Stiftunglife

Mittwoch, 29. Juni 2016

Zeit für Angelica ?


Meine Lieblingsstudentin Angelica lebt auf den Philippinen. Im Juli kommt sie nach Deutschland. Zu dieser Reise habe ich sie eingeladen, als Belohnung für ihren erstklassigen Studienabschluß und nich mehr für ihr soziales Engagement auf den Philippinen. Angelica möchte Studenten, Stiftunglife und das Leben in Deutschland kennenlernen, Schreibt mir bitte eine Mail, wenn ihr zwischen dem 11. und dem 27. Juli Zeit und Lust habt, Angelica kennenzulernen und ihr ein Stück von unserem Leben zu zeigen: juergen@stiftunglife.de 

Von Pakoko nach Hamburg-Blankenese

Heute war ein großer Tag für uns und für die ersten Klassen der Gorch Fock Schule in Hamburg-Blankenese: Min Min war gekommen, um von der PAUL-Schule zu berichten, der neuen Partnerschule der GFS in Myanmar. Die Beziehung ist noch jung, die Bande werden noch geknüpft, aber der Start fühlt sich gut an! Ca. 100 Erstklässler saßen uns in der Aula zu Füßen und lauschten Min Min, der ihnen von Myanmar berichtete. Er hatte kleine Videosequenzen dabei, die einen Einblick gaben in eine Vorschulklasse. Eben noch hatten uns die Gorch-Fock-Schüler mit 3 Liedern empfangen, nun konnten wir ihnen per Video einige kleine Darbietungen aus dem fremden Land präsentieren. Die Freude war beiderseits groß! Damit nicht genug: Min Min hatte in seinem Rucksack noch einen großen Umschlag mit vielen wunderschönen Briefen dabei, geschrieben und gemalt von den Schülern der PAUL-Schule für die Schüler der Gorch-Fock-Schule. Frau Grantz nahm ihn entgegen, ließ die Briefe in ihrer Klasse auslegen, bestaunen und verteilen. Es sind z.T. kleine Kunstwerke, die wirklich mit viel Herzblut verfasst wurden. Ich bin sicher: die Gorch-Fock-Schüler werden in ihren Antworten in nichts nachstehen und wenn Khin sie dann im September mitnimmt, wird die Freude auf Seiten der burmesischen Kinder mindestens genauso groß sein, wenn sie wieder POST AUS HAMBURG bekommen. Was für ein schönes neues Projekt am Rande all unserer Aktivitäten in Myanmar! Herzlichen Dank an Wiebke von Hinden für den Kontakt und an Frau Grantz für ihren Einsatz vor Ort in der Gorch-Fock-Schule/ds

Dienstag, 28. Juni 2016

Augen OPs in Äthiopien

"Oh happy day", wir haben bei den OPs die 300-er Marke geknackt: Bekelech Ejersa aus Beki war die 300ste Patientin. Jetzt kann sie wieder gemeinsam mit Ihrem Mann auf dem Feld arbeiten. Gute Aussichten auch für all die anderen Patienten, die auf eine OP warten, denn Dr. Samuel will zukünftig monatlich 30 OPs schaffen - und im Oktober plant Dr. Samuel mit den Amerikanern vier Wochen zu operieren. Die OPs sollen bei Signum Vitae durchgefuehrt werden, es gibt eine lange Warteliste von armen Patienten. Signum Vitae würde dann die eigenen OPs verschieben, so dass nur Dr.Samuel mit den Amerikanern die OP Räume für "unsere OPs nutzen können. Ich bin ganz zuversichtlich. Über 300 Kataraktoperationen konnten in den letzten 18 Monaten in Addis: ein großer Dank an alle, die dies ermöglicht haben! Seit Ende 2014 ist das Projekt unter dem Dach der stiftunglife: Optiker in Deutschland spenden beim Verkauf von handgefertigten äthiopischen Brillenrahmen 50 Euro. Dieser Betrag ermöglicht eine Kataraktoperation in der Augenklinik in Addis Abeba. Damit werden drei Menschen glücklich gemacht:
- Behinderte, die den Brillenrahmen per Hand fertigen, verdienen ihren Lebensunterhalt
- ein armer Äthiopier kann nach der Kataraktoperation wieder sehen
- ein Deutscher, der diese Brille bei dem Optiker gekauft hat, kann besser sehen/ab

Montag, 27. Juni 2016

Was macht eigentlich Lasab?

