Stiftunglife

Sonntag, 1. Mai 2016

95 Studenten in Myanmar


Aktuell haben wir 95 Studenten in unserem Förderprogramm Bis auf 9 haben alle einen persönlichen Mentor. Inzwischen haben wir zudem 28 Alumni, die ihrerseits auch (abhängig von ihrem Gehalt) in die Studentenförderung zurückzahlen, gemäß der Vereinbarung, die zu Beginn getroffen wurde. Das Modell funktioniert und Khin wirtschaftet ebenfalls gut. Sie entscheidet, wie viel von Ihrem Geld sie jeweils an die Studenten auszahlt. Niemand weiß besser als Khin, wie die Preise an dem jeweiligen Studienort sind, welche Kosten für welchen Studiengang anfallen, ob es eine Unterstützung vom Staat gibt oder welche anderen besonderen Umstände zu berücksichtigen sind. So bekommen unsere Pädagogik-Studenten seit einiger Zeit auch einen Förderbeitrag vom Staat, der aber nicht ausreicht, um die Kosten komplett zu decken. Hier gibt Khin dazu, was benötigt wird, um das Studium finanzieren zu können. Alle Ausgaben werden dokumentiert und der Erhalt wird von den Studenten quittiert. Das Geld, das übrig ist, fließt in zusätzliche Fördermaßnahmen für die Studenten; ein großer Teil geht z.B. in den Englischunterricht, um schnell die Defizite einzuholen, die in der Schule entstanden sind, aber auch andere zusätzliche Ausbildungsseminare werden davon finanziert. Tatsache ist, dass wir inzwischen einen guten Grundstock gelegt haben und ungern zu viel Geld in Reserve haben möchten. Deshalb haben wir uns entschlossen, den Spenderbeitrag zu senken. 

Der neue Förderbeitrag für ein Jahr beläuft sich nunmehr nur noch auf 900 Euro. Den Kontakt mit unseren Mentoren schätzen wir sehr! Inzwischen kennen wir immer mehr Mentoren persönlich und wir genießen es, Gesichter vor uns zu haben, wenn wir Namen hören. Wir hören oft, dass der Kontakt zwischen Mentor und Mentee gut bis sehr gut ist und freuen uns darüber wirklich sehr! Natürlich gibt es hin und wieder auch einmal Unzufriedenheit. Wir wünschen uns in solchen Fällen, dass wir rechtzeitig informiert werden, damit wir dann sofort Kontakt zum Studenten und zu Khin aufnehmen können. Zu guter Letzt: Im September kommt Khin wieder nach Deutschland! Wir melden uns rechtzeitig, wann sie wo ist, damit interessierte Mentoren die Gelegenheit bekommen, sie zu treffen. Liebe Grüße an alle Freunde der Stiftung, Dorothea und Britta - auf dem Foto vom letzten Jahr zusammen mit Khin

Samstag, 30. April 2016

Frohe Ostern


Nein, das ist kein verspäteter Eintrag, sondern ein kleiner Hinweis darauf, dass morgen das orthodoxe Osterfest in Russland gefeiert wird, in Griechenland auch. Die deutschen Schokohasen haben nichts davon, die wurden schon längst von den Tafeln abgeholt und an arme Haushalte abgegeben. Deshalb kann es gut sein, dass in diesen Tagen auch in Deutschland noch Osterhasen gegessen werden. Ware, die nicht verkauft werden konnte, ist nach ein paar Wochen über die Tafeln zu Kindern gekommen. Transportiert wurden diese Süssigkeiten vermutlich auch mit einem unserer Kühltransporter. Zählten wir Anfang der Woche noch 391 Fahrzeuge, waren es gestern schon 394 Tafelfahrzeugen, die von uns gefördert wurden. Gut für Kinder, die in armen Familien leben, die freuen sich auch noch im Mai über Schoko-Osterhasen/jg

Freitag, 29. April 2016

Man kann es sehen und hören


Die Presse bezeichnet den Deutsch/Schweizer Cellisten Emanuel Graf als Ausnahmetalent mit beeindruckender Technik, Sensibilität und einem breit ausdifferenzierten Klang. In der Berliner Philharmonie hat er schon gespielt, in der Semper Oper und vor ein paar Tagen in der Carnegie Hall. Heute morgen ist Emanuel Graf aus Amerika zurückgekommen. Heute Mittag hat er im Königssaal der Bayrischen Staatsoper sein "Trauminstrument" übernommen und für uns gespielt. Morgen Abend wird er das erste Mal mit unserem wunderbaren Goffrillo Cello in der Entführung zu hören sein/jg

