Stiftunglife

Sonntag, 25. September 2016

Padelügge Stiftungstreffen


Henning Parcham hätte seine helle Freude gehabt! Er wurde gewürdigt in dem, was er hinterlassen hat: eine 414 Jahre alte Stiftung, die allen historischen Widrigkeiten getrotzt hat. Gewürdigt wurde er von Menschen, die sich einer anderen Stiftung verbunden fühlen, unserer Stiftunglife. Wir haben uns in kleiner Runde in Padelügge getroffen - wie immer neu und "alt" gemischt, wie immer vertraut von Anfang an, wie immer spannend und anregend. Es ist ein Glück, so viele interessante Menschen zusammen zu bringen, sich mit unterschiedlichen Sichtweisen und Einschätzungen zu beschäftigen und gleichwohl immer zu spüren, dass die Herzen im selben Takt schlagen. Wir haben uns vorrangig über das Mentorenprogramm ausgetauscht, waren uns einig, dass die unmittelbare und direkte Unterstützung unserer Studenten beibehalten wird: das Geld, das der Mentor zahlt, geht direkt an seinen Studenten. Aber wir hatten auch Zeit und Muße, uns auf weitere Themen einzulassen, uns menschlich näher zu kommen und den wunderbaren Spätsommer zu genießen! Ein Spaziergang durch die nahe gelegene Hansestadt Lübeck gehört dazu. Das offizielle Gruppenfoto haben wir vor dem Holstentor gemacht, dem Wahrzeichen der Stadt. Vielen Dank an alle./ds 

Samstag, 24. September 2016

Stiftungstreffen Padelügge


Die äußeren Gegebenheiten sind traumhaft. Christian und Dorothea haben uns eingeladen. In diesem Jahr ist Christian der verantwortliche Gutsverwalter der familiennahen Stiftung, die im Jahr 1602 gegründet wurde. Sie unterstützt die Verwandten und deren Nachkommen von Henning Parcham, Rathsherr zu Lübeck, der selber keine Kinder hatte. Christian ist einer dieser Nachkommen. Der Stiftungsvorstand verwaltet Ländereien, die sich über die Jahrhunderte erhalten haben. 15 Freunde unserer Stiftung treffen sich  hier für zwei Tage. Khin ist mit dabei, deshalb wird unsere Studentenförderung heute bei den Gesprächen im Mittelpunkt stehen/jg 

Freitag, 23. September 2016

Richtfest in Celle


Es gibt besondere Tage voller schöner  Bilder: dieses hier ist vom Richtfest heute Mittag in Celle. 70 Gäste waren dabei, als der Zimmermann seinen Richtspruch hielt. Es gab viele glückliche Gesichter, denn wir liegen im Zeit- und Kostenplan. Das ist Sven und Udos Verdienst. Wenn weiter alles gut läuft, dann kann das Wohn/Pflegeheim im kommenden Mai in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten liegen bei 9 Millionen Euro. Für die Stiftung als Mitbauherr ist das ein Investment von drei Millionen Euro/jg 

Donnerstag, 22. September 2016

Heute auf der IAA


Der Buchtitel von Ulrich Wickert kommt mir heute in den Sinn, bei meinem Gang über die IAA in Hannover. Hier zeigen alle großen Automobilhersteller ihre blankpolierten Nutzfahrzeuge. Wieviel Betrug hinter den glänzenden Fassaden steckt, kann man nur vermuten. Von VW wissen wir es. MAN, Daimler, Volvo und Renault haben gerade eine Strafe von knapp drei Milliarden wegen unerlaubter Preisabsprachen aufgebrummt bekommen. Freunde der Verbraucher sind diese Firmen nicht. Schade, das Leben wäre so viel einfacher, wenn Ehrlichkeit und Vertrauen keine leeren Worthülsen wären. Ich schau mal bei Ford vorbei, die unsere Transporter bauen - und bei Nissan, die Elektrotransporter herstellen. Ob man deren Prospektangaben trauen kann, bleibt noch offen. Wie es auch sei, die Sehnsucht nach verlässlichen Werten muss warten, denn die Tafeln brauchen Ordentliche Fahrzeuge. Auch in Zukunft wollen wir die Tafeln bei der Anschaffung von Transportern unterstützen, vielleicht werden es hier und da sogar Elektrofahrzeuge/jg

