Stiftunglife

Samstag, 20. Dezember 2014

Radiotipp



"Reisen ist eine unserer größten Glücksphantasien, sagt der Schriftsteller und Philosoph Alain de Botton. Doppelt glücklich macht es manche, wenn man nicht nur nach dem Lustprinzip reist, sondern den Ferien auch mal einen tieferen Sinn gibt." Mit dieser Einführung empfiehlt  der Bayrische Rundfunk seinen Hörern das Interview mit Prof. Wolf Mutschler auf Bayern 2 am Sonntagmorgen um 9.05 Uhr. Wem das zu früh ist, der hat am Montag um 14.05 Uhr noch einmal die Gelegenheit das Interview in der Sendung "RadioReisen" zu hören. Hier der Programmhinweis zur Sendung, es gibt es auch zum Nachhören http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/radioreisen/myanmar-swimming-doctors-148.html

Nur noch 4 Tage



Der französische Präsident sprach vor ein paar Tagen von dem "Segen namens Zuwanderung". Nicht alle Franzosen sehen das so. Auch in Deutschland sind die neuen Mitbürger kein leichtes Thema. Viele betrachten die als Gewinn, manche als Bedrohung. Die Politik sucht noch die große Linie, während viele Menschen im Mittelmeer sterben und andere in Dresden auf die Straße gehen. Integration ist ein schwieriges Thema. Trotzdem wollen wir uns diesen Menschen widmen, das passt in die Zeit, auch Maria und Josef waren Flüchtlinge. Wer heute unserem Weihnachtstipp folgt, wird selbst etwas tun: sich um Fremde kümmern. Wenn Sie einem Flüchtling oder einer Flüchtlingsfamilie Zeit und Aufmerksamkeit geben, dann geben wir jeden Monat hundert Euro als unseren Integrationsbeitrag, für einen gemeinsamen Kinobesuch, einen Kurs an der Volkshochschule oder ein Hörbuch/jg

Freitag, 19. Dezember 2014

Nur noch 5 Tage

Weihnachtshasen habe ich heute gesehen, als ich Roman im Hotel abgeholt habe. Zur Lieferung der Ostereier dürfen wir in dem Hotel wohl Rentiere erwarten. Aber ich will nicht lästern, denn die langen Ohren haben mich auf eine Idee gebracht: lassen Sie uns zu Weihnachten Esel verschenken, die haben auch lange Ohren. Esel sind besonders gut als Nutztiere geeignet, da sie auch längere Dürreperioden problemlos überleben. In Äthiopien werden die Tiere für den Transport genutzt. Wenn sich jemand für dieses Geschenk entscheidet, dann werde ich Dr. Ayele bitten, diesen Wunsch umzusetzen: einen jungen starken Esel für eine arme Familie! Bei dem nächsten Besuch in Alem Ketema könnten wir dann unseren Esel besichtigen, vielleicht wird er uns sogar aus Dankbarkeit ein Stück tragen. Die Frage "Was kostet so ein Esel?" kann ich hier noch nicht sachkundig beantworten. Je nach Alter und Bauart würde ich von 100 bis 200 Euro ausgehen. Wir rechnen den genauen Betrag nach Weihnachten mit Quittung in unserem gläsernen Konto ab. Genau wie alle anderen Ausgaben - und das nicht nur zur Weihnachtszeit/jg

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Vereinlife trifft Stiftunglife

An unseren Projekten in Myanmar arbeiten wir schon seit Jahren mit Roman zusammen. Nun entwickelt sich die nette Verbindung auch zwischen Zürich und München, zwischen dem neu gegründeten Vereinlife und der Stiftung. Uns verbinden die gleichen Ziele, Werte und der selbe Enthusiasmus. Roman Saxer, Präsident des Schweizer Vereinlife, ist nach München gekommen. Die Myanmar Ausstellung war der Anlass, die Menschen der Stiftung sind das nette Drumrum. Hier auf dem Foto mit Tina beim Frühstück im Preysinggarten. Natürlich haben wir auch mit Kostas unseren Espresso getrunken. Roman und Jürgen waren der Anfang, das war vor fünf Jahren im Traders. Mit Ursula, Sai Pai, Bernhard, Khin, Udo, Min Min, Tina, Kurt, Kostas, Lucia und Felix wächst das Netzwerk über Grenzen und Erdteile. Was für ein schönes Gefühl/jg

