Gesellschaft

„Du bist das, was deine Gesellschaft ist.“
Lord Chesterfield, englischer Staatsmann und Schriftsteller
Die Tafeln
Während manche Menschen mit jedem Cent rechnen müssen, werden viele gute Lebensmittel weggeworfen. In fast tausend deutschen Städten sorgen 60.000 freiwillige Helfer für den Ausgleich: sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die beim Bäcker ...weiterlesen
Wir schieben Oma
Die Flüchtlinge aus Syrien haben viel deutsche Hilfsbereitschaft zu spüren bekommen, als sie hier ankamen. Jetzt geben diese Menschen etwas in unsere Gesellschaft zurück: sie gehen in Seniorenheime und leisten den alten Menschen Gesellschaft. ...weiterlesen
Klimaausgleich
Natürlich können auf Trump schimpfen, können bewusster leben, auf manche Autofahrt verzichten, vielleicht sogar auf manchen Flug. Aber wenn wir unser Leben nicht grundsätzlich verändern wollen, bleibt nur eine vernünftige Möglichkeit: ...weiterlesen
Aktuelles von den Tafeln, den Omas und zum Klima
Stiftunglife - Gesellschaft

Montag, 18. November 2019

Feiern und pflanzen



Wir pflanzen jede Stunde einen Baum 🌳 Stiftunglife.de

Unser Engagement für die Umwelt wirkt bis in unsere bunten Eröffnungsfeiern. Wo früher bunte Luftballons aufstiegen, da werden nun Bäume gepflanzt. Das ist zugegeben nicht ganz so farbenfroh spektakulär, aber deutlich besser für die Umwelt. Die Fotos hat uns Tina aus Bagan geschickt, sie sind von der Eröffnung der Rotary SolarWasseranlage letzte Woche. jg



Naing und Min Min



Unser Schuldorfswimmingdoctors Team

Die beiden waren nicht dabei, gestern bei unserer großen Feier in München – und waren doch dabei, durch ein schönes Bild im Überraschungsbilderbuch. Dieses Foto vom Teamtreffen in Starnberg hat mir ganz besonders viel Freude gemacht. Auch wenn die beiden an verschiedenen Standorten arbeiten - Naing im Delta und Min Min in Bagan - sind sie ein gutes Team geworden. Ihre Aufgaben gehen längst über den Bau von Schulgebäuden hinaus: Wasserfilter, Solarlampen, Kindergärten und Bäume stehen auf der Wunschliste der Dorfbewohner. Unsere beiden Projektleiter fragen nach, überlegen und vermitteln uns was wichtig ist. Dann geht es an die Organisation der Projekte, an Pflege und Erhalt. Gestern Abend haben wir ein großes Glas auf ihr Wohl getrunken. Zwei von vier Mitarbeitern, ohne die unsere Projekte in Myanmar nicht halb so schön wären. jg

Montag, 11. November 2019

Gute Idee



Schenken ist eine Freude, die man abonnieren kann

Bei der Oper gibt es Glück und Leid im Abo.  Dallmayr lockt mit einem Käse Abonnement und für den eleganten Herrn gibt es dunkle Socken im Abo. Da wollen wir nicht nachstehen und bieten ab sofort Bäume im Abonnement an. Zum eigenen Vergnügen, oder zum Verschenken. Natürlich gibt es auch eine schöne Urkunde 😊

Unser kleines Abonnement entspricht den hinteren Reihen in der Oper. Für 90 Euro im Jahr pflanzen und pflegen wir jeden Monat einen Obstbaum. 

Unser mittleres Abonnent 
entspricht der guten Mitte im Opernhaus. Für 360 Euro im Jahr pflanzen und pflegen wir jede Woche einen Obstbaum.

Unser großes Abonnent
ist vergleichbar den besten Plätzen in der Oper und persönlicher Begrüßung durch den Dirigenten. Für 2.500 Euro im Jahr pflanzen und pflegen wir jeden Tag einen Obstbaum. 

Die schönsten Obstbäume werden in Deutschland, Spanien und Myanmar nur dann Früchte tragen, wenn es genügend Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge gibt. Deshalb legen wir mit jeden Baum, den wir pflanzen, auch 20 m² Blühwiesen für Bienen und Schmetterlinge an. jg

Samstag, 9. November 2019

Saturday for future



Wir pflanzen jede Stunde einen Baum
Manchmal sogar, wie hier auf dem Foto, unter fachlicher Anleitung eines Försters. Wer glaubt, dass Jugendliche nur Freitags demonstrieren gehen, sollte sich mal die Schüler der Gesamtschule Ehestorfer Weg anschauen. Die haben am Samstag den Spaten in die Hand genommen und Bäume gepflanzt. Begleitet wurden sie dabei von engagierten Lehrern und Eltern. Wir sind ganz glücklich, dass wir dieses jugendliche Engagement unterstützen dürfen - und freuen uns über jede weitere Schule, die sich bei uns meldet: wir unterstützen solche Baumpflanz Projekte gerne mit Rat und Tat. jg



Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen. 
Charlie Chaplin, der große Diktator, Rede des Friseurs

Das Strafrecht ließ bis in die 70er Jahre Milde walten, wenn es um Mundraub ging. Wer aus persönlicher Not Lebensmittel stahl, um sie aufzuessen, konnte mit mehr Nachsicht rechnen als der normale Dieb. Das war der letzte Ausläufer einer biblischen Mildtätigkeit. Das Containern ist der Mundraub des 21. Jahrhunderts. Meist ist es nicht akuter Hunger, der Menschen dazu bringt, Lebensmittel aus Abfallbehälter  zu klauben - es ist ein legitimes Mittel, um Staat und Gesellschaft auf diesen Überfluss aufmerksam zu machen. Der Gesetzgeber könnte Regeln erlassen, nach denen unverkaufte Lebensmittel an die Tafeln weitergegeben werden müssen. In Frankreich, Italien und Tschechien gibt es bereits entsprechende Gesetze. jg

Freitag, 8. November 2019

Friday’s for future


Nun ist Greta auch in Myanmar angekommen. 