Unser Studenten - Mentorenteam



18:29 Uhr, HBF HH, Gleis 2. Ich warte auf Khin. Ein Jahr habe ich sie nicht mehr gesehen, aber gefühlt ist sie ständig um mich. Die Mails gehen hin und her, unsere Anfragen werden oft sofort beantwortet; Khin hat alle und alles so im Blick, dass Recherchen nicht nötig sind, um unsere Interessen zu befriedigen bzw. unsere Fragen zu beantworten. Es ist eine wunderbare Zusammenarbeit. Aber da ist nach nur 2 Jahren auch schon viel mehr. Wenn man sie dann endlich gefunden hat im Gewusel des Hamburger Hauptbahnhofs, möchte man sie gar nicht mehr loslassen, so vertraut ist sie einem. Angekommen in Blankenese war es nicht anders: auch Britta hat sich sehr gefreut sie wieder zu sehen. Wir haben drei Stunden geschwatzt, unsere 102 Studenten in den Blick genommen und lecker gegessen. Danke für den schönen Abend, Britta.  Vier weitere Tage wird sie hier sein, unsere Khin. Wir werden Mentoren treffen, Inhalte des Programms im Rahmen eines Stiftungstreffens besprechen, eine Kooperation mit der KLU starten, unsere neu gegründete Schulpartnerschaft zwischen der Gorch-Fock-Schule und der PAUL-Schule pflegen und mal schauen, was sich sonst noch so ergibt/Dorothea

Mittwoch, 21. September 2016

Bericht über unsere tätigkeit auf swimming doctors 2


„Mission completed„ – und das gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen sind wir-Dr.Vera Pedersen,Chirurgin und Notärztin aus München, Dr. Dieter Buhtz, Zahnarzt aus Berlin und ich -wieder zurück von Mission  22  der swimming doctors 2. nun wird das Schiff im Dock fit gemacht für den nächsten Einsatz. Wir werden  nach der feierlichen Schiffstaufe am 8.Oktober mit den swimming doctors 3 im Delta rund um Kyailat zu unseren sechs Dörfern unterwegs sein. So war unser Aufenthalt in Myanmar neben der  (zahn)ärztlichen Tätigkeit  sowohl  geprägt von Ordnen und Aufräumen auf der sd2 als auch von detailliertem  Planen der medizinischen Ausstattung und Raumgestaltung auf der sd3
Nach dem Treffen der DELTADOCS im uniteam-Gebäude ging es am 1.September los in strömendem Regen Richtung Delta. Mit dabei  unser junger Kollege Dr Kyaw, der sich seit seiner Einstellung im Juni prächtig entwickelt hat und unsere Anregungen zur standardisierten körperlichen Untersuchung, zur rationalen Diagnostik und Therapie und zur Dokumentation und dem täglichen medizinischen  Bericht gewissenhaft aufgenommen hat. An seiner Seite, seit zwei Monaten an Bord,  Dr My Oo mit drei Jahren Berufserfahrung als Allgemeinmediziner und Freund von Dr Kyaw. Ergänzt wird das Ärzte-Trio durch Dr Yet Thet Kyaw, Zahnarzt, auch erst seit kurzem bei uns. Gut, dass sie von den bewährten Schwestern Josefine, Ma Ma und Tin Tin unterstützt werden, die die Pharmacy ,das Blutabnehmen und das EKG  souverän handhaben. Khein , der Hauptkoch und  zukünftige 2. Kapitän, ist schon in swimming doctors 1 -  Zeiten von Dieter als unverzichtbarer Zahnarztassistent angelernt worden. Hier weiterlesen 

Dienstag, 20. September 2016

Was für ein Weltkindertag

Auf dem Potsdamer Platz gab es gestern ein großes Kinderfest mit Spielen und netten Bastelecken - und das ZDF beschäftigt sich zum Weltkindertag mit der Frage, was unsere Kinder zu Stubenhockern macht. Ich hatte für heute einen Eintrag vorbereitet zu unseren "Hände-Wasch-Kursen"für die Kinder an unseren Schulen in Myanmar. Aber solche Beiträge werden diesem Tag nicht gerecht. Einem Tag, der zurückgeht auf eine englische Grundschullehrerin, die aufgerüttelt durch das massenhafte Elend der Flüchtlingskinder nach dem Ersten Weltkrieg "Save the Children" gründete. Überzeugt von der Notwendigkeit, für die Interessen des Kindes einzutreten, entwarf sie ein Fünf-Punkte-Programm, das als Genfer Erklärung am 24. September 1924 von der Generalversammlung des Völkerbundes verabschiedet wurde. Bei dieser Erklärung ging es um den Schutz und das Wohl der Kinder. Bei der Gründung der UNO im Juni 1945 wurde die Genfer Erklärung nicht übernommen und verlor somit ihre völkerrechtliche Grundlage. 

