Stiftunglife

Sonntag, 26. April 2015

Freunde der Stiftung

Gut zwanzig Jahre ist es her, dass Jörg Bittel unsere Arbeit das erste Mal unterstützt hat. Der Chef von Markenfilm hat damals gleich JA gesagt, als wir einen kleinen Film brauchten, um die Idee der Tafeln zu erklären. Mit großem Erfolg lief der aufwändig gedrehte 30 Sekunden Spot drei Jahre lang auf Pro Sieben. Der Entwicklung der Tafeln hat das sehr geholfen. Siebzehn Jahre später dann, nach einer Reise durch Myanmar, gaben uns Jörg das Geld und den Anstoß für den Neubau von swimming doctors 2. Jörg und Karin Leben in Hamburg. Sie interessieren sich für Kunst und Kultur, engagieren sich vielfältig und großzügig mit Rat und Tat. Gestern waren wir zusammen in Hamburg unterwegs, haben Rupprecht Matthies besucht, in seinem Atelier in Der Innenstadt im 6. Stock unterm Dach. Zum Abschied hat uns Rupprecht ein "Danke" mit auf den Weg gegeben. Diesem Dank schließen wir uns gerne an/jg

Das Wort zum Sonntag

Am Mittwoch haben wir vor der Celler Stadtkirche der Opfer im Mittelmeer gedacht. Beim Wort zum Sonntag und in vielen Kirchen wird heute für die Ertrunkenen gebetet. Viele Kirchen heißt nicht viele Menschen. In Deutschland, in ganz Europa, entfernen sich immer mehr Menschen vom Glauben - während der Rest der Welt immer religiöser wird. Forscher haben 63.000 Menschen in vielen Ländern der Erde befragt: 6 von 10 der Befragten bezeichnen sich als religiös. Zu den religiösesten Ländern dieser Umfrage gehören Thailand, Myanmar und die Philippinen. Die meisten Atheisten Leben in China. Europa liegt in der Mitte: 43 Prozent der Bevölkerung in Westeuropa bezeichnen sich als religiös. Eine Weitere Erkenntnis der Befragung: je ärmer die Menschen, desto wichtiger ist Ihnen die Religion. Das merken wir auf den Philippinen, wo wir in zwei Projekten mit Ordensschwestern zusammenarbeiten. Die Hingabe der Schwestern ist bewundernswert und wirkt auf uns wie aus einer anderen Zeit. Das gleiche Gefühl habe ich bei den "Sister of the poor" in Yangon, die sich um alte Menschen kümmern. Allen Freunden der Stiftung wünsche ich einen gesegneten Sonntag. Das Foto zeigt eine Licht Installation von Christoph Hildebrand in der Celler Stadtkirche/jg

Samstag, 25. April 2015

Integration in Dresden

Gute Nachrichten zum Thema Flüchtlinge und Integration: mit Dresden - das freut mich ganz besonders - haben wir jetzt auch eine Initiative im Osten. Damit sind die zehn Gruppen quer durch Deutschland besetzt, die wir in der Erkundungsphase haben wollten. Im Sommer werden wir bei einem Treffen in Celle die einzelnen Projekte näher kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Christine studiert Architektur in Dresden. Sie engagiert sich für Bauen in Entwicklungsländern - und nun auch für Flüchtlinge in ihrer Stadt. Hier ist Ihre Mail:

Liebes Stiftungsteam, es freut mich sehr, dass Ihr mein Projekt in Eure Fördergruppe aufnehmt. Es macht unglaublich Spaß - ich habe eine Gruppe aus 12 Eritreern die zwei Freundinnen und ich ein, zwei Mal in der Woche besuchen. Wir machen Sport, kochen oder erkunden die Stadt gemeinsam. Aber das was fehlt ist die Sprache, sie werden hier nie ankommen, oder am Miteinander teilhaben können ganz zu schweigen vom deutschen Arbeitsmarkt - den sie ohne die deutsche Sprache einfach nicht erreichen können. Deswegen habe ich mich in Anlehnung an andere Initiativen dafür entschieden ein Computerzentrum zu eröffnen, erst einmal ganz klein, 10- 15 Laptops, um zu schauen ob die Deutschkurse auch auf diese Art angenommen werden. Liebe Grüße aus Dresden, Christine