Das Zeugnis war prima, jetzt können die Ferien kommen, auch an der deutschen Botschaftsschule in Addis. Mit dem ersten Flieger ist Lasab nach Deutschland gekommen, direkt nach Neuffen zu ihrer besten Freundin Klara. Hier das Foto nach der Ankunft in Frankfurt. In den nächsten Wochen wird Kristina zusammen mit den beiden Mädchen unterwegs sein - München, Celle und Hamburg stehen auf dem Plan - bevor es dann in den Familienurlaub nach Spanien geht. Wir freuen uns mit Lasab und all den anderen Kindern, für die heute die Ferien beginnen/jg

Sonntag, 26. Juni 2016

Opernfestspiele München

Rauschender Beifall gestern Abend in der bayrischen Staatsoper: mit einer Tosca in Starbesetzung wurden die Festspiele glanzvoll eröffnet. Wir hatten Glück, wir durften schon einen Tag vorher miterleben, wie Kirill Petrenko letzte Feinheiten mit den Künstlern abstimmt. Mit dabei war auch unser Cello. Im dritten Akt gab es ein Solo zu hören. Zum dahinschmelzen schön, das wunderbare Instrument und das Spiel des sympathischen Solochellisten Emanuel Graf. Für die Tosca sind alle Karten restlos ausverkauft - aber es gibt noch viel Schönes in den nächsten vier Wochen in München zu hören, mit und ohne Cello. Meldet Euch gerne bei mir, wenn Ihr Zeit und Lust habt für einen gemeinsamen Festspielbesuch/jg

Myanmar - das Krankenhaus in Thandwe


Es hat lange gedauert, aber das ist nun mal so in einem Land, in dem Zeit und Termine nicht so wichtig sind, wie in unserer Welt. Vor ein paar Tagen haben wir die Bilder von Oliver bekommen, der sich mit viel Engagement vor Ort um die Umsetzung gekümmert hat. Bis auf ein paar Restarbeiten ist jetzt alles erledigt, die Krankenstation sieht wie neu aus, jedenfalls für burmesische Verhältnisse. Damit schießen wir dieses Projekt ab, auch wenn - wie Oliver schreibt - noch ein paar Restarbeiten zu erledigen sind:

Hi Jurgen, there still at our part some corners to do a small store was not considered a must as well 2 VIP rooms which will be floor and wall tiled now. Than the electricity ceiling light to extend an one more air con is requested at baby new born section, first they rejected AC when we planned. now they want an one more as already done. Drainage in Delivery room toilet need to be repaired we do now. I am back here in 10 days for the final check. Thanks a lot to the donor as the whole hospital looks as a new one now in the renovated areas.  Many greetings from Thandwe Hospital , Oliver E Soe Thet

Samstag, 25. Juni 2016

Eine wunderbare Entwicklung


Ein Foto vom "Swimming Doctors" Treffen heute Nachmittag in München. Prof. Mutschler, auf dem Foto stehend, hatte eingeladen und 24 Interessierte sind gekommen. Viele bekannte und einige neue Gesichter dabei. Eine gute Mischung, die meisten von Ihnen sind Mediziner. Wissen und Erfahrungen aus medizinischen Projekte in verschiedenen Ländern wurden hier zusammengetragen. Statistiken über Lebenserwartung, Kindersterblichkeit und Krankheitsbilder verglichen. Je mehr Wissen wir bekommen, desto genauer können wir unsere Behandlungsangebote ausrichten. Der Focus wird sich in Zukunft darauf richten, die jetzt schon vorhandenen Gesundheitsangebote besser miteinander zu vernetzen - und wir wollen Kindern helfen. Nicht nur mit akuten Behandlungen, sondern mit mehr Präventionsangeboten. Einfaches Beispiel: unser Zahnarzt hat viel zu tun, meistens Zähne ziehen, weil kaum ein Mensch im Delta Zahnpflege betreibt. Zukünftig werden wir mehr Gewicht auf die Vorsorge legen. Wir werden einen kostenlosen Zahncheck für alle Kinder anbieten, die an Bord kommen, werden in die Schulen gehen und aufklären, Zahnbürsten verschenken und mit den Kindern Zähne putzen üben. Es ist ein Freude zu sehen, wie das große Engagement von Wolf und Ludger Früchte trägt/jg