Tut mir leid, ich kann und ich mag keinen Kindertag feiern, solange wir solche Bilder aus Syrien zu sehen bekommen - während in unserem Land vieler Menschen größte Sorge zu sein scheint, dass diese Kinder mit ihren Eltern bei uns Unterschlupf finden könnten/jg

Montag, 19. September 2016

Was macht eigentlich Khin?



Khin ist wieder in Deutschland. Das Foto habe ich in München gemacht, bei unserem ersten kleinen Stiftungstreffen, kurz bevor Khin von dem Pezziball gerutscht ist. Nach den Tagen in München und Berlin ist sie gestern Abend in Celle eingetroffen. Hamburg, Padelügge und Zürich stehen noch auf ihrem Reiseplan. Sie wird viele Freunde der Stiftung und Mentoren treffen und die Gelegenheit nutzen, von ihren Studenten zu erzählen. 102 junge Talente sind es, die wir in Myanmar fördern. 12 von ihnen werden ihr Studium zum Jahresende abschließen. Dafür bekommen zwölf neue Abiturienten ihre Chance. Unser "Bafög für die Besten" gibt es seit zehn Jahren. 51 Studenten ihr Studium erfolgreich beendet, und eine Arbeit gefunden. Nur fünf haben unterwegs aufgegeben oder den Abschluss nicht geschafft. Alles zusammen eine gute Bilanz, die sich sehen lassen kann. Es ist der gemeinsame Erfolg von Khin, Britta, Dorthea und fast hundert Mentoren, die unsere Studenten mit Rat und Tat unterstützen/jg 

Sonntag, 18. September 2016

Vorbilder/2


"Schau mal Jürgen, die Gaslampen sind original und funktionieren noch immer." Mit Renate und Gerhard durch Berlin zu gehen, ist eine Freude. Die beiden kennen die Stadt schon lange, sie kennen sie von beiden Seiten. Das ist eine sehr persönliche deutsche Geschichte. Mit zwei Koffern in der Hand sind die beiden in den Westen gekommen, zu einer Zeit, als die Öffnung der Grenze noch lange nicht absehbar war. Seit vielen Jahren leben und arbeiten sie in Korbach. Dort haben sie sich ein neues Leben aufgebaut, Renate als Lehrerin, Gerhard als Internist mit seiner Praxis. Ihre beiden Kinder sind groß und haben eigene Familien. Jetzt kommt die Zeit, das eigene Leben zu genießen - und etwas abzugeben. Renate und Gerhard sind Mentoren, wunderbare Vorbilder für ihre Studenten. "So eine Lehrerin möchte ich auch mal werden", schreibt Renates Studentin. Es gibt einen regelmäßigem Mailkontakt zwischen Sagaing und Korbach, und immer wieder persönliche Treffen in Myanmar. Wunderbar gelebtes Miteinander zwischen zwei verschiedenen Welten/jg 

Vorbilder/1


Es gibt Menschen, von denen man ein ganz genaues Bild hat. So ging es mir mit Alice Schwarzer - bis ich ihr gegenüber stand. Nelson Mandela war für viele Menschen ein Vorbild, Martin Luther King und Karlheinz Böhm. Und es geht auch eine Nummer kleiner: Peter Drucker zählt zu den wenigen Personen der jüngeren Geschichte, die  kaum jemand kennt, ohne deren Denken sich aber die moderne soziale Welt kaum erklären lässt. Oder der Berliner Informatiker Klaus-Robert Müller. Ein Weltstar, den fast niemand kennt, obwohl 28 seiner ehemaligen Doktoranden inzwischen als Professoren in Europa, Asien und den USA lehren. Das ist noch keinem deutschen Lehrstuhlinhaber mit 51 gelungen. Wer sich für Vorbilder interessiert, dem empfehle ich einen Blick in die aktuelle Ausgabe der Brand eins. Wer selbst Vorbild sein möchte, den laden wir ein, Mentor für einen unserer Studenten zu werden. Wenn Sie jungen Menschen mögliche Richtungen zeigen mögen, ohne den Kurs exakt bestimmen zu wollen, sind sie uns willkommen. Der Mailkontakt zu den burmesischen Studenten ist  für beide Seiten interessant - jedenfalls meistens. Es gibt nicht viele Projekte, die humanitäre Hilfe so direkt und spürbar umgesetzen/jg 

