mit 400 Betten und 200 Mitarbeitern. Allein in diesem Krankenhaus wurden in den letzten zwei Jahren 3.000 Amputation durchgeführt. Nun rückt das Thema Rehabilitation in den Mittelpunkt. Wir haben eine kleine Rehastation besucht, die im Keller eingerichtet wird. Es fehlen noch viele Geräte…. jg



Angekommen

Wie immer, wenn wir in Vinnitsya angekommen sind, laden wir die Fahrzeuge als erstes aus. Die Medikamente bringen wir direkt ins medizinische Lager im Krankenhaus. Als ich eine Stunde später von einem Termin komme, sehe ich, dass die gerade von uns gelieferten Medikamente schon in den OP gebracht werden. Eindrucksvoller kann man nicht von dem Sinn und der Notwendigkeit solcher Transporte überzeugt werden. jg 


Dienstag, 14. November 2023


Nummer 42 wartet auf die Abfertigung 

Viel Geduld muss man mitbringen, wenn man an der polnischen Grenze auf die Abfertigung wartet. Dabei genießen wir als humanitärer Hilfstransport mit sieben Stunden Wartezeit eine bevorzugte Abfertigung. Mache LKWs brauchen mehrere Tage, bis sie die Grenze zur Ukraine überquert haben. Hier im Bild Andreas und Sergij. Die beiden warten darauf, dass die Nummer 42 vom Zoll zur Kontrolle aufgerufen wird. jg


Freitag, 3. November 2023


Den Menschen in der Ukraine eine Freude machen

Geht ganz einfach: einen Schuhkarton suchen und schöne Dinge nett verpacken: Kaffee, Tee, Schokolade und Süßigkeiten sind gut. Hier im Bild zwei Muster Päckchen, die wir gepackt haben. Bitte keine Lebensmittel, keine Zigaretten, kein Alkohol. Außen unbedingt ein Zeichen drauf für Mann oder Frau - gerne auch die eigene Mobilnummer, dann gibts vielleicht ein Foto von der Übergabe. Wir bringen alle Schuhkartons selbst nach Vinnitsya und verteilen sie dort an Patienten und Mitarbeiter in „unserem" Krankenhaus. Wer mitmachen möchte, bringt oder schickt sein „Gift in a box" bis zum 1. Dezember an: Jürgen Gessner, Metzstrasse 34a, 81667 München


Montag, 30. Oktober 2023



Die Bilder verblassen

In der Ukraine kämpfen die Menschen an der Front und im Alltag. Sie versuchen zu retten, was zu retten ist. Wir sind weit entfernt und haben uns an den Krieg, an das tägliche Leiden gewöhnt. Im Schatten des Nahost-Konflikts sinkt das Interesse an dem Krieg in Europa. Unsere Freunde in der Ukraine sind beunruhigt, weil die Unterstützung des Westens nachlässt. Das gilt im Großen wie im Kleinen. Wir halten dagegen, engagieren uns weiterhin für die drei Krankenhäuser in Vinnitsya. Am 12. November bringen wir mit zwei Transportern dringend benötigte Medikamente und warme Winterkleidung zu den Menschen. jg 


Dienstag, 24. Oktober 2023



Weihnachten im Schuhkarton

Auch in diesem Jahr werden die Samariter vielen Millionen Geschenkpakete in die ganze Welt verteilen. Eine tolle Aktion, hervorragend organisiert, die jeder unterstützen kann: https://www.die-samariter.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton   Kinder auf der ganzen Welt dürfen sich jetzt schon freuen. Wer es etwas kleiner mag, kann unsere private Aktion für die Menschen in der Ukraine unterstützen. Anfang Dezember fahren wir wieder nach Vinnitsya und übergeben alle Geschenke persönlich. Wir freuen uns über jedes Weihnachtspäckchen, das uns mitgegeben wird.  Eine kleine Information mit Terminen und Empfehlungen steht ab Anfang November zur Verfügung. jg


Freitag, 20. Oktober 2023


Zerstörung da und dort

Nach einer Woche Krieg in Israel wachsen Verzweiflung und Angst. Bilder der Zerstörung beherrschen die Nachrichten, nun kommen sie aus den nahen Osten und aus der Ukraine. Bevor wir uns dem Gefühl der Hilflosigkeit hingeben, bereiten wir die nächste Reise in die Ukraine vor: Medikamente, Decken, warme Jacken. Es wird bald kalt werden...