Nur noch 6 Tage

Ob das wirklich der "allercoolste Weihnachtsmann" ist, wie auf der Bildbeschreibung behauptet, das lass ich hier mal offen. Ja, die Brille ist cool. Leider hilft die schönste Brille nicht, wenn das Auge trüb wird. Da hilft nur eine Operation. Bei uns in Deutschland ist so eine Katarakt Operation eine Kleinigkeit, in Äthiopien gibt es so etwas nur für "die besseren Leut" die so etwas bezahlen können. Wenn Sie zu Weihnachten Licht verschenken möchten, Augenlicht, dann überweisen Sie bitte 50 Euro mit einem entsprechenden Vermerk auf unser Spendenkonto. Wir bringen das Geld nach Äthiopien und kümmern uns darum, dass ein armer Mensch operiert wird. Ein Mensch, der sich das sonst nicht leisten könnte. Als Dankeschön schenken wir Ihnen eine Lesebrille "Made in Etiopia" in Ihrer Sehstärke/jg

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Nur noch 7 Tage

Was wäre die Welt ohne Musik?
Nietsche meinte "Ein Irrtum!" Auch wenn das ein bisschen übertrieben sein mag, ein wahrer Kern steckt wohl in der Aussage. Deshalb hier unser Geschenktipp für eine lebenswerte Welt: spenden Sie ein Instrument für den Gewinner unseres Wettbewerbs an der Jugend Musikhochschule in Minsk. Junge Talente, die Besten ihres Landes im Alter von 6 bis 16 Jahren, bekommen dort ihre Ausbildung. Neben dem Schulunterricht werden sie an Instrumenten unterrichtet. In diesem Jahr haben wir eine Querflöte gespendet. Die 12jährige Gewinnerin darf das Instrument spielen, solange sie an der Schule studiert. Danach bleibt das Instrument an der Schule. Für das kommende Jahr haben sich die Lehrer eine Oboe gewünscht. Für 2.500 Euro bekommen wir ein gutes Instrument. Wenn Sie diesen Betrag zweckgebunden spenden, dann laden wir Sie zum Dank zu einem Konzert ein. In Minsk, Erl oder München /jg

Dienstag, 16. Dezember 2014

Nur noch 8 Tage

Weihnachtskerzen leuchten uns zur Freude. In der Klimabilanz spielen sie keine große Rolle. Da wiegen Millionen von Kerzen mehr, die jeden Abend in den abgelegenen Hütten dieser Welt brennen. Nicht, weil es so romantisch ist, sondern aus purer Notwendigkeit. Zehn Prozent der Weltbevölkerung hat keinen Strom. Diese Menschen nutzen Petroleumlampen und Kerzen. Klimaaktivisten wird das nicht erfreuen - dabei passen diese Kerzen so wunderbar in das Bild einer Welt, in der jeder die Schuld bei den anderen sucht. Die Klimakonferenz in Lima hat das wieder eindrucksvoll bewiesen. Nach zwei Wochen mühseliger Verhandlungen haben sich die Teilnehmer aus 194 Staaten auf nichts geeinigt. Weil uns das zu wenig ist, bieten wir hier unser kleines feines Klimaschutzprogramm an: für 2.000 Euro können Sie einem ganzen Dorf Solarlampen schenken. 160 Lampen, für jede Familie eine. Jede Lampe ersetzt über ihre Lebensdauer rund 2.000 Kerzen. Zusammengerechnet sind das vier Millionen Kerzen, genau gerechnet 3.999.999 denn eine Kerze verschenken wir an denjenigen, der mit diesem Geschenk sich und anderen eine Freude machen möchte/jg