Min Min hat mir gerade den Artikel aus der Myanmar Times geschickt. Natürlich ist es im goldenen Land (noch) nicht so, dass jetzt die Schüler auf die Straße gehen - aber durch den Bericht in der Zeitung entstehen Fragen. Auch in Myanmar gibt es Menschen, die sich über den Klimawandel Gedanken machen. Mit unseren Baumpflanz Aktionen und den Solaranlagen sind wir mitten im Thema - und das schon seit einigen Jahren. Was für ein Glück, dass wir mit Min Min und Naing Ansprechpartner vor Ort haben, die uns bei diesen Umweltprojekten mit viel Engagement unterstützen. Nicht nur Freitags 😊 jg

Donnerstag, 7. November 2019

Wo ist denn Jacqueline?



Versteckt unter all den Kindern

Wahrscheinlich war der Besuch des Kinderheims die größte Freude ihrer Reise. Jacqueline hat gestrahlt, als die „ihr Kind" in die Arme nehmen konnte. Genauso ist es Britta ergangen, als sie diese Tage „ihr Kind" besucht hat. Freude und Neugier sind auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt. Wer das Talent hat mit den Kindern zu spaßen und zu spielen, gewinnt schnell ihre Herzen. Im Gehen fragt man sich als Pate, wer denn hier der Beschenkte ist. Für drei Euro am Tag bekommt ein Kind von uns die Chance auf eine glückliche Zukunft. jg

Dienstag, 5. November 2019


Wir machen das einfach! Ami Dose

Drei Jahre nach ihrem Tod ist sie noch immer present - Annemarie Dose hat die Hamburger Tafel weit über ihren Tod hinaus geprägt. Heute hat sich die Tafel mit einer festlichen Veranstaltung im Ernst Deutsch Theater bei ihren 120 ehrenamtlichen Helfern bedankt, bei Spendern und Sponsoren. Der erste Bürgermeister der Stadt Hamburg würdigte die Leistung der Helfer:

40 Tonnen Lebensmittel werden jede Woche eingesammelt und an 67 soziale Einrichtungen in Hamburg verteilt. 

Mats Regenbogen, erster Vorsitzender des Vereins, hier im Bild, lebt die Idee seiner Großmutter weiter. Wir gratulieren von Herzen und freuen uns am Erfolg der Idee - die Hamburger Tafel hat auch mein Leben und die Arbeit der Stiftunglife vielfältig bereichert. jg

Montag, 4. November 2019

Wie funktioniert eigentlich das gläserne Konto?



Mit einem Blick aufs Konto hat man alle notwendigen Informationen. Die Idee zum gläsernen Konto entstand vor zehn Jahren. Als ich Mark Zum ersten Mal davon erzählte, hat er interessiert geschaut und sich an die Arbeit gemacht. Herausgekommen ist eine vereinfachte Einnahmen und Ausgaben Rechnung. Die Kontobewegungen werden dafür tagesaktuell von unserem Sparkassenkonto übernommen und den verschiedenen Projekten zugeordnet - gleichzeitig wird die Spendenquittung erzeugt. 

Ein großes Dankeschön an Dörte Hoepfner, die sogar im Urlaub dafür sorgt, dass das unser gläsernes Konto immer auf dem neuesten Stand ist. 

Zum Beginn des neuen Jahres wollen wir soweit sein, dass sich jede Spende vom Spender bis ins Ziel verfolgen lässt, wie ein DHL Paket. Unsere Spender sollen wissen, wann und wieviel von ihrem Geld im Ziel angekommen ist. Eigentlich ganz einfach, oder? jg

Richtfest


Ein kleines Stück der Stiftung

Ist mit dabei, wenn heute der Richtkranz in Celle weht. Die Stiftung hat den größten Teil des Grundstockvermögens in Immobilien investiert und das ist gut so. Während mit klassischen Geldanlagen kaum noch eine Rendite zu erwirtschaften ist, liegen wir jährlich bei Erträgen zwischen 4 und 5 Prozent. Ein großes Dankeschön an Sven, der sich um die Entwicklung und den Erhalt unserer Immobilien kümmert. jg

Freitag, 1. November 2019

Diese Ehre will sie nicht



Der einzige Preis, den wir wollen, ist eine gute Zukunft Greta Thunberg

Der nordische Rat (das höchste politische Forum der nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen, Island und Finnland) hatte es gut gemeint, aber Greta Thunberg lehnte den ihr zugedachten Umweltpreis ab. Sie bedankte sich für die Ehre der Auszeichnung. Dann sagte sie: „Die Klimabewegung braucht keine weiteren Preise. Wir brauchen Politiker und Regierungen, die endlich der neuesten Wissenschaft zuhören. Wir leben in Ländern, welche die Möglichkeit hätten, viel zu tun, aber sie tun im Prinzip noch nichts.. Der einzige Preis, den wir wollen, ist eine gute Zukunft." 

Sonntag, 20. Oktober 2019

Freude und Verantwortung



Oft wird der Wunsch an uns herangetragen...

..das Kinderheim zu besichtigen, dass wir in Yangon unterstützen. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie weit wir diesem Wunsch folgen können. Deshalb haben wir gemeinsam mit den verantwortlichen Personen vor Ort folgende Guideline entwickelt:

1. Kinder sind keine Sehenswürdigkeiten, die besichtigt werden können. Deshalb organisieren wir die Besichtigung des Kinderheims nur für die Freunde der Stiftung, die eine Patenschaft für ein Kind übernommen haben.

2. Für den Besuch des Kinderheims bitten wir um vorherige Anmeldung.

3. Besuche bitte nur in Begleitung einer uns und den Kindern bekannten Person, zum Beispiel Naing oder Khu Khu.

4. Es ist in Ordnung, wenn man Bilder mit "seinem Patenkind" machen möchte -ansonsten bitten wir das Fotografieren im Kinderheim auf das Nötigste zu beschränken und die Persönlichkeitsrechte der Kinder zu respektieren. 