Mittwoch, 11. Oktober 2023


Helferkette

Einige Helfer, Mitarbeiter vom Pyrogova-Krankenhaus, sind hier zu sehen: Dr. André Formatschuk, auf dem Bild ganz rechts, Oberarzt auf der Inneren. Er brauchte ganz dringend VAC Schwämme für die Versorgung von Schwerverletzten. Dr. Katja in München hat die Bestellung und die Abholung organisiert. Wir haben die Rechnung bezahlt und Dr. Peter Oelsner (im Bild Dritter von links) hat sich ins Auto gesetzt und das Material nach Vinnitsya gebracht. Vielen Dank an das ganze Helferteam. jg 


Freitag, 29. September 2023



Ein Stück Verbundenheit

Eine wunderbare private Initiative, mit der Annette und ihre Freundinnen sich seit einem Jahr für die Ukraine engagieren: sie fädeln blau/gelbe Perlen zu Armbändern. gegen eine kleine oder größere Spende werden die Armbänder verschickt. Die Einnahmen gehen an die Stiftunglife und wir kaufen dafür Medikamente, die wir selbst in die Ukraine bringen. Wer das unterstützen möchte, schreibt bitte eine kleine Mail an: armbaender.helfen@gmail.com


Donnerstag, 28. September 2023



Ein neues Leben beginnen

Vor einiger Zeit haben sie in der Süddeutschen Zeitung die Gesichter des Krieges gezeigt. Ilja Pilipenko war Makler in Vinnitsya. Als der Krieg begann, hat er sich freiwillig zum Militär gemeldet. Er wurde nach Odessa geschickt und hat dort mehrere Monate trainiert für die Rückeroberung von Cherson. Auf einem Waldweg ist sein Panzer auf eine Mine gefahren. Seine Kameraden haben ihn aus dem brennenden Panzer geborgen. Eine Woche war Lebensgefahr. Jetzt, acht Monate später, sucht er seinen Weg zurück ins Leben. Wir unterstützen den Aufbau eines Rehazentrums in der Nähe von Vinnitsya. jg


Sonntag, 10. September 2023



Das soll mal ein Rehazentrum werden

Mit Medikamenten und medizinische Ausrüstung helfen wir den Ärzten in Vinnitsya ihre Arbeit zu tun. Für viele Patienten beginnt nach dem Aufenthalt im Krankenhaus ein neues Kapitel des Lebens. Sie müssen mit einem Bein oder einem Arm zurechtkommen. Die Einschränkungen sehen wir, wenn wir vor Ort sind. Die psychischen Belastungen kann man nur ahnen. Dr. Peter Oelsner und seine Lüneburger Freunde helfen beim Aufbau eines Rehazentrums in Vinnitsya, wir unterstützen dieses langfristig angelegte Projekt mit Rat und Tat. jg


Samstag, 9. September 2023



Erstversorgung und Zweitversorgung

Meist ist es eine Stunde, die an der Front über Leben und Tod entscheiden. Wer zu spät versorgt wird, hat wenig Chancen. Beide Seiten haben hohe Verluste, Verletzte und Tote. Die Sanitäter an der Front stillen Blutungen, binden abgerissene Arme und Beine ab, schaffen Verletzte und Verstümmelte nach hinten, erst mal weg von der Front. Die vor Schmerz schreienden Männer müssen von Ärzten versorgt werden. Die Bergung verläuft in mehreren Phasen: an der Front werden die Verletzten von ihren Kameraden an Sanitäter:innen übergeben. Die bringen sie unter größte Gefahr zum wenigen Kilometer entfernten Stabilisierungspunkt. Dort können Ärzte die schlimmsten Blutungen stillen. Es folgt der Transport in ein Lazarett oder in ein ziviles Krankenhaus. Katja, die deutsch/ukrainisch Ärztin in unserem Team, begleitet solche Transporte. 

Das Krankenhaus in Vinnitsya gehört zu den Krankenhäusern, die sich um die weitere Versorgung der Schwerverletzten kümmert. Wir unterstützen die Arbeit der Ärzte mit Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln. Von München liefern wir direkt nach Vinnitsya, was dort gebraucht wird. Und wir unterstützen Peter aus Lüneburg, der beim Aufbau eines Rehazentrums in Vinnitsya hilft. Auch wenn das alles nur Tropfen sind auf einem heißen Stein, bleiben wir weiter engagiert - und wir danken allen, die uns tatkräftig dabei unterstützen. Bild und Text auszugsweise aus der Süddeutschen Zeitung vom 6. September 2023. jg


Montag, 21. August 2023

Das Fazit der 8. Reise


Die geblieben sind, müssen die Aufgaben der anderen übernehmen.