Montag, 15. Dezember 2014

Neue Stellen in Little Lambs



Im Kindergarten Little Lambs gilt unser ganzes Streben dem Wohle unserer 260 kleinen Lämmern, angefangen mit einer zuverlässigen Tagesbetreuung, einer gesunden Ernährung, dem Streben nach Hygiene und einer gewissenhaften Vorschulerziehung, mit daraus resultierenden guten Englisch Kenntnissen. Um diesem Ziel gerecht zu werden, wurde Anfang des Jahres eine Studie zur Bewertung unseres Lehrpersonals in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigten u.a. deutlich, dass eine Lehrerin, mit + 30 Kindern in einer Klasse, überfordert ist; dass das Englisch Niveau angehoben werden sollte und das vorhandene Wissen abwechslungsreicher und interessanter in den Unterricht einfliessen muss. Da auch die Schaffung von Arbeitsplätzen im Township Imizamo Yethu ein wichtiges Bestreben des Projekts ist, wurde sich schliesslich dazu entschieden, weitere 6 Teilzeitstellen für Assistentinnen einzurichten. Jede Assistentin unterstützt ihre Lehrerin in allen Belangen des täglichen Schulablaufs. Weiterbildungsmöglichkeiten werden angeboten und gefördert. Damit auch weiterhin strahlende Kinderaugen unser Dank sind! /jb

Nur noch 9 Tage

Die Idee "give and get" hat uns so gut gefallen, dass wir sie gerne übernehmen. Man könnte auch von "kopieren" sprechen, das gilt in manchen Teilen Asiens als höchste Form der Ehrerbietung. Hier ist unsere Weihnachtsidee für Heute: Sie schenken jedem Kind einer Schule in Myanmar einen Satz Schulkleidung. Weiß/grün, wie es dort üblich ist. Hose und Hemd für Jungen, Bluse und Longyi für die Mädchen. Sieben Euro kostet das im Schnitt pro Kopf. Bei einer kleinen Schule können das 700 Euro werden - bei einer mittleren Schule 1.500 Euro - und bei einer großen Schule bis zu 7.000 Euro. Sie entscheiden, ob sie die Kinder einer kleinen, mittleren oder großen Schule einkleiden wollen und wir kümmern uns um den Rest. Zum Dank für diese Spende schenken wir Ihnen ein Hemd oder eine Bluse. Dafür laden wir Sie zu einem Einkaufsbummel nach München ein, in die Theatinerstrasse zu Hallhuber, wo wir die Idee "give and get" gesehen haben/jg

Sonntag, 14. Dezember 2014

Nur noch zehn Tage

Es wird Zeit die Geschenke zu besorgen. Für alle, die noch eine Idee suchen, veröffentlichen wir hier ein paar Tipps. Jeden Tag einen, bis zum heiligen Abend. Unser Tipp für Heute: verschenken Sie eine Weihnachtsfeier. Nicht für Ihre besten Freunde oder die Erbtante, sondern für Menschen, die Sie vielleicht gar nicht kennen. Menschen, die sich als ehrenamtliche Helfer mit Leib und Seele für Andere engagieren. Bei der Tafel zum Beispiel. Sie können das selbst machen, wenn Sie zu der Tafel in Ihrer Stadt gehen - oder Sie spenden 500 Euro und wir organisieren das für Sie. Als Dankeschön gibt´s von uns eine Einladung für Sie mit Partner und Kindern zu einem Besuch der Ausstellung in München: Mit Leib und Seele. Gerne im neue Jahr :-))

