| Berichte von den swimming doctors |
Dienstag, 27. Juli 2010
Thazin clinic
Hi Jurgen, the clinic is named the „Thazin clinic“ Thazin, that is the name of an tropical flower. The township, where the clinic is located is Hlaingthayar. You remember, it was a one hour drive west noth-west of Yangon, over the river. Thank you for the evening and your generous donation. I guarantee you that we will spend it carefully. I will contact Francois next week and i love to give my medical recommendation for your swimming doctors. The very best, Frank/d
Sonntag, 27. Juni 2010
50 Prozent
In ein paar Wochen werden die Handwerker das Schiff blank geputzt übergeben. Dann liegt es an uns, etwas daraus zu machen. Was können unsere Ärzte leisten? Wie weit wollen wir mit unserem medizinischen Angebot gehen? Hochschwangere sollen mit Ultraschall untersucht werden um abzuschätzen, ob die Chancen gut sind für eine komplikationsfreie Geburt. Neugeborene Kinder sollen wenigstens eine Vorsorgeuntersuchung bekommen. Aber was ist mit all den anderen, die mit hohem Fieber mit unklarer Diagnose zu uns kommen? Aids oder Malaria? Wir brauchen ein kleines Labor an Bord. Welche laufenden Kosten verursacht so etwas? Was machen wir, wenn es die Diagnose gibt: können wir auch bezahlbare Therapien anbieten? In den nächsten Wochen wird es für uns manche medizinisch/kaufmännische Abwägung geben. Keine leichte Aufgabe/md
ein Prozent
Bei uns ist es ein Griff ins Regal – wenn dann das Gewünschte nicht vorhanden sein sollte, dann reichen meist ein paar Stunden um das richtige Medikament zur Verfügung zu haben. Mehr als 20.000 Arzneimittel stehen uns in unserem deutschen Gesundheitssystem zur Verfügung. Auf unserem Schiff werden wir uns zum Start auf 200 ausgesuchte Medikamente beschränken/md
Freitag, 25. Juni 2010
"Wenn dein Schiff untergegangen ist und du dich mit ein paar Leuten auf eine Insel retten konntest, dann erkläre deinen Männern nicht, wie sie ein Boot bauen sollen - erzähle Ihnen lieber von Ihren Frauen und Kindern, die Zuhause warten." Diesen Gedanken von Antoine de Saint-Exupéry mag ich sehr - und ich lebe ihn. Auch wenn ich die Umbauarbeiten an unserem Schiff gerne begleite - Kraft und Begeisterung bekommt dieses Projekt aus dem gemeinsamen Ziel, das Mr. Kenedi und ich vor Augen haben. In den kommenden Monaten wird dieses Ziel sichtbar werden/md
Gute Frage
Bei unserem Schiff ist diese Frage einfach beantwortet: der Kapitän lenkt das Schiff. In der Eigenbetrachtung wird die Antwort schwieriger. Ist es das Bauchgefühl oder lenkt uns der Verstand? Wie weit ist es der eigene Weg, den wir gehen – und wie weit weichen wir davon ab, um anderen zu gefallen? Spüren wir diese Abweichungen? Beim Schiff schon, da tut es einen Rumpler, wenn man vom Kurs abweicht und dann sitzt man fest/md
Mittwoch, 23. Juni 2010
Wettbewerb
Im vergangenen Sommer haben wir die Idee für die „swimming doctors“ aufgeschrieben, ein Schiff gekauft und mit dem Umbau begonnen.. Die gesamten Investitionskosten für das Schiff und die medizinische Einrichtung werden von der Stiftung getragen - der laufende Betrieb soll sich dann weitgehend selbst finanzieren. Dafür bezahlen die Patienten den Gegenwert von einem Euro pro Arztbesuch. Anders das Projekt „river doctors“, das seit ein paar Monaten im Aufbau ist und das im wesentlichen von Spenden leben wird. Die beiden Projekte sehen ähnlich aus, haben aber einen grundverschiedenen Ansatz. Wir sind gespannt, welches Konzept sich bewähren wird /md
Dienstag, 22. Juni 2010
Auf Erfolgskurs
Wer Erfolg haben will, muss zusammenhalten. Nirgendwo erfährt man mehr über einen Menschen als auf einem Boot. Weil das im Großen gilt wie im Kleinen, schauen wir lieber zweimal hin, wenn wir jetzt unsere Mannschaft für das Schiff aussuchen: drei Ärzte, drei Schwestern, eine medizinische Assistentin. Ein Koch, eine Frau für die Wäsche und Sauberkeit an Bord, ein Maschinist, drei Bootsleute und last not least der Kapitän: 14 Menschen sollen drei Wochen auf engem Raum miteinander auskommen – nach Möglichkeit gut miteinander auskommen/md
