Heidi

Am liebsten hätten wir alle die heile Welt, die wir von den Heidi Filmen kennen. Leider sieht unser Alltag anders aus. Die meisten Menschen wissen, dass es so nicht weiter gehen kann. Wenn unsere Enkel auch noch gut leben wollen, müssen wir unseren Lebensstil ändern, oder Ausgleichsmassnahmen finanzieren. Am besten beides. Mit dem HEIDI Projekt finanziert die Stiftunglife verschiedene Umweltprojekte in Deutschland und im Ausland: Ideen, Anregungen und konkrete Maßnahmen für eine bessere Umwelt. Jede Spende geht zu 100 Prozent
in die Projekte.
Plastikmüll
Einfache Idee - große Wirkung: in kleinen Anlagen in Myanmar recyceln wir den Plastikmüll, der am Strand liegt, in Hotels anfällt und an den Straßenrändern zu sehen ist. Den Rohstoff, den wir gewinnen, verkaufen wir an Betriebe im Land. Die Erträge reichen aus, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.
Wasser und Solar
Solarlampen bringen die Erleuchtung, Wasser/ Solaranlagen ersetzen den alten Dieselgenerator. Das spart Geld und schont die Umwelt. Mit dem Paul Wasserfilter wird Wasser zu Trinkwasser. Alle Anlagen werden von uns gebaut und langfristig betreut.
Bienen und Bäume
In Deutschland schützen wir die Bienen, bringen alte Obstsorten in die Gärten und begrünen neu angelegte Radwege. Jeden Tag werden bei „Plant for the planet“ zehn Bäume für uns gepflanzt. Im Herbst wollen wir selbst Hand anlegen, dann werden wir Bäume pflanzen. Das ist unser konkreter Beitrag für ein besseres Klima.
Aktuelles vom Recycling, den Wasserfiltern und Solar
Stiftunglife - Umwelt

Freitag, 13. Juli 2018

Gut recherchiert



Liebe Freunde, vor ein paar Wochen saß ich an einer Recherche für das Forschungszentrum. Diese Graphik könnte Euch interessieren. Sie zeigt den Anteil von nicht geregelt entsorgtem Plastikabfall (rot dargestellt) an der Gesamtmenge des anfallenden Plastilmülls. In Myanmar sind wir mit unserem Engagement gegen Plastikmüll auf jeden Fall richtig. Herzliche Grüße aus Vacouver, Tilman


Plastic Recycling



Zugegeben, unsere Vertragswerke in Myanmar halten kaum dem Stand, was wir von deutschen Verträgen gewohnt sind. Es gibt nicht mal etwas Kleingedrucktes. Trotzdem scheint alles zu funktionieren. Mit ein bisschen Verzögerung wurden alle Maschinen in Mandalay fertiggestellt. Das Grundstück in der Nähe vom Ngapali Beach ist vorbereitet. Jetzt warten wir nur noch auf gutes Wetter, so dass die Maschine transportiert und aufgestellt werden kann. Dazu wird eine kleine Hütte gebaut und Mitarbeiter werden angelernt. Bis die Saison beginnt, wollen wir mit unserer zweiten Recycling Anlage startbereit sein/jg

Freitag, 6. Juli 2018

More Solar/Water


Was für ein Glück, mit unseren Solar/Wasserprojekten haben wir ins Schwarze getroffen. Die Menschen sind begeistert,  wenn wir ihnen vorschlagen, den Diesel Generator durch Solarzellen zu ersetzen. Wir auch, jetzt noch mehr, weil wir an den laufenden Anlagen sehen, wie viel Geld die Menschen durch die Solarenergie einsparen. Hier ist der aktuelle Bericht von Min Min: 
Sar Gyin Village in Pakokku Township has 180 Familie. They have one tubewell. It is not enoungh for the whole village. Luckily the got the one new tubewell form an organisation. So they just got their fresh water 5 Days ago. Now the are going to build a water tower and the control room. Beside we already donated a school building with the name of Tico. So they knew about us and they got contact U Soe Min from P1. Today we visited together with U Soe Min and our Solar engineer U Tin Myo Nyunt. So we measure and disscuss with the people. Now they estimated per day as 5 Gallons of Diesel and will cost 20000 Kyats per day. After the discussion they are so happy to contributes 30 Lahkts from the village and they accepted their chance. They will come and pay on coming Monday and They will get at the end of this month the new energy. So no. 4 project for Solar Water Program is success. We are so happy for this project/Min Min

Mittwoch, 4. Juli 2018

Ziel erreicht


Mit dem Eintrag von gestern haben wir das Solarlampen Projekt „100 Lampen für 100 Dörfer" bei uns abgeschlossen. Hier noch eine wirtschaftliche Betrachtung zu Kosten und Nutzen dieser Aktion:

- in den zurückliegenden 12 Monaten haben wir insgesamt 15.000 Solarlampen in 118 Dörfer gebracht. 

- rund 14.000 Familien profitieren von dem neuen Licht. 

- jede Lampe ersetzt über lifetime einen Barrel Öl. 

- Mag unser Blick auf die Umwelt gerichtet sein, für die Menschen in den Dörfern zählt der finanzielle Vorteil. Der ist in enorm: wir dürfen davon ausgehen, dass eine Familie täglich mindestens 10 Cent für Petroleum und Kerosin ausgibt. Macht zwei Euro im Monat, 24 Euro im Jahr. 

- für die 14.000 Familien, die von dieser Aktion profitiert haben, sind das 336.000 Euro pro Jahr. 

- die Lebenszeit des Akkus liegt bei drei Jahren. Dann sind wir bei 1.000.000 Euro

- Den wechseln wir nach drei Jahren für weitere drei Jahre, dann nochmal, dann nochmal. 
Nach vorsichtiger Schätzung wird der wirtschaftliche Gesamtnutzen dieser Aktion über drei Millionen Euro liegen. 