Man kann es finanziell betrachten


Mündelsichere Papiere? Der Begriff stammt aus einer Zeit, als Sparbuch und Bundesanleihen noch Geld brachten. Heute kosten diese Anlagen Geld: zu Beginn der vergangenen Handelswoche waren deutsche Staatsanleihen so begehrt, dass die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf ein Jahrestief von unter 0,1 Prozent fiel. Gleichzeitig setzte die Bundesbank die Umlaufrendite - das ist die durchschnittliche Rendite aller börsennotierten Bundeswertpapiere mit Restlaufzeiten von drei bis dreißig Jahren - zum allerersten Mal bei null Prozent fest. Schwierige Zeiten für Sven und Sascha, beides gelernte Bankkaufleute, die unser Grundstockvermögen verwalten. Gemeinsam haben wir uns für eine Sachanlage entschieden: wir kaufen ein Cello. Diese Ausgabe wird nicht im Spendenkonto zu sehen sein, weil wir das Instrument nicht spenden, sondern es in unserem Eigentum bleibt. Man nennt das Vermögensumschichtung: statt nutzlos rumzuliegen erfüllt das Geld nun einen Zweck: es gibt dem talentierten jungen Solocellisten der Bayrischen Staatsoper die Chance, zukünftig noch besser zu klingen. Wir werden es zu hören bekommen/jg

Donnerstag, 28. April 2016

Ami Dose ist tot



Als sie 1994 eine Tafel in der Hansestadt gründen wollte, beschied man ihr amtlicherseits "So etwas brauchen wir hier nicht." Zwanzig Jahre später spricht Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz von einer "Bilderbuchhanseatin". Ami wurde 1928 in Sörnewitz bei Meißen geboren. Ihre Großmutter lehrt sie "Hilf den Menschen, aber lass ihnen ihre Würde." Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1993 fällt sie in eine tiefe Trauerphase, aus der sie durch die Idee der Tafel herausfindet. Anfangs holt Ami das Brot vom Bäcker und verteilt es direkt an Bedürftige. In dieser Zeit, in der Gründungszeit der Hamburger Tafel, lernen wir uns kennen. Sie fasste das Prinzip der Tafel damals so zusammen: "Einer hat Geld, einer hat Ware und einer hat Zeit." Ami brachte diese Menschen aus den unterschiedlichsten Welten zusammen. Wir besuchten die ersten Tafeln im Osten und flogen nach New York um uns "New York City Harvest " anzusehen. Natürlich fuhr sie dort eine Tour auf dem Truck mit. John, der Fahrer, sprach kein Wort Deutsch, Ami kein Wort Englisch, die beiden haben sich prächtig verstanden. Anpacken verbindet.

Ami hat weit über Hamburg hinaus gewirkt. Sie hat die Idee der Tafeln in Deutschland verbreitet, die Tafeln miteinander verknüpft und professionalisiert. Ami ist mir und vielen anderen Menschen ein Vorbild gewesen, weit über die Tafelarbeit hinaus. Wir haben viel miteinander erlebt: Freude, Sorgen, Wünsche und Empfindungen miteinander geteilt. Für meine Familie war Ami lange Zeit eine gute Freundin. Heute ist sie im Kreis Ihrer Familie eingeschlafen - was für ein Glück, dass ich noch vor kurzem die Gelegenheit hatte, mich von ihr zu verabschieden/jg

Zahlenspiele



Weil wir diesen Blog für "Friends and Family" schreiben, sind auch gelegentliche Ausflüge ins Private zulässig. Bei manchem von uns durchweben sich die Stiftungsaufgaben mit dem Privatleben. Das ist gut so, was kann es Schöneres geben als gemeinsam mit Menschen, die man gerne mag, Gutes zu tun. Sven und Oksana schenken mir die Freiheit für mein Stiftungs Engagement. Sven bekommt seinen Dank am 1. Oktober, wenn wir unser gemeinsames 27. Jahr feiern. Oksana bekommt den Dank heute, weil sie Ihren Ehemann seit 11 Jahren mit der Stiftunglife teilt. Gerhard hat sich vor ein paar Tagen bei Moni bedankt, da war es der 50. Hochzeitstag - genau wie bei unserem Freund Roland, der sich Ende nächster Woche bei Erika für 50 gemeinsame Jahre bedanken wird/jg