Gesundheit fordern die Menschen von den Göttern. Sie wissen aber nicht, dass sie selbst Macht darüber haben. Demokrit/md
Gesundheit fordern die Menschen von den Göttern. Sie wissen aber nicht, dass sie selbst Macht darüber haben. Demokrit/md
Montag, 21. Juni 2010
Gesundheit/2

In Deutschland haben mehr als 99% aller Menschen eine Krankenversicherung. In Myanmar haben keine 3% eine Krankenversicherung. Wer zum Arzt geht, muss zahlen. Dies gilt nur, wenn ein Arzt in erreichbarer Nähe ist. Die Menschen, zu denen wir mit unserem Schiff ins Delta fahren, leben sechs, acht oder zehn Stunden vom nächsten Arzt entfernt. Das Foto entstand vor zwei Jahren, als ich ein Ärzteteam ins Delta begleitet habe. Unter einfachsten Bedingungen wurde in den Dörfern Hilfe geleistet.
Gesundheit/1
Knapp zwei Jahre ist es her, dass ich diese Schwestern und Ärzte auf einem Einsatz im Delta begleiten durfte. Mit kleinen Booten waren wir Stunden unterwegs. Das ganze medizinische Equipment in zwei Alukisten verpackt, kamen wir in die Dörfer. Bei den Mönchen im Klöstern warteten die Menschen. Behandelt wurde auf dem Boden. Es wird ein Quantensprung, wenn wir mit unserem Schiff kommen/m
Freitag, 30. April 2010
Unser medical team im Delta
Das Foto habe ich aufgenommen, als ich mit unserem Medical Team im Delta unterwegs war. Das war in der Zeit nach Nargis. Als Basislager hatten wir einen alten Reisfrachter; zu den Dörfern sind wir dann mit kleinen Booten gefahren. An medizinischen Geräten und Medikamenten konnten wir bei diesen Einsätzen mitnehmen, was in zwei Kisten passt. Das ist eineinhalb Jahre her. Jetzt planen wir die Ausrüstung für unsere schwimmende Arztpraxis und stellen das Team dafür zusammen: ein paar von ihnen werden wieder mit dabei sein, wenn wir im Sommer mit den „swimming doctors“ auf dem Irrawaddy River starten/d
Mittwoch, 28. April 2010
our team is working for the swimming doctors
Good Morning Mister Gessner, the clinic boat is “Our boat” and we are happy to share with you the goods and the bad news, the evolution of the renovation. Today I think that we have found the Leading doctor. The interview happen this morning. To help me in the selection Daw Khin Hla Cho, a well known doctor who came often with us for our mission in the delta, was also confident in this doctor and man capacity. He is 30, single. Having worked as a doctor during 2 year in the suburb of Dedaye he knows the Irrawaddy division. The contract offer is for 1 year renewal but for the first year he will have to work during 2 month in advance the first mission to prepare with us our Clinic boat to match with our medical and logistic target. May 3rd he will give us his answer. Medical equipments list is starting to be filled. Same for the kitchen, the storage, the washing machine etc. in June I will be able to give you a clear list even if it will not cover all the boat needs. I will keep you informed of the renovation and of all other significant facts for the “Swimming Doctor” first clinic boat. Best Regards Francois Kenedi /s
Sonntag, 29. November 2009
pay back money in Daydayee
Hallo Good morning Gessner and all fellow, thank you for a kind suggestion, surely I do my best and I have the best way to get back and make them to understand 25% minimum to return and pay back also in this year like last year. I will let you all know what I get returnd money from Fishermen in hand at the end of December. Best regards, and God bless you, Saw Saw
Dienstag, 24. November 2009
two Delta project reports