Die 150.000 Euro Spenden für diese Aktion sind offensichtlich gut investiert. Wir danken allen Freunden und Lions Clubs, die mitgemacht haben. Auch wenn wir jetzt keine Werbung für die Lampen betreiben, wird dieses Projekt bei uns weiter geführt. In den nächsten Jahren werden wir in Myanmar verstärkt Solar/Wasserprojekte bauen, bei denen ist der Wirkungsgrad noch besser/jg

Montag, 2. Juli 2018

Ziel erreicht


Das einzige 24 Stunden Kunstmuseum gibt es in Celle. 
Tagsüber ist es ein "ganz normales" Museum. Viele Exponate kommen erst in der Nacht richtig zur Geltung, wenn sie durch die raumhohen Fenster leuchten. Vorbeigehende sind eingeladen, das Gebäude mit den leuchtenden Kunstobjekten von außen zu betrachten. Licht. Was in Celle zur Kunst wird, ist an anderen Teilen der Welt eine Notwendigkeit für den Alltag. Mit unseren Solarlampen haben wir 100 Dörfer in Myanmar erleuchtet. Die Menschen freuen sich, weil das Licht kostenlos von oben kommt. Gespeichert wird die Sonnenenergie in kleinen Akkus, die wir nach drei Jahren austauschen und recyceln. Die Gemeinschaftsaktion zum 100jährigen Lions Jubiläum „100 Lampen für 100 Dörfer" ist abgeschlossen, wir haben das gesetzte Ziel erreicht. Vielen Dank an alle Freunde und Lions Clubs, die sich beteiligt haben. Wir machen weiter, bringen weiterhin viele Solarlampen ins Land, denn der Bedarf ist groß. Ein Engagement für die Umwelt und damit auch für uns: jede Solarlampe über lifetime ersetzt einen Barrel Öl/jg

Freitag, 29. Juni 2018

Celle blüht auf



Tolle Idee, großartig umgesetzt
Eine Doppelseite in der Celleschen Zeitung bekommt man nicht geschenkt, dafür muss man was tun. Unzählige Leser der Celleschen Zeitung haben sich an der Aktion beteiligt und die ausgegebene Saatgut Mischung „Blühende Landschaft" in ihren Gärten aus gebracht. Das Ergebnis ist hübsch anzusehen, Bienen und Insekten freuen sich über das Nahrungsangebot von 41 Wild- und Kulturpflanzen, die nun blühen. Dafür wurden 25.000 Tütchen Saatgut kostenlos verteilt. Kindergärten, Schulen, Firmen und Vereine haben sich engagiert. Wir werden die gute Idee aufnehmen und aktiv weiter verbreiten. Schöne Aussichten für das kommende Frühjahr/jg

Dienstag, 26. Juni 2018

Gute Idee



„Der Lions Club Rheurdt/Niederrhein sagt Danke für Ihre Unterstützung"
Es ist leicht um Geld zu bitten – aber es ist nicht leicht, sich mit einer kleinen Aufmerksamkeit für eine Spende zu bedanken. Die darf nicht viel kosten (sonst macht es keinen Sinn) und sie soll nach Möglichkeit einen Nutzen für jeden haben. Ein Stück Schokolade zum Beispiel – oder eine Schachtel Streichhölzer. Die Mitglieder vom Lions Club Rheurdt am Niederrhein wann kreativ und erfolgreich. Mit ihrer Aktion haben Sie ein ganzes Dorf in Myanmar erleuchtet. Wir danken herzlich für die Unterstützung und freuen uns an der tollen Idee/jg

Sonntag, 24. Juni 2018

Bagan Plastic Campaign


Vor ein paar Tagen war ich zur Geburtstagsfeier der BPC eingeladen, die feierte ihr 4jähriges Bestehen. Ich konnte mehrere Verantwortliche kennenlernen. Dabei habe ich gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den Männern eine Zusammenarbeit mit der Moses Schule vorgeschlagen. Die Schulleiterin dort ist nämlich sehr am Umweltthema interessiert und würde sehr gerne die Abfalltrennung an der Schule einführen. Dazu muss natürlich der Plastikmüll bei der Schule abgeholt werden und da kommt dann die BPC zum Zug. Die Herren zeigten sich sehr aufgeschlossen der Idee gegenüber. In den vergangenen Jahren haben sie es bereits an mehreren Schulen ausprobiert aber es scheiterte letztendlich meistens an der Schulleitung und dem Bereitstellen des Mülls. Minmin und ich werden mit der Schulleiterin darüber sprechen und sie dabei unterstützen. Evtl. mit einem kleinen finanziellen Beitrag und den dafür notwendigen Containern. Die Herren der BPC werden zusammen mit MinMin an die Schule gehen und dort die Kinder zum Thema sensibilisieren. Heute Abend wollen wir das alles mit dem District Officer und dem District Educational Officer besprechen. Wir hoffen, dass wir deren Zustimmung dafür bekommen. Ich würde mir wünschen, dass in Zukunft Schulkinder am Einsammeln des Plastikmülls teilnehmen. Das ist im Moment wohl noch ein Schritt zu weit, aber wer weiß was aus dieser Aktion werden kann/Ursula

Mittwoch, 20. Juni 2018

Zwei Euro


Im Februar hatte die europäische Kommission den Restaurants in Europa vorgeschlagen, dass sie ein Glas Wasser kostenlos anbieten sollten: „Als nette Geste, wir zwingen sie nicht dazu." Nun gibt es in manchen Cafés das Wasser weiterhin kostenlos, in anderen muss man für ein Glas Leitungswasser einen Euro bezahlen, oder zwei. Für beide Seiten gibt es gute Argumente....

Wenn wir einen PAUL Wasserfilter an unsere Schulen bringen, gibt es mehr als ein Glas Wasser kostenlos für Kinder und Lehrer. Sauberes Trinkwasser ist die beste Voraussetzung, damit Kinder gut lernen können. Rund einen Cent kostet uns das pro Kind pro Tag.  Macht zwei Euro am Tag für 200 Kinder 😊

Dienstag, 19. Juni 2018

118 Flammenbäume

Ursula ist nicht nur für unsere Schulen unterwegs, sie interessiert sich auch für Ideen und Initiativen links und rechts des Weges. Weil wir seit über zehn Jahren in und um Bagan tätig sind, eröffnen sich für uns immer mehr Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Gestern haben Ursula und Min Min weitere 118 Bäume gepflanzt. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftunglife mit der Bagan Plastik campaign. Unser Ziel in diesem Jahr sind 1.000 Bäume - fast die Hälfte haben wir schon geschafft/jg

Sonntag, 17. Juni 2018

The Mastaba



Das neueste Werk des amerikanischen Verhüllungskünstlers Christo ist fertig. 7506 Ölfässer schwimmen als spektakulärer Hingucker auf einem See im Londoner Hyde Park. Das Werk ist 20 Meter hoch, 30 Meter breit und 40 Meter lang sein. "Ich freue mich, diese temporäre Außenskulptur in Großbritannien zu realisieren. Die Londoner „Mastaba" wird für die Öffentlichkeit frei sein. Keine Tickets, keine Reservierungen, keine Besitzer. Das Werk wird allen gehören, bis es wieder weg ist", sagte Christo anlässlich des Beginns der Bauarbeiten im April. Heute ist es fertig, zu besichtigen bis zum 23. September.