Gute Nachrichten aus Kapstadt

Endlich konnten wir gestern der Bitte von Jochen und Jürgen folgen, und die Kindertagesstätte „Little Lambs" in Hout Bay bei Kapstadt besuchen. Die in Kapstadt domizilierende Schweizerin Elke Zwicker, die dieses Projekt federführend betreut, hat uns empfangen und alles ausführlich gezeigt, die Aufgaben, Ideen und deren nicht immer leichte Umsetzung erklärt. Das Projekt „Little Lambs" wird von Stiftunglife und der HahnAir Foundation unterstützt. Durch die regelmäßigen Zahlungen ist die gesunde Ernährung der Kinder gesichert. Derzeit werden 260 Kinder vom Babyalter bis zum Schuleintritt betreut. Die ordentliche Anlage macht einen großartigen Eindruck, es herrscht schweizer-deutsche Disziplin. Die Lehrerinnen und Erzieherinnen – unterstützt von Praktikantinnen aus aller Herren Länder – haben große Autorität. Die Kinder sind fröhlich, spontan, aber sie lernen auch ihre Grenzen kennen. Es hat uns sofort begeistert, in die nach Farben unterschiedenen Klassen unseren Kopf hineinzustecken. Die gesunde Ernährung der „Little Lambs" zeigt deutliche Erfolge, wir entdecken kein einziges übergewichtiges Kind. Wir erfahren, dass „Chips, Schokoriegel und "junk-food" verboten sind.

Kein Wunder, dass die 60 jährlich frei werdenden Plätze bei den Eltern des benachbarten Township sehr begehrt sind, aufgenommen wird nach dem „Windhundverfahren" : An einem bestimmten Tag, der vorher allen bekannt gemacht wird, werden ab 9.00 Uhr morgens die neuen Schützlinge aufgenommen. So wird Bevorzugung oder ungerechte Behandlung von Beginn an vermieden. Beeindruckt hat uns aber auch, dass die hier betreuten Kinder auch die Aufgabe übernehmen, ihre Eltern mit einzubinden. Sicher eine Herausforderung, wenn man durch das Township fährt und die Blechhütten, meist ohne Wasser und Strom, sieht, in denen die Kinder „zu Hause" sind. Wir verabschieden uns nur schwer von der mitreisenden Stimmung, den herzlichen und spontanen Kindern und den engagierten Mitarbeitern. Es fällt uns nicht schwer zuzusagen, dass wir die Botschaft der „Little Lambs" mit nach Deutschland nehmen. Da wir in den kommenden Jahren häufiger in Kapstadt sein werden, werden wir uns hier auch persönlich engagieren. „Chapeau" allen denen, die sich bei diesem Projekt engagiert/Martin und Manuel

Mittwoch, 27. April 2016



Überzählige Lebensmittel an Bedürftige verteilen anstatt das Essen auf den Müll zu werfen - die aus Amerika importierte Idee der Tafeln ist so bestechend, dass sie seit der Gründung im Jahr 1993 auch hierzulande ein Erfolgsmodell geworden ist. Jeder Konzernchef würde sich die Hände reiben, wenn er mit Wachstumszahlen glänzen könnte wie die Tafeln: Mehr als 900 Tafeln mit gut 2000 Ausgabestellen gibt es in Deutschland, ihre Zahl hat sich innerhalb von nur zehn Jahren verdreifacht. 2005 kamen 500.000 Menschen mehr oder weniger regelmäßig, um sich Lebensmittel abzuholen, oft gegen einen kleinen Obolus, weswegen sie von den Helfern als „Kunden“ bezeichnet werden. Heute sind es gut 1,5 Millionen. Viele tausend ehrenamtliche Helfer und mehr als zweitausend Fahrzeuge sind täglich im Einsatz. 391 Fahrzeuge wurden von uns mitfinanziert. Hungern, das räumen sogar die schärfsten Systemkritiker ein, muss in Deutschland niemand. Es bleibt etwas mehr Geld in der Haushaltskasse, wenn es die Lebensmittel von der Tafel gibt. Geld, mit dem eine alleinerziehende Mutter ihren Kindern Kinokarten kaufen kann, oder ein Paar Turnschuhe/jg

Dienstag, 26. April 2016

Bei unserem netten Bäcker um die Ecke gibt es das "Brot am Haken". Mit einer kleinen Geste kann man jemanden in der Nachbarschaft unter die Arme greifen, indem man einen Kaffee kauft, ein Brot oder ein Stück Kuchen. Den bezahlten Kassenbon hängt an den Haken und macht damit einem Unbekannten eine Freude. Wer sich den Bon nimmt, ist gerade knapp bei Kasse und weiß die Gabe zu schätzen. Eine gute Idee!

