Im südfranzösischen Cannes haben die 65. Filmfestspiele begonnen. Zahlreiche Stars reisten gestern zur Aufführung des Eröffnungsfilms "Moonrise Kingdom" von Wen Anderson an die Côte d'Azur, darunter Bruce Willis, Bill Murray und Edward Norton. Heute kommen noch ein paar weitere Gäste in Cannes erwartet: sie feiern eine Gala auf der schönsten Yacht der Welt. Ich darf mit ein paar Freunden dabei sein, denn an diesem Abend gibt es nicht nur Stars und Sternchen sondern auch die eine oder andere Spende für unsere Stiftungsprojekte. Morgen werden wir auf dieser Seite wieder aus Cannes berichten: nicht von den Stars der Leinwand, sondern den Menschen, die sich für die gute Sache engagiert haben.
Dear Mr. Gessner, Swimming Doctors is back and we will start to install dental clinic on board tomorrow.I will send you photos once all is installed. If I can tomorrow for you to have them for your speech on board EUROPA in Cannes.We found a young motivated Myanmar dentist who start working tomorrow too to follow the installation.This last mission the 18th was not crowded in number of patients.I hope that going back to our regular cruise rhythm and with the dentist we will return to significant figures.Best regards to you and to Professor Patrick, FK
Mingalarbar, the following message is from Aung Pyae Phyo Khant, one of your marine students. I'm proud to inform you on his behalf that he has done so well in his first test and he got good marks in two subjects as below. So far, he knows the results of only 2 subjects but he thinks he will get good marks in the remaining subjects.Yours sincerely,Khin, responsible for Students Program
My name is Aung Pyae Phyo Khant. I am studying in Myanmar Maritime University. Now, I am second year student , specialized in nautical science. We have to study five major subjects and three minor subjects. I did well in first semester exam. I know the results of two subjects among major subjects. I get 90 marks in cargo subject and 95 marks in chart work. I do not know the results of remaining subjects. Now , I am trying best.Thank you for being my mentor.I wish you be healthy.See you later.Best wishes for you from Aung Pyae Phyo Khant/students
In Bayern sagt man "Ramadama", gemeint ist damit der gemeinsame Frühjahrsputz in den Isaranlagen. Einmal im Jahr zeigen die Stadtmenschen Solidarität: mit Eimern, Müllsäcken und Schaufeln wird die Natur von achtlos weggeworfenen Flaschen, Dosen und Verpackungen gesäubert. "Aktion Gemeinsinn" könnte man so etwas nennen.
Auf den IFAT, der "Wassermesse" in München sehe ich den Grünen Punkt. "Wir engagieren uns für die Umwelt, für die Sauberhaltung der Meere", lese ich in der bunten Firmenbroschüre. Viel anfassbarer Erfolg wird wohl bei den wissenschaftlichen Studien und dem finanzierten Filmprojekt nicht rauskommen, eher die Erkenntnis: man sollte keinen Müll ins Meer werfen. Allein von dieser Erkenntnis werden die Meere nicht sauber. Man bräuchte ein bisschen mehr Gemeinsinn und den Willen zum "Rama damma"
Samstag, 12. Mai 2012