Samstag, 13. Dezember 2014

Wegen gelegentlicher Nachfrage zu den Einträge auf dieser Seite sei hier gesagt, dass diese von mir verfasst werden - und somit immer eine einzelne Meinung darstellen. Das ist noch ein Relikt aus der Zeit, in der die Stiftung sehr auf mich zugeschnitten war. Nun ändern sich die Zeiten: die Stiftung ist im Übergang. Das "ich" war gestern, das "wir" üben wir noch. Der Wandel entwickelt sich kontinuierlich und ich freue mich, dass ich ihn aktiv mitgestalten kann. Neben der Umverteilung von Aufgaben geht es darum, die Philosophie der Stiftung weiterzugeben, die sich über die Jahre gebildet hat. Die richtige Größe der Stiftung ist ein wesentlicher Teil unserer Philosophie. Wir sind groß genug, etwas zu bewegen - und klein genug, um uns persönlich zu kennen. Diesen Zustand wollen wir pflegen und erhalten. Deshalb sagen wir mit Blick aufs Spendenkonto "Es reicht!" für dieses Jahr. Es war gar nicht leicht, für so eine Aussage ein passendes Bild zu finden. Wenige Fotos im Netz verbinden mit dieser Aussage etwas Positives. Wir schon. Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben, bis hierher zu kommen. Bitte bleiben Sie uns und unserer Arbeit auch im nächsten Jahr gewogen. Ihr/Euer Jürgen Gessner

Freitag, 12. Dezember 2014

Integration

Seit drei Jahren ist das Thema "Integration" bei mir im Kopf - aber erst seit drei Monaten, seit wir uns im Team damit beschäftigen, geht es voran. Ideen und Anregungen zu dem Thema gibt es viele. Das Thema "Flüchtlinge" hat viele Facetten, die Medien zeigen manche. Heute im SZ Magazin ist die Geschichte von Evans Adeny nachzulesen. Einzelschicksale. Die stehen auch bei uns im Mittelpunkt. Um die großen Leitlinien kann sich nur der Staat kümmern. Hier ist unser Plan, den wir als Pilot in drei Städten umsetzen wollen: ein Mensch kümmert sich in seiner Freizeit um einen Flüchtling (oder um eine Flüchtlingsfamilie). Geht mit ihm ins Kino, macht Ausflüge, geht zum Einkaufen und/oder zum Sport. Was gut tut und was sinnvoll ist, das entscheiden die beiden gemeinsam. Die Stiftung gibt jeden Monat 100 Euro als Auslagenersatz. Es gibt nur zwei Voraussetzungen für diese Unterstützung:

1. die Betreuung erfolgt ehrenamtlich
2. der Flüchtling muss ein Bleiberecht in Deutschland haben.

Wer so eine Aufgabe schon heute macht - oder darüber nachdenkt, so eine Aufgabe zu übernehmen - ist eingeladen, ein Mail zu schreiben an gessner@stiftunglife.de

Hunger in der Schokoladenkiste

Hunger in Oxford? Einer Stadt, die so geordnet und pittoresk wirkt, dass sie von den Briten gern als "Chocolate Box" bezeichnet wird. Zehn Minuten vom Unizentrum entfernt liegt das Familienzentrum "Donnington Doorstep". Dreimal in der Woche hält dort ein Lieferwagen von der "Oxford Food Bank" Die Fahrer bringen Lebensmittel, die in den Supermärkten der Stadt aussortiert wurden. Manche, weil das MHD abläuft, manche wegen kleiner Verpackungsschäden, andere aus unerfindlichen Gründen. Jeder, der hierher kommt, bekommt etwas zu essen. Auch wenn der die 3.75 Pfund nicht in der Tasche hat, die auf der Tafel angeschrieben stehen. Die Anzahl der Suppenküchen ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Fast zwei Million Briten bekommen Nahrungsmittelhilfen. Dreizehn Millionen leben im Königreich unterhalb der Armutsschwelle. Die Tafel in Oxford hat fünf Lieferwagen und 100 freiwillige Helfer. Ihre Arbeit unterscheidet sich kaum von unseren Tafeln in Deutschland. Die haben viel zu tun in der Vorweihnachtszeit. Ich werde mehr davon hören - und berichten - wenn ich mich heute Mittag mit Roland und Gerhard treffe/jg

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Gestern Abend in Celle

Myanmar : einige waren gerade da, andere planen eine Reise in das goldene Land. Bei unserem Treffen gestern Abend standen die swimming doctors im Mittelpunkt. Dr. Potthoff berichtete mit Bildern von seinem Einsatz auf dem Schiff - Sascha von dem Jahrestreffen unserer Studenten in Mandalay. Bernhard von der Planitz beschrieb mit diplomatischem Geschick die Hintergründe der politische Veränderung in dem Land. Viele Informationen, manche Fragen und nette Gespräche im Palio. Ich denke, wir haben ein paar neue Freunde für unsere Arbeit gewonnen. Vielen Dank an alle, die dabei waren/jg