Samstag, 17. September 2016

Was macht eigentlich Timm?


Das Grundwasser in Deutschland ist weitaus dreckiger, als bislang vermutet. Das zeigen neue Zahlen, die das Bundes Umweltministerium auf Anfrage veröffentlicht hat. Auf 30 Prozent der Fläche Deutschlands ist das Grundwasser mit Nitrat verunreinigt. Besonders betroffen sind die landwirtschaftlich genutzten Flächen durch den hohen Einsatz von Kunstdünger und durch die Massentierhaltung. Viel besser ist es mit dem Bier. Seit dem Mittelalter gilt das Bier als das einzige Getränk, bei dem jeder gewiss sein kann, dass er davon nicht krank wird. Alkohol, Kohlensäure und sein vergleichsweise niedriger pH-Wert sorgen dafür, dass es frei von Keimen ist. Eine Millionen Menschen werden sich an diesem Wochenende in München im Praxistest davon überzeugen. Timm ist einer von Ihnen. Den Vergleichstest zum Wasser in Myanmar machen wir in ein paar Monaten, wenn wir dort gemeinsam unterwegs sind, um neue Wasserfilter in die Dörfer zu bringen/jg

Freitag, 16. September 2016

Tag zum Erhalt der Ozonschicht


Der Aktionstag, der heute im Kalender steht, dürfte den meisten von uns nicht aufgefallen sein. Der Tag wurde 1995 von der UNO international eingeführt. Bei Wikipedia gibt es allerdings mehr über den "Tag des deutschen Butterbrotes" zu lesen, als über den "Tag zum Erhalt der Ozonschicht". Sehr wichtig scheint das Thema für die meisten Menschen nicht zu sein. Früher gingen die Menschen für bewegende Themen auf die Straße, heute gehen sie lieber für Pokémon Go in den Park. Für diejenigen, die einen kleinen Beitrag für die Zukunft unserer Kinder leisten möchten, haben wir unsere Solarlampen. Jede einzelne Lampe bewirkt mehr, als alle nicht eingehaltenen Klimaversprechen: dieses Licht kommt von der Sonne und jede Lampe erspart uns einen Barrel Öl. 10 Euro kostet eine Lampe. Für 1.000 oder 2.000 Euro kann man ein ganzes Dorf in Myanmar klimafreundlich erleuchten/jg 

Ein Bremer in München


Eigentlich war ich dieses Wochenende nach München gefahren, um die Familie zu sehen und das Oktoberfest zu besuchen. Zum Einstieg ging es aber erst einmal ins hiesige Fitnessstudio, wo Khin von "ihren" Studenten und Wolf von "seinem" Schiff erzählte. Auf altersgerechten und rückenschonenden Sitzmöglichkeiten lauschte eine gemischte Runde andächtig. Es gab danach viel Raum für Fragen und kleine Anekdoten, die allen Beteiligten einen schönen Einblick in die Verhältnisse am anderen Ende der Welt gaben. Zuletzt berichtete Jürgen gewohnt anschaulich das eine oder andere aus dem Stiftungsleben. Es ist dabei immer wieder faszinierend zu beobachten, mit welcher (Eigen)Dynamik die Stiftung sich weiterentwickelt - zuletzt mit der neuen App. Nach zwei interessanten Stunden ging es zu weiteren Gesprächen auf richtigen Sitzmöbeln in den Preysinggarten, wo ich dann auch mein erstes Wiesn-Bier bekam. Alles in allem ein sehr guter Start in den Kurzurlaub/Timm