Freunde der Stiftung


Wenn es die Tafeln nicht gäbe, hätten wir uns vermutlich nie kennengelernt: Dr. Geiger lebt und arbeitet als Zahnarzt in Burghaun, in der Nähe von Fulda. Bei einer gemeinsamen Förderung einer Tafel mit seiner Stiftung Jollydent sind wir vor ein paar Jahren in Kontakt gekommen. Erst per Mail, bis dann im letzten Jahr Helmut Sorg dafür gesorgt hat, dass wir uns persönlich kennenlernen. Das persönliche Kennenlernen hat den gemeinsamen Blick erweitert - erst für die swimming doctors, dann auch für das Flüchtlingsthema - das Ehepaar Geiger ist mit viel Engagement dabei, wenn Lösungen gesucht werden/jg 

Freitag, 24. April 2015

Heute vor zwei Jahren

Eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe will die enthemmte, unachtsame Art des Modekonsums kritisch sezieren: "Fast Fashion" nennt sich das Produktionsprinzip am unteren Ende der Modekette, bei dem jenseits von Haute Couture und Prêt-à-porter massenproduzierte Mode immer billiger in immer kürzeren Rhythmen auf einen an sich gesättigten Markt geworfen wird. Laut Statistischem Bundesamt nutzen wir rund 40 Prozent unserer Kleidung nicht. Trotzdem bringen große Modeketten inzwischen zwölf Kollektionen pro Jahr auf den Markt. 

Dabei startet die Ausstellung beim Konsumenten selbst, beleuchtet aber auch die wirtschaftliche, soziale und ökologische Ausbeutung. Grafiken sezieren die Schere zwischen gesetzlichem Mindestlohn und Existenzlohn in asiatischen und osteuropäischen Ländern, in denen die meisten Textilwaren hergestellt werden. Eine Arbeit der Fotografin Susanne Friedel inszeniert die Models wie eine H&M-Anzeige, bricht die Werbeästhetik aber durch Schilderungen über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Der Kaufimpuls ist etwas Unterbewusstes, Emotionales, schwierig Fassbares inne: Rational wissen wir, dass bei der Produktion eines Shirts, das nur fünf Euro kostet, etwas schiefgelaufen sein muss. Trotzdem, machen wir mit, etwa, wenn wir uns nach einem schrecklichen Arbeitstag mit neuen Schuhen belohnen.  Konsum ist nicht mehr Überlebenssache, sondern Ausdruck eines Lebensstils geworden.

Genau heute vor zwei Jahren ist die Textilfabrik in Bangladesch zusammengebrochen/jg 





Swimming Doctors 3







Das Wasserfest, der Ausnahmezustand des Feierns, ist vorbei. Das neue Jahr hat begonnen und der Alltag nimmt auch in Myanmar wieder seinen Lauf. Zuverlässig geht Thein jede Woche in den Myanmar Shipyard um Fotos vom Baufortschritt zu machen. Fünfeinhalb Stunden Zeitunterschied machen es möglich, dass seine Bilder von heute Vormittag bei uns zum Frühstück zu sehen sind. Das neue Schiff wächst und unsere Freude wächst mit/jg

Donnerstag, 23. April 2015

Solarlampen für stromlose Dörfer

Grundschüler spenden in der Fastenzeit

Als Abschluss der zweimonatigen Stromprojekts der vierten Klassen der Rehbergschule Rossdorf stellte Klassenlehrer Jennewein ein Solarlampen-Projekt in Myanmar, ehemals Burma vor.
Dank gespendeter, kleiner Solarlampen können dort Schüler auch abends lernen oder Ältere noch nach Einbruch der Dunkelheit z.B. Erdnüsse pflücken. Statt gefährlicher Kerzen als Lichtquelle bringen 20cmx20cm kleine Solarzellen Strom und Licht.
Nach ausführlicher Information und Diskusssion sowie der Zustimmung der Eltern entschieden die Schüler die Fastenzeit zu nutzen und einen Teil ihres Taschengeldes für die Anschaffung von Solarlampen für stromlose Dörfer zu spenden. So kamen 145,-€ zusammen, plus einen Bonus vom Lehrer. Die Schüler der Ethikgruppe der 4. Klassen begeisterten sich ebenso für die Idee und steuerten noch mal 47,- bei.