Vorfreude

Wie schön, dass auch andere so sehr von dem goldenen Land schwärmen können: die Überschrift im Reiseteil der Frankfurter Allgemeinen von heute macht Lust aufs Lesen - und das Lesen macht Lust aufs Reisen. In drei Wochen werde ich wieder das Glück haben, auf dem Irrawaddy unterwegs zu sein/jg

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Freudentanz

Sascha - Jürgen - Khin - Tilman - Lennart - Wolf - Anna - Markus - Anne - Benjamin

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber das meiste liegt schon hinter uns. Ob es ein gutes Jahr war, oder ein nicht so gutes Jahr, das kann nur jeder für sich selbst einordnen. Es liegt vieles an den persönlichen Ereignissen und an der Sichtweise, oder an Beidem. Für die Stiftung war es ein sehr gutes Jahr, auch wenn es nichts Spektakuläres zu berichten gibt - oder vielleicht gerade deshalb. Wenn wir auf das Spendenkonto schauen, sind wir genau in der Größenordnung, in der wir uns wohlfühlen. Viel Vertrauen und über eine Million Euro haben wir bekommen. Das ist gerade die richtige Größenordnung für unsere kleine Organisation, so eine Summe können wir sinnvoll und achtsam ausgeben. 90 Prozent von dem Geld haben wir schon in die verschiedenen Projekte gebracht. Die Projekte laufen gut und wir haben viel Freude an unserer Arbeit - das ist leicht zu erkennen auf dem Teamfoto unserer letzten Myanmarreise. Schritt für Schritt bemühen wir uns, in den Projekten von "gut" auf "sehr gut" zu kommen. Nicht für die Stiftung Warentest, sondern für unseren eigenen Anspruch. Das erfordert Arbeit im Detail: bei den swimming doctors fehlt eine Genehmigung, bei den Schultoiletten fehlen Hinweisschilder, in Äthiopien fehlt ein Ultraschallgerät, bei den Tafelfahrzeugen gibt es Lieferverzögerungen. Lauter Kleinigkeiten, von denen Konfuzius sagt, dass die Welt gerade über diese stolpert. In ein paar Tagen werden wir diese Alltagsdinge zur Seite legen. Luftholen und ein bisschen Vorweihnachtszeit einatmen. Weihnachtskarten schreiben, Danke sagen und uns an dem Glück erfreuen, an so vielen schönen Projekten mitwirken zu dürfen. Jedem, der uns dabei unterstützt hat, vor und hinter den Kulissen, danke ich von Herzen/jg

Dienstag, 9. Dezember 2014

Gutes Beispiel macht Schule



Zwe Yan Naing studiert Medizin an der Uni in Mandalay. Er hat Glück, wir haben mit Prof. Karsten Dreinhöfer einen guten Mentor für ihn gefunden. Weil unserem Studenten die Idee des direkten Bezuges zwischen Mentor und Mentee so gut gefällt, hat er sich entschieden selbst Mentor zu werden. Zwe Yan unterstützt einen Schuljungen, der in seiner Nähe lebt. Er gibt dem Jungen regelmäßig Nachhilfe und kontrolliert dessen Schulaufgaben. Wir wünschen den beiden eine konstruktive und verbindende gemeinsame Zeit/sf

Pharmacy student Lwin Lwin



Dear all, I made a short visit to the Pharmacy shop where Lwin Lwin Aye is now working during her two months' vacation in Mandalay. She said that it was a great chance for her to be able work at the Pharmacy shop opposite the Mandalay General Hospital. She tried at two other shops before she arrived there but was rejected not because she was not liked but because she could only work for two months during her vacation. She passed 3rd year studies and so she will be final year student when the University reopens in January. She said that she should have done it earlier. I hope her mentor will be glad to hear her news. Best regards, Khin