I had been to my two Daydayee projects.I made a meeting with U Win and his farmers. They would like to keep the money to use for their next plantation of Winter Rice. So they requested me, if possible they would like to spend that money untill the next harvest time April, because of, start from this time, they are prepair for their next Rice plantation, so they still need money for that. How do you think aout that? It is the same in U Utama Siri Project. U Utama said, he will collect next money in December, then he will let me know how much he can get from fishers. Best wishes and may God bless you all Saw Saw
Montag, 19. Oktober 2009
Nachricht aus dem Delta

Guten Tag lieber Jurgen, ich bin gerade von Delta zuruckgekommen. Alle laeuft gut in unseren Projekten. Aber im Moment die Fischerman kiegt sehr wenig Fisch. Ich bekomme auch eine Rundfahrtsplan fuer die " Swimming Doctors ", wie das Boot am besten fahren kann. Jetzt fahre ich nach Bagan zuruck, zu meinen 40 Studenten. Allen unseren Timm Studenten von diesem Jahrgang 2009 geht's gut, sie lernen und diskutieren viel. Min Min aus Yangon
Donnerstag, 10. September 2009
swimming doctors one

Dear Mister Gessner, Monday from 4 to 10 PM we went to measure the deck of the boat. Actual statement design will be finish soon. Transformation design will follow and will be send mid October for quotation to two Yangoon company involved in wood construction of course to Moses. We should obtain quotations by the end of October. Transformation will be launched beginning November. While we were measuring the boat the owner asked if he can keep it an extra week because he has still some delivery to be done. As drawing will not be finished before the end of the month we did accept because and as long as the owner keeps the boat we save crew expenses. Phyo, when the boat will be delivered around End of September, will hire a 5 people crew of (1 Captain, 1 Mechanic engineer, 3 deck men) to maintain the boat save. Best regards, Francois Kenedi
Samstag, 5. September 2009
Das Resultat der Reise

Diese Reise hat sich gelohnt: wir haben in Yangon ein Schiff für die swimming doctors gekauft - und ich habe in China viel über Solarlampen gelernt. Beide Dinge werden den Menschen im Delta viel Hilfe bringen in den kommenden Jahren. Jetzt liegen ein paar Monate Arbeit vor uns, auf die wir uns alle freuen, weil unser Ziel in greifbare Nähe gerückt ist - und ich freue mich wieder, für ein paar Tage Zuhause zu sein/sl
Donnerstag, 3. September 2009
Reisebericht/4
Goethe plante seine Italienreise über viele Jahre. Mit Sinn und Bedacht bereitete er sich auf dieses Lebenskapitel vor. Heute reicht uns die Zeit noch mit etwas Glück für einen Blick in den Reiseführer. Ich war also vorgewarnt, ich wusste was auf mich zukommt - aber es ist doch etwas anderes, ein Kapitel über Tischsitten in China durchzublättern, als den Nachbarn laut schmatzend und rülpsend neben sich zu haben. Am Abend ging es dann zivilisierter zu. Die Zeit dazwischen haben wir genutzt, um unsere Solarlampe in Details zu verbessern. In vier Wochen bekommen wir das neue Modell geliefert. Die Chinesen sind schnell, wendig und bemüht. Das ist eine gute Voraussetzung für unser Lampenprojekt in Myanmar /l
Mittwoch, 2. September 2009
Reisebericht/3
Das Schiff macht in diesen Tagen seine letzte Fahrt als Reisfrachter, bevor wir mit den Umbauarbeiten beginnen. Die drei Schulbauten in Bagan gehen gut voran, im November werden wir Martina Primaryschool und Moses Highschool einweihen. Die offizielle Einweihung der Heidi Primaryschool folgt dann Anfang des nächsten Jahres. Die ersten 1000 Solarlampen treffen hier in Yangon in der nächsten Woche ein - und ich nehme mir jetzt die Zeit und schaue mir die Fabrik in Shanghai an. Schließlich wollen wir nur ein ökologischen Beitrag leisten, wenn der unter ordentlichen Arbeitsbedingungen erbracht wird. Ich werde berichten /l