Somit kann die Stiftunglife 10 Solarlampen in entlegene Dörfer bringen und die Fastenzeit-Aktion der Grundschüler wunschgemäß umsetzen.

Praktikum in Little Lambs



Heute hat uns ein Bericht von Ida Osterkamp (15) erreicht. Sie hat ein zweiwöchiges Praktikum in Little Lambs absolviert: „Für zwei Wochen durfte ich einen Einblick in den Alltag der Kindertagesstätte erhalten. In dieser Zeit habe ich überwiegend in der Yellow Class mitgeholfen. Die dreijährigen Kinder in dieser Klasse sind mir sofort ans Herz gewachsen und deren breites Kinderlächeln habe ich bis jetzt sehr gut vor Augen. Morgens ging es meistens mit einem Teller Porridge los, den jedes

Kind artig aufgegessen und danach selbstständig weggebracht hat. Den Vormittag verbrachten wir in unserem Raum und spielten, puzzelten oder waren kreativ aktiv. Doch auch die Gedächtniszellen kamen zum Einsatz. Jeden Tag wurde eine Einheit unterrichtet, in der 1. Woche zum Thema „The days of the week“ und in der anderen zum „Body“. Die Kinder waren mit so viel Elan und Interesse dabei und selbst die Kleinen behielten schon viel und erzählten mir nachher an der Puppe genau, wo welches Körperteil war. Und alles auf Englisch! Bevor es dann raus auf den Spielplatz ging, war noch „Fruit-Time“ angesagt, mal Birne, Apfel oder Banane. Mit Vitaminen gestärkt wurde dann draußen ausgelassen getobt, gerutscht und die neusten Purzelbäume vorgeführt. Besonders beeindruckt hat mich dann der weitere Ablauf zur Mittagszeit. Jedes Kind wusste genau, dass es vor dem Essen Hände waschen musste und bevor zu den Löffeln gegriffen wurde, noch ein Gebet mit allen zusammen und mit geschlossen Augen gebetet wurde. Während des Essens war es dann ungewöhnlich ruhig und nach und nach brachten die Kinder dann ihren Teller zum Tablett, folgten der Aufforderung „Go to pi“ und legten sich anschließend auf die Schlafmatten in ihren Klassenraum. Nach nur kurzer Zeit schliefen dann alle ungefähr 25 Kinder dieser Klasse ein und man hörte nur noch ein zufriedenes Kinderschnarchen.

So musste ich leider auch kennenlernen, wie schwer sie es teilweise zuhause haben und unter welchen Bedingungen sie leben. Im Township ist Schlafen aufgrund einer hohen Geräuschkulisse und nur wenig Platz kaum möglich, sodass dies im Kindergarten richtige Erholung ist. Dies war ein doch sehr erschreckendes Bild und ließ mich wieder auf den Boden zurückkommen, wie gut wir es doch in Deutschland haben. Trotzdem strahlten die Kinder und besonders dann, wenn wir über ihre Zeit bei Little Lambs sprachen, leuchteten ihre Augen.

Für die Kinder ist Little Lambs die Möglichkeit auf Bildung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und positives Sozialverhalten und somit ein sehr guter Weg auf eine bessere Zukunft.“ /jb

Mittwoch, 22. April 2015

Heute Abend in Celle



Eine kleine Runde, hundert Menschen vielleicht, waren heute Abend dabei, als wir vor der Celler Stadtkirche 900 Kerzen angezündet haben. Es gab passendschöne Musik, der Pfarrer hat die richtigen Worte gefunden und der leichte Abendwind ging zur rechten Zeit schlafen. So hatten die vielen helfenden Hände eine Chance, die meisten der 900 Kerzen mindestens für einen Moment anzuzünden. Mit dem gemeinsamen Anzünden der Kerzen bekam das Gefühl von Gemeinschaft seinen Raum. Nun liegt es an uns, dem Gedenken Taten folgen zu lassen. Im Großen liegt die Verantwortung bei den Politikern, aber im Kleinen, in den Alltagsbegegnungen, liegt die Verantwortung und liegen die Möglichkeiten bei jedem von uns/jg

