Stiftunglife

Freitag, 16. November 2018

Neue Website

Seit ein paar Tagen gibt es eine neue Website, die wir empfehlen möchten. Ein Blick lohnt sich, auch wenn man gerade nicht beabsichtigt, eine Immobilie in Celle zu kaufen. René hat die Seiten schön gestaltet - und wenn man genau hinschaut, gibt es auch schöne Gebäude in Myanmar zu sehen. Mir gefällt diese Verbindung von wirtschaftlichem Denken und sozialem Engagement. Hier ist der direkte Link zur Seite: www.gessnerundraap.de

Donnerstag, 15. November 2018

Das neue Schulsystem


Das Schulsystem in Myanmar ändert sich gerade (mal wieder) Da muss sogar der Schulrat, hier im Bild, einen Moment nachdenken, bevor er Ursula und mir die neue Regelung erklärt. Ingesamt können die Kinder in Myanmar zukünftig 13 Jahre zur Schule gehen. Die ersten sechs Jahre (Preschool und Primary) sind verpflichtend. Der Schulbesuch ist weiterhin kostenlos. 

PRESCHOOL one year

PRIMARY  Grade 1 to 5 

MIDDLE  Grade 6 to 9

HIGHSCHOOL  Grade 10 to 12

Nach der Schule dürfen die Kinder spielen - der bisher übliche tägliche Nachhilfe Unterricht beim Lehrer Zuhause entfällt. Dafür wurde das monatliche Einkommen der Lehrer angehoben auf 160.000 bis 260.000 Kyat (90 bis 150 Euro) Diese Erweiterung der Ausbildung um zwei Jahre bringt einen zusätzlichen Bedarf an Lehrern und Schulgebäuden mit sich. So bleibt auch in Zukunft genug zu tun für uns und unsere Helfer/jg

Mittwoch, 14. November 2018

Vier Religionen


Die Schritte sind manchmal klein, aber es geht voran, wenn man dran bleibt. Bei unseren 100 Studenten sind jetzt alle vier Religionen vertreten, die in diesem Land im Wesentlichen vertreten sind: Buddhisten, Christen, Moslems und Hindu. Auf diesen zufälligen Foto sind schon drei Religionen (Buddhist, Christ und Hindu) vertreten, der junge Mann auf dem Foto links neben mir ist Moslem. Ein kleines Zeichen für Toleranz und friedliches Miteinander, ein kleiner Fortschritt/jg

Dienstag, 13. November 2018

Erdnussernte



Heute Nachmittag waren wir im Dorf, in dem wir die Babette Schule gebaut haben. In einem riesigen Hof saßen 10 Frauen und Männer zusammen und haben die Erdnüsse in mühseliger Handarbeit von den Pflanzen abgezogen. Auch diese Hände der 88-jährigen Frau haben mitgeholfen. Stundenlang wird hier gearbeitet. Heute erst ist mir so richtig bewusst geworden, wie viel Handarbeit bei der Erdnussernte drin steckt. Erst werden die Sträucher mit dem Ochsenkarren aus dem Boden gezogen. Dann werden von Hand kleine Haufen gemacht, die von Hand auf den Ochsenkarren geworfen werden. Dann wird alles zu einem Bauernhof gebracht. Dort werden die einzelnen Erdnuss Schoten mit der Hand von der Pflanze abgemacht. Der Rest der Pflanze dient als Futter für die Ochsen. Danach werden mit einem Sieb, wieder mit der Hand, alle kleineren Steine und Erde abgesiebt. Dann sind die Erdnüsse verkaufsbereit. Um die geschälte Erdnuss zu bekommen, wie wir sie kennen, gibt es im Nachbarort eine Maschine, die die Erdnüsse von den Schoten befreit! Wenn ich in Deutschland das nächste Mal Erdnüsse essen werde, werde ich sicherlich an diese alte Frau denken und die Erdnüsse viel bewusster essen. Liebe Grüße, Ursula

Deutsche Tugenden


Sauberkeit und Ordnung
Fragt man im Ausland nach deutschen Werten, stehen Sauberkeit und Ordnung ganz oben. Um diesem Bild gerecht zu werden, organisieren wir den Wettbewerb der „saubersten Schule" im Landkreis Bagan. Die beiden Töchter von Min Min gehen schon mal mit gutem Beispiel voran: Ata und Joshin haben gerade die heruntergefallenen Blätter vor dem Hauseingang der Familie Thun weggefegt/jg