Deutschland - Myanmar

Ja, es gibt ihn noch, aber er ist selten geworden. So selten, dass die Zeitung dem Landarzt hier eine ganze Doppelseite widmet. Wer in Mecklenburg-Vorpommern lebt, oder im Bayrischen Wald, muss lange Wege gehen, um ihn zu finden. Leider sind die meisten Alten nicht mehr so mobil, deshalb wird das Leben auf dem Land immer schwieriger. In Myanmar ist die Lage nicht anders, dort gibt es weite Gegenden, in denen es keinen Arzt gibt - und noch nie einen Arzt gab. In den Städten ist das Leben und das Geldverdienen einfacher. Das gilt in München und Hamburg genauso wie in Yangon und Mandalay. In Deutschland werden junge Ärzte mit finanziellen Anreize aufs Land gelockt - in Myanmar kommen die Swimming Doctors zu den Menschen aufs Land. Heute treffen sich in München die Ärzte, die unser Projekt in Myanmar unterstützen. Wolf ist vor ein paar Tagen aus dem Delta zurückgekommen. Er wird von seinem Einsatz berichten. Seine Worte werden mit Interesse gehört: einige von uns haben ganz konkrete Pläne für ihren nächsten Einsatz in unserer schwimmenden Landarztpraxis/jg

Freitag, 24. Juni 2016

Bilder aus der Schweiz/3

Eine temporäre Kunstinstallationen bricht den lieblichen Blick über den Zürichsee. Neugierig schaue ich mir die Sache aus der Nähe an. Ist doch eine interessante Fragestellung, besonders hier in Zürich, wo es viele Menschen gibt, die jeden Tag viel Geld bewegen. Wo das Geld herkommt, wo es hingeht und ob das alles sinnvoll ist, wird bestimmt nicht oft hinterfragt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Menschen die erst auf den Sinn schauen und dann auf den Zahlschein. Unsere Chancen sind verschieden, die Möglichkeiten sie zu nutzen auch. Glücklich, wer die Freiheit hat, dass er bei dem was er tut, nicht zuerst aufs Geld schauen muss/jg

Bilder aus der Schweiz/2

Auch in der Schweiz gibt es Flüchtlinge. In einem Modellversuch werden Asylbewerber schnell an Arbeiten herangeführt, von denen sie etwas verstehen. Zum Beispiel in der Landwirtschaft, wie hier auf dem Foto zu sehen ist. Wenn solche Arbeiten mit intensiven Sprachkursen begleitet werden, dann ist das ein guter Weg in die Gesellschaft. Langfristig gesehen haben beide Seiten Vorteile davon, denn die Zahl der Einheimischen, die sich gerne bücken, nimmt beständig ab - auch in der Schweiz/jg

Bilder aus Schweiz/1



Zu den Briten hat unsere Stiftung keine Verbindungen - mit der Schweiz hingegen pflegen wir seit vielen Jahren freundliche Beziehungen und so komme ich gelegentlich nach Zürich. Vor ein paar Jahren haben wir dort die Tafeln unterstützt, nun sehe ich beim Spaziergang durch die Stadt einen Wettbewerber. Einen Wettbewerber um die Waren, die täglich übrig bleiben, auch in der Schweiz. Hier hat man ein Geschäftsmodell daraus gemacht. In diesem Laden wird die Ware von gestern ganz regulär und zum halben Preis verkauft. Brot, Kuchen und Bröchen vom Vortag, angenehm präsentiert. "Unsere Kunden kommen aus allen Gesellschaftsschichten" erzählt mir die freundliche Verkäuferin. In London gibt es ein ähnliches Geschäftsmodell, womit wir wieder bei den Briten wären. Die werden uns mit Ihrem Votum heute noch ein wenig beschäftigen/jg


Donnerstag, 23. Juni 2016

Was macht eigentlich Philipp ?