Hier noch eine kleine Anmerkung, falls Ihr Euch fragt, was das mit unserer Stiftung zu tun hat: die 1.000 Fässer, die auf diesem Foto zu sehen sind, entsprechen der Menge Diesel, die wir mit einer Wasser/Solaranlage in Myanmar einsparen. Zwei Anlagen laufen schon, die dritte ist im Bau. Das sind 3.000 Fässer. Die Kunstinstallation besteht aus insgesamt 7.506 Fässern/jg 

Sonntag, 10. Juni 2018

Was macht eigentlich Jerzy Wilk?

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Jerzy Wilk freut sich auf das Wochenende. Seit zehn Jahren kümmert er sich jeden Sonntagmorgen um „seine Kinder" im Kinderheim am Stadtrand von Yangon. Alle 120 Kinder kennt er beim Namen, kennt ihre Geschichten von zerrissenen Familien, von Hunger und Gewalt. Seit vielen Jahren sind wir uns menschlich und in verschiedenen Projekten verbunden. Jerzy unterstützt das Engagement der Stiftung in Myanmar und er beobachtet unser Miteinander hier mit Interesse und Ideen. Hier sind seine Anmerkungen zu unserem aktuellen Espresso :


Lieber Juergen,
das Teamtreffen ueber einen 2-3 taegigen Zeitraum finde ich sehr gut.
Man ist nicht unter Zeitdruck und kann auch persoenliche Gespraeche fuehren welche die Zusammenarbeit vertiefen. Und wenn es dann in einem Umfeld wie Foehr ist, um so besser. Der Kommunikationsaustausch von jungen Schuelern, sprich Kindern, ist eine tolle Sache und wird ueber die Zeit helfen solide Bruecken zu bauen. Die Anpflanzung von Baeumen ist generell wichtig, specially in der Trockenzone Bagan, Pakukko, Magwe. Hier finde ich, um einen Erfolg zu haben,  ist es wichtig das die Dorfgemeinschaft voll dabei ist und auch versteht warum diese Pflanzungen sein muessen.Im Rhakine, ausserhalb von Sittwe in Richtung der Muslimischen Doerfer ist viel abgeholzt, die Menschen brauchen einfach Feuerholz zum ueberleben. Wenn sich die politische Lage verbessert, und es alternativen fuer die muslimische Bevoelkerung gibt, wird es in allen Bereichen viel zu tun geben. Es faengt in den Kindergaerten an und mit den Gebaeuden leistet Die Stiftung eine gesunde Basis fuer die Weiterentwicklung der jungen Menschen in diesem Land. Um Deine Worte zu benutzen, Gut das es Euch gibt, noch besser das ich Euch kenne und hier und da helfen darf/kann. In diesem Sinne einen schoenen Sonntag aus dem sehr feuchten Yangon, Gruss Jerzy 

Samstag, 9. Juni 2018

Alles hat zwei Seiten


Früher hat man geschimpft, weil die Kinder und Jugendliche so viel vor den Fernseher gesessen haben. Seid alle ein Smartphone haben, hat sich das Problem fast erledigt. Heute geht es um die viele Zeit, die (nicht nur) Kinder und Jugendliche in sozialen Medien verbringen. Auch unsere Freunde in Myanmar sind täglich auf Facebook unterwegs. Auf Facebook sehen wir täglich, wo sie unterwegs sind und wie sich unsere Projekte entwickeln. Wie hier auf den Bildern, die Naing vor ein paar Tagen von der Verteilung der PAUL Wasserfilter gepostet hat. Danke Naing/jg

Donnerstag, 7. Juni 2018

Recycling ist gut...


...aber viel besser ist es, wenn wir Müll vermeiden. Als das winzige Ruanda vor zwölf Jahren beschloss, Plastiktüten zu verbannen, wurde es noch belächelt. Inzwischen hat sich sogar in Deutschland der Gebrauch von Plastiktüten in den letzten zwei Jahren halbiert: statistisch gesehen verbraucht jeder Deutsche 29 Kunststofftaschen im Jahr. Nun werden mehr Papiertüten genutzt. Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Richtig gut wird es erst, wenn wir ganz auf Einwegtüten verzichten und uns wieder daran gewöhnen, einen eigenen Einkaufsbeutel mitzunehmen. Auch wiederverwendbare Kaffeebecher sind möglich, wenn es „to go" sein soll. Auf Strohhalme könnte man ganz verzichten. Solche Dinge machen ein bisschen Mühe - und sind doch nichts gegen das, was Angelica versucht zu leben: ein Jahr ohne Müll! Voller Respekt schaue ich, wie die engagierte junge Frau (sie war eine unserer geförderten Studenten) sich für eine bessere Umwelt einsetzt. Vor ein paar Tagen wurde sie von der Universität Manila eingeladen, von ihren Erfahrungen zu berichten/jg 

Dienstag, 5. Juni 2018

Bäume pflanzen

Genau gesagt waren es 300 Bäume, die wir heute in Bagan gepflanzt haben. Nicht persönlich, aber immerhin haben wir diese Pflanzaktion finanziert. Min Min hat alles organisiert und seine Freunde von der Tour Guide Assoziation haben den Spaten in die Hand genommen. Dieser Aktion heute am weltweiten Umwelttag werden weitere folgen. 1.000 Bäume in und um Bagan sind unser gemeinsames Ziel für dieses Jahr. Finanziert wurde der Kauf der Bäume übrigens aus den Geldern, die wir in Myanmar von den Menschen für unsere Solarlampen bekommen. Damit verbinden wir voller Freude zwei Umweltprojekte, die den Menschen gut tun/jg