Empfängnisverhütung, die man nicht vergessen kann, ist praktisch. Deshalb nutzen viele Frauen statt der Antbabypille lieber Pflaster, Stäbchen oder Spiralen, die Hormone abgeben. Nun hat eine Studie der Universität Kopenhagen ergeben, das diese Mittel das Thromboserisiko eröhen. Für manche Frau in Deutschland mag das ein Grund sein, die Alternativen zu überdenken. In Äthiopien gibt es diese Alternativen nicht - jeden falls nicht in den Dörfern in und um Alem Ketema. Dort ist der Stick wohl die einzig bezahlbar wirksame Möglichkeit. Knapp 20 Dollar kostet diese zuverlässige Verhütung damit für drei Jahre, 12 Cent pro Woche. Mehr als tausend Frauen werden in diesem Jahr von unserem Family planning program in Alem Ketema profitieren/Äthio
Hallo lieber Jurgen, hier habe ich eine Nachricht von der Jochen Schule in Tat Ma. Am 29. April haben wie einen starke Wind. In Nyaung U passiert nichts. Aber in Tat Ma wo der Jochen Schule liegt, ist etwas passiert. Der alte Gebaude von der Schule ist zerstört. Fast ganze Dach ist kaputt geworden. Glucklicheweise unser neu gebautes Jochen Schulegebaude nicht kaputt. Als ich da gewesen, mache ich die Foto und die Dorfbewohner geben mir die Rechnung fur die Renovierungskosten. Alles zusammen 2.700 Euro. Sie haben mit den Solarlampen schon fast 1900 Euro gesammelt. Sie bitten um das Geld fuer eine Renovation. Ich sage ich melde an und sage spater. So sagt mal, was koennen wir fur sie tun? Ich wunsche Dir alles gut und bitte melde ich dich bald, Min Min aus Bagan/Schulen
Gestern, beim Gang über die IFAT, habe ich diese Welt Wasseruhr entdeckt. Sie dreht sich noch schneller als die Uhr links daneben, die jeden neuen Erdenbürger zählt. Ganz anschaubar drehen sich hier zwei Probleme nebeneinander hoch. Der eine oder andere Messebesucher bleibt einen Moment vor den Zählwerken stehen. Aber dann drängt die Zeit, der nächsteKunde, der nächste Termin. Die Messe ist dafür da, Geschäfte zu machen. Die Durchflussgeschwindigkeit von Wasser, Geld und Geschäftsbeziehungen soll erhöht werden. Langes Nachdenken über die Probleme dieser Welt halten da nur auf /wasser
Die amerikanische Gesundheitsbehörde erteilte am 9. Mai 1960 die Zulassung für die Pille. Ein Jahr später kam die Pille dann nach Deutschland. Das Leben änderte sich für die Menschen, eine neue, freie Generation wuchs heran. Die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob man Kinder haben möchte, oder (nur) Lebensfreude, ist bei uns für die meisten Menschen selbstverständlich geworden.
Vor zwei Jahren, 50 Jahre nach dieser ersten Zulassung, war ich mit Dr. Ayele unterwegs. In Äthiopien, auf dem Land. Zuerst haben erst Lasabs Eltern besucht, und dann noch ein paar abgelegene Dörfer. Sieben, acht und neun Kinder in einer Familie sind hier üblich. "Sind das alles Wunschkinder..." fragte ich Dr. Ayele "...und was wissen die Menschen hier über die Pille oder andere Verhütungsmethoden?" Es wurde eine lange Antwort. Wie ein Mosaik setzen sich Tradition, Gewohnheit, Wissen, Geld und Möglichkeiten zu einer Antwort zusammen.
Vor fünfundzwanzig Jahren war ich das erste Mal in Äthiopien. Es war eine schreckliche Hungersnot. Damals lebten rund 25 Millionen Menschen in dem Land. Heute leben 84 Millionen Menschen in Äthiopien. Die nächsten Bilder einer Hungerkatastrophe werden kommen. Das Land kann all die Menschen nicht ernähren. Die äthiopische Regierung, die Deutsche Bank und die Allianz tragen Ihren Teil dazu bei. Im Unterschied zu den einfachen Menschen auf dem Land wissen die Geschäftemacher sehr wohl um die Folgen ihres Handelns.