Mein Name ist Philipp Neumeier, ich bin 16 Jahre alt und komme aus München. Ich gehe noch zur Schule und mache hier im schönen Celle meine drei Wochen Praktikum. Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen, gerade weil diese Art von Praktikum sehr abwechslungsreich ist. Einige von meinen Freunden haben sich ihr Praktikum in einem Laden für Klamotten oder derart ausgesucht. Ich allerdings finde, dass durch die Vielfältigkeit der Aufgaben, die ich hier bekomme, viel mehr aus diesen drei Wochen mitgenommen werden kann.In der ersten Woche war ich sofort drei Tage in der Celler Tafel. Dort hat mich einiges sehr beeindruckt. Die Menschen waren äußerst gut drauf und alle hatten Spaß bei der Arbeit. Ich habe beim Sortieren der Lebensmittel geholfen und durfte dann noch bei der Ausgabe an die Bedürftigen dabei sein. An meinem letzten Tag durfte ich sogar noch im „Glücksbringer" mitfahren, mit dem ich die Ware an die Tafel geliefert habe. Es war eine sehr eindrucksvolle Zeit und ich habe sehr viel gelernt. Ich habe erstmals wahr genommen.....weiterlesen

Ein fußballfreier Tag


Heute ist ein fussballfreier Tag - es könnte auch ein fernsehfreier Tag sein, wenn da nicht der Brexit wäre...
In der Schweiz sind Grenzen gut bewacht. Zuwanderungen werden per Gesetz und Volksabstimmung geregelt. Nur im Fußball, das machen die Eidgenossen eine Ausnahme: der neue Schweizer Star Breel Embolo ist ein glasklarer Wirtschaftsflüchtling, ein Fußballmigrant. Dass bei den volatilen Identitäten der Fußballspieler über das Deutschtum von Jérôme Boateng geredet wird, erzählt allerhand über den großen Trainingsrückstand, den wir bei unseren Integrationsbemühungen haben. Wenn vor 80 Jahren Szepan, Kuzorra und Willimowski für Deutschland gespielt haben, sollten wir inzwischen gelernt haben, Fremde als Bereicherung zu sehen - nicht nur im Fußball/jg

Nachtrag zu Straßburg

Ein Bild sagt mehr als viele Worte - deshalb hier noch das offizielle Gruppenfoto zu unserem Treffen vom vergangenen Wochenende. Nicht mit drauf sind Amelie, Noah und Ben, die saßen schon im Auto - und Tom, unser Lieblingsfotograf. Der hatte natürlich Recht, das Foto vor dem Grün sieht besser aus, als das vor dem blauen Container/jg

Mittwoch, 22. Juni 2016

Restlos glücklich in Berlin



Auf den ersten Blick sieht das „Restlos Glücklich" so aus wie andere hippe Lokale in Berlin-Neukölln. Das erste Reste-Restaurant Deutschlands ist gut besucht. Das fünfjährige Mädchen an dem großen Tisch hätte am liebsten Pommes bestellt. Weil auf der Tafel an der Wand aber nur vier Gerichte stehen, hat die Mutter es zu einer „ganz leckeren Suppe" überredet: Süßkartoffel-Ingwer. Die Zutaten, die an diesem Abend auf den Tisch kommen, waren für den Müll bestimmt – wegen eines abgelaufenen Datums, einer gammeligen Stelle oder aus anderen Gründen, die Lebensmittel für den Handel unverkäuflich machen. Reine Tafelware. Jetzt will „Restlos Glücklich" zeigen, dass man mit diesen Lebensmitteln ein richtiges Restaurant betreiben kann. Ganz neu ist die Idee nicht: wir haben die Freunde der Stiftung auch schon mit Tafelware beköstigt: in Hamburg im feinen Überseeclub, in München im Hotel Vier Jahreszeiten. Mal schauen, was wir in Berlin zu Essen bekommen, beim Stiftungstreffen am 9. Juli/jg

Dienstag, 21. Juni 2016

Den Kindern helfen


In der Zeitung lese ich heute, dass unzureichende Betreuung von Flüchtlingskindern angeprangert wird. Dem Bericht des UN Kinderhilfswerks zufolge gibt es in Deutschland keine gezielte Erfassung dieser Kinder. Auch die Frage, wie geflüchtete Kinder umsorgt sein sollten, ist nicht einheitlich geregelt. Ob und ab wann ein Flüchtlingskind in Deutschland zur Schule gehen darf, hängt davon ab, wo es untergebracht ist. Dabei sind sich alle einig, dass die Sprache der Schlüssel zur IntegratIon ist. Kinder lernen schnell, man muss ihnen nur die Chance geben. 