Montag, 12. November 2018



Während Martina, Anne, Nader und ich beim Studententreffen in Sagain waren, haben Ursula und Min Min die CARINA Preschool in Bagan öffnet. Unser Spender Tony war ganz glücklich, wie auf den Bildern zu sehen ist. Kein Wunder, er hat sein Leben lang als Lehrer gearbeitet. Seit ein paar Jahren ist im Ruhestand und lebt in Bangkok. Wie kommt ein Amerikaner, der in Bangkok gelebt, zur Stiftunglife? Ganz einfach, Tony ist mit Bob freundet. Bob ist seit vielen Jahren Freund der Stiftung, er lebt in Belgien und in Bangkok. Bob ist von seiner eigenen Schule so begeistert, dass er seinem Freund Tony davon erzählt hat. Wer noch mehr schöne Bilder von glücklichen Menschen sehen möchte, dem empfehle ich einen Blick auf unsere Facebook Seite. Es lohnt sich 😊 jg

Studententreffen in Sagaing


Soooo viele junge Talente
um genau zu sein: 64

Ein paar Alumnis waren da, ein paar final year students und natürlich die Neuen. Sie passten gar nicht alle auf Annes wohlgeordnetes Bild. Für uns war dieses Treffen mit unseren Studenten der Abschluss einer wunderbaren Reise - für 24 junge Menschen ist es der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, unter 50 eingeladenen Bewerbern wurden sie ausgewählt. Wir hatten viel Freude miteinander an diesem Sonntag in Sagaing - besonders, nachdem sich die erste Aufregung bei den jungen Leuten gelegt hatte/jg 

Sonntag, 11. November 2018

Glücksmoment


„Ich habe das Glück gehabt, studieren zu können. Jetzt möchte ich viel von diesem Glück an meine Familie und an meine Patienten weitergeben!"
Kay Thwe

Was für eine Freude, Kay Thwe heute bei unserem Studententreffen in Sagaing wiederzusehen. Vor zehn Jahren war sie die erste Studentin, die wir gefördert haben. Die 16jährige hatte das beste Abitur im ganzen Landkreis geschrieben. Ihre Eltern hatten den festen Willen, aber nicht das Geld, die talentierte Tochter auf die Universität zu schicken. Eine gute Fügung hat uns zusammengebracht, damals bei der Eröffnung der Sven School in Bagan. 

„Die ist so talentiert, die muss unbedingt studieren!" hatten mir ihre Lehrer gesagt. Kay Thwe und ich, wir haben diese Chance genutzt: ich habe ihr sieben Jahre lang jeden Monat 100 Dollar überwiesen – und sie hat fleißig studiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: seit drei Jahren arbeitet die junge Frau als fertige Allgemeinärztin an einem Krankenhaus in Pakokku. Sie interessiert sich für Radiologie und möchte Fachärztin werden. Vor ein paar Tagen hat sie sich auf einen Studienplatz beworben. Morgen gibt es die Ergebnisse, wir drücken die Daumen 👍 

Samstag, 10. November 2018

Auch das ist Deutschland


„Es steht völlig außer Frage, dass die historische Prägungen unseres Landes christlich und jüdisch ist. Doch so richtig das ist, so richtig ist auch, das mit den 4,5 Millionen bei uns lebenden Muslimen ihre Religion, die Islam, inzwischen einen Teil Deutschlands geworden ist" Bundeskanzlerin Angela Merkel

Menschen, die zu Allah beten, haben es schwer in Deutschland – und in Myanmar. Vielleicht haben wir so viele Vorbehalte, weil wir so wenig Wissen über diesen Glauben. Wenn man offen für Menschen ist, kann man viel kennenlernen: andere Speisen, Gerüche und Gewürze – warum nicht auch Religionen? Weit entfernt von unseren zehn Geboten sind sie nicht, die Grundregeln des Koran. Respekt und Nächstenliebe predigen alle Religionen. Es liegt an uns, sie an den Alltag zu bringen. Waafa Muhammad geht in Celle mit gutem Beispiel voran. Die gehört zu der Frauengruppe, die sich ehrenamtlich um alte Menschen kümmert, die im Heim leben/jg 