Seit dem Spaziergang vor zwei Jahren mit Dr. Ayele finanzieren wir Aufklärungskampagnen mit ganz konkreten Verhütungsangeboten in Äthiopien. Nicht die Pille ist es geworden, die den Weg in die Dörfer gefunden hat. Es sind Implanon Sticks. Die wirken zuverlässig drei Jahre. Ein paar tausend Kinder sind es nun weniger auf dieser Welt. Ein Tropfen auf dem heißen Stein - aber das ist es wohl in all unserem Tun.../Äthiopien
Vladislav Iljin hat gewonnen: am vergangenen Wochenende, beim 7. Internationalen Musikwettbewerb in St. Petersburg hat "unser Student" mit seinem Knopfakkordeon den ersten Preis geholt. Vladislav ist einer von unseren vier Musikstudenten in St. Petersburg. Geboren wurde er 1994 in Zainsk (Republik Tatarstan). Mit acht Jahren fing er an, in der Musikschule seiner Heimatstadt Klavier zu spielen. Nach einem Jahr wechselte er zum Bajan, dem Knopfakkordeon. Mit 14 Jahren wurde er wegen seiner außergewöhnlichen Begabung nach St .Petersburg geschickt. So kam er kam in die Spezialmusikschule des Petersburger Konservatoriums in die Klasse von Prof. A. Dmitrijev. Zurzeit studiert er in der 10. Klasse. In den vergangenen vier Jahren wurde er achtmal Preisträger bei zahlreichen Wettbewerben. Die Eltern unterstützen den Jungen mit einem kleinen Taschengeld und dem Essensgeld für die Schulkantine. Seit kurzem wird Vladislav auch von uns gefördert. Die Suche nach einem passenden Mentor ist eine Herausforderung für uns: wo findet man hier einen Knopfakkordeonspieler.../Studenten
Leben würden die jungen Leute auch ohne uns. Wahrscheinlich würden sie den Eltern bei der Feldarbeit helfen, denn die meisten von ihnen kommen vom Land. Die Chance für ein Studium haben sie bekommen, weil sie von unserem Bafög Programm gehört haben - und ausgewählt wurden. Die Anforderungen sind überschaubar:
- (fast) alle haben ein Einser Abitur geschrieben
- alle haben arme Eltern
- alle leben auf dem Land
Nun studieren sie, unsere 92 Studenten auf den Philippinen, Myanmar und St. Petersburg. Wo der Weg hingeht, das weiß noch keiner ganz genau. Sie haben ihre Chance bekommen, auch Dank der 24 Mentoren, die unsere jungen Hoffnungsträger unterstützen/Studenten
Ich mag schöne Zahlen. Früher, als ich noch mehr mit Zeit damit verbracht habe, Geld zu verdienen, durfte, musste ich Rechnungen schreiben. Dabei wurde mancher Betrag nach oben oder unten korrigiert, meist nach oben. Wenn mir die Ziffernfolge gefiel, dann ging die Rechnung raus. Natürlich war das alles in einem vertretbaren Bereich, es ging um Pfennig-, oder einstellige Mark Beträge. Jeder Mensch hat eben seinen Spleen...
Die Zwei-Null-Null-Null-Null-Zwei ist nicht hingedreht. Den Clickzähler unserer Website hat keine Emotionen, der zählt einfach einen Zähler drauf, wenn unsere Seite angeklickt wird. Seit zwei Jahren zählen wir mit. Eine Handvoll Clicks pro Tag waren es in der ersten Zeit. Ein paar hundert pro Tag sind daraus geworden. Zieht man die ab, die aus Versehen auf unsere Seite kamen, die sich verlaufen haben im Internetinformationsgewühl, dann bleibt eine stattlich Anzahl von Menschen übrig, die sich für das interessieren, was wir tun - und das auch in Zeiten, in denen es bei uns nichts (materielles) zu gewinnen gibt. Bei diesen Menschen bedanke ich mich heute zweihunderttausendundzweimal. JG
Das erste Kapitel war sehr überschaubar: die Gründungsurkunde der Stiftunglife habe ich noch alleine unterschrieben. Sven kam kurze Zeit später dazu und wir konnten uns gemeinsam weiter entwickeln. In den letzten Jahren hat Frau Hoepfner die Stiftung mitgestaltet. Nun wird es Zeit für ein neues Kapitel: die Zusammenarbeit mit Hapag-Lloyd Kreuzfahrten eröffnet neue Möglichkeiten, auf die wir uns vorbereitet haben. Das ehrenamtliche Team hat sich verdoppelt. Jeder von uns kümmert sich um ein Stiftungsthema. Fast könnte man von einer Jugendmannschaft sprechen, wenn da nicht die beiden Alten wären - aber ein bisschen Erfahrung kann ja auch von Nutzen sein. Jedes Teammitglied trägt seine Kosten selber, damit die Spendengelder auch weiterhin zu 100% in die Projekte fließen können. Ich freue mich darauf, schöne Projekte mit interessanten Menschen gemeinsam weiter zu entwickeln, freue mich auf dieses neue, junge Kapitel der Stiftungsgeschichte. JG