Natürlich ist es Aufgabe des Staates, die Rahmenbedingungen festzulegen. Aber wir wissen alle, wie lange es dauert, bis sich neue Strukturen etabliert haben. Bürgerliches Engagement ist gefragt - als die große Welle zu uns kam, war dieses Engagement jeden Abend in den Nachrichten sichtbar. Jetzt ist Alltagsarbeit gefragt, kontinuierliche Hilfe. Es gibt diese Menschen, die sich ehrenamtlich um Kinder und Jugendliche kümmern. Oft beiden Seiten zur Freude. Wir unterstützen mehr als 20 solcher Initiativen in Deutschland. Am 9. Juli treffen wir uns mit diesen engagierten Helfern zu einem Erfahrungsaustausch in Berlin. Aus der Hauptstadt kommt auch das Foto zu diesem Eintrag: es zeigt ein Flüchtlingskind, im alten Flughafen Tempelhof. Die Flughafengebäude sind seit Monaten das Zuhause geworden für Menschen, die hier auf ein besseres Leben hoffen/jg 

Montag, 20. Juni 2016

Heute Abend auf 3sat


Liebe Freunde,
Wenn der Fernseher nach so viel Fußball mal Lust auf Abwechslung hat, dann kann er heute Abend den langen Weg der alten Burma Road zeigen. Im letzten Jahr gedreht, bestimmt sehenswert - und die Teile, die uns besonders interessieren, gibt es auch noch zu ganz vernünftigen Zeiten zu sehen. Wer lieber kurze Videos schauen mag, der findet inzwischen auf YouTube eine Reihe von interessanten Stiftungsvideos: https://www.youtube.com/results?search_query=Stiftunglife  Die Schiffstaufe sd 2 und ein paar Tafelfilme sind dort zu sehen - und auch das Porträt von Ludger, das vor ein paar Tagen in Celle Tagen gedreht wurde. 

Building Future, Building friendships

Man kann ja über Facebook sagen was man will - zu den guten Seiten dieses Netzwerks zählt die Möglichkeit, sich über Grenzen und Kulturen hinweg austauschen. Meine philippinische Studentin Angelica - im Foto unten links - hat über Facebook Kontakt aufgenommen zu zwei von unseren burmesischen Studenten. Ich bin sicher, dass beide Seiten davon profitieren. Hier ist der Bericht von Angelica:

Dear Mr. Gessner, good day!
It has been four years since I begin to admire Stiftunglife. No matter how many times I told you this, I will still say it until the end of time. Stiftunglife has really helped me to become the person I wanted to be. And, I got a bonus! Year 2015 when I started to look for the students of Stiftunglife in Myanmar until I found a Facebook group which consists of the students. Luckily, I was able to have contact with Phyoe Ei and Aung Min Oo until this time. We talk to each other on Facebook and share the stories of our lives. We talk about religion, culture and language. I am very proud to be in this foundation. You don't only build other people's future, but you also brought friendships among us despite our differences in race and culture. Best regards, Angelica

Wie man Freunde gewinnt


Alles, im Kleinen und im Großen, beruht auf Weitersagen. Christian Morgenstern
Tilman kümmert sich seit einem halben Jahr um unsere Facebookseite. Inhaltlich gibt es dort das gleiche zu lesen, aber das Nutzungsverhalten ist anders. Die meist jungen Leute schauen sich die Seite auf dem Handy an. Das "Liken" und das "Teilen" ist auf Facebook einfacher als auf einer Website. Für die Menschen in unserer Welt ist Facebook ein zusätzliches Angebot - für die Studenten in Myanmar und auf den Philippinen ist Voraussetzung, wenn sie am Leben teilnehmen wollen. Und nicht nur für die Studenten: als wir vor ein paar Wochen in Myanmar einen neuen Arzt für die swimming doctors gesucht haben, wurden wir nach langem Suchen schließlich auf Facebook fündig. Bitte schaut mal rein in unseren Facebook Account www.facebook.com/stiftung2016/?fref=ts und teilt, was Euch gefällt. Damit  unterstützt ihr Tilmans Engagement für die Stiftung ganz direkt. Vielen Dank/jg 