Dienstag, 1. September 2009
Reisebericht/2

Wir haben das Schiff nicht nur gekauft, wir haben es heute auch bezahlt. Man mag das Bild obenstehende Foto für moderne Kunst halten, in Wirklichkeit ist es jedoch ein kleiner Ausschnitt aus einem riesigen Geldscheinhaufen. Zwei Mann haben Säcke voller Geld herangeschleppt, nachdem wir unsere rund 36.600 Euro in die Landeswährung getauscht haben. Der Umtauschkurs betrug heute 1 Euro = 1570 Kyat. Der größte Geldschein hier mit 1000 Kyat entspricht also nicht einmal einem Euro. 57.462 Scheine mussten gezählt werden. Dagobert Duck hätte seine Freude gehabt...sd
Montag, 31. August 2009
unser Schiff für die swimming doctors

In den ersten Überlegungen war ein Katamaran unser Favorit - nun haben wir uns doch für ein Schiff entschieden, dass hier auf dem Irrawaddy River Zuhause ist. Ein solide gebauter Reisfrachter mit 30 Metern Länge und 8 Metern Breite bietet ausreichend Platz für alle unsere Wünsche. Wir haben keine Mühen gescheut und das Boot von oben bis unten untersucht. Für "unten" mussten wir es sogar aus dem Wasser heben. Alles sieht gut aus. Meine Reise hat sich gelohnt: heute haben wir das Schiff gekauft. Ein paar Monate werden für die notwendigen Umbauten ins Land gehen - aber auf die ersten Patienten können wir uns schon heute freuen./sd
Samstag, 29. August 2009
Reisebericht/1
Moses kümmert sich um die Schulbauten - Min Min sucht gerade die zwanzig neuen Studenten aus, die in diesem Jahr von uns gefördert werden - und Francois engagiert sich mit Herz und Seele für unser Schiff. Ohne meine freundlichen Helfer könnte ich hier in dem fremden Land nicht viel ausrichten. Die Sprache ist für mich nett zu hören und blumig zu lesen - aber ich verstehe sie nicht. So bin ich froh, meine kleine Mannschaft bei mir zu haben. Morgen früh fliegen wir nach Mandalay um uns ein Schiff anzuschauen, das für die swimming doctors passen könnte. Es sieht so aus, als ob wir im nächsten Jahr mit zwei Schiffen starten können.../s
Freitag, 28. August 2009
Zwischen den Welten
Bangkok ist für mich das Bindeglied zwischen den Welten. Man ist schon in Asien angekommen, aber hier ist noch alles ganz gut mit unserer Welt vergleichbar. Auf dem Flug habe ich ein bisschen in den buddhistischen Weisheiten geblättert. "Glück ist das Resultat einer inneren Reifung. Wir selbst bauen unser Glück, aber das bedarf einiger Mühe und Zeit..." Dieser Gedanke trifft im Augenblick ganz genau auf mich zu: mit dem Bau des Schiffes für die swimming doctors baue ich wohl auch ein Stück an meinem eigenen Glück. Ein großes Dankeschön an alle, die mir dabei helfen /d
Freitag, 7. August 2009
Hier und da

Natürlich wissen wir alle, dass man das tut - aber das es so wichtig sein kann, war unserem Bewusstsein entfleucht. Bei uns ist doch alles so sauber. Nun erfahren wir, das es sogar von den Ärzten als wirksames Mittel gegen die Ausbreitung der Schweinegrippe empfohlen wird. Da mögen die Krankenkassen noch ein bisschen jammern, und die Experten über den Sinn der Impfung streiten - das Händewaschen gibt es ohne Rezept und ohne Zuzahlung. 10.000 km entfernt von hier, in Myanmar, werben wir auch gerade für das Händewaschen. Um Infektionen vorzubeugen, bauen wir an unseren Schulen neben den Toiletten jetzt auch Handwaschbecken. Gar nicht so unwichtig in einem Land, in dem die meisten Menschen mit den Händen Essen.../s
Dienstag, 28. Juli 2009
clinicat1
Jedes Kind braucht einen Namen - und weil es bis zur Schiffstaufe noch ein bisschen hin ist, gibt es erst einmal einen Arbeitstitel. Der erste Teil leitet sich vom Wort "clinic" ab, der zweite Teil von "catamaran". Das eine eins dahinter steht, mag ein gutes Zeichen sein für die weitere Entwicklung der swimming doctors. Die Pläne sind fast fertig. Jetzt wir schauen uns in der Werft vergleichbare Boote an, um ein Gefühl für Raum und Ausstattung zu bekommen. /s