Montag, 4. Juni 2018

Ein Tag für die Umwelt


Dieses schöne Bild mit dem Zitat von Frau Ebner-Eschenbach habe ich am Frankfurter Flughafen fotografiert. So ein Flughafen ist ein guter Ort, um über Sinn und Nutzen des eigenen Handelns nachzudenken. Wieviel Gutes bewirken wir mit unseren Flügen nach Myanmar – und wie sehr belasten wir dabei die Umwelt mit unseren Flügen? Kann man das gegeneinander aufwiegen, oder muss man das gegeneinander aufrechnen? Tilman hat bei unserem Treffen auf Föhr eine fruchtbare Diskussion zu diesem Thema angestoßen. Das Ergebnis ist einfach und klar: nachdem alle Teammitglieder bereits auf eigene Kosten zu den Einsätzen fliegen (zum Beispiel für die Arbeit bei den Swimming Doktors) wird die Stiftung die CO2 Kompensation für diese Flüge bezahlen. Nach dem Atmosfair Klimarechner sind das 123 Euro für einen Flug Frankfurt- Yangon - Frankfurt in der Economy . Diesen Betrag geben wir für jedes Teammitglied pro Flug aus eigenen Mitteln für unsere Umweltprojekte. Gleich heute, am Welt Umwelttag, fangen wir damit an/jg

Samstag, 2. Juni 2018

Teamtreffen auf Föhr

Hier kommt das offizielle Gruppenfoto von unserem Treffen auf der Insel. Es waren drei wunderbare Tage voller Gastfreundlichkeit, Information und Inspiration. In ein paar Tagen gibt es die inhaltlichen Ergebnisse vollständig und in einem Protokoll zusammengefasst hier auf unserer Seite zu lesen. Soviel schon vorweg: das von Ahmad vorgestellte Projekt „Wir schieben Oma" ist so positiv aufgenommen worden, dass wir die Idee weitertragen wollen. Wer Zeit und Lust hat, sich dafür zu engagieren, ist herzlich willkommen. Und noch etwas: auf Anregung von Tilman wird die Stiftung in diesem Jahr alle Flüge von Teammitgliedern nach Myanmar klimaneutral stellen. Das passt gut zu den Themen Klima und Umwelt, in denen wir uns weiter engagieren wollen. Nicht nur in Myanmar, sondern auch vor unserer Haustür/jg

Montag, 28. Mai 2018

Ein Schluck Wasser


Es steckt eine Menge Arbeit drin, in so einem Schluck Wasser, bevor wir den genießen können. Frisch aus dem Bergquell, wie Heidi es getrunken hat, ist Wasser heute kaum noch verfügbar. Bei uns in Deutschland wirken sich Überdüngung und Massentierhaltung negativ auf das Grundwassers aus. Zuviel Nitrat verteuert die Aufbereitung des Grundwassers bei uns. Anders in der „Dry Zone" in Myanmar. Dort geht es um die Frage, wie man besten an Trinkwasser kommt. Am einfachsten geht das mit den Waterponds. Das sind natürliche (oder künstliche angelegte) Vertiefungen, in denen sich das Wasser in der Regenzeit sammelt. Ein stehendes Gewässer, wir würden sagen ein kleiner See. Aus ihm schöpfen die Menschen, so lange der Vorrat reicht. Jetzt, am Ende Trockenzeit, sind die meisten Waterponds leer.

Zuverlässiger ist die Versorgung durch Brunnen. Allerdings kostet das Brunnenbohren viel Geld, besonders wenn es in mehrere 100 Meter Tiefe geht. Für das Fördern des Wassers braucht man eine Pumpe - für die Pumpe einen Diesel Generator - und  für den Betrieb braucht man Diesel. Das kostet Geld im laufenden Betrieb.  Geld, das viele Familien nicht haben. Deshalb das Angebot der Stiftung: wir ersetzen den Dieselgenerator durch ein Solarfeld. Die Dorfbewohner sparen damit viel Geld und wir tun etwas für die Umwelt: jede Anlage ersetzt den Verbrauch von 5000 l Diesel pro Jahr/jg

Sonntag, 27. Mai 2018

Preisliste


Wir werden immer wieder mal gefragt, was denn unsere Projekte kosten. Hier eine kleine Übersicht. Anzumerken ist noch, dass wir jede Spende zu 100 Prozent für das Projekt einsetzen. Alle Nebenkosten wie Flüge, Hotels und Verwaltung werden von den Teammitgliedern privat bezahlt:

1.000 Euro, Support für ein Kind oder einen Student in Myanmar p.a

1.500 Euro, wenn wir 100 Kinder einen Nachmittag zu Roncalli bringen

2.500 Euro für ein Quest Seminar zur Lehrer- Fortbildung in Deutschland 

5.000 Euro für 500 Solarlampen in die abgelegenen Dörfer von Myanmar

9.000 Euro laufenden Kosten für einen Monat Swimming Doctors 3

10.000  Euro kostet ein Kindergarten oder eine Solar/Wasseranlage

20.000  Euro kostet der Bau einer Solar/Wasseranlage mit Wasserturm

30.000  Euro kostet der Bau von einem Schulgebäude mit Einrichtung

Donnerstag, 24. Mai 2018

Unser Klimakorb


Das Bienensterben bewegt die Menschen. Intensive Landwirtschaft, Verlust wichtiger Lebensräume und übermäßiger Einsatz von Insektiziden führen dazu, dass sie immer weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten finden. Die Auswirkungen sind dramatisch. 80% der weltweiten Pflanzen werden von Bienen bestäubt. Ohne Bienen keine Blumen, ohne Bienen keine Äpfel, Gurken, Blaubeeren und Zwiebeln. Verschwinden die Bienen, verschwindet mit ihnen unsere Nahrungsgrundlage. Deshalb wollen wir mit unserem Klimakorb auch für die Bienen spenden, genau gesagt für die Wildbienen. Die brauchen einen abwechslungsreichen Lebensraum. Den finden sie ausgerechnet in Städten und nicht in ländlichen Monokulturen. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für wildbienengerechte Grünflächen in deutschen Städten ein. Die Stiftung kümmert sich darum, dass in städtischen Parks nicht nur Gras, sondern auch Blühpflanzen für Wildbienen angepflanzt und Nistplätze geschaffen werden. Das unterstützen wir gerne, zumal wir durch Christian einen guten Kontakt zu dieser Stiftung haben/jg