Den Weltmeister im Fußball will ich nach dem Bayernspiel gestern Abend gerne glauben. Ob wir auch Weltmeister der Herzen sind, das müssen wir noch beweisen. In den kommenden Monaten werden viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Sie werden uns die Gelegenheit geben, das zu beweisen/jg

Dienstag, 21. April 2015

900 Kerzen in Celle

In den vergangenen Tagen sind im Mittelmeer erneut mehrere Boote havariert und dabei in kurzer Zeit hunderte, wenn nicht sogar mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Durch unzureichende Rettungsmaßnahmen konnten in den meisten Fällen nur noch die Leichen derjenigen geborgen werden, die auf der Flucht vor Krieg und Leid nach Europa übersetzen wollten. Der Celler Ev.- luth. Kirchenkreis, verschiedene Celler Organisationen und Einzelpersonen laden darum kurzfristig dazu ein, Heute, am Mittwoch dem 22. April um 20.30 Uhr in Celle vor der Stadtkirche der Toten zu gedenken, an die Situation der Flüchtlinge und die unhaltbaren Zustände ihrer Suche nach Asyl in Europa zu erinnern/jg

Myanmar : 29 fertige Studenten haben einen Job



Dear all, We had interesting and beneficial meeting with seven graduates from 2014 and two Guardian students from Yangon this afternoon. Out of seven graduates, five are now working in their respective fields and two are expecting to be able to work in two months. A variety of future plans, job information and experiences are shared among them and the graduates answered the questions raised by the guardian students. Graduates will be grouped according to the year they finished the University and one graduate will be selected as representative each year. So far, we have 29 graduates since 2011. A new group with the name of "Stiftunglife Myanmar Alumni" - was created on facebook and all finished students will be helped to be a member in the group. Everybody is happy with flexible payback system - Starting with minimum 10.000 Kyats per month, up to 80.000 Kyats per month. Everybody agrees to hold small meeting quarterly and one of them will be major annual meeting with some mentors and benefactors from Germany. Best regards Khin.

Montag, 20. April 2015

Kleines Gedenken

Viele waren es nicht und doch, ein paar hundert Menschen haben heute Abend in der Münchner Innenstadt den Toten im Mittelmeer gedacht. Jeder hatte eine Kerze dabei und wenn man bedenkt, dass diese kleine Gedenkstunde sich nur von Mund zu Mund verbreitet hatte, dann war es immerhin ein kleines Zeichen - an einem Tag, an dem zwar viel geredet wurde, aber keine überzeugenden Lösungen zu sehen sind. An einem Tag, an dem vermutlich wieder Menschen in klapprige Boote steigen. Bei Jauch gestern Abend brachte es eine Frau, die die Überfahrt gewagt hatte auf den Punkt "Ich hatte die Wahl: Mit meinen Kindern in meinem Land sterben, oder die lebensgefährliche Überfahrt wagen. Ich habe mich für die Überfahrt entschieden, es schien mir die größere Chance zum Überleben." jg

Freunde der Stiftung

Der Name Otto Stender ist seit Jahrzehnten ein Begriff in Hannover - er brauchte die "Leselernhelfer" nicht, um berühmt zu werden. Berühmt wurde er mit Büchern: 1959 eröffnete er seine erste Buchhandlung in der Stadt. Später wandelte er die Georgsbuchhandlung in ein literarisches Kleinod. Auf seinem "roten Sofa" saßen Siegfried Lenz, Günter Grass und Peter Rühmkorf. Soviel sei hier gesagt: der Mann kann lesen. Im Gegensatz zu vielen jungen Menschen, die kaum noch ein Buch in die Hand nehmen. Um diese "Kinder ohne Wortschatz" wollte er sich kümmern, als er "Mentor - die Leselernhelfer" vor vielen Jahren gründete. Das ist alles schon Geschichte. Was Otto Stender und uns heute verbindet, das sind die "Flüchtlings-Leselernhelfer". Eine Gruppe von ehrenamtlichen Helfern, die jungen Flüchtlingen helfen, hier ins Leben zu kommen/jg

