Stiftunglife

Mittwoch, 26. November 2014

Tilmans Bericht aus Myanmar

Liebe Leute,
die Zeit vergeht hier wie im Flug! Das letzte Wochenende habe ich nicht an einem bestimmten Ort verbracht, sondern zum größten Teil im Bus. Am Samstag ging es früh morgens mit dem Taxi zum Busbahnhof, der etwas außerhalb von Yangon liegt. Von dort aus sind wir ca. neun Stunden nach Sagaing gefahren. Die Fahrt war gut erträglich, im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich vorbereitet und am Vortag in Yangon einen Film gekauft. Filme gibt es wie Sand am Meer, allerdings ausschließlich Raubkopien von schlechten amerikanischen oder asiatischen Filmen. Ich habe mir für umgerechnet vierzig Cent einen recht neuen, asiatischen Actionfilm gekauft. Außerdem war der Bus nicht zu kalt klimatisiert. Am nächsten Tag ging es früh morgens zu dem Studententreffen, dass in einer Monastry stattfand. Bei dem Treffen fanden sich die meisten der Studenten ein, die sich für das Metorenpogramm beworben haben und auserwählt wurden. Bedingung ist, aus einer armen Familie (die das Studium nicht finanzieren könnte) zu kommen und sehr gute Noten zu haben. Wer im Pogramm landet, bekommt einen Mentor zugeteilt, mit dem man sich regelmässig austauschen kann. Die Mentoren finanzieren auch das Studium und werden je nach Beruf für die Studenten ausgewählt. Die Studenten hatten den Vormittag mit einer Diskussionsrunde und verschiedenen Kommunikationsspielen gefüllt, die natürlich die Englischkenntnisse unter Beweis stellen sollten. Die Studenten waren alle super nett und offen, mit einigen bin ich schnell ins Gespräch gekommen.

Nicht lange zurück im Waisenhaus, ging es wieder los: Mein Patenonkel Jürgen hatte mir angeboten, die "Swimming Doctors", zu besichtigen. Das Angebot habe ich natürlich nicht ausgeschlagen und am nächsten Tag ging gemeinsam mit Jürgen und einigen anderen Deutschen die in Verbindung mit der Stiftung stehen, los ins Delta, westlich von Yangon.
Auf dem Schiff wohnen zu können, war wirklich eine besondere Erfahrung. Natürlich wurde ich auch verarztet! Für meine seit meiner Ankunft mehr oder weniger entzündeten Füße habe ich jetzt endlich eine Creme, die auch was bringt. Außerdem habe ich Tropfen für mein rechtes Ohr bekommen, dass ist ein bisschen entzündet und tut etwas weh beim schlucken. Beides ist hat sich jetzt nach kurzer Zeit schon sehr gebessert! Die Behandlung hat für mich genau wie für die Bewohner im Delta 500 Kyat (weniger als 50 Cent) gekostet. Das Schiff war mit uns bis zum Rand besetzt! Abgesehen von den sechs anderen Besuchern, mit denen ich auf dem Boot war, hat es ca. zehn feste Besatzungsmitglieder. Die Schiffscrew ist ein wirklich liebenswerter Haufen, vom Koch über die Pflegerinnen bis hin zum Zahnarzt alle sehr nett und immer mit einem Lächeln bei der Arbeit. Abends saßen wir gemeinsam an Land vor dem Steg. Zwei der Ärzte haben mit Gitarren einige Burmesische Rock-Cover zum Besten gegeben. Geschlafen habe ich die zwei Nächte auf der Behandlungsliege neben dem Ultraschall. Da lernt man das Bett im Waisenhaus gleich sehr zu schätzen! Die zweite Nacht waren wir in Yangon am Hafen, wo wir Abends mit den Ärzten und dem Rest der Crew auch noch in einem sehr einfachen Restaurant waren. Die Gruppe hätte verschiedener nicht sein können: Vom Deutschen Chefarzt bis zu den Jungs aus dem Maschinenraum war sozusagen alles dabei. Der Abend war trotz der unterschiedlichen Sprache (die Schwestern und Ärzte konnten ganz gutes English, der Rest der Crew praktisch überhaupt nicht) unterhaltsam und hat sehr Spaß gemacht!