Mittwoch, 23. Mai 2018

Eine Frage der Verantwortung


In Hamburg werden in diesen Tagen die ersten Schilder montiert. Ob dieser Weg sinnvoll ist, darf bezweifelt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Diskussionen um die Dieselfahrzeuge doch noch dazu führen, dass die Firmen zur Rechenschaft gezogen werden, die betrogen haben. Mit billiger Software Nachrüstung lässt sich das Problem der Euro 5 Diesel nicht lösen. Gemeinsam mit den Lions haben wir 250 Dieselfahrzeuge Euro 5 für die Tafeln auf den Weg gebracht. Für die Tafeln war das ein Glück. Dieses Glück soll aber auch für alle anderen Menschen verträglich sein. Deshalb werden wir uns an den Kosten einer Nachrüstung beteiligen, wenn die Automobilfirmen (in unserem Fall die Firma Ford) entsprechende Hardware Lösungen anbieten. Für uns ist das eine Frage der Verantwortung - es hat aber auch etwas mit dem vielgenutzten Begriff des „nachhaltigen Handelns" zu tun/jg

Dienstag, 22. Mai 2018

Mensch und Natur


Diese Karte zeigt den Verlust von Regenwald auf der Insel Borneo. Auf den gerodeten Flächen wurden Palmölplantagen angelegt. Diese Plantagen und das Palmöl sind wieder gut für die Umwelt noch für die Verbraucher. Für das billige Fett, dass die Industrie aus den Früchten der Ölpalme gewinnt, zahlen wir einen hohen Preis. Lasst uns auf den Kauf von Produkten verzichten, in denen Palmöl verwendet wird und weiter Bäume pflanzen: jeden Tag zehn Stück/jg 

Samstag, 19. Mai 2018

Gute Frage


Ist das, was wir tun gut und richtig?
Früher reichte es zu sagen, dass wir Gutes tun. Heute ist die Frage erlaubt, ob das zu beweisen ist. Gemessen an internationalen Standards liegt die Qualität von deutschen Projekten oft nur im mittleren Bereich. Die Schlüsselkriterien für eine Bewertung liegen bei: Relevanz, Effektivität, Effizienz, und Nachhaltigkeit.  Wir werden uns mit diesem Thema beschäftigen. Bis zum Ende des Jahres werden wir unsere eigenen Projekte nach diesen Kriterien bewerten - und diese Bewertungen jährlich aktualisieren. Die Ergebnisse werden wir hier auf der Seite vollständig veröffentlichen/jg

Freitag, 18. Mai 2018

Unser Klimakorb


Ehre und Anerkennung für 67.000 Kinder und Jugendlichen, die bei Plant-for-the-Planet aktiv sind. Mit ihrem Motto Motto „Stop talking. Start planting." haben die Jugendlichen viel bewegt. Wir unterstützen diese Energie mit 10 Euro pro Tag aus unserem Klimakorb. Für das Geld werden jeden Tag 10 Bäume gepflanzt. Der Fortschritt ist auf unserem Baumzähler zu sehen. Jeder kann etwas fürs Klima tun. Der Durchschnitts-CO2-Ausstoß eines Deutschen beträgt 12 Tonnen im Jahr. Das entspricht jährlich 24 Bäumen, denn jeder Baum, der in Yucatán gepflanzt wird, bindet im Laufe seines Lebens 500 kg CO2. Mit zwei Milliarden Bäumen jährlich könnten wir Deutschland klimaneutral machen. Klimaneutralität bedeutet, dass unsere Emissionen kompensiert werden. Das ist noch nicht der Weg in eine perfekte Welt, aber es ist ein guter Anfang/jg

Sonntag, 13. Mai 2018

Gut investiert

Die beiden jungen Damen, die hier auf dem Bild zu sehen sind, waren einmal Studentinnen in unserem Förderprogramm. Nach Abschluss ihres Studiums haben die beiden einen guten Job als Bauingenieure bekommen. Im Auftrag einer NGO helfen Sie, ländliche Strukturen zu entwickeln. In ihrer Freizeit unterstützen Sie uns mit ihrem Wissen bei der Suche nach den richtigen Dörfern für unsere Wasser/Solarprojekte. Hier erklären Sie gerade den Dorfbewohnern, wie das funktioniert. Noch schauen die Herren etwas kritisch. Ganz begeistert sind sie, wenn Sie gehört haben, wie viel Geld sie sparen werden, wenn wir mit den Dieselgenerator durch Solarenergie ersetzen. „Klaus 3" wird unser drittes Sola/Wasserprojekt in der Gegend südlich von Bagan/jg

Paul in Myanmar

Dank einer Spende vom Hilfswerk der Lions haben wir wieder 25 Paul Wasserfilter in Myanmar zur Verfügung. Die meisten gehen an unsere Schulen, damit die Kinder sauberes Trinkwasser bekommen. PAUL = portable aqua unit for lifesaving. Das Besondere an diesen Wasserfilter ist, dass er ohne Strom und ohne Chemie arbeitet. Nur durch die Schwerkraft wird das Wasser durch ein sehr feines Membransystem gepresst. Heraus kommt trinkt Trinkwasser, dass zu 99,99 % sauber ist. Entwickelt wurde dieses Wunderding von der Uni Kassel. Die ersten der 25 Filter wurden in den letzten Tagen im Delta verteilt – hier im Bild unser Mitarbeiter Naing, der für die Swimming Doctors und für unsere unsere Delta Projekte zuständig ist/jg

Freitag, 11. Mai 2018

Schöne Bilder



Min Min verteilt in diesen Tagen 5.000 Solarlampen in den Dörfern rund um Bagan – während Naing weitere 5000 Solarlampen im Delta verteilt, auf der Route der Swimming Doctors. Diese 10.000 Lampen sind Teil der Aktion „100 Lampen für 100 Dörfer" zum 100jährigen Bestehen der Lions. Clubs aus ganz Deutschland und Freunde der Stiftung haben dieses Umweltprojekt unterstützt. Wir haben die Lampen für zehn Euro pro Stück in China eingekauft. Von den glücklichen Empfängern (im Bild zu sehen) bekommen wir drei Euro pro Stück. Das Geld geht auf unser  maintenance Konto, damit finanzieren wir Reparaturen, Batteriewechsel und Recycling/jg 

Samstag, 28. April 2018

Es ist ja so bequem...