Burkina Faso : unsere neuen Lampen sind da



Liebe Freunde, es ist immer schön gute Neuigkeiten zu erhalten.. Von meiner Erfahrung weiss ich, das oftmals ein oder zwei Monate vergehen, bis Dinge aus dem Zoll kommen. Das große Problem und die Verzögerung war in China. Die Firma hat Monate gebraucht, die richtigen Ausfuhrdokumente zu erstellen. Nun ist alles gut, die Lampen sind da und werden in den nächsten Tagen ausgegeben. Ansonsten läuft alles ganz gut in Pétessiro. Zwei Geburten an einem Tag. Der Schulgarten ist wunderschön grün. Die Frauen beginnen mit der Ausbildung. Am Samstag, 25. April habe ich einen Info-Tisch zu unseren Burkina-Projekten in München, im Alten Rathaus von 14-18.00 Uhr. Wer Zeit und Lust hat vorbei zu schauen, ist herzlich willkommen. Herzliche Grüße, Walter

Sonntag, 19. April 2015

Besonderer Verdienst/3



Gerade haben wir erfahren, dass Joachim Gauck aktuell zwei aus unserem Team geehrt hat. Von dem Abend für Roland Schütz haben wir vor wenigen Tagen berichtet. Nun freuen wir uns im gleichen Maß über die Ehrung für Jerzy Wilk in Rangun. Für seine besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland hat ihm unser Bundespräsident das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Botschafter Christian-Ludwig Weber-Lortsch überreichte Herrn Wilk den Verdienstorden vor einigen Tagen im Rahmen einer Feierstunde gefolgt von einem Abendessen für geladene Gäste in seiner Residenz. Herr Wilk dankte dem Herrn Bundespräsidenten für die ihm erwiesene Ehre. Wir gratulieren herzlich aus der Ferne/jg

Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, wir müssen sie selbst schaffen.

Fjodor M. Dosojewski

Deutschlands stille Helfer



Tröglitz und Pegida stehen für Abwehr, das Misstrauen und den Hass in Deutschland. Sie stehen für die dunkle Seite im Umgang mit ankommenden Flüchtlingen. Aber es gibt noch eine andere Seite, eine offene, hilfsbereite: Viele Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig für die Neuankömmlinge. In manchen Dörfern schließen sich Bürger zusammen und organisieren Hilfe für Asylbewerber. Es gibt Familien, die sich auf eigene Faust um Flüchtlinge kümmern. Manche bieten sich als Babysitter an, während die Eltern aus der Fremde Deutsch lernen. Es gibt Kennenlernrunden. Es gibt Kinder, die ihr Spielzeug spenden. Wer sind diese Menschen, die helfen?

Forscher der Humboldt Universität Berlin und der Universität in Oxford haben das untersucht. Für die Studie des Berliner "Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung" wurden mehr als 460 Ehrenamtliche und über 70 Organisationen in der Flüchtlingsarbeit online befragt. Zwar ist die Untersuchung nicht repräsentativ, weil die Stichprobe nicht zufallsgeneriert ist - aber das Material ist so umfangreich, dass es aussagekräftig ist und mindestens Tendenzen aufzeigt.