Gestern habe ich in Yangon noch Türschilder für Klo, Dusche und das Deck, auf dem gegessen wird, besorgt. Auf dem Weg durch die Stadt habe ich dann zufällig die drei anderen Volontärinnen getroffen, die einen Tag in Yangon verbracht haben und gerade beim Frühstückskaffee saßen. Ich habe, nachdem ich die Schilder in Auftrag gegeben hatte, noch ein wenig mit auf dem Schiff geputzt und bin dann mit den Mädels eine Pizza essen gegangen. Pizza ist hier schon was sehr besonderes, wir waren dafür in einem neuen Restaurant, dass wohl auch von einem Italiener betrieben wird. Gezahlt habe ich für die Pizza zwölf Dollar, ohne Getränk. Zum Vergleich: An dem letzten Wochenende in Yangon war ich in einem wirklich sehr schicken Restaurant, dass verschiedenes asiatisches Essen anbietet. Dort habe ich für Vor- und Hauptspeise und zwei Bier ungefähr das gleiche bezahlt. Am 26.11 gehe ich wieder auf Reisen, den Bericht gibts dann. Liebe Grüße, Tilman

Arm und glücklich



Wer ist arm und wer ist reich?
Schnell und oberflächlich betrachtet sind die meisten Menschen in Myanmar arm und wir sind alle reich. Jedenfalls im Verhältnis zu denen. Bei Dagobert wird der Reichtum mit anderen Maßstäben gemessen, der ist superreich. Aber besonders glücklich ist er nicht,wie wir wissen. Diese Überlegung erlaubt den Umkehrschluß, dass auch Menschen ohne dicken Geldsack- oder sagen wir besser ohne materiellen Reichtum - glücklich sein können. Bei unseren Reisen auf die Dörfer können wir uns jeden Tag davon überzeugen. Es sei die Frage erlaubt "Was macht uns wirklich reich?" jg

Dienstag, 25. November 2014

Kleiner Erfolg - große Freude

Das Thema Handdesinfektion beschäftigt mich seit vielen Jahren, genau gesagt seit sieben Jahren. Da habe ich bei meinem Besuch im Enat Hospital gesehen, dass sich kein Arzt die Hände desinfiziert, wenn er von einer Patientenuntersuchung zur nächsten geht. Wir haben damals einen Plan gemacht. Dabei ist es geblieben. Bei den swimming doctors war es nicht anders. Wir haben den Mangel gesehen und einen Plan gemacht. Nun, vier Jahre später, sind die Desinfektionsspender angebaut. Ludger hat sie besorgt, Wolf hat sie nach Yangon gebracht. Zusammen mit dem Medical Team haben wir sie heute montiert und in Betrieb genommen. Ich hege die berechtigte Hoffnung, dass unser Projekt wieder ein kleines Stückchen besser wird/jg

Montag, 24. November 2014

Swimming doctors

"Die Swimming Doctors sind gut, aber sie könnten noch besser sein..." hatte uns Ludger Potthoff zum Abschied gesagt. Recht hat er - und wir haben uns jetzt an die konkrete Umsetzung der Verbesserungen gemacht. Die Liste ist lang. Es geht um Abläufe, um Hygiene, um Wissen und Unwissen, um Gewohnheit und um Fähigkeiten. Von Konfuzius wissen wir, dass der längste Weg mit einem ersten Schritt beginnt. In den letzten Tagen sind wir alle viele Schritte gegangen. Die Kunst liegt darin, alle, die ganze Mannschaft, mitzunehmen auf diesen Weg. Wolf , im Foto links, hat Erfahrung mit solchen Prozessen. Er redet mit jedem im Medical Team, notiert Wünsche und Anregungen, und entwirft einen Plan. Derweil kümmern wir uns zusammen mit der Crew darum, dass das Deck geschruppt wird. Nicht mehr wie früher auf den Knien mit einer Bürste - wir haben dafür einen Kärcher angeschafft. Auch hier schwarz/gelb, allerdings mit einem anderen Firmennamen drauf. Die Chinesen sind erfinderisch. Zu kaufen gibt es inzwischen alles in Yangon/jg