Heute Morgen in München:
Auf dem Marienplatz wirbt ein überdimensionaler Cafébecher für den bewussten Umgang mit den Ressourcen. Zehn Minuten später dann bei Starbucks am Hauptbahnhof ein Blick ins wirkliche Leben: die fünf Menschen vor mir nehmen ihren Coffee „to go". Das ist Lifestyle, das ist cool, bequem und spart Zeit. Schade für die Umwelt/jg

Freitag, 27. April 2018

Still enlived


Der Umgang mit Angelica, meiner Studentin auf den Philippinen, ist auch immer ein kleiner Englischkurs für mich. Was heißt denn „…you left me still enlived?"
Ich musste nachschauen, hab mich gefreut über die Aussage - und ein bisschen nachgedacht. Die erfrischende Wirkung beruht auf Gegenseitigkeit. Mit ihrem Einsatz für eine bessere Welt engagiert sich die junge Lehrerin so wunderbar, dass sie uns allen ein Vorbild sein kann: auf den Philippinen genauso wie hier in Deutschland. Denken wir sonst über die Vorbildfunktion des Mentors nach, so bietet sich in diesem Fall an darüber nachzudenken, dass eine Studentin auch Vorbild für ihren Mentor sein kann. Hier ist die Mail von Angelica über ihren Vortrag zum Thema Müllvermeidung bei der Wahl der „Miss Philippine Earth" :

Dear Jürgen, it has been four months since we last seen each other and the words you left me are still enlived. I have been enjoying my zero waste journey now and slowly transitioning to everything sustainable. Some days ago, April 23, I am privileged to share a bit of my journey to the contestants for Ms. Philippines Earth about Zero Waste Lifestyle. There, I shared the 6Rs to Zero Waste that I have been following for some months now. I am very happy that they became interested of the advocacy and would like to re-echo them in their community. At first I thought that I am not making a difference at all since I am alone but I realized that we are all in a basin of water. Tapping that water with our forefinger is our action. The ripple that it creates is the impact that we make. I realized that no matter how big or small the ripple we create, we still make a difference. Best regards from warm Manila, Angelica

Freitag, 20. April 2018

Heute Morgen in Frankfurt/1

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Heute hatte ich das Glück von einem Morgenspaziergang mit Sonnenschein am Main entlang. Auf dem Weg zum Bahnhof lese ich nachdenklich die „Clean Facts" und denke an das schöne Geld und an die vielen Bäume, die wir in diesem Jahr pflanzen wollen. Tausend Stück mindestens/jg

Heute Morgen in Frankfurt/2

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Heute hatte ich das Glück von einem Morgenspaziergang mit Sonnenschein am Main entlang. Auf dem Weg zum Bahnhof lese ich nachdenklich die „Clean Facts" und denke an die Plastikflaschen, die wir sammeln: die Plastikdeckel werden in Deutschland gesammelt für „ein Leben ohne Kinderlähmung", eine Rotary Initiative. In Myanmar recyceln wir Plastikflaschen. Aus dem Rohmaterial werden dort Wandverkleidungen hergestellt/jg

Heute Morgen in Frankfurt/3


Heute hatte ich das Glück von einem Morgenspaziergang mit Sonnenschein am Main entlang. Auf dem Weg zum Bahnhof lese ich nachdenklich die „Clean Facts" und denke an den leckeren Espresso heute Morgen. Die Nespresso Kapseln sind ein Irrweg. Wie hoch mag der Müllberg sein, den unsere Bequemlichkeit jeden Tag damit produziert?

Sonntag, 15. April 2018

Über Bienen

Die EU Kommission hat für diesen Monat eine Abstimmung über die Verwendung von Neonicotinoide angekündigt. Mit dem Nervengift werden in der Landwirtschaft Schädlinge bekämpft. Das Pflanzenschutzmittel gilt allerdings auch als Mitverursacher für das Bienensterben. Wer hätte gedacht, dass die Bienen volkswirtschaftlich betrachtet zu den drei wichtigsten Nutztieren in Deutschland gehören? Rund 2.000.000.000 Euro macht die Bestäubungsleistung der Bienen alleine in Deutschland aus. Ohne Bienen gäbe es viel weniger Obst, Gemüse und Feldfrüchte. Ob wir die Leistung der Bienen in Deutschland mit menschlicher Arbeit ausgleichen können, wie hier auf dem Foto aus China, darf bezweifelt werden/jg

Samstag, 14. April 2018

Über Wasser

Der Mensch braucht das Wasser zum Leben, aber er achtet es nicht - jedenfalls dort, wo (scheinbar) genügend Wasser zur Verfügung steht. Wie auf dem Classic Golf Club in Palm Springs. Der ohnehin trockene Südwesten der USA erlebte seit 2014 die wärmsten drei Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Hitze zerstörte rund 100.000.000 Bäume. In Südafrika herrscht Wasser Notstand und die Meeresspiegel steigen. Da sind unsere kleinen Wasserprojekte in Myanmar wohl nicht mehr ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wer sich für das Thema interessiert: in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung gibt es eine ausführliche Betrachtung über die ungesunde Beziehung der Menschen zum Wasser zu lesen/jg

Mittwoch, 11. April 2018

Happy Wasserfest


Wer in diesen Tagen in Myanmar unterwegs ist, der wird nass. Das ist sicher. Das fröhliche Rumspritzen zum Ende des burmesischen Jahres hat Tradition. Aller Schmutz wird abgewaschen, damit einredet sauber ins neue Jahr gehen kann. Das bei dieser Wasserspritzerei hauptsächlich die anderen nass werden, ist wohl beabsichtigt und erhöht den Spaß bei allen Beteiligten, wie auf dem Foto zu sehen ist. Mit auf dem Foto zu sehen ist PAUL, unser Wasserfilter, den Timm und ich gerade ausliefern wollten. Ist schon ein paar Jahre her. Heute beginnt das Wasserfest in Myanmar. Mindestens eine Woche lang wird das ganze Land im Ausnahmezustand sein. Dann beginnt das neue Jahr. Nach der burmesischen Zeitrechnung schreiben wir ab Sonntag das Jahr 1380/jg

Dienstag, 27. März 2018

Voller Ernergie


1886 gelang es Charles Brown und Walter Boweri in der Schweiz erstmals, elektrischen Strom durch Kupferdrähte über weite Distanzen zu transportieren. Fünf Jahre später erteilte die Stadt Frankfurt den beiden den Auftrag, eine Leitung nach dem 175 Km entfernten Wasserwerk in Lauffen am Neckar zu ziehen und zu beweisen, dass sich Strom auch über sehr weite Strecken transportieren lässt. Brown und Boweri nahmen die Herausforderung an. Mit 75 Prozent Wirkungsgrad waren sie sensationell erfolgreich.