Mit der Post kam heute der neue Lumas Katalog bei uns ins Haus. "Vielleicht soll ich uns dieses schöne Bild kaufen..." überlege ich beim durchblättern. Seit ich mich mit der Frage beschäftige, wie man Plastikmüll aus dem Meer fischen kann, freue ich mich immer mehr über Bilder einer heilen Welt. Aber es ist wohl einfacher, ein schönes Bild einer heilen Welt zu kaufen, als eine brauchbare Lösung für das Problem zu finden. Mittelmeer oder Südsee, da sind wir offen - und für alle Hinweise dankbar auf Menschen, die sich mit diesem Thema beschäftigen - nicht in theoretischen Untersuchungen, sondern mit pragmatischen Lösungsansätzen, die wir gerne unterstützen wollen/ku
Bis die passenden Zähne gefunden sind, wird es noch ein wenig dauern, aber die ersten Schritte in die richtige Richtung sind getan: auf dem Schiff wurde beim letzten Werftaufenthalt ein passender Raum für einen Zahnarzt hergerichtet. Bis zum Ende des Monats ist der Raum mit den notwendigsten medizinischen Geräten eingerichtet. Ein burmesischer Zahnarzt fängt am ersten Juni an - und bis zum Jahresende werden dann auch deutsche Zahnärzte das Projekt mit Rat und Tat begleiten. Das sind viele gute Aussichten, besonders für die Menschen im Delta/sd
Der Vertriebserfolg kann sich weltweit sehen lassen: Coca-Cola gibts in jedem Dorf. In Deutschland wie in Afrika, Simon Berry verfolgt seit 20 Jahren eine Idee: den Vertrieb von Coca-Cola zu nutzen, um Medikamente zu Menschen in entlegenen Gebieten zu bringen. Jetzt startet sein Projekt "Colalife" in Sambia. Dort sterben viele Kinder an Durchfallerkrankungen, denn in den entlegenen Gebieten ist keine Medizin erhältlich. Nun verpackt Simon Berry Anti-Durchfall-Tabletten so, dass die Packung zwischen die Flaschenhälse in einer Cola Kiste geklemmt werden kann. So erreicht die Medizin vom Abfüller über Groß- und Einzelhändler auch den entlegensten Winkel des Landes/sd
Heute war ich dann mit Dr. Ayele in München bei Dr. Schoeneich. Wir haben den Einsatz der Interplast Chirurgen im Juni besprochen. Ein Team mit sieben Fachleuten wird nach Alem Ketema reisen um dort Dinge zu operieren, auf die dieses Team spezialisiert ist : Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Verbrennungen, Hauttransplantationen. Dr. Ayele freut sich über diese Unterstützung. Gleich wenn er zurück ist in Äthiopien, wird er die Patienten für diesen Einsatz suchen und vorbereiten/Etiopia
Wer die Arbeit unserer Stiftung schon ein bisschen länger kennt, der erinnert sich an unsere Hilfe für Äthiopien. Angefangen hat das vor fast dreißig Jahren, als ich Karlheinz Böhm kennengelernt habe. Bis heute schätze ich das Engagement der MfM Mitarbeiter in München und Äthiopien, auch wenn wir inhaltlich nicht immer der gleichen Meinung sind. Ein Projekt der Karlheinz Böhm Stiftung ist das Enat Hospital, das im Jahr 2003 in Alem Ketema gebaut wurde. Genau genommen "war das Enat Hospital" ein Projekt der Böhm Stiftung, denn nach der Fertigstellung wurde das Hospital in die Verantwortung der äthiopischen Regierung übergeben. Damit begann der Niedergang. Jahr für Jahr wurden die Zustände schlechter, die Patienten blieben fort. Nur die Mitarbeiter, zuletzt 140 insgesamt, wurden immer mehr. Bei meinen Besuchen im letzten Jahr fand ich noch drei Patienten in dem 72 Betten Hospital. Unsere finanzielle Unterstützung haben wir vor drei Jahren eingestellt.