5. Direkte Kontakte zwischen dem Paten und dem Kind sind nicht erwünscht (im Gegensatz zu unserer Studenten Programm, da gibt es direkte Kontakte) bitte immer Renate mit einbeziehen.

6. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – aber bitte wirklich nur kleine Geschenke für das Patenkind. Größere Geschenke nach Absprache, was benötigt wird, bitte nur für das ganze Kinderheim und damit auch für alle Kinder. jg

Samstag, 19. Oktober 2019


Guter und nicht so guter Tourismus

Um die große Lücke auszugleichen, die durch fehlende europäische Touristen entstanden ist, wurde die Visa Freiheit für chinesische Touristen eingeführt. Aber die Rechnung geht nicht auf. Chinesischen Touristen kommen mit Bussen und übernachten in einfachen Gästehäusern. Es fehlen die individuellen Reisenden im Land, Menschen die in schönen Hotels übernachten, die sich in der Vielfalt burmesischer Kultur umschauen, gut Essen gehen und einen Guide an ihrer Seite haben. Nie war das Reisen in Myanmar so einfach und preiswert wie heute. jg

Myanmar ganz vorn


Eine Umfrage in 126 Staaten hat untersucht, wo die großzügigsten Menschen leben. Die Ergebnisse sind überraschend. Die aktuelle Studie hat das untersucht. Die Ergebnisse der Langzeitbefragung zeigen Überraschendes: In vielen Ländern, in denen große Not herrscht, ist die Bereitschaft zu geben groß. Dies wird in den Spitzenplatzierungen deutlich. Unerwartet belegt Myanmar Platz 2 des Rankings, obwohl das Bruttoinlandsprodukt des Landes unter dem von Kambodscha und dem Sudan liegt.
Auf Platz 1 landet die USA. Nirgendwo sonst werden Spenden so gebraucht, um Dinge am Laufen zu halten, die anderswo der Staat übernimmt. Die Oper oder die Obdachlosenhilfe, Museum oder Universität: Alle bekommen nur wenig oder gar keine öffentliche Hilfe. Deutschland schafft es im Ranking auf den 18. Platz. Laut Umfrage spenden rund die Hälfte der Bürger Geld oder helfen anderen Menschen in Not - jeder Vierte engagiert sich ehrenamtlich. Spiegel online

Samstag, 12. Oktober 2019

Große Freude


„Kleinvieh hat macht auch Mist" sagt der Volksmund

Seit zwei Jahren sammeln Lucia und Felix (beide in der Mitte des Bildes mit der Urkunde) von ihren Gästen einen Dollar ein, wenn sie im Restaurant essen. Zwei Dollar sind nicht viel, wenn man zu zweit 100 Dollar ausgibt für ein Abendessen im besten Restaurant in Myanmar. Im Laufe eines Jahres haben sich diese vielen kleinen Beträge summiert: gestern haben uns Lucia und Felix mit ihrem Team 20.000 Dollar übergeben. Wir dürfen das Geld für unsere Schulen verwenden, für Wasserprojekte und für die Swimming Doctors. Vielen Dank 🙏 

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Fridays for Future


Was für ein Glück, dass uns die Kinder dieser Welt nachhaltig darauf aufmerksam machen, dass es nicht reicht übers Klima zu reden. Es muss gehandelt werden. Das geht ganz einfach, wenn man sich dafür entschieden hat. Bei uns fing es im Frühjahr an mit der Planung einer Baumpflanzaktion. Inzwischen sind 10 weitere Pflanzprojekte dazu gekommen, in Alicante, Myanmar und auf der Insel Mallorca. Alle Projekte sind so angelegt, dass ein Freund der Stiftung vor Ort ein Auge drauf hat. So können wir das Wachstum der Bäume im Auge behalten. Ziel für das Jahr 2019 sind 8760 Bäume. Wenn wir das schaffen, haben wir jede Stunde einen Baum gepflanzt. Wir finanzieren diese Projekte durch die Spenden, die wir als Klimaausgleich für die Stiftung (und als persönlichen Klimaausgleich) erhalten. Unsere Kinder und Enkelkinder werden dankbar sein. jg

Dienstag, 8. Oktober 2019

Kleine Freude


Anna wollte in den großen Ferien etwas für die Stiftung tun. 
Das ist dabei herausgekommen: ein Kartenset für die Freunde der Stiftung. Dafür hat Anna deren persönliches „Wort des Jahres" erbeten. Die Rücksendungen wurden von ihr nett gestaltet und als Kartenset an alle Beteiligten zurückgeschickt. Hier im Bild ganz obenauf Brittas „Bienenparadies" Da freuen sich nicht nur die Bienen 🐝 

Sonntag, 6. Oktober 2019


Die ersten Spenden für klimaneutrale Stiftungsarbeit sind eingegangen
Vielen Dank an alle, die unsere Idee aufgenommen haben. Gute Vorbilder sind besser als alle Ratschläge, mögen sie auch noch so klug formuliert sein 🙂

Freitag, 4. Oktober 2019

Was macht eigentlich Madhavi ?


Wir gratulieren herzlich

Dr. Madhavi Reddy ist Augenärztin. In Indien geboren und aufgewachsen, nach dem Studium mit ihrem Mann in die USA ausgewandert. Das Paar hat drei erwachsene Kinder, der Sohn Samir war mit unserem Meet & Greet in Myanmar unterwegs. Sie lebt mit der Familie in Brownsville Texas und arbeitet dort in einer eigenen Praxis. Vor vielen Jahren sind wir uns zum ersten Mal in Bagan begegnet - das Treffen ein paar Jahre später in der Hotelhalle in Addis Abeba war zufällig, mit großer Freude auf beiden Seiten. Madhavi war zu der Zeit als Operateurin im Einsatz auf einem Eye Camp in Äthiopien. Solche ehrenamtlichen Einsätze macht sie jedes Jahr. Gemeinsam haben wir uns das Augen/Brillenprojekt angeschaut, das wir zu der Zeit unterstützt haben. Dabei ist dieses Foto entstanden. Madhavi ist unserer Stiftung sehr verbunden, sie unterstützt ein Mädchen in unserem Kinderheim in Yangon. Grund für diesen Eintrag ist eine außergewöhnliche Ehrung: vom SEE International wurde sie gerade ausgezeichnet als „Humanitarian of the year 2019" wir gratulieren herzlich. jg