Sonntag, 23. November 2014

Ein neues Kapital

"Wieviele Morgenbesprechungen mag er wohl schon geführt haben?"
Die Frage geht mir durch den Kopf, während ich Prof. Mutschler Mutschler in der Morgenrunde der swimming doctors fotografiere. Manches ist gleich - und doch ist alles anders hier in Myanmar. Die Besprechung ist gut vorbereitet, jeder darf seine Meinung sagen, Prof. Mutschler möchte alle teilhaben lassen an dem Entwicklungsprozess: "Die swimming doctors sind gut, aber sie nutzen bisher nur die Hälfte ihres Potentials. Wir wollen Ihnen helfen, sich weiterzuentwickeln. Manche Dinge sind einfach, andere brauchen Zeit und Training. Besser werden wollen ist eine Herausforderung für beide Seiten - und es ist eine Freude für beide Seiten. Jedenfalls, wenn alles gut geht. Die Voraussetzungen sind gut. Alle machen mit, vom Bootsmann bis zum Chefarzt, alle arbeiten gerne in diesem Team. Ich freue mich, dass ich ein Projekt mitgestalten darf, das für diese schlecht versorgte Region (lebens)wichtig ist."

Deltafreude /2



40 Wochen dauert eine normale Schwangerschaft. Das ist in Myanmar nicht anders als bei uns. Das Kind auf dem Foto ist ein Frühchen, 32 Wochen. Gestern Abend kam die Frau aus Ihrem Dorf, ein halbe Stunde vom Schiff entfernt, zu uns an Bord. Die Wehen hatten schon eingesetzt, 15 Minuten später war das Kind da. "Bei uns in Deutschland hätte so ein Kind noch viel (medizinische) Versorgung bekommen, hier haben wir einem "natürlichen Inkubator" gebaut, haben der Mutter das Kind mit Decken auf die Brust gelegt" erzählt Marie. Die junge Frauenärztin aus Bonn ist seit ein paar Wochen an Bord. Mit viel Erfahrungen wird sie wieder nach Hause gehen, guten und nicht so guten. Der kleine Junge - er hat noch keinen Namen - gehört zu den guten Erfahrungen. Er schreit, trinkt und kämpft sich ins Leben. Die Mutter, 22 Jahre, im Bild links neben Marie ist dem ganzen medical Team an Bord dankbar. Die Hebamme in ihrem Dorf ist es nicht. Man kann es nicht allen Menschen recht machen. Ganz links im Bild Oberschwester Josefine, die Seele von unserem Schiff/jg

Samstag, 22. November 2014

Deltafreude /1



Der Weg zum Schiff ist lang und unbequem, das ist Teil des Konzepts, denn die swimming doctors arbeiten weitab der glitzernden Welt von Yangon. Sogar weitab der Provinzstädte Pyapon und Bogole. Je länger der Weg, desto schöner ist das Ankommen. Die Freude liegt in der Annäherung. Das gilt für uns als Besucher - und noch mehr für die Menschen, die ein krankes Kind im Boot haben. Freude und Hoffnung macht sich breit, wenn sie unser Schiff erreichen. Es ist unsere Aufgabe, jeden, der zu uns kommt, bestmöglich zu versorgen. Soweit wir das mit Bordmitteln tun können, werden wir das tun. Wenn wir das - mangels Können oder Ausrüstung - nicht tun können, dann werden wir den Patienten dorthin bringen (lassen) wo er die benötigte Hilfe bekommt. Dafür fühlen wir, die wir für das swimming doctors Team arbeiten, uns alle verantwortlich/jg