Nun scheint sich alles zu Guten zu ändern: Dr. Ayele ist nach dreijähriger Facharztausbildung wieder zurückgekommen in seine Heimatstadt. Das war Anfang des Jahres. Die gute Nachricht hat sich schnell rumgesprochen. Nun wird wieder jeden Tag operiert im Enat Hospital. Jetzt liegen 45 Patienten auf den Stationen. Die Zahl der ambulanten Patienten liegt bei 200 pro Tag. Natürlich freuen wir uns und wir werden diese Entwicklung mit unseren Mitteln unterstützen: Dr. Ayele und sein Anästhesist bekommen eine monatliche Unterstützung von uns, der poor Patient fund wird wieder von uns finanziert, eine Schwesternschule wird aufgebaut und dem Krankenhaus angeschlossen. Gute Aussichten sind das, darüber freut sich auch Prof. Wolf Mutschler, mit dem wir gestern Abend in München diese positive Entwicklung besprochen haben./Etiopia
Betriebe, Gemeinden, Bildungs- und Beratungseinrichtungen informieren beim Tag der Sonne zum Thema Solarwärme. Am 3. und 4. Mai machen hunderte lokale Events auf Solarenergie aufmerksam. Solarwärme ist die Nutzung der Sonnenenergie für Warmwasser oder Raumheizung. Das ist gut für Klima und Geldbörse. Mit Solarwärme lässt sich die Energierechnung für Warmwasser um zwei Drittel reduzieren, beim Heizen um ein Drittel. Natürlich lässt sich auch Strom erzeugen. Mit einem Panel, so groß wie ein Din A4 Blatt, erzeugen wir in Myanmar an einem Sonnentag so viel Energie, dass eine Lampe 20 Stunden Licht gibt/solarlight
Weil Glück noch schöner ist, wenn man es teilen kann, bitte ich Euch, mal auf die Internetseite von Tom Koenig zu gehen. Wenn Ihr auf der Seite unten links "Projekte"anklickt, dann erscheint eine Übersicht. Oben links im Eck ist ein Kind zu sehen und wenn Ihr das anklickt, dann gibt es eine Reihe von wunderbaren Kinderbilder zu sehen. Wer Interesse hat, die ganze Serie mit 500 Fotos zu anzuschauen, dem schicke ich gerne die Zugangsdaten dafür.JG
Achtzig Millionen sind viel Geld, vielleicht werden es sogar noch ein paar mehr, wenn die Bieter gut gelaunt sind. Heute wird ein weltbekanntes Bild bei Sotheby's versteigert. Wem New York zu weit und achtzig Millionen zuviel sind, dem empfehlen wir eine Versteigerung in Südfrankreich: vor der Küste von Cannes werden am 17. Mai auf der EUROPA wunderbare Dinge versteigert und verlost. Der gesamte Erlös wird zu hundert Prozent in unsere Stiftungsprojekte gehen. Ein Bild wird auch dabei sein. Kein Munch, aber ein schöner Baselitz kann auch Freude bereiten. Wer am 17. Mai Zeit und Lust hat dabei zu sein, ist herzlich eingeladen, den Abend gemeinsam mit uns auf der schönsten Yacht der Welt zu verbringen. Weitere Informationen direkt bei Hapag-Lloyd unter Telefon 040 3001 4815
Im Kern ist das Problem gleich: während wir in Deutschland darüber nachdenken ob alles, was uns die moderne Medizin anbietet, sinnvoll ist - und bezahlbar - denken die Menschen in Entwicklungsländern darüber nach, ob sie sich einen Arztbesuch überhaupt leisten können? Wenn denn ein Arzt in erreichbarer Nähe ist. Gesundheit in Deutschland ist eine uferlose Diskussion, da kann ich mir einen Kommentar sparen, deshalb konzentrieren wir uns auf das Enat Hospital in Äthiopien und die swimming doctors in Myanmar. Bei beiden Projekten finanziert unsere Stiftung seit Jahren einen "poor patient fund". Manchmal sind es Kleinigkeiten, andere Male retten wir Leben mit ein paar Dollar aus diesem Fund/swimming doc