Land des Lächelns


Birma, Birma, Myanmar - das goldene Land hat viele Namen
Ich nenne es am liebsten „Land des Lächelns".  Das die Menschen so freundlich auf uns, die Fremden, zukommen macht den Aufenthalt so leicht und angenehm. Wenn jeder, der als Gast hier herkommt, dieses Lächeln in seinen eigenen Alltag mitnimmt, wird unser Leben viel besser. Am besten nicht nur heute, am Tag des  Welttag des Lächelns 🙂

Dienstag, 1. Oktober 2019

Rückblick in den Süden


Die Stille der Berge genießen
Ein Tag nach dem Treffen der Hamburger Runde kamen die Freunde der Stiftung im Süden zusammen. Dieses Mal nicht bei Jan zu Hause, sondern bei Peter in den Bergen. Das Sillberg Haus ist immer ein schöner Platz für gute Gespräche. Für alle die Interesse haben, hier schon mal der Termin für die nächsten Treffen: die Hamburger Runde trifft Dich bei Udo am 21. März – und die Münchner Runde am 22. März bei Jan. jg

Rückblick in den Norden


Die Zeit fliegt vorbei
Ist schon zwei Wochen her, das erste Treffen der Hamburger Runde - hier im beim gemeinsamen Besuch der eindrucksvollen Ausstellung im Bucerius Forum. Danach gab es einen kleinen Spaziergang zum Ballindamm und ein Treffen bei Udo Kronshage. Die Treffen der Hamburger und der Münchner Runde dienen dazu, Menschen miteinander zu verbinden – und sie sind Ideengeber, Feedback und Meinungsmacher der Stiftung. Vielen Dank an alle, die sich daran beteiligt haben. jg

Montag, 30. September 2019



Heute vor 30 Jahren

Die Gründung einer Stiftung fällt nicht vom Himmel. Es gibt eine Geschichte und in diesem Fall auch eine Vorgeschichte (zu lang, um sie hier zu erzählen) Sven und ich, wir waren jedenfalls der Meinung, dass wir mit unseren Immobiliengeschäften genügend Geld verdienen, um davon etwas abzugeben: an Menschen, die aus den verschiedensten Gründen nicht so gut über die Runden kommen. Es war für uns nicht vorhersehbar, dass die Entwicklung der Stiftung uns selbst do gut tun würde. Viele gute Ideen, Impulse und glücklichen Begegnungen der letzten Jahre sind durch die Stiftung zu uns gekommen. Heute vor 30 Jahren wurde die Gründungsurkunde bei einem Notar in Hannover unterzeichnet. Die Bekanntmachung der Bezirksregierung erfolgte eine einige Monate später. jg


Samstag, 28. September 2019

Auf dem Weg nach Myanmar


Das Foto habe ich gerade aus China bekommen, der kleine Lastwagen ist auf dem Weg zum Hafen von Shanghai. Dort werden die Kartons in einen Container verladen. In den Dörfern rund um Bagan (und im Delta) warten die Menschen schon auf die neuen Lampen. Soweit die gute Nachricht, über die wir uns alle freuen.

2.000 neue Solarlampen 

Der Kauf dieser Solarlampen wurde im Wesentlichen durch eine Daimler Spende finanziert. Ganz korrekt gesagt: durch eine Spende von Daimler Mitarbeitern, die vom Unternehmen verdoppelt wurde - gerade darin liegt das Problem. Anfang des Jahres haben wir bereits der Robert Bosch Stiftung mitgeteilt, dass wir kein Geld haben möchten von Unternehmen, die in den Diesel Betrug verstrickt sind. Das gilt nun auch für Daimler. Die juristische Aufarbeitung dieser Vergehen dürfte noch einige Zeit dauern. Wir möchten unsere Zusammenarbeit bis zum Abschluss dieser Verfahren aussetzen. Die Pflege der Robert-Bosch Schule in Bagan (die wir von der Myanmar-Stiftung übernommen haben) werden wir mit eigenen Mitteln fortführen - das Solarlampen Projekt auch. jg




Diese Erleuchtung spart Geld

Die Solarlampen, die wir nach Myanmar bringen, werden in den Dörfern mit Freude erwarte. 5.000 Kyat gibt jeder, der eine Lampe bekommt. Da Geld kommt in unsere Gemeinschaftskasse. Damit reparieren wir Brunnen, Pumpen, Türen und Fensterscheiben an den Schulgebäuden....und was sonst so alles an Kleinigkeiten anfällt. jg


Freitag, 27. September 2019

Heute ist Welt Tourismus Tag



Ein lachendes und ein weinendes Auge

Als Thomas Cook im Juli 1841 die erste Pauschalreise organisierte, ging es recht spartanisch zu. Die Bahnfahrt 3. Klasse ohne Sitzgelegenheit, in offenen Waggons wurde nicht zum Geldverdienen organisiert, sie sollte die Menschen hinaus an die frische Luft bringen. Im Reisepreis waren neben Hin- und Rückfahrt ein Schinkenbrot und eine Tasse Tee enthalten. Zwei Jahre später organisierte Cook Reisen nach Liverpool, Schottland und zur Weltausstellung nach London. Im Mai 1861 ging es dann nach Paris. Erstmals waren bei dieser Reise die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung im Preis inbegriffen. Damit nahmen Pauschalreisen ihren Anfang. Wer die weitere Entwicklung des Massentourismus sehen möchte, soll sich den Bettenburgen in der Türkei und an Spaniens Stränden ansehen. Vielleicht ist es ein Zufall, vielleicht ein Zeichen des Wandels, dass Thomas Cook nun pleite ist.