Swimming Doctors 2





Die Kapitäne auf den Kreuzfahrtschiffen haben eine Außenbrücke, von der Sie Ihr Schiff beim Anlegemanöver steuern können - unser Kapitän bei den Swimming Doctors muss zwischendurch mal vor die Tür schauen, ob alles klappt. Und dennoch - die Swimming Doctors 2 sind schon ein gutes Stück besser ausgestattet, als der alte Reisdampfer, mit dem wir das Projekt vor fünf Jahren begonnen haben. Besser ausgestattet auch auf dem Oberdeck. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das einzige Schiff in ganz Myanmar sind, dass den eigenen Stromverbrauch fast vollständig solar erzeugt. Für ein paar Tage bin ich hier an Bord, zusammen mit drei deutschen Ärzten. Wir schauen, was wir verbessern können in den Abläufen an Bord. In ein paar Monaten, wenn MS EUROPA nach Yangon kommt, zeige ich gerne unser Schiff - mit einem großen Dankeschön an die vielen Gäste und Crewmitglieder, die unser swimming doctors Projekt seit Jahren unterstützen/jg

Freitag, 21. November 2014

Deutschland - Myanmar



Wieviel Anhänger die Toten Hosen in Yangon haben, das wird sich Anfang Dezember zeigen, wenn Campino mit seinen Freunden hier ein Benefizkonzert gibt. Eintritt frei. Ob die 5.000 Plätze reichen, werden wir sehen. Ganz sicher ist, dass 5.000 Plätze nicht reichen würden, wenn die Bayernspieler nach Yangon kämen. Wenn wir dem Taxifahrer erzählen, dass wir aus  Deutschland kommen, dann geht der Daumen nach oben und es tönt voller Überzeugung "Bayern München". So war es auch im Kinderheim, das wir heute gut ausgerüstet besucht haben: eine ganze Kiste voller Fanartikel und Autogrammkarten hat Wolf mitgebracht und übergeben. Die zwei Original Shirts wurden nach einem kleinen Wettbewerb - Wolf Mutschler im Tor - an die beiden Jungs überreicht, die den Ball reinbekommen haben. Den Ball mit den Unterschriften der Bayernspieler haben wir den glücklichen Jungs überlassen. Von Jerzy Wilk habe ich gehört, das man sich hier auch über Werder Trikots oder HSV Trikots freuen würden, solange diese Vereine noch in der Bundesliga spielen/jg

Donnerstag, 20. November 2014

Ein neues Kühlfahrzeug für die Buchloer Tafel



Große Freude in Buchloe: Kürzlich konnte die Buchloer Tafel ihren neuen Kühltransporter in Empfang nehmen! Wieder einmal war es Roland Schütz vom Lions Club München-Solln, der sich seit vielen Jahren unermüdlich um das Projekt „Kühlfahrzeuge für die Tafeln“ engagiert, gelungen, die Finanzierung des dringend benötigten Fahrzeuges „auf die Beine“ zu stellen. Das bewährte Model einer gemeinsamen Finanzierung durch die Firma Ford, die jeweilige Tafel selbst, die Stiftunglife und einem ortsansässigen Lions Club - hier der Lions Club Schwabmünchen-Lechfeld- Buchloe - fiel auch hier auf fruchtbaren Boden und so konnte das insgesamt 332. Kühlfahrzeug für die Tafeln im Beisein aller Beteiligten auf den Weg gebracht werden. Wir wünschen viel Freude mit dem neuen Fahrzeug und allzeit „gute Fahrt“!/dh

Mittwoch, 19. November 2014

Kinderaugen werden leuchten

Noch haben wir nicht Advent – aber die Vorfreude der Tafelkinder in Hameln ist sicherlich schon groß, denn der Zirkus Roncalli kommt in ihre Stadt. Heute erreicht uns die Nachricht, dass am Nikolaustag, den 6. Dezember 2014, 100 Tafelkinder eingeladen sind, sich von den außergewöhnlichen Artisten und Clowns für einige Stunden „entführen“ zu lassen in eine Zauberwelt, die die Sorgen und Nöte des Alltags vergessen lassen. Dieser Zirkusbesuch wird möglich durch viele Spender unserer Stiftung und dem bemerkenswerten Engagement von  Zirkusdirektor Bernhard Paul. Ihnen allen, auch im Namen der vielen Tafelkinder, wollen wir heute einmal herzlichen Dank sagen./dh