swimming doctors III

Hallo Jurgen, ich habe zusammen mit Moses das Boot angeschaut, das sie uns für die swimming doctors angeboten haben. Wir haben es aus dem Wasser genommen um alles zu sehen. Es sieht gut. Aber er ist schon 30 Jahre alt. Wir planen jetzt nach Monywa fahren. Dort untersuchen wir die Boote genau so wie dieses hier in Bagan. Unser Vorschlag kommt nach der Untersuchung in Monywa, dann konnen wir vergleichen. Viele Grüße Min Min /s
swimming doctors II
Hallo lieber Jurgen, ich habe zusammen mit Moses am 21. das Boot angeschaut, das sie uns zum Kauf angeboten haben. Es sieht gut. Aber er ist schon 30 Jahre alt. So wir plane nach Monywa am 27. fahren und untersuchen wir uber die Boot genau so wie in Bagan. So unsere Entscheindung kommt nach der Untersuchung in Monywa. Damit wir konnen vergleichen. Hier in YGN regnet es viel, in Bagan gibt's sehr wenig Regen. Wir wunschen Dir alles gute und bis bald. Viele herzliche Grusse von Min Min & Moses /s
Dienstag, 21. Juli 2009
swimming doctors
Dear Mister Gessner, to keep you informed, we had a very efficient day of work yesterday with the architect who is making the study and final drawing. By the end of the week you will receive the new drawing proposal taking care of our demand and of the naval construction obligations. One important question: could you give us the number of plugs, the voltage and the power needed watts in the sleeping rooms, in the kitchen, in the living area, can you ask to your friend doctor and surgeon how many plugs they will need in the visit rooms, the operation room, in the lab, etc… These need will drive for the choice of the electrical generator combine if possible with solar panels. For the lighting also what are the need especially in the doctors spaces. In the operation room they will need an cialitique sky, what is the power needed? For water also I will come back with questions. To fill our needs we had to enlarge the hulls and the length of the boat which will be of 61 feet. I hope that you are well, best regards Francois Kenedi /s
Montag, 20. Juli 2009
Jeder hat es in seiner Hand....
Fast ein Jahr mussten wir warten, bis die First Lady auch wieder für das Volk gesungen hat. Am Samstag hat Carla Bruni wieder ins Mikrofon gehaucht. Beim Wohltätigkeitskonzert zum 91. Geburtstag von Nelson Mandela stand Madame Sarkozy in New York auf der Bühne. Der Nobelpreisträger sichtlich gerührt rief den Menschen zu "Es liegt in eurer Hand, eine bessere Welt für all die zu schaffen, die darin leben" So wunderbar mental und inhaltlich motiviert starte ich nun gerne in die neue Woche: wollen wir mal sehen, wo wir unsere Welt ein kleines Stück besser machen können /s
Dienstag, 14. Juli 2009
Reisebericht aus Yangon/3

Hier die wichtigsten Daten zu unserem Schiff für diejenigen, die sich für ein paar Details interessieren:
Länge 18,5 Meter
Breite 6,5 Meter
Gewicht 15 to
Tiefgang 1,2 meter max
Nutzfläche 230 m²
medical team 7
Besatzung 3
Untersuchungsräume 2
Op 1
Bauzeit 10 Monate
Kosten 200.000 Euro
Montag, 13. Juli 2009
Reisebericht aus Yangon/2
Vor ein paar Tagen hat Herr Zetsche in einem Spiegel Interview erklärt, wodurch erfolgreiche Projekte entstehen: ein Prozent Inspiration und 99% Transpiration. Das trifft bestimmt auf Deutschland zu, und auf viele Teile der Welt. Hier in Yangon ist bei 85% Luftfeuchtigkeit der Transpirationsanteil deutlich höher. Um so mehr freue ich mich, den erfolgreichen ersten Schritt melden zu können: gerade haben wir den Vertrag für das Boot unterschrieben. Jetzt brauchen wir nur noch ein bisschen Geduld: im kommenden Frühjahr sollen die ersten Patienten im Delta behandelt werden...