Die Lufthansa preist „Asien ab 499 Euro" an. Ob so ein Preis mit unserem wachsenden Klimabewußtsein zu vereinbaren ist? Die Zahl der Reisenden, die ihre Flüge kompensieren, ist noch immer sehr überschaubar. Auch wir müssen uns als Stiftung überlegen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf unsere Reisen nach Myanmar haben wird. Flüge kompensieren oder besser reduzieren? Ich fange mit dem besten Weg an, dem Reduzieren. Ab sofort gibt es für mich nur noch zwei Asienflüge pro Jahr. Gut wenn die so günstig sind, dann habe ich mehr Geld zum kompensieren. jg

Samstag, 21. September 2019

Münchner Freuden


Einladung ins Zelt

Heute wird die 186. Wiesn in München geöffnet. Wer in diesen Tagen eine Einladung ins Zelt erhält, rechnet mit einem Besuch im Bierzelt. Meine Gäste waren überrascht, als ich sie stattdessen in ein Zirkuszelt führte. Das war im Oktober 1976. André Heller und Bernhard Paul versprachen „Die größte Poesie des Universums, den Zirkus als Gesamtkunstwerk". Sie haben Wort gehalten. Ich war so fasziniert, dass ich am nächsten Abend wieder im Zelt saß. 43 Jahre später, im Oktober 2019 kommt der Cirkus Roncalli wieder nach München - und wir werden wieder ins Zelt einladen. Dieses Mal begleiten uns viele Kinder aus armen Familien. Seit zehn Jahren haben wir dafür eine Kooperation mit dem Cirkus Roncalli. Christian kümmert sich bei und um die Abstimmung der Besuche mit Eltern, Schulen, Lions und den Tafeln. Pic wird uns nicht mehr mit Seifenblasen faszinieren, zeitgemäß gibt es nun einen Elefanten als Hologramm in der Show. jg

Freitag, 13. September 2019

Konzert Tipp



Diesen Sonntag um 15 Uhr im Isartal

Wer an diesem Wochenende noch nichts vor hat, dem empfehlen wir (nicht ganz uneigennützig) ein Sonntagskonzert auf Burg Schwaneck in Pullach. Sanfter Jazz, groovender R'nB und eingängiger Pop, die Konzerte sind Futter für die Seele. Der a capella Chor begeistert durch musikalische Qualität und Leidenschaft. Mit den Erlösen des Benefizkonzerts wird die Anschaffung eines medizinischen Geräts für die Swimming Doctors finanziert. Karten für 25 Euro gibt es direkt vor Ort oder unter Telefon 089 99 73 79 57

Mittwoch, 11. September 2019



Wir bauen Solaranlagen, legen Blühwiesen an und pflanzen Bäume. Jeder kann diese Projekte unterstützen, indem er seinen Flug bei uns kompensiert. Es geht ganz einfach in drei Stufen:

25 Euro in Deutschland - 50 Euro in Europa - 100 Euro Interkontinental


Gerechnet in der Economy, für Business Flüge verdoppelt sich der Betrag. Wir versprechen, dass jeder Euro direkt und zu 100 Prozent in die oben genannten Klimaprojekte geht. Auf unserer Spendenseite könnt ihr die Flugkompensation direkt anklicken https://www.stiftunglife.de/onlinespenden.html Machen wir uns nichts vor, mit diesem Geld können wir das Klima nicht retten, aber es ist ein konstruktiver Beitrag. 16 Freunde der Stiftung sind mit guten Beispiel voran gegangen und haben unser Angebot schon genutzt. jg

Dienstag, 10. September 2019

Wir wissen nicht, wie der München-Vorteil bei der Sparkasse aussieht – aber die „Geld zurück Garantie" der Stiftunglife können wir mit wenigen Worten erklären: wenn ein Spender mit der Verwendung seiner Spende nicht zufrieden sein sollte, bekommt er sein Geld zurück. Diese Garantie ist privat verbürgt von den beiden Stiftungsgründern Sven Raap und Jürgen Gessner. jg

Freitag, 6. September 2019

Trees for Future



Wir pflanzen jeden Tag 11  Bäume
Manchmal auch zwölf 🌳🌳🌳🌳🌳🌳🌳🌳🌳🌳🌳 

Fehlte nur noch der richtige Name für unser Programm. Den haben wir nun gefunden, auch wenn nicht alle damit glücklich sind. "Ich finde die Pflanzhelden trotzdem besser!" murmelte Udo nachdem das Ergebnis unser Umfrage bekannt wurde. "Das ist eben Demokratie, Opa, dass wir uns nun mit "Trees for Future" anfreunden." bemerkte Enkeltochter Esther trocken. Vielen Dank an 100 Freunde der Stiftung, die uns bei der Namensgebung geholfen haben. 60 Stimmen gingen an an den Siegertitel - die restlichen 40 Stimmen ziemlich ausgeglichen auf die beiden anderen Vorschläge. jg

Ökologischer Fußabdruck



Andrea liebt das Reisen.


Gleichzeitig liegt ihr die Umwelt sehr am Herzen. Mit ihrer vegetarischen Lebensweise hält sie ihren ökologischen Fußabdruck im Bereich Ernährung auf einem erträglichen Maß. Mit ihren Flugreisen macht sie ihn im Bereich Mobilität und Konsum kaputt. (Für eine individuelle Berechnung gehe etwa zu www.fussabdruck.de). Was also tun? Andrea ist hin und her gerissen, ist sie doch neugierig auf die Welt, weiss aber auch zugleich, dass Flüge die Umwelt stark belasten. In diesem Jahr hat sie einen Kompromis mit sich selbst geschlossen. Sie ist geflogen und hat einen Teil von Afrika entdeckt. Dafür hat sie bei atmosfair den Betrag errechnet, mit dem sie diesen Flug "ausgleichen" kann. In den nächsten Tagen wird sie diesen Betrag an die Stiftung überweisen, damit diese Bäume pflanzt. Hier weiss sie, dass ihr Geld in guten Händen ist. Dies rettet nicht die Erde, ist aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Wie haltet ihr es mit Flugreisen? ab