Montag, 8. Dezember 2014

"Tage wie diese"

1983, als Helmut Kohl zum Kanzler gewählt wurde, veröffentlichten die Toten Hosen mit "Opel Gang", ihr erstes Album. 31 Jahre später ist Helmut Kohl nicht mehr Kanzler und Opel baut keine Autos mehr in Bochum - aber die Toten Hosen machen noch immer Musik. In Berlin, bei der Wahlsiegfete der CDU und nun auch in Myanmar, bei einem Open Air Benefizkonzert. Tilman, mein Patensohn war dabei. Hier ist sein Bericht;

Liebe Leute, wieder sind einige Tage vergangen, wieder ist viel passiert. Am 27.11 war wieder eine Schuleröffnung in Bagan, zu der auch mein Chef Herr Wilk angereist ist. Ich war natürlich froh und dank für die Möglichkeit im Auto mitfahren zu können. Losgefahren sind wir am 26.11 Mittags und waren Abends in der Hauptstadt Nay Pyi Taw, wo wir in Räumlichkeiten von Uniteam übernachtete haben. Nay Pyi Taw ist wie viele amerikanische Stadt konzipiert, es ist alles riesengroß und man kann praktisch keinen Weg zu Fuß machen. Die sehr junge Hauptstadt wirkt im Vergleich zu Yangon total verlassen und leer. An den vierspurigen Straßen sind gigantische Hotels aufgereiht was um so abstruser wirkt, da die Straßen menschenleer sind. Am 27. 11 sind wir morgens um vier weitergefahren nach Bagan, wo morgens die sehr schöne Schuleröffnung stattfand. Diese hat die davor, von der ich ja ebenfalls geschwärmt habe auf jeden Fall getoppt. Nachdem die Zeremonie, die Vorstellungen der Kinder und das gemeinsame Essen vorbei waren, wurde plötzlich wieder Musik angemacht und die ganzen Kinder sind auf die Bühne gestürmt, wo wir Besucher irgendwann auch mit hinaufgezerrt wurden. Selten einen guten Open Air Rave erlebt, sowohl wir als auch die Kinder hatten jede Menge Spass!

An die Schuleröffnung angeschlossen wurde ich von meinem Onkel auf eine dreitägige Bootstour von Bagan nach Mandalay eingeladen, die der absolute hammer war! Das Boot war super schön und wieder waren ganz verschiedene Leute, die alle in irgendeiner Weise mit der Stiftung zu tun haben, dabei. Jeden Abend gab es dann Kartenspiel bei einer Flasche Wein, was ich auch lange nichtmehr hatte und sehr genossen hab. Eine neue Erfahrung war für mich, dass ich zum ersten Mal meditiert habe. Kin, die Studentenbetreuerin, hat am ersten Morgen spontan einen kleinen "Einsteigerkurs" veranstaltet, dem ich mich eher skeptisch angeschlossen habe. War dann aber so begeistert, dass ich auch die beide darauffolgenden Tage auch alleine meditiert habe. Was mir bisher noch fremd war, ist die Möglichkeit, im Stehen zu meditieren. Wenn ich jetzt drüber nachdenke, dass ich zehn Minuten stehend mit geschlossenen Augen da stand und das nicht als Anstrengend sondern, ganz im Gegenteil, als sehr entspannend empfunden habe, kann ich es selbst kaum glauben…

Gestern stand ein weiteres Event an: Die Toten Hosen waren in Myanmar! Gemeinsam den Mädels und meinen Freunden aus Yangon bin ich da natürlich hin! War ein absolut krasses Konzert, auch die drei Burmesischen Vorbands waren wirklich gut. Ausser (gefühlt) ungefähr allen Deutschen, die sich irgendwo in Süd-Ost-Asien aufhalten, waren auch mehrere Gruppen an burmesischen Punks da. In einem Land wie Myanmar, dass sich gerade erst langsam von seinem militärischen Regime löst, ist es sicherlich auch was anderes Punk zu sein, als in irgendeinem europäischen Land. Die Jungs waren aber alle super entspannt und fanden es glaub ich auch nicht wild, dass die Besucher zum Großteil offensichtlich gut situierte Deutsche waren. Im Kinderheim tut sich jetzt einiges: Eine der Volontärinnen fliegt morgen zurück, am darauf kommt wieder eine Neue. Ich muss morgen nach Yangon um mein Visum zu verlängern und werde in dieser Woche sicher nochmals nach Yangon fahren, um der Neuen die Stadt zu zeigen. Ab dem 20.12 bin ich dann gemeinsam mit meiner Familie auf Reisen, worauf ich mich natürlich schon sehr freue! Ihr merkt: Immer was los hier, mir wird nicht langweilig. Liebe Grüße aus dem Orphanage, Tilman