Sonntag, 19. Juni 2016

Team und Freunde in Straßburg/3

Natürlich haben wir nicht nur gearbeitet, wir haben es uns auch gut gehen lassen, dafür fährt man ja ins Elsass. Es gab viele gute Gespräche bei Käse und Wein - und lange Spaziergänge, um all die Kalorien wieder loszuwerden. Hier auf dem Foto ein Blick in die Altstadt, links im Bild sind Udo und Lennart zu sehen. Die anderen 22 Teilnehmer waren gerade irgendwo in den verwinkelten Gassen unterwegs. Viele bekannte Gesichter und einige Menschen, die neu dabei waren: Philipp, unser Praktikant aus München - Iris und Kurt, die Ballonfahrer aus Bagan - Simon, der Markenexperte und Tom, mein Lieblingsfotograf aus Stuttgart. Rechenzentrum, Stadtrundgang, Restaurants und das Hotel, alles war von Jochen perfekt organisiert. Wenn wir heute Mittag nach dem Ausflug mit dem Schiff auseinandergehen, nehmen wir viele schöne Bilder mit. Manche davon werden in der Cloud liegen, die wir gerade besichtigt haben/jg

Team und Freunde in Straßburg/2



Bei diesem Treffen standen unsere 51 Schulprojekte im Mittelpunkt. Ein guter Grund, dass Treffen in Jochens Hände zu legen, er ist unser größter Schulspender, dicht gefolgt von Udo. Mit AMELIE, BEATE, JOCHEN, JÜRGEN, KLARA, MIN MIN und TICO waren immerhin sieben Namensgeber persönlich anwesend. Aus erster Hand haben sie von Ursula gehört, wie es an den Schulen voran geht. Ursula ist gerade aus Myanmar zurückgekommen. Zusammen mit Min Min hat sie fast alle unsere Schulen besucht. Die Reports der einzelnen Schulbesuche sind hier zu lesen: http://www.stiftunglife.de/projekte/schulen-wasser-solar/doerfer/ Min Min hat uns von den Bestrebungen der neuen Regierung berichtet, das Thema Bildung im ganzen Land voran zu bringen. Es ist ein Projekt für die nächsten Jahrzehnte, für die Regierung und für private Initiativen wie unsere. Auch der Einsatz von PAUL verbessert sich nachhaltig durch Ursulas Engagement: inzwischen bekommen mehr als 18.000 Kinder regelmäßig sauberes Trinkwasser von den 75 Wasserfiltern, die wir ins Land gebracht haben/jg

Samstag, 18. Juni 2016

Team und Freunde in Straßburg/1



Alle habe nicht ich alle Freunde der Stiftung aufs Bild bekommen, hier bei der Führung durch Jochens Rechenzentrum - das Foto mit allen Teilnehmern gibt es dann später von Tom. Wie gut, dass wir Jochen dabei hatten: als perfekten Gastgeber hat er uns gestern die schönen Seiten der Stadt gezeigt - und heute erklärt, wie eine Cloud funktioniert. Von den zwei 80 Meter tiefen Brunnen, die stündlich 350.000 Liter Kühlwasser liefern, über die 18 Notstromaggregate ging es ins Innere, in die Hochsicherheitszone, in der 35.000 Rechner 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr laufen. Von diesen Servern werden die Fußballergebnisse abgerufen, die Bestelllisten der größten Versandhändler gepflegt und auch der Text, den ihr jetzt hier gerade lest, kommt von diesen Servern. 30 Prozent der Top 100 Webseiten werden hier rund um die Uhr von Maschinen betreut. Menschen sieht man hier kaum, außer ein paar Putztrupps. "Menschen können gar nicht so schnell reagieren, wie die mehrfachen Sicherheitssysteme, die wir hier aufgebaut haben", erklärt uns Jochen. Wir sind froh, das wir einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen durften. Froh, dass es dieses Rechenzentrum gibt. Das haben wir mit den Fischen in der Ille gemeinsam, in die das Kühlwasser eingeleitet wird: dem Fischbestand tut das Rechenzentrum gut, sagen die Experten/jg

Nähen im Hotel Bauer

Liebe Freunde, mein Herz schlägt für die Tafeln, Moni engagiert sich für die Flüchtlinge. Jeden Donnerstag-Vormittag geht sie mit ihrer Freundin ins Hotel Bauer, eine Unterkunft für 60 Personen, nur 500 Meter von uns entfernt. Dort ist Nähen mit den Asylanten angesagt. Kleidungen werden gekürzt oder enger genäht und den Fortgeschrittenen zeigen sie auch, wie man einen neuen Rock oder Mantel näht. Beim letzten Mal wurden Gebetsumhänge für die Kinder und Jugendlichen genäht (Ramadan). Zuerst hat sich Moni und Ihre Freundin aufgeregt, dass die Kinder diese Umhänge beim beten anziehen müssen, aber sie haben dann genäht und sich amüsiert. Für dieses Projekt wurden Nähmaschinen gespendet die teilweise 40 - 50 Jahre alt und entsprechend schwer sind. Zum Glück gibt es den Herrn Roth - hier auf dem Foto neben Moni - der alte Ersatzteile hat und die Geräte kostengünstig wieder gangbar macht. Herzliche Grüße aus Feucht von Moni + Gerhard