Was die Forscher herausgefunden haben, finden Sie hier: http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1028929.html

Samstag, 18. April 2015

Integration ist anstrengend, auch in der Theorie



Zu der Geschichte der Flüchtlinge vor und nach den Weltkriegen - heute würden wir sagen Asylbewerber - gibt es eine Ausstellung im Bomann Museum Celle. Teil der interessanten Informationen ist ein Einbürgerungstest, dem man sich direkt stellen kann. Sebastian, hier im Bild beim Ausfüllen des Fragebogens, hat den Test mit 31 von 33 bestanden. Herzlichen Glückwunsch, einige Fragen waren kniffelig. Ob wir alle so gut abschneiden würden, weiß ich nicht - aber wir werden es testen, bei unserem Stiftungstreffen zum Thema Integration am 4/5. Juli im Wildland/jg

Integration ist eine Zweibahnstrasse



"Deutschland tut sich schwer mit der Eingliederung von Mitmenschen fremder Abstammung"
Der Satz ist von Gerhard Schröder. In seiner Zeit als Bundeskanzler hat er 26 Briefe für ein modernes Deutschland veröffentlicht unter der Überschrift "Integration ist eine Zweibahnstrasse." Hier noch ein paar Sätze aus dem Brief:

"Deutschland hat Schwierigkeiten damit, sich als Nation zu verstehen, der die verschiedensten Kulturen angehören. Das war nicht immer so: Das urdeutsche Volkslied "Kein schöner Land in dieser Zeit" wurde von dem Italiener Anton Florentina de Zuccamaglio verfasst und ohne die hugenottischen Flüchtlinge - heute müsste man sagen Asylbewerber - wäre Berlin niemals die kulturelle und wirtschaftliche Metropole geworden, die es jetzt auch zur deutschen Hauptstadt qualifiziert hat." Der Brief ist aus dem Jahr 1998, das Thema ist aktuell geblieben. Er endet mit der Hoffnung, dass wir "...gemeinsam ein modernes Deutschland schaffen können. Unabhängig davon, woher unsere Vorfahren einmal gekommen sind."

Freitag, 17. April 2015

Myanmar New Year


Dear our mentors and friends from Germany, in two hours, Myanmar era 1376 will end and Myanmar era 1377 will start. Myanmar people have been celebrating Thingyan or Water festival across the country by splashing water to each other since many years ago. The literal meaning of Thingyan is "change". Changing from old year to new year. The attached picture is a Myanmar New Year postcard more than a century ago. At this very auspicious moment, I would like to extend my best wishes to all our mentors and friends from Germany. May you all possess - Peace of mind, health of body and fulfilling life! With very best regards, Khin from Myanmar

Freude der Stiftung

Das Lasab eine Freude der Stiftung ist, wissen viele von uns. Das schließt die Freundschaft zur Stiftung und den Menschen ein. Lasab war ein Kind, als sie vor sieben Jahren in unser Leben und zu uns nach Deutschland kam. Wolf hat sie operiert. Kristina, Norbert und Klara haben ihr in Neuffen ein Zuhause gegeben. Jahre später, nun als Jugendliche, ist Lasab unser aller Glück und Sonnenschein geblieben. Meist strahlt das Glück aus der Ferne - Lasab besucht die Deutsche Botschaftsschule in Addis Abeba - aber im Sommer, da wird sie wieder zu uns nach Deutschland kommen. Wir freuen uns schon heute auf diese Zeit/jg

Donnerstag, 16. April 2015

Besonderer Verdienst/2

Wikipedia weiß es ganz genau : "Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst." Soweit die Erklärung der Wissens Enzyklopädie. Was Wikipedia noch nicht weiß, wir aber hier schon mal ruhig sagen dürfen: In diesen Minuten erhält Roland Schütz den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer kleinen Feierstunde. Er hat es wohl verdient, sein Engagement für die Tafeln ist großartig und nachhaltig. Freunde der Stiftung, Tafelhelfer und viele Lions Clubs in ganz Deutschland gratulieren von Herzen/jg

Besonderer Verdienst/1



Wieder ging vor ein paar Tagen ein Kühlfahrzeug an eine Tafel im Münsterland. Das ist der Verdienst von Gerd Krämer, auf dem Foto ganz links. Seit vier Jahren organisiert der Sparkassenvorstand im Ruhestand regionale Hilfe für die Tafeln im Münsterland. Mit einer Spende zu seiner Verabschiedung aus dem Berufsleben fing das Ganze vor vier Jahren an. Inzwischen sind elf Fahrzeuge - zehn nagelneue Kühltransporter und ein Hubwagen - in die Region geliefert worden. Immer mit der Einbindung der lokalen Lions Lions Clubs, der Sparkasse Westmünsterland und der Stiftunglife. Mit Gerd Krämer hat das Lions/Tafel Netzwerk von Roland Schütz regionale Verstärkung erhalten. Die Tafeln sind erfreut - und wir gratulieren zu diesem tollen Erfolg/jg