Dienstag, 7. Juli 2009
Reisebericht aus Yangon/1
Die swimming doctors werden ein schoenes Schiff bekommen. Die Auswahl ist gross - und ich bin den ganzen Tag im Hafen von Yangon auf schwankenden Planken unterwegs. Kaufen wir ein gebrauchtes Boot, das wir dann umbauen und renovieren - oder konzipieren wir alles von grundauf neu? Viele Fragen sind zu beantworten, Meinungen zu hoeren und zu bedenken. Die Verhandlungen mit dem Bootsbauer gehen gut voran. Der kann den Auftrag gut gebrauchen. Nach Nargis hat er seine Belegschaft halbieren muessen. Der monatliche Lohn fuer einen Facharbeiter in der Werft liegt zwischen 50 und 70 Euro - bei einer sechs Tage Woche. Zu Tun gaebe es genuegend hier, aber es fehlt das Geld. Da faellt mir sogar das (Ver)handeln schwer. JG
Montag, 6. Juli 2009
auf dem Weg nach Yangon
Frei nach John Lennon Ausspruch sass ich am Schreibtisch und plante die Woche, als das Leben vorbeikam und mir einen Kick in die andere Richtung gab: so bin ich nun wieder auf dem Flug nach Yangon. Eigentlich war die nächste Reise erst wieder für den Herbst vorgesehen, aber die Planungen für das Boot sind schwierig auf Entfernung. Heute Nachmittag will ich wieder mit unserem Bootsbauer zusammensitzen und verhandeln. Ich werde berichten...
Sonntag, 28. Juni 2009
Gute Nachrichten für die swimming doctors
Das Boot scheint ein Deutsch/Französisches Freundschaftswerk zu werden. Seit einem Jahr arbeite ich mit Francois Kenedi zusammen. Er lebt seit vielen Jahren in Yangon. Nach Nargis haben wir gemeinsam zwei Dörfer im Delta versorgt. Nun arbeiten wir zusammen an unserem Boot für die "swimming doctors". Meine gute Nachricht der letzten Woche war die Zusage der Hapag Lloyd Reederei, unser Projekt zu unterstützen. Die andere gute Nachricht kommt gerade aus Frankreich: Dear Mr Gessner, even if I am traveling a lot all over france I follow carfuly the evolution of the clinic boat project. IPSOS Chairman & CEO is interested to support the clinic boat project as well as two major broadcaster are interested to cover the project to give it a large audience. As Phyo told you I should be back July 6 in Yangon, willing to meet with you anytime convinient for you. Please in the mean time take care of your family joy, yours Francois Kenedi
Mittwoch, 24. Juni 2009
150 Jahre rotes Kreuz

Vor 150 Jahren im norditalienischen Solferino: der Geschäftsreisende Henry Dunant kommt nach dem Ende der brutalen Schlacht zufällig in Solferino vorbei. Er sieht Tausende von Verwundeten im Dreck liegen, sich selbst überlassen. Kurzerhand ruft er die Dorfbewohner zusammen und beginnt mit ihrer Hilfe, die Verletzten zu versorgen. In diesen Tagen entsteht die Idee vom Roten Kreuz. Das Symbol der Hilfe wird auch unser sichtbares Zeichen sein, wenn wir ins Delta fahren: mit drei Ärztetea
Donnerstag, 11. Juni 2009
die Bilanz der Reise
Den Neubau der middleschool in Gyum Bin haben wir auf dieser Reise zugesagt, ebenso die Fertigstellung einer weiteren middleschool bei Kalayar. In Set Seik werden wir den Wiederaufbau des Klosters finanzieren. Die ersten 500 Solarlampen sind unterwegs ins Delta für einen Testeinsatz in fünf Dörfern. Das Boot für die swimming doctors wird in diesem Monat in Auftrag gegeben. Möglich ist das alles, weil wir gleich nach Nargis viele Spenden bekommen haben. Diese Gelder haben bei den Dorfbewohnern erste Hilfe geleistet. Jetzt erfolgt aus den Rückzahlungen die zweite Hilfe. Alles zusammen eine Bilanz, mit der wir hochzufrieden sind. Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben - ganz besonders an Eva, Ingeborg, Jürgen, Martin und die Münchner Rück.
ein boot für die swimming doctors

Vor einem Jahr traf ich Mr. Kenedi, als er sein Restaurant in ein Nargis Hilfslager verwandelt hatte. Zwei schöne Hilfsprojekte im Delta haben wir inzwischen auf den Weg gebracht. Jetzt stehen wir hier in einer Bootswerft in Yangon und denken über unser nächstes gemeinsames Projekt nach: die swimming doctors. Mit dabei ist Laurent Scheercousse, ein Franzose, der sich hier mit seiner kleinen Werft vor zwölf Jahren niedergelassen hat. In den Gesprächen entwickeln sich die Pläne und langsam nimmt das Boot konkrete Formen an....auf dem Papier und in unseren Köpfen :-))
Mittwoch, 10. Juni 2009
Was wäre, wenn du drei Wünsche frei hättest...