Dear Mister Gessner, the renovation of Swimming doctor last longer than expected as they was many hull wood to changed, the all corking and outside painting to redo. The waterproofing of the roof damaged by the sun as bees redone too. For the engine the mechanical technicians had to renovate it by doing themselves new pinions and other parts. The axe and the propeller had to be repaired too because while cursing in low tide she hurt on the bottom of the river some stone or something strong enough to bend these pieces. On the second hand generator the engine also need a lot of renovation too. Finally our ship will leave Botataung harbor on 2.May. This mission 18 will be shorter of 3 village because we have to keep the same annual cruising planning. At yesterday the renovation expenses totalize 12.492.300 Kyats which makes at yesterday rate 15.615 USD. Good news: we found a dentist and dental equipment needed to give this health care on board. I will be installed on board in May. All equipments, tools and accessories will cost around 4.500.000 Kyats. Next week we will try to find a reliable supplier able to install solar panel system to provide 1,5 to 2 KWA during day time. This is the electricity power need for the dental clinic to be able to run it without using the main generators which are big fuel consumer and petrol here is more and more costly. I will keep you inform. Best regards, Francois Kenedi/swimming doc
Kaum zu glauben, dass ein Mensch so viel verändern kann, aber alle Zahlen bestätigen die gute Entwicklung. Drei Monate ist es her, dass Dr. Ayele wieder in seine Heimatstadt gekommen ist, nach Alem Ketema, dem "Zentrum der Welt". Seitdem gibt es wieder gute Nachrichten aus dem Enat Hospital. Die Zahl der ambulanten Patienten hat sich verdoppelt, die Zahl der Operationen verzehnfacht. Wo man im vergangenen Jahr die stationären Patienten noch an den Fingern einer Hand abzählen konnte, da werden jetzt mehr als 40 Patienten versorgt. Es sieht so aus, als ob Dr. Ayele den Niedergang aufhalten konnte. Das Enat Hospital bekommt die zweite Chance. Wir werden unser Bestes geben, um diese Entwicklung zu unterstützen. Eine kleine Wunschliste haben wir gerade erhalten, mehr gibt es zu besprechen, wenn Dr. Ayele in der kommenden Woche nach München kommt. Gemeinsam wollen wir den Einsatz von Dr. Schöneich und seinem Team im Juni vorbereiten. Das sind viele gute Aussichten für die Menschen in Alem Ketema und der ganzen Merhabete Region/Äthiopien
Das Wunder von Braunschweig! Ein wunderbare Begebenheit, die der 250.000 Einwohner Stadt gerade ein bisschen Weltruhm beschert. Von Russland bis nach Argentinien berichten die Medien: ein Unbekannter verschenkt Geld. Meist packt er zwanzig 500 Euro Scheine in einen Umschlag und wirft den in einen Briefkasten, schiebt ihn unter die Fußmatte, steckt ihn manchmal sogar in der Kirche hinter die Gesangbücher. Im vergangenen November ging es los. Sauber ausgeschnittenen Zeitungsartikel stecken mit im Umschlag, die Sätze mit dem Lineal unterstrichen: ...fürs Museum ...für die Schulspeisung ...für die Kirchengemeinde. Bis heute hat die Spur des Guten 200.000 Euro hinterlassen. Die meisten Spender sehen ihren Namen gerne in der Zeitung, zumindest wünschen sie eine Spendenquittung. Hier in Braunschweig durchbricht einer das alles. Legt einfach das Geld dorthin, wo es ihm gefällt, wofür es ihm gefällt. Mit dem unbekannten Spender haben wir eines gemeinsam: die Braunschweiger Tafel hat von ihm einen Briefumschlag bekommen - von uns bekommt die Braunschweiger Tafel in diesen Tagen gerade 200 Eintrittskarten für den Cirkus Roncalli. Ein paar Kinder werden in der kommenden Woche ihre Freude haben. Vielleicht steckt sie ja noch manche Menschen in Braunschweig an, diese Freude am Spenden. In der Zeitung kann man schon lesen, dass Braunschweig lebenswerter geworden ist in den letzten Monaten...