Mittwoch, 15. April 2015

Happy new year

Das Wasserfest ist das populärste Fest in Myanmar. Jetzt in dieser Woche sind alle Geschäfte geschlossen, weil das ganze Volk feiert. Das Prinzip vom Wasserfest ist einfach zu verstehen: "Jeder spritzt jeden nass!" Wir gut das funktioniert, daß haben wir im vergangenen Jahr am eigenen Leib erfahren. Natürlich hat das Ganze einen tieferen Sinn: die Menschen feiern das burmesische Neujahr. Man glaubt, dass mit dem Wasser die Sünden des alten Jahres weggespült werden. Nach Meinung der Burmesen gab es bei Timm und mir besonders viel zu waschen, wie auf dem Foto zu sehen ist. Im ganzen Land kommen die Menschen zusammen und wenn sie sich mal grad nicht gegenseitig nassspritzen, dann besuchen ihre Pagoden, opfern und huldigen den Mönchen, spielen, trinken und besuchen Freunde. Wir wünschen allen unseren Freunden in Myanmar ein gesundes und gutes neues Jahr/jg

12 students in Yangon

> Dear Mentors and Friends, there are 12 students staying in Yangon during this summer holidays. Phyo Ei Soe is now doing two months internship at Yoma bank. Soe Min Oo and Htain Lin are going to do some practical at construction sites. Nandar Aye, Nandar Win and Khaing Oo are in Yangon for the first time and experiencing new things in city life. Cherry Thin is now in Yangon again for the second time with more confidence to go here and there by bus alone. Hsu Myat Now and Hnin Su Hlaing will stay together at a hostel with Nandar Aye and they will study English four skills. Phyo Thura Htun spent last summer in Yangon studying English and he wants to study more this year. So, he stays in Yangon.Min Thu has shorter vacation compared to others but he wants to be a novice (junior monk). Pyae Khine Soe liked what she had learnt and practised at the meditation centre last year and she wanted to go there again this year during water festival. Altogether 11 students (except Phyo Ei Soe) went to meditation centre 30 miles in the north west of Yangon. Though I wished to join them, my instinct confined me to stay at home to take care of mom for which I am equally satisfied In the picture, I took five students to Shwedagon Pagoda and museum on the day they arrived Yangon. I will get more photos on Myanmar New Year day. Best regards, Khin

Dienstag, 14. April 2015

Freunde der Stiftung

Reisen verbindet. Reisen durch Myanmar ganz besonders. Die gemeinsame Reise mit Nico Gormsen und seiner Frau Liba im Februar 2015 war voller wunderbarer Eindrücke. Der Moment nach dem Ballonflug über Bagan gehört dazu. Aber am liebsten denke an die alten Fotos, die Nico rausgekramt hat, als ich ihn Zuhause besucht habe "So sah das aus, als ich vor dreißig Jahren in Myanmar unterwegs war", erzählt er und die Augen leuchten. Damals war er noch ein junger Mann - nun unterstützt er junge Menschen. Als Mentor, bei den swimming doctors und in vielen Kinderprojekten rund um die Welt.

Aktion und Reaktion

Der Vater von Christiane hatte einen Tick, vielleicht glaubte er auch daran, dass sie alle mal ganz wertvoll werden würden - sorgfältig hatte er alle Spiegel Ausgaben seines Lebens gesammelt und im Keller archiviert. Er hätte auch die Ausgabe 15 vom 4. April griffbereit, die ich heute beim Aufräumen in die Hand bekomme. Spiegel Redakteure sind der Beziehung von Spendern und Patenkindern nachgegangen und haben dabei herausgefunden, dass diese Beziehung eine Einbahnstraße ist. Die Kinder schreiben, aber kaum jemand antwortet Ihnen. Das Resümee des Artikels lautet: "Die Spender wollen Informationen, aber keine Nähe."