An der Technik liegt es also nicht, wenn 132 Jahre später noch immer viele Gegenden auf dieser Welt ohne Strom sind. Es liegt am Geld. Geld, das gebraucht wird um Kraftwerke und die entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Ob das Geld noch gut angelegt ist in den herkömmlichen Technologien? Heutzutage ist Energieerzeugung auch dezentral möglich, besonders in den Ländern, dir so viel Sonne haben, wie Myanmar. Was wir mit unseren kleinen Solarlampen und Solar Wasserpumpen zur Freude der Menschen in die Dörfer bringen, lässt sich auch in größerem Stil entwickeln/jg

Montag, 26. März 2018

Bäume pflanzen

Ein paar Baumpflanz Aktionen haben wir schon finanziert, besonders in den ersten Jahren der Stiftung. So sind alte Obstsorten wieder in Celler Gärten gekommen - neu angelegte Radwege begrünt - und Pflanzaktionen in Schleswig-Holstein möglich geworden. In diesem Jahr wollen wir selbst Hand anlegen: erst mit unserem ganzen Team, später dann gemeinsam mit den Freunden der Stiftung, werden wir Bäume pflanzen. Das ist ein konkreter Beitrag für ein besseres Klima und zu unserer eigenen Freude. Im Herbst ist die beste Pflanzzeit, bis zur Umsetzung haben wir also noch ein bisschen Zeit - Zeit zur Vorfreude/jg

Samstag, 24. März 2018

Ein Waterpond

Ein Waterpond ist ein kleiner See, der natürlich vorhanden ist oder künstlich angelegt wird. In der Regenzeit füllt sich der See ist zum Rand. Die Menschen schöpfen ihn dann im Lauf der Monate leer. Der Waterpond ist ihre Trinkwasserversorgung. Manche Dörfer haben auch einen Brunnen, sind also auf den Waterpond nicht angewiesen. Trotzdem nutzen die Dorfbewohner lieber das Wasser aus dem Pond, denn das gibt es umsonst. Für das Wasser aus dem Brunnen muss jeder etwas bezahlen, damit wird Diesel gekauft für den Generator. Der ist notwendig, um das Wasser hochzupumpen, manchmal aus 400 Meter Tiefe. Gestern haben wir „Klaus 2" gestartet, unser zweites Projekt, in dem der Generator durch Solarenergie ersetzt wird. Die Menschen sind dankbar für diese Hilfe, denn jetzt in der Trockenzeit ist Wasser an allen Ecken knapp. Hier stehen wir* vor einem leeren Wasserpond. Davon habe ich viele gesehen, als wir gestern unterwegs waren, südlich von Bagan in der „Dry Zone"

* gestern hat uns Aung Naing begleitet (hier auf dem Foto leider nur von hinten zu sehen) einer unserer Alumni. Vor ein paar Jahren haben wir ihm sein Studium als civil engineer ermöglicht. Er hat das Studium abgeschlossen und einen gut bezahlten Job gefunden. In seiner Freizeit berät er uns nun bei der Suche nach geeigneten Projekten in der Region, in der er sich gut auskennt. Was für eine Freude/jg

Sonntag, 18. März 2018

Ablasshandel


Der Ablass ist in der katholischen Kirche eine Tat, um Gottes Gnade zu erlangen nach einer begangenen Sünde. Im 15. und 16. Jahrhundert hatte es sich eingebürgert, dass man den Ablassmit Geld kaufen konnte. Es war eine beliebte Methode: den Gläubigen wurde gesagt, dass sie damit die Zeit im Fegefeuer verkürzen können. Auch wenn die Angst vorm Fegefeuer nicht mehr drückt, das schlechte Gewissen holt uns manchmal ein: wenn wir die Klimaanlage anstellen oder mit dem Auto fahren, obwohl das Ziel auch mit der Bahn zu erreichen wäre. Für alle, die sich Sorgen um unser Klima machen, gibt es CO2 Zertifikate. Sie sind der Ablasshandel unserer Zeit. Wer es ein bisschen konkreter mag, spendet bei uns ein paar Solarlampen: jede Lampe ersetzt über lifetime einen Barrel Öl. Wir kümmern uns um die Abwickelung und Verteilung - ab tausend Euro mit Foto, Nachweis und Zuordnung der Lampen in ein bestimmtes Dorf in Myanmar. Das wunderbare Foto ist von Markus Dlouhy. Die burmesische Beschriftung auf der Lampe sagt „Ruf uns an, wenn die Lampe nicht geht". Wir wechseln dann den Akku und sorgen dafür, dass der verbrauchte Akku entsorgt und recycelt wird/jg




Samstag, 17. März 2018


Angelica war „meine" Studentin auf den Philippinen. Vor einem Jahr hat sie ihr Studium abgeschlossen und angefangen als Lehrerin zu arbeiten. Sie ist eine engagierte Lehrerin, die ihre Kindern für Mathe und Geschichte interessieren möchte - und für die Welt, in der wir leben. Angelika träumt von einer plastikfreien Welt. Bei meinem Besuch hat sie mir einen Strohhalm aus Metall geschenkt. „Den kann man leicht einstecken. Überleg mal, wie viel Strohhalme jeden Tag weggeworfen werden, nachdem sie nur ein einziges Mal gebraucht wurden." Angelika hat sich dieses Jahr ein hohes Ziel gesetzt, sie möchte 365 Tage ohne Einweg Plastik auskommen. Ihre Schüler machen mit. Eine wunderbare Initiative in einem Land, dass aus 7.000 Inseln besteht. Zwischen den Inseln schwimmen Plastikinseln im Meer, die größer sind als manche Insel/jg

Montag, 12. März 2018

Was machen Jan und Jürgen ?