Freitag, 17. Juni 2016

Neue Ziele

Lange hat er uns treu gedient, nun nach zehn Jahren ist der "Glücksbringer" Geschichte. Es ist eine gute Geschichte, das ist sicher. Knapp 400 Kühlfahrzeuge haben wir in den vergangenen elf Jahren auf den Weg gebracht. Bei fast jedem Fahrzeug haben die örtlichen Lions Clubs 11.000 Euro dazugegeben. Roland Schütz, gerade vor ein paar Tagen 75 geworden, hat das alles für uns koordiniert. Natürlich wollen wir weitermachen. Die neue, einheitliche Beschriftung der Fahrzeuge soll dabei helfen, die Fahrzeuge der Tafeln schneller zu erkennen.

Zukünftig werden wir uns bemühen ein gehobenes Restaurant in den Städten zu gewinnen, in denen wir ein unsere Fahrzeuge für die Tafeln finanzieren, dafür das Logo auf der Beifahrertür. Wenn es uns gelingt, neben den Lions ein Restaurant als weiteren lokalen Partner ins Boot zu holen, stärkt das unsere Möglichkeiten. Roland peilt als nächstes die 500er Marke an. Helmut Sorg und seine Mannschaft unterstützen uns weiterhin mit besten Ford Konditionen, ebenso der Kerstner Kühlausbau: die Chancen für das 500. Fahrzeug sind gut/jg

Armut in Deutschland

Der gut geschriebene Bericht erschien im letzten Monat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen. Näher kommen wohl nur wenige von uns an die Familien ran, in denen das Geld zum Monatsende knapp wird. Vanessa, deren Leben hier beschrieben wird, ist 7 Jahre alt. Ihre Eltern sind arbeitslos. Sie kümmern sich um ihr Kind im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Viel ist das nicht. Wenn die Eltern Lebensmittel von der Kölner Tafel bekommen, dann ist ein bisschen Geld übrig für kleine Freunden: ein Kinobesuch oder ein Schulausflug, wenn sich das Kind traut. Viel traut sich Vanessa nicht, vielleicht ahnt sie schon ihre Perspektivlosigkeit. Kinderarmut in Deutschland bekommt von vielen Tafeln zusätzliche Aufmerksamkeit. Es gibt Tafeln für Kinder und Schulbrotangebote. Wir unterstützen diese Projekte mit unseren Möglichkeiten, wohl wissend, dass dieses nur ein kleiner Beitrag sein kann/jg

Donnerstag, 16. Juni 2016

Break-Out/1 oder Wie man aus 3.000 mehr als 100.000 macht


Eine tolle Geschichte, die wir mittleren, mitfiebern durften: Robert und Moritz, zwei Studenten der LMU haben die Idee von einem Spendenmarathons im Ausland gesehen - und sie in München  umgesetzt. Mit einem Hauch von Abenteuer, höchst professionell organisiert, schaffen sie einen riesigen Hebel für die gute Sache: mit dem Einsatz von 3.000 Euro, viel Begeisterung und einem engagierten Helferteam ist es gelungen, mehr als 200 Menschen = 104 Teams  für die Idee zu gewinnen. Diese Teams wiederum haben mehr als tausend Unterstützer und Sponsoren gewonnen. Am Ende sind als 100.000 Euro für den guten Zweck rausgekommen - da kann sich manche Charity Gala eine Scheibe abschneiden. Das Geld geht an Flüchtlinge, die in Südafrika studieren möchten. Flüchtlinge in Südafrika? Ja, richtig, das habe ich heute Abend gelernt: viele Afrikaner fliehen nicht nach Europa, sondern lieber in ein sicheres afrikanisches Land, zum Beispiel nach Südafrika. Das ist doch auch ein Thema, das bei uns diskutiert wird: den Menschen helfen, dass sie sich in ihrem Land, oder auf ihrem Kontinent, weiterentwickeln können. Gerne mit unserer Unterstützung/jg