Wirklich eine gute Idee? Mit drei oder vier Euro kauft man ein Brot und gibt es weiter an einen Menschen. Gibt man die vier Euro an die Tafel, kann das zum Benzingeld werden für die "Bäckertour". Dabei werden an einem Nachmittag 100 Brote eingesammelt und an arme Menschen verteilt. Beide Initiativen sind gut, besonders wenn man die Alternative bedenkt: die heißt wegwerfen - oder die Energie, die im Brot steckt, als Brennstoff nutzen/jg

Unser täglich Brot gib uns heute



Wer die Geschichte der Tafeln kennt, weiß, dass die Bäcker von Anfang an dabei waren. Sie haben gerne und viel gegeben. Deshalb wollen wir hier und heute, am "Tag des Brotes" ein Loblied auf die Bäcker singen - und einen kritischen Blick auf uns selbst wagen. Deutschland ist Weltmeister, auch beim Brot: mehr als 300 verschiedene Brotsorten gibt es bei hier. Die Kunden erwarten das breite Angebot auch, wenn sie um 18 Uhr in den Laden kommen. Eine Stunde später werden dann die Regale leergeräumt. In der größten Stadt Österreichs, in Wien, wird jeden Tag so viel Brot entsorgt, dass man damit alle Einwohner von Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, versorgen könnte. Glücklicher Weise übernimmt die Wiener Tafel jeden Tag große Mengen an Brot und Backwaren, um sie an arme Menschen zu verteilen. Deshalb unterstützen wir die Tafel in Wien, deshalb unterstützen wir die 920 Tafeln in Deutschland/jg

Montag, 25. April 2016

Gute Nachricht von den Philippinen

Good day, I just want to share this picture of my father feeding a pig this afternoon. While the Stiftunglife provides money for my tuition fee and room rental when I was in college, my parents work here in Mansalay. My mother works in a municipal hall in our town who receives a very minimum amount. She decided to invest her savings to buy a pig. This pig is fed every morning, midday and afternoon by my father. When it grew bigger, it will be sold to the market and sent it to me as my allowance in Calapan. Whenever I look back to those days, I feel thankful for having my parents, for having this life and for having you, Mr. Gessner and Stiftunglife who became bridge to my success. Regards from Mansalay, Angelica

Sonntag, 24. April 2016

Schlechte Nachrichten aus Sabhar


Heute auf den Tag vor drei Jahren ist das Fabrikgebäude Rena Plaza in Sabhar eingestürzt: 1127 Tote, 2438 Verletzte, die Bilder der Betroffenheit gingen um die ganze Welt. Es war der schwerste Fabrikunfall in der Geschichte des Landes. Drei Jahre später redet kaum noch jemand von dem Unglück. Für einen Hungerlohn arbeiten die Näherinnen von Bangladesch weiter für die "Feel Good Story" unserer Modeindustrie. In bunten Prospekten werden mit blumigen Worten "Hi-Flex Demin Jeans mit Vitage Wash" angepriesen. Was das für die Menschen bedeutet, die diese Jeans herstellen, soll und will kein Kunde wissen. Die angesagte französische Modemarke "Vetements" bringt gerade ein simples gelbes T-Shirt mit einem DHL Schriftzug in die Läden. Hergestellt für ein paar Cent wird es bei uns als "Hinkucker des des kommenden Sommers" für 245 Euro verkauft. Schade, dass wir in dieser irren Modewelt kein Unternehmen gefunden haben, dass etwas mehr für die Näherinnen in Bangladesch tun möchte. Wir hätten "One for her" gerne zu den Menschen hier und dort gebracht/jg

Samstag, 23. April 2016

Gute Nachrichten aus Hamburg

Treffen einer kleinen "Nordrunde" zum Austausch von Meinungen und Informationen. Die Hamburger Speicherstadt empfängt die Freunde der Stiftung mit Sonnenschein. Die Elbphilharmonie ist zum Greifen nah und der Ausblick über den Hafen grandios - und es gibt Inhalte zu bieten: Angelika, grad ein paar Stunden zurück aus Äthiopien, berichtet von den Augen OPs, die wir für poor patients finanzieren. Andreas gibt uns einen fachkundigen Ausblick in die Entwicklung der Medienwelt. Thomas erklärt uns die Arbeit der Leselernhelfer und Jürgen gibt einen kurzen Gesamtüberblick. Alles perfekt organisiert von Ute und Sascha/jg

Gute Nachrichten aus Celle

Der Bau von unserem Pflegeheim hat begonnen. Der Neubau mit 63 Zimmern und einer angeschlossenen Tagespflege entsteht in Celle, in guter Lage nah zur Innenstadt mit viel Grün vor der Tür. Die ganze Einrichtung ist für 25 Jahre fest vermietet. Für die Stiftung ist dieses Investment wichtig, weil es langfristig mehr Rendite bringen wird, als die klassischen Stiftungs-Geldanlagen. Als Bauherren mit dabei sind Sven Raap und Udo Klische. Die beiden kümmern sich jeden Tag vor Ort um die Bauüberwachung. Die meisten Erdarbeiten sind gemacht, am Montag kommt der erste Beton/jg