Dienstag, 3. September 2019



Noch schnell, bevor in zwei Tagen die neue ZEIT am Kiosk liegt, ein Blick in die aktuelle Ausgabe. Dort wird aufgezeigt, dass der Klimawandel Herausforderung ist und Chance. Klima könnte das größte Geschäft des 21. Jahrhunderts werden – gerade für die Deutschen, die vor 20 Jahren schon einmal führend waren bei der Umweltpolitik und der Umwelttechnik. Das Land der Ingenieure und Exporteure, der Mülltrenner und Waldschützer könnte ganz vorne mitmischen. Aber wenn uns der Mut fehlt, dann wird uns Amerika zeigen wie es geht. Dann werden wir als Zuschauer verfolgen, wie neben dem Silicon Valley ein Climate Valley am Pazifik entsteht. jg

Montag, 2. September 2019


Unser Kind braucht einen Namen

Klima und Umwelt werden nun auch in Deutschland zu Schwerpunktthemen. Mit 160 Hektar Blühwiesen für Bienen und Schmetterlinge haben wir in diesem Jahr angefangen (das setzen wir im kommenden Jahr fort) mit Bäumen machen wir weiter. Wir pflanzen in Deutschland, Spanien und Myanmar. Besonders gerne pflanzen wir Obstbäume, die passen gut zu unserem Engagement für die Bienen. Gepflanzt wird mit Kommunen und Förstern, privaten Initiativen und Schulklassen. Engagierte Menschen nehmen den Spaten in die Hand und wir bezahlen die Rechnung für die jungen Bäume. Manchmal auch die Brotzeit für fleißige Hände. Das Projekt braucht noch eine Identifikation. Im Augenblick stehen drei Begriffe zur Auswahl:

Pflanzhelden   oder   Trees for Future   oder   pflanzen, pflegen, pflücken

Schreibt uns bis Ende des Monats per Mail, Facebook oder Instagram welcher Begriff Euch besser gefällt - oder überrascht uns mit eigenen Vorschlägen: info@stiftunglife.de

Freitag, 30. August 2019


Land in Sicht

Zwei Wochen nach Beginn der Atlantiküberquerung hat Greta Thunberg New York erreicht. Bei durchwachsenen Wetter wurde sie von Segelbooten der Vereinten Nationen begrüßt. In den kommenden Monaten stehen Klimaproteste und Konferenzen auf ihrem Programm. Auch Gespräche in Washington sind geplant – allerdings nicht mit Präsident Trump, der den Klimawandel mehrfach in Abrede gestellt hat. jg

Mittwoch, 28. August 2019

Warum wir zur Sparkasse gehen


Alte Liebe rostet nicht sagt der Volksmund

Natürlich liegt es auf der Hand, dass wir ein Konto bei der Sparkasse haben, denn Sven hat dort gelernt (ist schon ein paar Jahre her). Aber die Erinnerung an die guten alten Zeiten ist nicht unsere Geschäftsgrundlage. Es sind die persönlichen Ansprechpartner, die wir schätzen – und die kommunale Einbindung der Sparkasse. Ohne die Förderung aus dem Sparkassenfond würden die freiwillige Feuerwehr, die Tafel, das Theater und mancher Sportverein kaum über die Runden kommen. Während die Deutsche Bank Kunstsammlungen pflegt, die auf den Vorstandsetagen zu sehen sind, investieren in die Sparkassen satzungsgemäß einen Teil ihrer Erträge in das Gemeinwohl. Das passt zu uns 😊 jg

Dienstag, 27. August 2019

Roncalli in Lübeck


Wieder 150 glückliche Kinder 👍


Ausgewählt über die Lübecker Tafel freuten sich 150 Kinder aus armen Familien über eine wundervolle Nachmittagsvorstellung direkt neben dem Holstentor. Ein Sommertag mit 1.500 Zuschauern und 50 Artisten und Clowns, ein Erlebnis, das gerade auch Kindern, deren Eltern ihnen das nicht ermöglichen können, unendlich viel Freude bereitet. Diese Freude bestätigt uns darin, hier - zusammen mit Roncalli - das Richtige zu tun. Und die Tournee ist noch nicht zu Ende. Nach Mönchengladbach, Aachen, Hamburg und Lübeck geht es weiter nach Hannover, München und Bremen. In Hannover werden 150 Kinder aus einer Grundschule in einem sozialen Brennpunkt zur Vorstellung kommen, zusammen mit ihren Lehrern. So wird aus dem Zirkusbesuch zusätzlich noch ein gemeinsamer Ausflug, ein gemeinsames Erlebnis, etwas, worüber die Klassen auch im Unterricht noch sprechen können. cs

Montag, 26. August 2019

Alte Autos in Celle


Was ihr nicht mit Lust tut, gedeiht euch nicht. William Shakespeare

Ja, wir sind voller Begeisterung für unsere Projekte vor der Haustür und in Myanmar. Wir engagieren uns mit Lust für unsere Studenten und die Swimming Doctors, das spürt man im ganzen Team. Vor lauter Begeisterung übersieht man dabei gelegentlich die Freude der Menschen, die sich für andere Themen interessieren. Am Wochenende gab es viele hundert blankgeputzte Oldtimer in Celle zu sehen. Kam man mal mit dem einen oder anderen Eigentümer ins Gespräch, konnte man all die Begeisterung spüren, mit der diese Autos gehegt und gepflegt werden. jg

Bäume pflanzen


Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 30 Jahren. 
Die zweitbeste Zeit ist heute. Afrikanische Weisheit

Bäume pflanzen ist ziemlich einfach: man geht ins Garten Center, sucht sich aus, was gefällt und geht zur Kasse: 29 Euro könnten auf dem Kassenzettel stehen. Dann geht man nach Hause (fahren ist wohl realistischer) und nimmt den Spaten in die Hand. 

Die Alternative
Man spendet bei einem der großen Anbieter und hofft, dass die versprochenen Bäume in Mexiko, Borneo oder im Regenwald gepflanzt werden. So richtig Nachprüfen kann das keiner. Kostet einen Euro pro Baum, oder zwanzig, die Preisspanne ist enorm. 