Man könnte das auf die geänderten Zeiten schieben. Wer schreibt heute noch Briefe, wo Mails Entfernungen über Kontinente in Sekunden überbrücken können? Aber das ist wohl nur ein Teil der Wahrheit. Auch wir machen die Erfahrung, dass die meisten Spender auf unsere Post nicht reagieren. Jedenfalls die Spender, die wir nicht kennen. Sobald es eine persönliche Beziehung gibt, sieht die Sache anders aus: bei unseren Mentoren und Studenten gibt es viel gegenseitigen Austausch - und auch die Beziehung mit den Spendern, die wir kennen, ist eine Zweibahnstrasse. Wie schön! jg

Montag, 13. April 2015

Gut gesagt

Im Montagsinterview der Süddeutschen wird heute Dirk Rossmann vorgestellt. Der Unternehmer aus Hannover ist nicht nur mit seinen Drogeriemärkten erfolgreich, er engagiert sich auch in sozialen Projekten. Mit seiner "Stiftung Weltbevölkerung" hatten wir im letzten Jahr in Äthiopien Kontakt - nun sind wir ihm bei der Förderung der Leselernhelfer in Hannover wieder begegnet. Das Interview (Wirtschaft, Seite 18) ist lesenswert. Hier ein Auszug, den ich wörtlich für die Stiftunglife übernehmen würde: "Der Erfolg basiert ja nicht darauf, dass ich besonders toll bin oder besonders tolle Ideen habe oder besonders fleißig bin, das schon mal gar nicht. Er basiert darauf, dass wir mit Freude arbeiten, dass wir ein Team sind. Ich habe gelernt, dass am meisten bei rum kommt - das meine ich nicht finanziell - wenn alle profitieren."

Mitfahrgelegenheit

Wer mit Khin eine Runde auf der Ölmühle drehen möchte, mag sich bei mir melden: juergen@stiftunglife.de vom 18. bis zum 27. Mai fliege ich auf die Philippinen und nach Myanmar. Tina Meier kommt mit, wir wollen das Labdoo Projekt auch für unsere philippinischen Studenten starten. Dann geht es weiter nach Yangon, um den Schiffsneubau anzuschauen. Dann weiter nach Bagan, Khin treffen und ein paar Fragen an der Recyclingstation Klären. Vielleicht gibt es auch noch eine Schuleröffnung, we will see/jg

Siabatous Lauf

Gestern, beim Paris Marathon, startete Siabatou Sanneh aus Gambia. Sie wusste, dass sie nicht die schnellste Teilnehmerin sein würde - aber sicher war sie eine der ernsthaftesten. Siabatou lief mit einem Wassergefäß auf dem Kopf. Damit wollte sie auf den täglichen Weg aufmerksam machen, den viele Frauen und Kinder in Afrika jeden Tag zurücklegen müssen, um Trinkwasser für Ihre Familie zu holen/jg

Sonntag, 12. April 2015

Geteiltes Glück

Das Foto habe ich grad gesehen in einer Zeitungsbeilage zum Thema"Wohlfühlen". Es passt so schön zu unserem Brilleneintrag von gestern. Wir sollten Rolf Sachs fragen, ob er für unser Brillenmodelle Werbung machen möchte. Wäre doch toll, wenn die Zweitbrille - oder die Lesebrille - einem Menschen in Afrika hilft, wieder sehen zu können. Mit der Bezahlung dürfte es keine Schwierigkeiten geben, Rolf Sachs lebt ohne materielle Sorgen. Wenn man den 59-jährigen Künstler fragt, wann es ihm aus seiner Sicht so richtig gut gehe, dann spricht er gerne über seine Mitmenschen "Ich suche immer Begegnungen mit interessanten Leuten". Das passt doch zu uns. Jetzt müssen wir nur noch sehen, ob er sich für unsere Brillen begeistern kann. Zwei hat er ja schon, das ist offensichtlich :-))