Freitag, 22. April 2016

Gute Nachrichten aus Yangon


Vor sechs Jahren haben wir den jungen Mann bei der Studentenauswahl in Bagan kennengelernt. Aung Pyae wollte zur See fahren und Nautik studieren. Neben seinen guten Noten, waren es sein Engagement und sein Ehrgeiz, der uns überzeugt hat. Damals wollte er seinem Freund den Platz in unserem Studentenprogramm überlassen. Dieser gute Zug hat uns vollends überzeugt und wir haben ihn und seinen Freund aufgenommen. Heute steht er kurz vor seinem Abschluss und wir sind stolz darauf, dass er seine Chance genutzt hat und zukünftig in seinem Traumberuf arbeiten darf. Hier ist sein Bericht aus Yangon:

Dear Friends,I started to join MV Santa Margherita on 15th June , 2015. I had signed on it with (9 + 1) contract as a deck cadet. As soon as I've  arrived on my vessel, I was so satisfied because this was my first job and my first experience for my professional life. So, I've tried my work with my best everyday. Moreover, I've learned and got experiences from senior officers and they've also taught me to familiarize everything onboard and especially how to use and work everything on bridge. Sometimes, although I've felt tired, our vessel had also entertainments and so I was so happy. The seaman life is little different with student life. Because I didn't have chance of being bored onboard and everyday I had new challenges. In my future, I've decided to try to be a Captain and moreover I wish to be also a mender of our stiftunglife student programs for our coming junior students. Especially, I'm so grateful for your kindness because your supports make me perfect for my dream and future. Now, I'm in Yangon and  starting to prepare for necessities about next joining vessel. I came back to Yangon on 16th April, 2016 because my contract was over. I've got 10 months service onboard and just remaining two months to be graduated. Best regards, Aung Pyae

Gute Nachrichten aus Addis


Hallo Jürgen, Hier kommt ein kleines Update aus Addis. Lasab sehe ich im Moment jeden Tag nach der Schule und es macht viel Freude mit ihr zusammen zu sein. Ihre Noten in Deutsch und auch in Französisch werden immer besser. Sie erzählt viel. Es ist alles sehr gut. Morgen gehe ich in die Schule und treffe mich mit ihrem Klassenlehrer. Es ist immer gut auch seine Einschätzung zu erfahren. Alem habe ich das Geld gegeben mit ihr ist alles wie üblich. Sie arbeitet bei Uli, schaut viel fern und freut sich über das Geld. Mit Lasab und ihr geht es ebenfalls gut, aber Ihre Eltern haben auf Grund der Trockenheit hier sehr zu kämpfen. Sie telefonieren fast jeden Tag miteinander. In den Osterferien war Lasab bei. Ihren Eltern und in der Schule von ihrer Schwester Birtukan. Sie hat mit dem Lehrer wegen Birtukans schulischer Leistungen gesprochen, die, außer in Englisch, für dortige Verhältnisse recht gut sein müssen. Also auch hier übernimmt Lasab zunehmend Verantwortung. Liebe Grüße Kristina

Lieber Juergen, ich denke, dass ich mit guten Nachrichten und wunderbaren Brillenrahmen aus Ãthiopien zurückkommen werde. Am Samstag werde ich bei unserem Stiftungstreffen in Hamburg ausführlich darüber berichten. Heute waren Kristina und ich 60 km südlich von Addis in Adama, um mit dem regional Manager von cbm die Klinik St.Francis, insbesondere die Eyesection anzusehen. Morgen werde ich mit Dr. Samuel ein Gespraech führen über die OP Situation bei Signum Vitae. Die Brillenrahmen werden immer perfekter. Das Team von Signum Vitae ist wie immer herzlich und sehr engagiert. Herzliche Gruesse aus dem verregneten Addis, Angelika

Donnerstag, 21. April 2016

Was macht eigentlich Ahmad Zhalka?

Dieser Frage bin ich heute selbst nachgegangen. Auf dem Weg nach Celle bin ich in Fulda ausgestiegen um mich mit meinem Freund Ahmad zu treffen. Das Selfi für diesen Eintrag haben wir auf den Stufen des Doms gemacht, sinniger Weise vor der Pforte der Barmherzigkeit. Unser philosophisches Gespräch über eigenes Engagement und das menschliche Miteinander fand so gesehen am richtigen Ort stand. Auch über seine Heimat, über Syrien haben wir natürlich geredet. Ahmad telefoniert jeden Tag mit seinen Eltern. Die berichten, dass die Lage in und um Aleppo ruhiger geworden ist. Ob wir uns schon Gedanken über eine Wiederaufbauhilfe machen können? Vielleicht, hoffentlich, finanzieren wir bald den Bau einer Schule in Syrien. Ahmad und ich, wir können uns das gut vorstellen. Noch zwei Monate engagiert sich Ahmad ehrenamtlich beim Ausländeramt Fulda als Übersetzer, dann gibt er diese Aufgabe an seinen jüngeren Bruder ab. Ahmad geht dann nach Berlin, um sich auf seine Zulassungsprüfung vorzubereiten. Im kommenden Jahr möchte er dann endlich wieder als Zahnarzt arbeiten. Unsere "Connecting People" wird er auch dann weiter unterstützen/jg