Freitag, 9. November 2018

Frauenpower


Mit Begeisterung und Durchhaltevermögen kannst Du alles erreichen. Martina 

Martina Rissmann ist in Celle aufgewachsen. Mit Begeisterung und großem Erfolg hat sie als Jugendliche auf der Aller gerudert: erst bis in den deutschen Olympiakader, dann direkt auf ein Stipendium in Boston. Nach dem Studium hat sie die Welt gesehen, in Unternehmen und bei BCG Karriere gemacht. Seit Jahren gehört Martina zu den Top Frauen der deutschen Wirtschaft - und seit Januar zum Vorstand unserer Stiftung. Mit Engagement kümmern sich bei uns um Zahlen und junge Menschen. Heute ist sie mit dabei, wenn in Mandalay 20 neue Talente für unser Studenten Förderprogramm (aus)gesucht werden/jg

Donnerstag, 8. November 2018

Frauen in den USA

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Ilhan Omar ist 36 Jahre alt, kam als Flüchtling aus Somalia in die USA - und wird nun als muslimische Abgeordnete in den Kongress einziehen. Das Gleiche gelang Rashida Tlaib aus Michigan, die beiden sind die ersten Musliminnen in der Geschichte des Repräsentantenhauses. Frauen sind die wahren Sieger der Midterm-Wahlen. Noch nie gewannen so viele Kandidatinnen wie bei dieser Wahl. Eine Rekordzahl von 99 weiblichen Abgeordneten wird das Land im Repräsentantenhaus ab Januar vertreten/jg 

Mittwoch, 7. November 2018

Sister of the poor



Mit der christlichen Religion geht es abwärts in Myanmar. Immer weniger Menschen kommen in die Kirche, immer weniger Schwestern treten in unseren Orden ein. 
Sister Mary, Yangon

Geboren wurde Sister Mary Andrea vor 62 Jahren in Kalaw. Aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus, trat sie mit 25 Jahren in einen katholischen Orden ein. Seitdem gibt sie ihre Liebe und ihr Leben dem Herrn - und den Menschen. Vor zwölf Jahren hat sie die Leitung in dem christlichen Altenheim übernommen, das 1889 gegründet wurde. Mit 22 Schwestern und 35 Freiwilligen kümmern sich um 136 hilfsbedürftige alte Menschen. Sie sammeln die von der Straße auf, sie sind für die da, die sonst niemanden haben. Die älteste Bewohnet im Haus hat gerade seinen 91. Geburtstag gefeiert. 10.000 Euro kostet der laufende Betrieb im Monat. Wir leisten gerne unseren Beitrag dazu/jg 

Dienstag, 6. November 2018

Frauenland


„In der Musikindustrie arbeiten so tolle Frauen, in den Führungsetagen aber leider nicht. Es zu erzwingen klingt für mich aber auch nicht richtig. Ich kenne den richtigen Weg leider nicht, aber was ich 100-prozentig sagen kann: the future is female" 
Ace Tee, Musikerin

Die Geschichte von Ace Tee und vielen anderen interessanten Frauen erschien im letzten Monat in der „Frauenland" Ausgabe vom Spiegel. Wir leben diese Zukunft schon heute: im Team der Stiftunglife sind mehr Frauen als Männer im Einsatz/jg

Montag, 5. November 2018

in welcher Moderne leben wir denn gerade eigentlich?



Wenn hinter der Frage steht, wie frei wir sind, wie tolerant, wie gerecht, dann würde ich sagen: da geht noch was!" Marie Steinmann, Künstlerin und Gründerin der Hilfsorganisationen One Fine Day Mit dem Gedenken an ihren Sohn und der Überzeugung, dass jedem Kind ein kreatives Potenzial innewohnt, begann die englische Fotografin Bee Gilbert Tanz-, Zirkus- und Kunstworkshops in den Slums von Nairobi zu organisieren. Von ihrem Engagement begeistert, reiste Marie Steinmann mit anderen Mentoren nach Nairobi. Dort leitete sie während eines zweimonatigen Pilot-Workshops mit über 150 Kindern den Kunstunterricht an der St. John's School im Majengo Slum von Nairobi. Die Geschichte nahm ihren Lauf und Marie beschloss, One Fine Day zu gründen, mit der Idee, den Kindern auch ganzjährig das Ausüben ihrer künstlerischen Tätigkeiten zu ermöglichen. Die Geschichte von Marie Steinmann war vor Kurzem im Spiegel zu lesen/jg

Good news, hopefully!