Der Mittelweg
Wir pflanzen nur dort, wo wir* selbst vor Ort ein Auge auf unsere Bäume werfen. Damit gewährleisten wir den nachhaltigen Bestand. Das Pflanzen von 300 Bäumen kostet 2.700 Euro (im Durchschnitt neun Euro pro Baum) mit Anwachs- und Pflegegarantie. 

* Dörte kümmert sich in Celle um die Obstbäume. Min Min bringt Bäume in die Dörfer rund um Bagan. Auf Mallorca schaut Ulrich nach den Orangenbäumen. In Spanien hat Alex ein Auge auf die Olivenbäume. Durch verschiedene Regionen bekommen wir die Vielfalt der Baumsorten und unterschiedliche Pflanzzeiten: im Frühjahr in Spanien, im Sommer (der Regenzeit) in Myanmar und im Herbst in Deutschland. Dem Baum auf dem Foto habe ich vor 30 Jahren in Celle gepflanzt. Jetzt freue ich mich jeden Tag, wenn ich ihn sehe. jg

Samstag, 24. August 2019

Datenschutz


Welche Daten werden gespeichert?
Wir versichern hier ganz offiziell, dass alle persönlichen Daten von Spendern bei der Stiftung auf einem eigenen Server in Celle gespeichert werden – und auch nur so lange, wie es den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten einer ordentlichen Buchhaltung entspricht, das sind zehn Jahre. Wir geben keine Daten weiter, wir kaufen- und verkaufen keine Daten. Nach Ablauf von zehn Jahren werden die Daten bei uns gelöscht. Zugriff auf diese Daten haben innerhalb der Stiftung nur die Projektleiter, die Datenverarbeitung und die Buchhaltung. jg

Freitag, 23. August 2019

Fridays for Future



„Während der Ferien haben in Hamburg genau so viele Schüler gestreikt, wie während der Schulzeit." Luisa Neubauer

Greta Thunberg kennt jeder, aber auch bei uns gibt es Jugendliche, die für die Sache brennen. Die 24 jährige Studentin ist das deutsche Gesicht der „Fridays for Future" Bewegung. Heute Vormittag war sie auf der Demo in Hamburg, heute Abend mit einem  beeindruckenden Interview auf 3 nach 9



Nachgerechnet



Als Kind habe ich mich an den schönen Himmelsstreifen erfreut. Inzwischen weiß ich, um die schädliche Seite des Fliegens. Es wäre besser, wenn wir alle weniger fliegen würden. Aber das scheint unrealistisch zu sein. Derzeit wird viel über den zweitbesten Weg diskutiert, die Kompensationen von Flügen. Mittwochabend hat Herr Spohr im "Heute Journal" stolz verkündet, dass man bei der Lufthansa Flüge klimaneutral reisen kann. Wir haben für den Flug   München - Yangon - München   die gängigen Kompensationsangebote nachgerechnet. In der Economy Class kostet uns das gute Gewissen 

bei der Lufthansa  21 Euro  -  bei MyClimate  70 Euro  -  bei Atmosfair  101 Euro

Die Wegstrecken sind mit 16.400 km bei allen drei Anbietern gleich, die Angaben zu den Emissionen reichen allerdings von 1,1 to bei der Lufthansa bis zu 4,4 to bei Atmosfair. Die Kosten für eine Tonne CO2 berechnen die drei Anbieter auf der Basis des Europäischen Emissionshandels mit rund 25 Euro pro Tonne. Zur Erreichung der Pariser Klimaziele sind allerdings 50 Euro pro Tonne notwendig. Die Kostenschätzung der Fachleute aus dem Bundes Umwelt Ministerium liegen bei 180 Euro pro Tonne. Noch schwieriger wird der Kostenvergleich, wenn man die Umsetzung des Geldes in CO2 reduzierende Projekte betrachtet. Wer welche Bäume zu welchem Preis über andere Organisationen wo pflanzen lässt, ist kaum nachvollziehbar. Woran soll man sich orientieren?


Mittwoch, 21. August 2019

Drei Anmerkungen




Die absurde Gleichzeitigkeit von Kreuzfahrtschiffen und Flüchtlingsbooten auf dem Mittelmeer
Venedig liegt an der Spitze, nur noch übertroffen von Civitavecchia mit 793 Kreuzfahrt Schiffsankünften in diesem Jahr. Der italienische Innenminister hat nichts dagegen, dass die großen Pötte die Stadt kaputt machen - die Schiffe bringen Geld ins Land, koste es was es wolle. Herr Salvini sorgt dafür, dass ihm die kleinen Schiffe nicht in die Quere kommen - Flüchtlinge machen viel Schwierigkeiten kosten Geld. Im Titelthema vom Spiegel kommen gleich zwei Problemfelder zusammen: der zunehmende Kreuzfahrt Wahnsinn und die Unfähigkeit der EU, eine menschliche Flüchtlingslösung zu finden. 

Drei Gründe, warum wir uns zu diesem Thema melden:
1. Von 2010 bis 2015 hatten wir eine Kooperation mit den Hapag Lloyd Kreuzfahrtschiffen. Wir waren gerne an Bord, haben den Hauch der großen weiten Welt genossen und bei den Gästen für unsere Projekte geworben. Unser Bewusstsein für die negativen Seiten der Kreuzfahrtindustrie war zu der Zeit noch nicht erwacht. Sorry...

2. Als Stiftung sind wir auch ein Teil der Gesellschaft. Das Schicksal der Flüchtlinge berührt uns, auch wenn es immer weniger Menschen geworden sind, die übers Mittelmeer kommen.. Die Chancen auf eine humane europäische Lösung können nur wachsen, wenn wir den Rechten und den ganz Rechten keine Stimme geben. 