Aziz und Sebastian


Mit ihrem Handy halten die Flüchtlinge Kontakt zu Ihren Familie und Freunden. Manchmal auch zu deutschen Freunden. In unserem "Connecting People" Projekt haben mehrere Syrer(innen) und Deutsche in den letzten Tagen zugesagt, sich gegenseitig zu schreiben: Aziz aus Osnabrück hat Kontakt mit Sebastian aus Braunschweig,  Heva aus Bonn schreibt Andrea in Hamburg. Andreas hat Kontakt mit Wassiem. Seit sich Leonardo um unser Projekt kümmert, geht es gut voran, er hat schon 24 Menschen zusammengebracht, die sich regelmäßig schreiben. Einfach so, um den Fremden die Hand zu reichen. Mit dem Handy geht das leichter als im wirklichen Leben. Aktuell gibt es noch einige (männliche) Syrer, für die wir einen Chatpartner suchen. Wer Zeit und Lust hat, trägt sich hier ein: http://www.stiftunglife.de/integration/contact/german/

Bitte schaut auch mal auf unsere Facebook-Seite, die ist bestimmt geeignet, diese Anfrage zu verbreiten. Tilman kümmert sich seit Jahresanfang um unsere Facebook-Seite, mit der wir besonders die jüngeren Menschen ansprechen wollen: www.facebook.com/stiftung2016  Zum Ende dieses Eintrags noch ein schöner Satz aus der Mail von Leonardo, der noch neu ist in unserer Runde: " Ich danke Euch allen für Euer Feedback und Eure Ideen und hoffe, Euch allen geht es gut und es gibt eine Menge Gründe für Euch, glücklich zu sein und auch viele Gründe, um Glück unter anderen zu verbreiten"

Mittwoch, 20. April 2016

Die Pulitzer-Preise stehen fest

Für 14 journalistische Kategorien wurden 1.200 Arbeiten eingereicht. Dieses Jahr werden die Preise, die der Verleger Josef Pulitzer stiftete, zum 100. Mal vergeben. Die Spannung war besonders groß, da die Welt in den vergangenen zwölf Monaten voll war mit brisanten Geschehnissen. Ausgezeichnet wurden auch diese vier Bilder von Reuters und der New York Times. Sie zeigen Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Diese Bilder haben das Leid der Menschen in unser sicheres Leben hier gebracht. Manche hat das gestört, andere haben weggeschaut, viele haben spontan die Hand gereicht. Das sind ganz normale Reaktionen auf Katastrophenmeldungen - nur das diese Dinge meistens weit entfernt von uns passieren. Wir sind betroffen, spenden für die Nothilfe und vergessen. Wer denkt heute noch an den mühsamen Wiederaufbau der Häuser und Schulen in Nepal? Die Bilder von den Flüchtlingen können wir vergessen, die Flüchtlinge nicht, sie sind Teil unseres Lebens geworden. Wir danken allen, die weiterhin ihre Hand reichen - besonders denen, die sich ehrenamtlich dafür engagieren, das diese Menschen sich ein neues Leben aufbauen können/jg

Glücklich und engagiert

Fast 30.000 Menschen wurden zu ihrem ehrenamtlichen Engagement befragt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dem Bericht des Familienministeriums zur Folge engagieren sich in Deutschland 31 Millionen Menschen in ihrer Freizeit. Viele übernehmen Aufgaben in ihrem Sportverein, im Kindergarten und in der Schule, in Senioren- und in Flüchtlingsheimen, in der Kultur und in der Musik. Seit ein paar Jahren nimmt das ehrenamtliche Engagement zu. Ein Engagement, von dem Roman Herzog sagte, dass es weder Ehre bringt, noch ein Amt. Junge Menschen engagieren sich besonders gerne - Menschen über 65 nicht so sehr - und Menschen mit hoher Bildung engagieren sich. Die wunderbare Erkenntnis lautet: "Je höher die eigene Zufriedenheit und das Einkommen, desto desto höher auch der Einsatz für den guten Zweck". Dieser Faustregel folgen wir gerne mit unserem Team von 23 glücklich engagierten Menschen/jg

Dienstag, 19. April 2016

Was macht eigentlich Gerhard Hampl ?