Die Nachrichten sagen, das es nun losgehen soll mit der Rückführung der Rohinga Flüchtlinge aus den Lagern von Bangladesch. In Ankunftzentren wurden errichtet, Wohnhäuser wieder aufgebaut. Die UN Beobachter werden genau hinschauen. Alle hoffen, dass es funktioniert - alle hoffen, dass es eine friedliche Rückkehr wird. Dabei wissen alle, wie schwierig das werden wird. Der Umgang mit Flüchtlingen ist ein heikles Thema - nicht nur an der Nordwestlichen Grenze von Myanmar/jg

Sonntag, 4. November 2018

Schulbesuch Christian Schule


Gestern waren wir zu Besuch in der Christian Schule. Unser Gebäude ist ok. Leider mussten die Kinder aus dem anderen, alten Gebäude ausziehen. Sie werden jetzt alle in verschiedenen Räumen des Klosters unterrichtet. Kein guter Zustand und das wird hoffentlich auch nicht zu lange andauern. Wir  treffen wir eine sehr saubere und ordentliche Schule an, die Bäume sind gewachsen und es gibt viel Schatten. Das große Schulgelände wird inzwischen sehr durch den Ausbau des Klosters eingeengt. Unser Gebäude sieht gut aus, keine nennenswerten Probleme, allerdings sind die verputzten Wände inzwischen ziemlich schmutzig geworden. Ich würde sie gerne weiß streichen. MinMin wird es veranlassen. Die Toiletten sind sauber, Hände werden an Eimern gewaschen. Fünf Klassen wurden aus dem alten und maroden Schulgebäude ausgelagert ins Kloster. Die Regionalregierung hat das Gebäude als dangerous school klassifiziert. Die Termiten haben  das Holz zerfressen und das Dach droht einzustürzen. Nun ist die Frage, wie es weitergehen wird. MinMin wird unseren Ingenieur kommen lassen, damit er sich das Gebäude genau anschaut. Danach wissen wir, ob es tatsächlich abgerissen werden soll oder ob es noch renoviert werden  kann/Ursula
KG bis Grade 8, plus pre school
199 Kinder, 13 Lehrer, ein PAUL

Glückliche Spenderin

Am Schönsten ist es, wenn ein Spender seine Schule selbst einweihen kann. Petra ist aus Zürich gekommen, um mit uns ins Delta zu reisen - und weil ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, zeigen wir diesen schönen Schnappschuss von der Eröffnungsfeier/jg

Samstag, 3. November 2018

Gestern in Yangon

Teamtreffen mit Freunden und Gästen.
Glücklicherweise hat Magnus uns sein Café zur Verfügung gestellt, so dass wir zwei Stunden ungestört vortragen und diskutieren konnten. Unser burmesisches Team war vollständig vertreten: Khin für unser wunderbares Studentenprogramm - Khu Khu und Hanna für Meet and Greet - Phyo Ei und Jan für Alumni und das Summercamp -Min Min, Ursula und Tina für Schulen und Solar - Naing für die Swimming Doctors und die Schulen in Delta. Martina und Capt. Wilk für die Übersicht, dazu noch einige Freunde der Stiftung, die sich für alles interessieren, was wir hier im Land tun. Schön war's, ein Protokoll gibt es auch, das steht in ein paar Tagen bei uns auf der Seite/jg

Donnerstag, 1. November 2018

Hier und da


1.149 Euro kostet das neue iPhone XS 
Es ist wohl das beste, dass man zur Zeit kaufen kann. Dieses Handy ist nicht nur in Deutschland erhältlich, sondern auch in Myanmar. Ein Münchner muss (gemessen am Durchschnittseinkommen) rund 10 Tage arbeiten, damit er sich dieses Statussymbol kaufen kann. 

Ein burmesischer Fahrer, der einen Job bei einer NGO in Mandalay bekommen hat (genau gesagt bei der ILO, einer Unterorganisation der UN) muss 50 Tage dafür arbeiten. 

Eine Grundschullehrerin in Myanmar, die vier Jahre an der Uni in Mandalay studiert hat, wird sich das neue iPhone wohl kaum kaufen: sie müsste 440 Tage dafür arbeiten/jg