Welt Toilettentag

   

Das heute Welt Toilettentag ist, daran denkt kaum einer. Weder bei uns, noch in fernen Ländern. Die meisten Menschen nutzen, was sie gewöhnt sind, ohne darüber nachzudenken, wo sich die Anderen hinsetzen oder hinhocken. Erst auf Reisen kommen wir gelegentlich in Situationen, die uns über Toiletten nachdenken lassen. In Myanmar bauen wir an jeder Schule sechs neue Toiletten - im lokalen Standard  - seit drei Jahren mit gefliestem Boden, damit sich der besser sauber halten lässt. Kleine Fortschritte verändern die Welt. Der nächste Fortschritt wäre, das Händewaschen nach dem Toilettengang einzuführen. Erst bei den Lehrern, dann bei den Kindern. Nicht ganz unwichtig in einem Land, in dem kein Toilettenpapier benutzt wird - und die meisten Menschen am liebsten mit den Händen essen/jg

Dienstag, 18. November 2014

Deutschland - Myanmar

Khin, Thandar, Moses und Min Min - ich kann die paar Burmesen in unserem Umfeld an einer Hand abzählen, die eine Reise nach Deutschland machen können. Für unsere hundert Studenten ist Deutschland weit weit entfernt. Damit sie eine kleine Vorstellung von unserem Land bekommen, haben wir ein Buch mitgebracht. Ein dicker Wälzer ist das, er zeigt Deutschland auf 400 Seiten an einem Tag. Vor vier Jahren, an einem ganz beliebigen Freitag, sind 400 Fotografen in Deutschland losgezogen, um ihr Land zu fotografieren. Aus den vielfältigen Perspektiven fügt sich ein buntes Bild von unserem Land zusammen: Arbeit, Wohnen, Liebe, Leben, Menschen. Wer weiß schon, dass fast jeder 5. Deutsche einen Migrationshintergrund hat? Mit großer Freude habe ich das Buch durchgeblättert, bevor ich es weitergegeben habe. Khin wird ihren Studenten die Bilder zeigen und eigene Erlebnisse hinzufügen. In sechs Monaten, im Mai 2015, wird sie wieder bei uns sein. Als Vorgeschmack habe ich zwei Gläser Marmelade für sie im Gepäck. Handgemacht von Svens Schwiegermutter. Auch das ist ein Stück Deutschland/jg

Montag, 17. November 2014

Myanmar - zwölf neue Studenten



Zwölf Studenten haben Ihr Studium in diesem Jahr abgeschlossen. Die meisten von Ihnen konnten gleich einen gut bezahlten Job beginnen. Zusammen mit den Abgängern der letzten zwei Jahre haben inzwischen knapp 30 Studenten das Ziel erreicht. Damit wir wieder unsere 100 erreichen, wurden heute unter der Leitung von Khin zwölf neue Studenten ausgesucht und in unser Programm aufgenommen. Die Neuen studieren Ingenieur, Medizin und Forstwirtschaft. Schauen wir mal, ob wir in Deutschland nette Mentoren finden, die vom Berufsbild zu unseren Studenten passen. Das kleine Video zeigt die Vorstellung der Neuen bei dem jährlichen Studententreffen/JG