Sachschäden







Dieses Mal war alles nicht so schlimm. 24 Stunden nach dem Abzug des Taifuns sind in den Zentralphilippinen die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Viele Menschen kehrten am Montag in ihre Dörfer zurück. Bäume waren entwurzelt, Strommasten verbogen sowie Häuser und Hütten schwer beschädigt. "Der Taifun wütet noch in mehreren Landesteilen, aber wir haben zunächst hauptsächlich Sachschäden zu beklagen", sagte der Direktor der Katastrophenschutzbehörde, Alexander Pama. Bis zu eine Million Menschen hatten sich seinen Angaben zufolge in Sicherheit gebracht: bei Verwandten weiter im Landesinneren oder in Notunterkünften. Wir werden in den kommenden Tagen über unsere Studenten und bei den Schiffsbesatzungen nachfragen, wo Hilfe benötigt wird/jg

Sonntag, 7. Dezember 2014

"Pray for us"



Gestern bekam ich eine Mail von den Philippinen, von meiner Studentin Angelica. Sie hat sich vorbereitet, auf das, was da kommt - und es kam: der Taifun "Hagupit" hat im Osten der Philippinen Häuser eingerissen und Küstenorte mit Flutwellen überschwemmt. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. Der Wind habe an der Küste Häuser regelrecht "weggeblasen", sagte die Bürgermeisterin der Stadt Catbalogan, Bäume und Stromleitungen umgerissen und Dächer abgedeckt. Viele Gebiete stünden unter Wasser. Ersten Erkenntnissen gibt es noch keine Todesopfer. Die Stadt sei dieses Mal "besser vorbereitet" gewesen, bis zu 50.000 Menschen seien vorsorglich in Notunterkünften untergebracht worden. Die Mail von Angelica endete mit einem "Pray for us". Das werden wir tun - und wenn größere Schäden auf der Insel Mindoro entstehen sollten - dort wo Leslie und unsere Studenten leben - dann werden wir auch noch mehr tun/jg

Samstag, 6. Dezember 2014

Ein Dankeschön aus Griechenland



We would like to thank you for your offer on behalf of the members and friends of Ergatiki Leschi (Workers Club) and of the doctors and nursing personnel of the Solidarity Infirmary and Farmacy. Your action contributes significantly to the function of the Clinic and the quality of primary care to patients in our city, who are mostly unemployed or/and uninsured and without access to public health structures. Solidarity, our collective effort and organization are our weapons in order to stand on our feet, be confident and able to get back the life that was stolen from us. Thank you very much! The picture from the Clinic, showing the offered ultrasound machine in operation. Best regards, Najia Vargeli

Schenke mit Geist ohne List....



Liebe Väter, ich hoffe, Ihr habt an den Nikolaus gedacht - und an die Hausschuhe. Falls nicht, dann könnt Ihr es ja in drei Wochen nochmal versuchen, dann als Weihnachtsmann. Dabei sollte man nicht nur auf das richtige Outfit achten, sondern auch das (kleine) Geschenk mit Geist aussuchen. So wie uns das Herr Ringelnatz empfohlen hat:

"Schenke groß oder klein,
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk Du selber bist."

Mit weiteren Ratschlägen stehen wir auch in der Weihnachtszeit gerne zur Verfügung - für das Outfit, für das vollständige Gedicht, und natürlich auch für ein Geschenk mit Sinn (und Glücksgarantie) jg