Break-Out/2

Das sind sie, die beiden Doppel Gewinnerinnen: Anna und Susanna vom Team "LaCaravana". In Berlin sind sie gestartet und über Brüssel haben sie es bis nach Lissabon geschafft. Mit 2.500 Km Luftlinie haben die beiden Psychologie Studentinnen die größte Entfernung zurückgelegt und mit mehr als 7.000 Euro - ein Teil davon aus unserer Kasse - die meisten Spenden eingesammelt. Offensichtlich hatten wir bei der Auswahl der Teams den richtigen Riecher. Dazu war uns ein unterhaltsam spannendes Vergnügen, die beiden sympathischen München-Berlinerinnen zu unterstützen/jg

Mittwoch, 15. Juni 2016

Abschied von Rupert Neudeck

Die Kirche hätte nicht voller sein können, es wirkte so, als wenn sie alle gekommen wären, die Rupert aus dem Meer gefischt hat. Gestern wurde Rupert Neudeck in Köln beerdigt. Vor dreißig Jahren waren es die "Boat People", die er mit seiner Cap Anamur gerettet hat. Heute sind diese Menschen als Kölner gekommen, als Berliner und Niedersachsen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. "Da muss man doch was machen" war sein Lebensprinzip und er machte bis zum Schluss. Kardinal Rainer Maria Woelki schilderte in seiner Trauerrede ein Treffen im letzten Jahr. Neudeck wollte zusammen mit der Kirche ein Zeichen setzen. Am Ende hat Woelki mitgemacht und sie haben die Glocken des Kölner Doms 23.000 mal läuten lassen, einmal für jeden Flüchtling, der im Mittelmeer ertrunken ist. Im Dom steht seit Kurzem ein Flüchtlingsschiff - und im Mittelmeer wird weiter gestorben. "Lieber Rupert Neudeck, Ruhe in Frieden, wir übernehmen", sagte Woelki zum Schluss. Das ist eine Aufforderung/jg

Was macht eigentlich Rose ?


Erinnert Ihr Euch noch an Rose?
Vor einem Jahr, rechts im Bild lachte sie fröhlich, obwohl es ihr nicht gut ging. Sie war immer schwach, hatte Schmerzen, keine konnte ihr in Yangon helfen. Es fehlte an Geld, Willen und Kenntnissen. Im letzten Jahr kam sie zusammen mit Khin nach Deutschland. Ludger hat sie medizinisch untersucht, sie flog zehn Tage später zurück - und nun erhalte ich diese gute Nachricht von Khin:

Dear Mr Gessner, thank you for your reply. All children in the orphange had 2 1/2 months English course by Christian teacher and they said it was really helpful and they all enjoyed it. I could not join to teach them with my students this year though. Rose is doing fine since she arrived back from Germany. I learnt that she did not attend classes since before she went to Germany and did not sit for the exam. So, she is now attending her classes again for matrix exam. Thanks and best regards, Khin 

Termine, Termine...


Ein paar Termine stehen vor der Tür, auf die wir hier nochmal hinweisen wollen:
Am kommenden Wochenende haben wir unser Teamtreffen in Straßburg. Jochen hat uns in seine Wolke eingeladen, Ursula und Min Min werden uns von den aktuellen Schulbesuchen berichten. Ein Wochenende später treffen wir uns dann in München. Schwerpunktthema sind an dem Tag die Swimming Doctors. Wolf hat uns in die Uniklinik eingeladen, er ist gerade aus Myanmar zurück und hat viel Gutes zu berichten. Für die Stiftungsfreunde, die sich an schöner Musik erfreuen, gibt es am 24. Juni die Gelegenheit, an einer Probe der Münchner Staatsoper teilzunehmen. Dabei werden wir auch unser wunderbares Cello zu hören bekommen. Bleibt noch das Treffen in der Hauptstadt: Tina kümmert sich bei uns um  das Thema Flüchtlinge und Integration. Martina hat uns und verschiedene Initiativen am 9. Juli nach Berlin eingeladen, in die neuen Räume von BCG. Von jedem Treffen werden wir mit Protokoll berichten. Rückfragen zu den einzelnen Treffen bitte an Jürgen und Sascha/jg