Erinnerungen an die gute Fee der Kindheit werden wach, wenn wir hier mit den Menschen in Dedeyee zusammen sitzen - aber die Frage nach den drei Wünschen hat einen ernsten Hintergrund. Bei der Ausgabe der Gelder hatten wir den Menschen hier versprochen, dass wir ihre Rückzahlungen für ein Gemeinschaftsprojekt im Dorf verwenden. Was wollen die Menschen haben? Wir machen eine Liste der wichtigsten Dinge: elf Punkte stehen zur Auswahl. Jeder Dorfbewohner darf seine Meinung für die wichtigsten drei Wünsche benennen. Am Ende wird zusammengezählt: der Wunsch nach einer medizinischen Grundversorgung steht an erster Stelle. Damit sind die swimming doctors die eindeutigen Gewinner, gefolgt von dem Wunsch nach Solarlampen für die Häuser. Die ersten Rückzahlungen sind schon bei uns angekommen - also dürfen wir uns langsam Gedanken machen, wie wir diese Wünsche am besten erfüllen....
Samstag, 6. Juni 2009
the girl from Set Seik
Da kann man viel ueber Geld reden, ueber zinslose Darlehen und Rueckzahlungsquoten. Alles gute und wichtige Arbeit, besonders fuer den Kopf. In Set Seik gibt es noch ein grosses Geschenk fuers Herz dazu: ich habe das Maedchen auf dem Arm gehabt, dass wir hier vor einem Jahr mit offenem Gaumen gesehen haben. Nach der Operation von Dr. Schoeneich sieht sie viel besser aus und fuehlt sich viel wohler. Die Kleine lacht, als wir sie in der Schule sehen und laeuft auf uns zu. Was fuer ein Glueck, dass wir zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle waren. Natuerlich hat die Kleine hat auch einen Namen: Mi htoo, das heisst frei uebersetzt: ich bin etwas Besonderes :-))
Sonntag, 10. Mai 2009
Die zwei Leben des Dr. Heinz Schöneich
Der Film gestern Abend im BR hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel ein einzelner Mensch bewirken kann. Manchmal bin ich ein bisschen unglücklich darüber, dass ich selbst diese direkte Hilfe nicht leisten kann, weil mir die geeigneten Fähigkeiten fehlen. Aber wie sagte Karlheinz Böhm schon vor 25 Jahren zu mir: " Jürgen, Du kannst organisieren und Du kannst Geld verdienen - damit hilfst Du der guten Sache genau so viel." Also suche ich meinen Weg in diesen Möglichkeiten und konzentriere mich darauf, neue Projekte anzustoßen. Besonders freue ich mich auf die "swimming doctors", ein Ärzteschiff für das Delta, das wir zusammen mit Dr. Schoeneich auf den Weg bringen.
Mittwoch, 6. Mai 2009
the girl from Set Seik

Lange ist es her, dass ich mich so sehr über ein Foto aus Myanmar gefreut habe. Moses hat das Bild vor ein paar Tagen gemacht, als er im Delta unterwegs war, in Set Seik. Wer die Einträge auf unserer Stiftungsseite verfolgt, kennt das Mädchen schon, das wir im letzten Jahr in einem Dorf im Delta gefunden haben: unter dem 12. Februar hatten wir ihre Geschichte erzählt und berichtet, das sie operiert werden soll. Das ist inzwischen geschehen. Heinz Schöneich hat das das Kind betreut : "die erste Operation ist gut gegangen, es werden noch weitere Eingriffe nötig sein. Aber die Lebensqualität des Mädchens hat sich schon heute spürbar verbessert" Danke Heinz, für dieses Kind und für all die vielen Menschen, denen Du mit Deinem Team in Myanmar über die letzten zehn Jahre so viel Leben geschenkt hast.
Dienstag, 28. April 2009
Sind Manipulationen notwendig?