Die beiden bereiten unseren Auftritt bei den Lions in Leipzig vor. Jürgen (rechts im Bild) war schon mit dabei, als wir uns im letzten Herbst in Stuttgart auf einem Kongress präsentiert haben. Neu im Team ist Jan. Als Lions Mitglied* weiß er, wie die Lions fühlen und was sie wollen. Bei dem neuen Motto „100 Jahre Lions...und dann?" liegen die Schwerpunkte bei Wasser und Klimaschutz. Das passt perfekt zusammen mit den Wasser/Solaranlagen, die wir zur Zeit in Myanmar bauen. Diese Anlagen bringen den Menschen sauberes Wasser (besonders in Verbindung mit dem PAUL Wasserfilter) und senken den Dieselverbrauch, ein perfekter Beitrag für den Klimaschutz. Dieses Zukunftsprojekt wollen wir in Zusammenarbeit mit den Lions voranbringen/jg 
* Mitglied im Lions Club München Opera

Sonntag, 11. März 2018

Zu viel Liebe ?

Heute Abend werden in Berlin die Träume eingepackt, die ITB ist zu Ende. Vier Tage lang wurde um Touristen geworben, auch wenn manche Strände schon längst überfüllt sind. Urlauber suchen ein authentisches Erlebnis und zerstören dabei, was sie lieben. Wie viele Besucher verträgt Mallorca? Wie viele Besucher vertragen Venedig, Barcelona und Florenz. Reisen war einst das Privileg der Adligen. In diesem Moment, während Du diese Zeilen liest, sind eine Million Menschen in der Luft. Mehr als 30 Millionen Touristen kamen im letzten Jahr allein nach Thailand. Nach Myanmar kamen keine 2 Millionen. Menschenleere Strände wie hier im Bild der Ngapali Beach sind zu einem Luxusgut geworden. Mit kluger Strategie und den richtigen Investitionen in die Umwelt kann man Paradiese erhalten. Wir arbeiten daran: ein paar hundert Meter entfernt von diesem schönen Strand wird in diesem Jahr unsere zweite Plastik Recycling Anlage ihren Betrieb aufnehmen/jg

Samstag, 10. März 2018

Eine Frage der Verantwortung



Gestern haben wir 22.000 Euro überwiesen für den Kauf von zwei Kühltransportern. Die beiden Fahrzeuge gehen an die Traunsteiner- und die Höchberger Tafel, sie haben die Euro 6 Norm. Das ist der (noch unbefriedigende) Standard. In absehbarer Zeit werden Fahrzeuge mit der neuen Euro 6d Norm auf den Markt kommen. Bei den Fahrzeugen wird die Emission dann im Fahrbetrieb gemessen. Kleiner Blick zurück: im Jahr 2005, mit Einführung der Euro Norm 4 haben wir die ersten Kühltransporter für die Tafeln finanziert. Manche dürften davon noch im Betrieb sein, die meisten haben ihre Arbeit getan und sind verschrottet. Der größte Anteil der Fahrzeuge, die wir in den letzten 13 Jahren gemeinsam mit den Lions für die Tafeln auf den Weg gebracht haben, haben die Euro Norm 5. Die meisten dieser (geschätzt) 200 Fahrzeuge sind noch in Betrieb. Der Aufwand, diese Fahrzeuge sauber zu machen, ist relativ gering. Fachleute rechnen Kosten von 2.000 bis 3.000 Euro für eine entsprechende Hardware Nachrüstung. Für uns ist klar, dass wir uns an den Kosten beteiligen werden - gerne wieder zusammen mit den örtlichen Lions Clubs. Sobald die entsprechenden Voraussetzungen da sind, werden die Tafeln und die Lions Clubs entsprechende Angebote von uns bekommen/jg

Dienstag, 27. Februar 2018

Fahrverbote


Gefreut habe ich mich, als ich diese Werbung für eine eine Reise mit der MS Europa das erste mal sah. Fünf oder sechs Jahre ist das her. Wir hatten zu der Zeit eine Kooperation mit Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, haben nette Reisen gemacht und viele Menschen kennengelernt. Wir waren glücklich, alles war schön. Heute kann ich mich nicht mehr so unbeschwert freuen. Die Hochglanzprospekte locken noch immer mit schönen Bildern, aber die Schattenseiten werden immer deutlicher: Kreuzfahrtschiffe fahren meist mit Schweröl. Ein großes Schiff wie die. "Harmony of the Seas" verbraucht 150 Tonnen pro Tag und pustet 450 kg Feinstaub aus den Schornsteinen - genau so viel wie 21 Millionen VW Passat an einem Tag in die Luft pusten. Wenn es heute ein Urteil zu möglichen Fahrverboten gibt, dann sollten die großen Dreckschleudern auf den Meeren auch gleich stillgelegt werden. Oder man lässt sie sauber fahren, die Technik dafür gibt es für Schiffe genau so wie für Dieselfahrzeuge/jg

Samstag, 17. Februar 2018


Man könnte ja ruhig mal fragen, an wem es liegt, dass so viel Dreck aus dem Auspuff kommt - nicht nur bei Autos, auch bei den Kreuzfahrtschiffen. Im Vergleich zu Schiffsmotoren sind Dieselfahrzeuge geradezu sauber. Auf hoher See wird Schweröl verbrannt, auf Flüssen sind weder Filter noch Katalysatoren üblich. Es ist die Sache der Politik, Rahmenbedingungen festzuschreiben und zu kontrollieren. Natürlich entschuldigt das nicht den Betrug von VW, Audi und Co, aber die Politik hat es den Betrügern zu leicht gemacht und wir, die Verbraucher, sind auf bunte Werbeversprechen hereingefallen. Beim nächsten Urlaub und beim nächsten Autokauf sollten wir einen Blick auf die Umweltbilanz werfen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken/jg

Mittwoch, 14. Februar 2018

Vom Müll zum Rohstoff



Jeder schimpft über den Plastikmüll, aber ganz entgehen können wir ihm wohl nicht. „Bewusstes Handeln" ist das Zauberwort, dass einiges verändert, wenn wir uns darauf einlassen. So habe ich mich daran gewöhnt, einen Einkaufsbeutel in der Jackentasche zu haben. Kein Problem, in der kalten Jahreszeit habe ich immer eine Jacke dabei, muss nur an den Beutel denken. 

Für unser neues Plastik Recycling Projekt in Myanmar sind wir ein Stück weiter gekommen: in Ngapali konnten wir einige Hotels für unsere Idee begeistern. Bald werden die ersten gelben Tonnen aufgestellt und eine Mülltrennung eingeführt - zumindest in Plastikmüll und Restmüll. Für die Menschen ist das ein kleiner Anfang, für uns ist es eine große Hilfe beim Einsammeln des Rohstoffs/jg