Die Süddeutsche Zeitung hat vor ein paar Tagen über die Menschen berichtet, die in ihrem Land geblieben sind. Ein beeindruckendes Portrait von Menschen, deren Leben aus den Fugen geraten ist. Wenn wir vor Ort sind, dann treffen wir diese Menschen, die mit dem Krieg zu leben gelernt haben. Manche besser, manche schlechter. Die, die da geblieben sind, müssen die Aufgaben von den den Menschen übernehmen, die geflohen sind. Ganz besonders fehlen natürlich die Frauen, die das Land verlassen haben (Krankenschwestern, Lehrerinnen, Ärztinnen) denn für die, die dageblieben sind, soll das Leben einigermaßen weitergehen. Es ist der Versuch ganz normal weiter zu leben, auch wenn jeder weiß, das es nicht normal ist. jg


Freitag, 18. August 2023

8. Reise in die Ukraine/3



Warum Vinnitsya und wo liegt dieses Vinnitsya?

Hilfe in einem fremden Land lässt sich nur organisieren, wenn man jemanden vor Ort kennt. In unserem Fall war Irina der Anfang vom Faden. Die sympathische Ärztin haben wir bei einem Aufenthalt in München kennen gelernt. Sie kommt aus Vinnitsya, ist verheiratet mit Serhii, der als leitender Oberarzt im Emergency Hospital von Vinnitsya arbeitet. Aus diesem Anfang ist ein kleines Netzwerk in der Ukraine entstanden - parallel zu dem Netzwerk der Helfer in Deutschland. Die Stadt Vinnitsya liegt drei Autostunden südwestlich von Kiew. Vor dem Krieg lebten hier 300.000 Menschen. Durch Zuzug auf den umkämpften Regionen ist die Zahl auf 400 bis 500.000 Menschen angewachsen. jg


8. Reise in die Ukraine/2



Die Medikamente sind angekommen 

In der Vergangenheit haben wir schon bei Regen ausgeladen, bei Schnee und Eis. Dieses Mal waren die Voraussetzungen besser: mit zwei Transportern sind wir bei Sonnenschein im Emergency Hospital Vinnitsya angekommen. Viele fleißige Hände haben uns erwartet.  Die Medikamente im Wert von 30.000 Euro waren schnell ausgeladen. Außerdem konnten wir noch einen nagelneuen Generator übergeben und zwei gut erhaltene OP Lampen. Die Reise hat sich gelohnt. jg


Donnerstag, 17. August 2023

Junge Menschen unterstützen



Es geht wieder los

Der Ball rollt wieder, die Bundesliga startet heute in die neue Saison. Wir nehmen das zum Anlass, die Fußballfreunde der Stiftung um Aufmerksamkeit zu bitten: für einen ukrainischen Studenten suchen wir einen Mentor. Der junge Mann hat seinen Vater durch den Krieg verloren. Er studiert an der Universität von Vinnitsya, möchte gerne Sportlehrer werden. In seiner Freizeit spielt Yaroslav mit viel Freude und beachtlichem Erfolg Fußball in der Amateurliga. Hier gibt es weitere Informationen zu unseren ukrainischen Studenten https://www.stiftunglife.de/ukraine.html


8. Reise in die Ukraine/1


Wachwechel, Übergewicht, Sperrstunde und eine Polizeikontrolle 

Ein paar Hindernisse gab es auf dieser Reise in die Ukraine. Erst ein Wachwechsel an der Grenze, dann neue Formulare und eine Strafe für 500 kg Übergewicht. Als wir nach vier Stunden weiterfahren konnten, war es schon fast Mitternacht. Sperrstunde. Katja wollte den Nachtzug nach Dniepro erwischen, das Foto haben wir um kurz vor eins am Bahnhof in Lviv gemacht. Der Polizeikontrolle konnten wir erklären, warum wir so spät unterwegs sind. Trotz der angespannten Lage sind die Menschen in der Ukraine freundlich und kooperativ, wenn sie erfahren, warum wir unterwegs sind. Und so hat uns dann auch noch der Hotelportier morgens um zwei Uhr reingelassen. Glücklich und zufrieden sind wir in die Betten gefallen. Im Bild vor dem Bahnhof Lviv unser wunderbares Team: Andreas, Martin, Katja, Tobi und Jürgen. jg


Samstag, 12. August 2023



Auch wenn die Werbung von Mercedes gut ist, in unserem Fall ist nicht das Auto das wertvollste, bei uns geht es um den Inhalt. Anfang der Woche bringen wir wieder Medikamente in die Ukraine. Zwei Transporter, zwar ohne Stern, aber vollgeladen mit lebenswichtigen Inhalten. Unser Ziel sind die drei Krankenhäuser in Vinnitsya. Wir sind zu viert und wir fahren gerne, auch wenn uns bei dieser Reise nicht das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit umgeben wird. jg