Donnerstag, 15. September 2016

Mensch gegen Maschine

Dem Spiegel war dieses Thema eine Titelgeschichte wert. Es lohnt sich, über die Frage nachzudenken, wie uns Computer und Roboter die Arbeit wegnehmen. Bedroht sind nicht nur Tätigkeiten in der Werkhalle, bald trifft die Digitalisierung auch qualifizierte Kräfte in Büros, Kanzleien und Praxen. Ob das eine "schöne neue Arbeitswelt" wird, muss sich erst zeigen. Fest steht, dass sich jeder von uns mit den Veränderungen beschäftigen muss, die die Digitalisierung mit sich bringt. Das gilt auch für unsere Stiftung. Das gläserne Konto und die neue Stiftungs App sind digitale Assistenten, die unsere Arbeit erleichtern. Das ist gut, dadurch haben wir noch mehr Zeit, die Freunde der Stiftung persönlich zu betreuen. Heute Nachmittag wieder, beim kleinen Stiftungstreffen in München/jg

Mittwoch, 14. September 2016

This Morning in Yangon

Leslie, auf dem Foto rechts, betreut seit vier Jahren unsere Studenten auf den Philippinen. Khin ist in Myanmar seit sechs Jahren die "Mutter" für unsere 100 Studenten. Heute Morgen haben sich die beiden in Yangon getroffen um Erfahrungen auszutauschen. Da wäre ich gerne Mäuschen gewesen - aber wir werden bestimmt morgen mehr davon hören, wenn Khin nach München kommt. Ein kleines Treffen mit Freunden der Stiftung ist am Nachmittag geplant, bevor Khin am Freitag nach Berlin weiterreist. Hier ist die Mail von Lesie:

Hi there dear Stiftunglife Friends . This morning I met Kin and had a pleasant exchange of experiences in our work with students of Stiftunglife. We do have parallel experiences if "mothering" these young people. I am glad I met her. I leave tomorrow for the Philippine/Leslie

Bericht aus Kapstadt



Martin und Manuel haben uns aus Kapstadt geschrieben. Sie haben ein Häuschen dort und schauen, wenn sie vor Ort sind, immer mal wieder nach dem Kinderheim, das wir unterstützen. In dem nachfolgenden Bericht geht es um Kinder, die von Einheimischen unterstützt werden, indem sie Essen gehen. Die wunderbare Aktion gibt's es auch in London. Wir haben die Idee für die Tafeln übernommen und werden davon berichten.

Kleine gelbe Kärtchen stehen auf den Tischen. Sie sind uns bei unserem letzten Südafrikabesuch erst nach einigen Tagen aufgefallen, eine Genusspause zwischen den wohlfeilen Gängen laden zur Lektüre ein: Streetsmart - Helping Children lautet die Botschaft, die uns neugierig macht. Unser heutiger Wirt hat sich verpflichtet, zum jeweiligen Rechnungsbetrag je 5 Rand (heute ca. 1/3 €) zugunsten der Straßenkinder zuzuschlagen - Widersprich möglich. Oder man legt noch einen extra 10- oder 20 Randschein in das gelbe Mäppchen und sagt damit: Die Aktion ist ok und findet meine zusätzliche Unterstützung. Eine immer größere Zahl von Restaurants auch des gehobenen Standards in Kapstadt und anderen südafrikanischen Städten haben sich der Aktion angeschlossen. Auf der website wir, dass es einen Wettbewerb zwischen den Restaurants gibt, wer die meisten Spenden auf diesem Weg einsammelt. Und dass über eine Million Rand (ca. 65.000 €) im letzten Jahr eingesammelt und zur Unterstützung von  673 Kindern eingesetzt werden konnten. Gleichzeitig kann man auf dieser Seite bei den engagierten Restaurants einen Tisch reservieren. - Vorbildlich! Liebe Grüße von Manuel & Martin

Dienstag, 13. September 2016

Was für ein Leben für einen jungen Mann!