3. Die negativen Folgen des Tourismus sind auch dort zu spüren, wo Menschen mit dem Flugzeug reisen. Wir gehören dazu, viele Stiftungsprojekte sind nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Dass wir in zehn Jahren noch so unbeschwert nach Myanmar fliegen (mit einer Klimabelastung von 6 Tonnen pro Person und Reise) wage ich zu bezweifeln. Ab sofort werde ich meine (klimakompensierten) Reisen nach Myanmar von vier auf zwei pro Jahr beschränken. jg

Sonntag, 18. August 2019

Wetten Das



Karlheinz Böhm hatte das Glück Frank Elstner zu treffen.
Am 16. Mai 1981 war Karlheinz Böhm bei "Wetten, dass..?" zu Gast. Der Abend verändert sein Leben. Die Zuschauer kannten den Schauspieler von den Sissi Filmen. Es war die dritte Ausstrahlung von „Wetten Das" mit dem Moderator Frank Elstner und Karlheinz Böhm wettete, er werde es nicht schaffen, dass "jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben österreichische Schilling für Menschen in der Sahelzone spendet". Zwar gewann er die Wette (es gelang nicht) aber dennoch kamen 1,2 Millionen DM zusammen. Es war der Grundstein für seine Hilfsorganisation „Menschen für Menschen"

Ich hatte das Glück, Karlheinz Böhm zu treffen. 
Das war im Herbst 1981, nach der Rückkehr von seiner ersten Äthiopienreise. Ich war beeindruckt, wollte auch helfen und er gab mir die Gelegenheit. Dass sich so ein Handeln für einen selbst auszahlt, kam mir später bei den Worten von einem Freund in den Sinn „Je mehr ich gegeben habe, desto mehr habe ich zurückbekommen". Der Satz hat sich für mein Leben bewahrheitet. Die Stiftung hat mich mit vielen interessanten Menschen zusammen gebracht, gestern Abend mit Frank Elstner. Er hat damals den Mut, die ungewöhnliche Wette von Karlheinz Böhm in seiner Sendung zuzulassen. jg


Freitag, 16. August 2019




20 % ignorieren den Klimawandel

70 % reden viel

10 % handeln


Natürlich können die 10 % nicht die Welt retten - aber sie können mit gutem Beispiel vorangehen. Erfahrungsgemäß bringt das mehr, als viele kluge Ratschläge.


Fridays for future


Greta auf dem Weg nach New York

Die erste zwei Nächte auf dem Atlantik hat sie überstanden. Das Innere der Yacht, mit der sie unterwegs ist, ist karg. Vier einfache Kojen gibt es an Bord: eine für Greta, eine für ihren Vater und eine für einen Filmemacher. Die beiden erfahrenen Profisegler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi teilen sich eine Koje. Die Überfahrt ist kein Zuckerschlecken. Im September möchte Greta am UN Klimagipfel in New York teilnehmen und an der Klimakonferenz in Chile. Die emisionsfreie Reise dorthin ist eine PR Aktion. Das ist gut so, denn emisionsbelastete Klimakonferenzen hat es genügend gegeben. Weitere Konferenzen macht nur Sinn, wenn sie messbare Ergebnisse produzieren. Das war in der Vergangenheit nicht der Fall. Jetzt treibt eine 16-jährige Schülerin und eine mobilisierte Jugend die Politik vor sich her. Auch das ist gut, denn die etablierten Parteien haben es jahrelang versäumt,  notwendige Veränderungen einzuleiten. „Jetzt reicht kein Pillepalle mehr" hat Frau Merkel gesagt. Ob sie das aus Sorge ums Klima sagte, oder mit Blick auf schwindende Wählergunst, mag offen bleiben. Wichtig ist, dass etwas passiert. Nicht 2030, sondern jetzt. Wir dürfen Greta und ihren Freunden für Ihr Engagement danken, sie haben schon viel erreicht. jg

Mittwoch, 7. August 2019

Der Siegel schöner Schein




Viele NGOs und Stiftungen glänzen mit Siegeln und Zertifikaten.

Gelegentlich komme ich mir etwas schmucklos vor in dem, was wir tun. Die Gründe, warum wir bis heute kein DZI Spendensiegel beantragt haben, sind schnell aufgezählt: das Siegel ist teuer und unvollständig. Aktuell prüfen wir eine Zertifizierung unserer Umweltprojekte nach dem internationalen Gold Standard. Die begehrte Medaille ist so gut, das damit sogar CO2 Zertifikate gehandelt werden können. Leider ist die Prüfung zeitaufwändig und so teuer, dass sich unsere WasserSolarprojekte um mindestens 25 % verteuern würden. Das passt nicht zu uns. Wir werden unsere Projekte wohl weiterhin mit glänzenden Augen, aber ohne ohne glänzende Medaillen anbieten. jg

Montag, 5. August 2019

Der Geldverteiler



Seit Oktober 2013 sitzt Herr Luger von Montags bis Donnerstags 9 bis 14 Uhr in seinem Container in der Salzburger Innenstadt und verteilt das Geld von Spendern an Bedürftige. Wer Geld hat, liefert es bei ihm ab. Wer Geld braucht, holt es sich. So einfach ist das oder besser gesagt: so einfach könnte es sein. "Das Problem ist, dass die Menschen nicht wissen, wann sie genug haben", sagt Luger. "Ich müsste viel mehr Spenden bekommen, wenn ich mir ansehe, wie viel Geld die Menschen in Salzburg haben." Rund 200.000 Euro hat er schon verteilt und damit Hunderten Menschen geholfen. Null Verwaltungskosten. Eine Erfolgsgeschichte, für die wir uns Nachahmer wünschen. Das Buch „Der Geldverteiler vom Mirabellplatz" ist im Tectum Verlag erschienen. jg

Samstag, 3. August 2019




Es gibt eine gute Alternative zu Google: wir empfehlen die Suchmaschine, die Bäume pflanzt. Bei einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest landete Ecosia direkt nach Startpage und Google auf Platz drei. Vor zehn Jahren gegründet, zahlt Ecosia ortsübliche Steuersätze. Im ersten Jahr haben Christian Kroll und sein Team 100.000 Euro für Bäume gespendet - im letzten Jahr waren es über 4.000.0000 Euro. Wer diese Suchmaschine nutzt, tut was fürs Klima. Im Durchschnitt sind 45 Suchen notwendig, um einen Baum zu pflanzen. Ecosia passt gut zu uns, wir pflanzen auch Bäume: jeden Tag drei Stück in Deutschland, manchmal auch vier 🌳🌳🌳🌳