Diese Frage haben die Nürnberger Nachrichten gestern ausführlich beantwortet. Es ist ein Loblied geworden - und wir wollen noch eine Strophe anfügen. Es ist unsere Strophe, es ist das Loblied auf das ehrenamtliche Engagement von Gerhard in unserer Stiftung. Seit fünf Jahren prüft Gerhard alle Anträge der Tafeln die bei uns eingehen, bevor wir diese Anträge an Roland Schütz weitergeben. "Ist die Tafel Mitglied im Bundesverband? Ist es eine freie Tafel oder arbeitet die Tafel unter dem Dach einer großen Organisation? Hat die Tafel schon mal ein Fahrzeug von uns bekommen und wenn ja, wann? Steht das Geld für den Eigenanteil zur Verfügung? Gerhard kennt die ganze Tafellandschaft in Deutschland, weiß wen er fragen muss, wenn er selbst einmal nicht weiter weiß. Wir freuen uns, menschlich und fachlich, dass Moni und Gerhard bei uns sind. Lasst uns auf die Gesundheit und das Wohl der beiden trinken - irgendwo, ganz versteckt, feiern sie in diesen Tagen ihren 50. Hochzeitstag/jg

Stiftunglife Container


Alo ist Flüchtling und wohnt in Dorsten. Nicht in Dorsten im Ruhrgebiet, sondern in Kurdistan, im Nordirak.Genau genommen wohnt er im Container Dorsten: etwa 30 Quadratmeter Laminatboden, Platz für bis zu zwei Familien, Wohnzimmer, eine kleine Küche, Bad. "Ganz schön" findet Alo, 64 Jahre alt, seine Unterkunft. Die Container nebenan heißen Duisburg, Herne, Essen, Marl oder Mülheim an der Ruhr. Ein paar Kilometer weiter wütet die Terrormiliz "Islamischer Staat". Hin und wieder hört man die Gefechte und Explosionen. Dann wackeln die Wände von Dorsten und Duisburg. Die Bewohner haben schon um einen Schutzwall gebeten, damit die Container weniger erschüttert werden und die Kinder keinen Schreck bekommen. Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet heißt die Ansammlung von Wohncontainern im Nordirak, finanziert von Unternehmern, Beamten, Bürgern und Schülern. Etwa 400 Menschen leben hier in 70 Containern, die ersten sind im vergangenen November eingezogen. Wenn das Dorf fertig ist, sollen hier 100 Container stehen. Eine Bäckerei gibt es schon, bald soll ein Schulgebäude entstehen, eine Krankenstation und eine Basarstraße. Wie lange es existieren soll, ist ungewiss. Vielleicht auf Dauer, vielleicht nehmen die Leute auch irgendwann die Container und stellen sie an anderer Stelle wieder auf. Ein Wohncontainer, hergestellt im Nordirak, kostet etwa 5.000 Euro. Brachte eine Kommune diese Summe durch Sammlungen auf, wurde ein Container nach ihr benannt. Heute haben wir 5.000 Euro für einen „Stiftunglife Container" überwiesen. Man muss auch etwas für die Menschen tun, die nicht fliehen, die dort versuchen zu überleben. Den ganzen Bericht über das Containerdorf im Nordirak gibt es hier zu lesen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-im-irak-hilfe-aus-dem-ruhrpott-fuer-dohuk-a-1086590.html

Montag, 18. April 2016

Deutsch lernen/2


Am Samstag haben sich die regionalen MENTOR-Vereine aus ganz Deutschland in Neuss getroffen und ich durfte dabei sein. Es wurde ein Vortrag über Mehrsprachigkeit bei Kindern und Jugendlichen gehalten und Workshops zu den Themen Interkulturelle Kompetenz, Leseförderung bei Flüchtlingskindern, Förderung des Leseverstehens und zum Datenschutz geboten. Die Stimmung war gut, die Menschen nett und engagiert. Zukünftig wollen wir im Rahmen unseres Integrationsprojekts, unsere Förderung auf Mentor konzentrieren. Das wollen wir, wie auch schon bei den Tafelfahrzeugen, gemeinsam mit einem Lions- oder Rotary-Club machen. Wir verdoppeln deren mtl. Zahlung an den örtlichen Mentorr-Verein mit max. 250 Euro. Wir fördern aktuell 7 Vereine und für 8 Förderanträge suchen wir noch nach einem Serviceclub als Förderpartner. An Mentor gefällt uns besonders die 1:1 Beziehung zwischen Mentee und Mentor und das fast alles mit ehrenamtlichen Helfern realisiert werden kann. Über 50 Vereine gibt es bereits in Deutschland und es kommen immer mehr dazu/sf