Ghafek ist 23 und seit einem Jahr in Hamburg. Mit 21 hat er Damaskus verlassen, weil sein Bruder auf offener Straße verhaftet wurde und seine Familie Angst hatte, dass er der nächste sein könnte. Ein Jahr schlug er sich im Libanon herum, dann musste er raus. In Ungarn hat ihm ein Polizist die Hand gebrochen: er fragte nach Hilfe für eine alte Frau. In Hamburg wurde er am 6. September 2015 euphorisch am Hauptbahnhof empfangen und war glücklich! Er spricht inzwischen fast fließend Deutsch (B2), liest alles, was ihm in die Finger kommt, ist an allem interessiert und könnte unsere Gesellschaft jetzt schon viel mehr bereichern. Aber: er hat seine Papiere immer noch nicht! Keine Papiere, keine Arbeit, keine Wohnung. Was nehmen wir uns als Gesellschaft, Dorothea

Hochsommer im September


Bei dem strahlendem Sonnenschein heute geht es mal nicht um PAUL, sondern um LISA, "Licht mit Solar". Weil wir Schulen bauen, kennen wir das Leben auf dem Land, wir wissen, was die Menschen dort brauchen: Wasser und Licht. Wir bringen diese wunderbaren Lampen seit Jahren in Burmas entlegene Dörfer. Dank dieser Lampen spart jede Familie 50 Euro im Jahr. Das sind 500 Euro in zehn Jahren, so lange hält jede Lampe. Wir bezahlen zehn Euro für eine Solarlampe. Wer dieses Projekt mit 100, 200 oder 300 Lampen unterstützten möchte - und Zeit und Lust hat, unsere Solardörfer zu besuchen - der kann uns gerne begleiten bei einer Reise in unsere Solardörfer, abseits aller Touristenwege/jg

Montag, 12. September 2016

Was im Leben wichtig ist

Hier noch einmal zur Erinnerung: unsere App ist fertig!
Ab sofort steht sie für alle Apple Nutzer im AppStore kostenlos zur Verfügung. Die Nutzung ist so einfach, dass ich inzwischen jeden Tag auf mein Handy schaue. Gleich neben die anderen wichtigen Dingen des Lebens habe ich diese App platziert/jg

Sonntag, 11. September 2016

Was macht eigentlich Bouke Soffelsma?

Das ist er, der Erfinder der PAUL Warneinheit. In dem blauen Kästchen hat er ein kleines Modell. Das haben wir gestern zum ersten Mal öffentlich vorgestellt. Wie schön, dass wir wieder ein gemeinsames Projekt haben, wir hatten uns ein bisschen aus den Augen verloren. Dabei gibt es eine lange gemeinsame Geschichte. Die fing vor zwanzig Jahren an. Zu einer Zeit, als Mails noch ziemlich exotisch waren, hat mir Bouke mit seinem Faxversand geholfen, die Kommunikation für die rasant wachsende Zahl der Tafeln aufzubauen. Dann haben wir gemeinsam für's Bezahlen mit dem Handy gearbeitet und für's Dosenpfand. Nun also für PAUL, den Wasserfilter. Das ist sicher eins der wichtigsten Projekte, denn Wasser ist Leben. Nicht nur in Myanmar/jg

100 PAUL nachrüsten


Ein Blick in den "Global Risks Report 2016" zeigt drei wichtige Themen, die unsere Welt bewegen werden. Mit dem ersten Top Thema beschäftigen wir uns als Stiftung schon seit mehreren Jahren: rund hundert PAUL haben wir in den letzten fünf Jahren nach Myanmar gebracht (und einen nach Burkina Faso). Auch an unseren 51 Schulen in Myanmar stehen diese Wasserfilter, mit freundlicher Unterstützung der Lions. Gestern war ich bei dem Jahrestreffen der Lions in Königswinter. Mit dabei war Bouke, ein langjähriger Freund der Stiftung aus Mönchengladbach. Mit seinem Team hat er im Auftrag der Stiftung ein solargesteuertes Warnsystem entwickelt. Gestern war die passende Gelegenheit, das vorzustellen: die kleine Einheit meldet sich mit einem akustischen Signal, wenn der Filter zu wenig Wasser hat. Das ist extrem wichtig, denn nach zwei Tagen ohne Wasser ist der filigrane Filter kaputt, wertlos, 700 Euro Schaden. Anerkennung und Beifall gehörten gestern unserem "Daniel Düsentrieb", jetzt sind wir für die Umsetzung verantwortlich. In den nächsten Monaten werden wir diese wichtige Verbesserung an unseren 100 Wasserfiltern in Myanmar nachrüsten. Neue PAUL gibt's Bruins nur noch mit diesem Plus. Rund 100 Euro plus Montage kostet dieses Stück Sicherheit/jg