Myanmar - Das jährliche Studententreffen

Einmal im Jahr treffen wir uns mit all unseren Studenten. Jedenfalls mit allen die Zeit haben. Manche müssen Arbeiten, andere stecken gerade in Klausuren. Immerhin, mehr als 70 sind zu unserem Jahrestreffen gekommen. Viele bekannte Gesichter und 12 neu ausgewählte Talente. Das "come together" war bestens organisiert, Khin hat einfach an alles gedacht. Der Mönch hat wieder seine schönste Halle für unser Treffen zur Verfügung gestellt. Mit dabei waren Sascha und Lennart, im Vordergrund link - Michael, vorne rechts, arbeitet zur Zeit bei der Deutschen Welle in Yangon - und Tilman, im Bild ganz hinten in der Tür, arbeitet zur Zeit als Praktikant im Waisenhaus in Yangon. Für uns und mit uns wurde über die Fragen des Lebens diskutiert:

- Mann oder Frau, wer ist erfolgreicher im Leben?
- Wo ist das Leben schöner, im Dorf oder in der Stadt?
- Disziplin, Wissen oder Schönheit, was ist wichtig im Leben?

Wir haben erlebt, wie mit Begeisterung hin und her argumentiert wurde - und uns darüber gefreut, dass diese Treffen von Jahr zu Jahr inhaltsreicher werden. Heute gibt es einen Ausflug für alle. Die Neuen werden an die Hand genommen und auf das vorbereitet, was da auf sie zukommt. Sascha und Lennart werden noch ein paar Tage dabei bleiben, dann liegt es wieder an Khin, ihre Studenten zu fördern und zu fordern. Sagaing, der Ort, in dem das Treffen stattfindet, ist einen Besuch wert. Nur über den Fluß, direkt gegenüber von Mandalay, erhebt sich der heilige Berg, auf dem viele Klöster und noch mehr goldene Pagoden in der Sonne glänzen. Ich freu ich schon auf den Besuch im kommenden Jahr/jg

Sonntag, 16. November 2014

Vice Prime Minister of Ethiopia visited Alemketema Enat Hospital





Hier noch zwei Bilder von dem hohen Besuch in Alem Ketema - und ein ganz herzliches "Congratulation Dr. Ayele". Wer hätte vor drei Jahren - als das Krankenhaus ziemlich runtergekommen war - gedacht, das ein solcher Erfolg möglich sein könnte. Ich erinnere mich an die Rede, die wir gemeinsam an die Mitarbeiter gerichtet haben. Die endete mit einem Wunsch, der damals unerreichbar schien " We want to be the best Hospital in Etiopia". Jetzt dürfen wir uns das nächste Ziel suchen, es gibt noch genug zu tun/jg

Äthiopien - Vice Prime Minister visit Enat Hospital

Großer Tag in Alem Ketema und viel Ehre für Dr. Ayele. Der Besuch ist verdient, denn vor ein paar Monaten wurde das Enat Hospital zum besten Krankenhaus in Äthiopien ausgezeichnet. Einen kleinen Teil haben wir dazu beigetragen. Das Foto mit der Statistik habe ich gemacht, als ich vor ein paar Wochen dort war. Die Zahlen sind aktuell, das Datum bezieht sich auf den Äthiopischen Kalender. Hier ist der Bericht von Dr. Ayele : Dear Frieds, his Excellency Ato Demeke Mekonnen, vice prime minister of Ethiopia visited our hospital. He was with us for half a day and was surprised with the cleaness and safety of the hospital. He was also impressed with quality of care being provided in such rural area and send his acknowledgment to all hospital workers and management bodies. He promised to support whatever need we have and in the upgrade of the hospital/Ayele

Samstag, 15. November 2014

Glücksgarantie

Immer wieder eine Freude zu lesen - und zu staunen - ist die Rubrik "Die Welt in Zahlen" in der Zeitschrift brand eins. Da erfahren wir in diesem Monat, dass die Deutschen 4,2 Milliarden Euro im Jahr spenden und im gleichen Zeitraum achtmal soviel, nämlich 33,1 Milliarden, für Glücksspiele ausgeben. Wenn so viele Menschen Ihr Glück im Spiel suchen, dann liegt die Vermutung nahe, dass sie nicht um das Glück wissen, dass eine Spende bewirken kann. Bei uns sogar mit Glücksgarantie für den Spender. Soweit ich weiß, gibt es solche Garantie an keiner Lottoannahmestelle/jg