Deutsch lernen/1


Wie kann man so schnell wie möglich Deutsch lernen? Diese Frage höre ich sehr oft von meinen Landsleuten. Einige wollen ihre Abschüsse in Deutschland anerkennen lassen, andere wollen so schnell wie möglich arbeiten und manche wollen studieren. Beim Besuch einiger Deutschkurse habe ich ein bisschen von meinen Erfahrungen erzählt, bevor ich im Namen der Stiftunglife die Sticker mit 300 hundert Wörter verteilt habe. Ich habe kurz den Weg, den ich gegangen bin, zusammengefasst, habe erzählt, wie ich for zwei Jahren mit Deutschkursen angefangen habe, wie ich intensiv gelernt habe, wie ich jede Möglichkeit wahrgenommen und jedes Angebot genutzt habe, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Um eine Sprache zu lernen, braucht man sowohl ein Fundament an Grammatik und Wortschatz als auch viel Praxis. Diese Möglichkeit bieten wir durch die Stiftunglife an, indem wir Initiativen fördern, die sich um Flüchtlinge kümmern. Wir helfen den Helfern. Um Menschen wie mir, die nach Deutschland geflohen sind, dabei zu helfen ihre erworbenen Deutschkenntnisse anzuwenden, vermitteln wir den Kontakt zwischen Flüchtlinge und interessierten Deutschen durch unser Projekt Connecting People. Mehr über Hilfe für Flüchtlinge und Integration erfahren Sie hier  http://www.stiftunglife.de/integration/?m=1 Ahmad

Sonntag, 17. April 2016

Happy New Year!

After five days of thingyan festival or water throwing festival, Myanmar people welcome the new year by doing different kinds of meritorious deeds. Today is the first day of Myanmar calendar 1378. Yellow flower called Gumkino or Padauk, a symbol of "thingyan" blooms today everywhere gracefully. One strange thing about this plant is that such plants bear numerous buds on their branches for a longer period of time without withering or blooming. Only when the buds are touched by drops of rain or dew, they all bloom at the same time everywhere. These flowers have unique fragrance and are valued by all Myanmar people, young and old, male or female. It blooms only once in a year.

Our students are the same as Gumkino flowers. When a mentor comes into contact with a student, his or her life suddenly blooms. Not only student, but also parents, teachers, relatives and all around him or her are happy and honoured for such a great chance. Thank you so much mentors, for your trust and kind support to student program . We promise to keep trying for better results. Students and Khin from Myanmar

Neue Brillen braucht das Land


Nein, knallgelb werden die neuen Brillengestelle nicht sein, die Angelika aus Äthiopien mitbringt, wenn sie in ein paar Tagen wiederkommt - bei unseren handgefertigten Brillen aus Äthiopien muss man etwas genauer hinschauen, um das Besondere, die Nummer im rechten Bügel, zu entdecken. Mit jedem Brillengestell, das hier in Deutschland* verkauft wird, bekommt ein Mensch in Äthiopien das Augenlicht wieder geschenkt. Einfach gesagt: jedes Brillengestell finanziert eine Katerakt OP für einen armen Menschen in Addis Abeba. Die Umsetzung ist nicht ganz so einfach, aber wir arbeiten daran. Es ist eine Reise in schwierigen Zeiten in ein schwieriges Land, zu der Angelika und Kristina heute aufbrechen. Schon im Januar hat die äthiopische Regierung die Weltgemeinschaft um Lebensmittelhilfen gebeten für zehn Millionen Menschen, die von Hunger bedroht sind. Das "World Food Programm" ist chronisch unterfinanziert. Vor zwei Jahren haben wir in Syrien erlebt, wohin das führen kann. Da müsste das WFP wegen Geldmangel die Lebensmittelhilfen für die Menschen von 25 auf erbärmliche 12 Dollar im Monat kürzen. Die Ereignisse sind bekannt: statt zu verhungern wagten syrische Familien zu Hunderttausenden die Flucht nach Europa. Später waren sich dann alle einig, dass es günstiger gewesen wäre, dieser verzweifelten Fluchtbewegung zuvorzukommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel gestand bemerkenswert zerknirscht ein: "Hier haben wir alle miteinander - und ich schließe mich mit ein - nicht gesehen, dass die internationalen Programme nicht ausreichend finanziert waren." Angelika und Kristina werden sich in den nächsten Tagen vor Ort umschauen, wo wir direkt helfen können, weil wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Weltgemeinschaft dieses Mal klüger handelt/jg

* hier gibt es diese Brillen zu kaufen: http://2sehen.de/staedte.php