Das Wort "Manipulation" hat bei den meisten Menschen keinen guten Klang. Dabei ist die ursprüngliche Bedeutung lt. Wikipedia durchaus positiv: "In seiner ursprünglichen Bedeutung „Handgriff“ steht Manipulation in der Manuellen Medizin für eine Reihe von mit der Hand durchgeführten Techniken, die dem Lösen einer Blockierung dienen." Im letzten Spiegel beschäftigt sich ein lesenswerter Artikel mit Chancen und Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen. Weltweit nimmt die Produktivität von Böden und bäuerlicher Arbeit kaum noch zu: die Landwirtschaft kann mit der wachsenden Bevölkerung nicht mithalten. Bis zur Mitte des Jahrhunderts werden zwei Milliarden Menschen mehr auf dieser Erde leben. Agrarland soll Biokrfaftstoffe liefern. Die Menschen in Asien wollen genauso viel Fleisch essen wie wir - und das alles passiert auf einem Planeten, dessen Atmosphäre deutlich wärmer wird. Ich weiß nicht, ob die Gentechnik helfen kann, diese Probleme zu lösen - aber ich bin mir sicher, dass wir uns konstruktiv mit diesem Thema auseinander setzen müssen. Damit könnten wir den Entwicklungsländern langfristig einen größeren Dienst erweisen, als Sammelbüchsen für hungernde Kinder in Afrika bewirken können.
Donnerstag, 2. April 2009
swimming doctors
Die "Flying-doctors" sind berühmt geworden für die medizinische Versorgung abgelegener Gebiete. Bald bekommen sie schwimmende Kollegen: für die Menschen im Delta von Myanmar finanzieren wir den Bau einer schwimmenden Arztpraxis. Die laufenden Kosten sollen die „swimming Doctors" selbst erwirtschaftet. Das Boot wird nach einem festgelegten Turnus die Dörfer im Delta anlaufen. Einen Dollar wird der Arztbesuch kosten, zuzüglich der Kosten für die Medikamente. Für Patienten, die kein Geld haben, gibt es (wie im Enat-Hospital) einen Fond zur kostenlosen Behandlung. Die Einnahmen aus den Medikamenten werden 1:1 für den Kauf neuer Medikamente verwand. Die Einnahmen aus den Behandlungen werden geteilt: eine Hälfte für das Medicalteam – die andere Hälfte für die Bootsmannschaft, den Unterhalt vom Boot und für Rücklagen. Das Boot lassen wir für die besonderen Anforderungen (um)bauen. 16 Meter lang, viereinhalb Meter breit. Groß genug um alles unterzubringen – kompakt und wendig um auch in die abgelegenen Deltaarme fahren zu können. Mit einem kleinen Beiboot für schnelle Noteinsätze. Es soll ein schönes Boot werden – komfortabel, technisch und medizinisch gut ausgestattet. Gemeinsam mit Amara und Interplast beginnen wir dieses Projekt jetzt. Im Frühjahr 2010 sollen unsere "swimming-Doctors" die ersten Patienten behandeln.
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| Die Idee hatten wir gleichzeitig – das ist eine der Gemeinsamkeiten, die uns verbindet. Ein paar Tage nach Nargis waren wir im Delta unterwegs – wie viele andere auch. Die Menschen, die da unter freiem Himmel saßen und auf Hilfe warteten, kamen aus dem Staunen nicht heraus: zum ersten Mal in Ihrem Leben sahen sie weiße Kittel. Medizinische Versorgung gibt es im Delta so gut wie gar nicht. Wer einen Arzt braucht, ist viele Stunden mit dem Boot unterwegs bis zur Provinzhauptstadt Dedejae. Das müssen wir ändern, wir bringen die Ärzte mit einem Boot zu den Menschen, Francois und ich hatten die gleiche Idee. Das wir uns damit gefunden haben, mag je nach Glauben Zufall oder Fügung sein – wir sind ganz glücklich damit. Im Oktober 2009 haben wir ein Schiff gekauft, einen soliden Reisfrachter. Den lassen wir für unsere Zwecke umbauen und einrichten. Mit rund 250.000 Euro rechnen wir als Gesamtinvestition - die running costs muss das Ärzteteam selbst verdienen. Am 1. Mai 2010 werden die Menschen ...mehr |
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