Mein Flug von Bangkok nach Yangon ist schon ein paar Tage her. Der nette Schweizer neben mir erzählte von seinen vielen Flügen nach Yangon und seiner Arbeit in Myanmar "Ich baue im Auftrag der Schweitzer Regierung Schulen im Delta. Seit Nargis bin ich dort tätig. Fast vierzig Schulen haben wir gebaut." Ganz bereitwillig kramte er seinen Prospekt hervor. Das sieht alles ganz gut aus. "Was das wohl kostet?" möchte ich wissen, aber nicht ganz so neugierig direkt fragen. So habe ich dann erst einmal von unserer JAN Schule erzählt, die wir gerade im Delta, in dem kleinen Dorf direkt am Fluß eröffnet haben: ein solides Gebäude in Stahlbeton mit fünf Klassenzimmern. Auch das Dach ist aus Stahlbeton und so ausgelegt, dass es als Rettungsinsel für die ganzen Dorfbewohner zur Verfügung steht, wenn es wieder einmal zu einer meterhohen Überflutung kommen sollte. Gut 30.000 Euro haben wir dafür bezahlt...", berichte ich meinem Nachbarn, ".. ist das ein guter Preis?". Der Fachmann wiegt den Kopf "Mhhhh, das ist ein guter Preis, das ist ein sehr guter Preis." Nun kann ich meine Neugier nicht mehr zurückhalten "...und was zahlen Sie für Ihre Schulbauten?" Er zögert ein wenig "Na ja, wir zahlen auch 30.000 Euro.." formuliert er schweizerisch bedächtig ".., pro Klassenzimmer."
/Schulen
In der Fachzeitschrift "Die Stiftung" geht es in der aktuellen Ausgabe um "Non-Profit-Organisationen" als Arbeitgeber. Der Tenor des Berichts ist klar: wenn man gute Leute haben möchte, muss man auch gute Gehälter bezahlen. Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gilt vielen NPOs als Richtwert. 3.600 Euro darf man als Berufsanfänger mit Hochschulabschluss erwarten, wenn man bei der Caritas anfängt, die Diakonie zahlt bis 4.100 Euro monatlich. Folgt man der aktuellen Studie "Die Zivilgesellschaft in Zahlen", so verdienen hauptamtliche Stiftungsvorstände im Durchschnitt knapp 100.000 Euro. Nicht schlecht: Gutes tun und dafür noch gut bezahlt werden. Wir gehen in unserer Stiftung einen anderen Weg: Gutes tun, weil man Freude daran hat. Ohne Bezahlung. Jeder in unserem Team arbeitet ehrenamtlich, jeder bringt sein Wissen und sein Können im Rahmen seiner Möglichkeiten ein, weil er Freude daran hat. Mein großes Dankeschön geht heute an Verena, Oksana, Jochen, Johann, Patrick, Sascha und Wolfgang/Helfer
"Was ist das eigentlich, eine NGO...?" wurde ich vor kurzem gefragt. Der Begriff der "Non Government Organisation" umfasst wohl politisch korrekt all die, die (vornehmlich im Ausland) helfen. Ob diese Hilfe sinnvoll, effektiv und effizient ist, das kann so ein Begriff natürlich nicht aussagen. Seit ein paar Jahren positioniert sich mit der NPO ein neuer Begriff. Er beschreibt den gleichen Helferkreis, allerdings mit einer inhaltlichen Aussage : die "Non Profit Organisationen" arbeiten mit dem Versprechen, keinen Gewinn machen zu wollen. So eine Festlegung lässt einen großen Spielraum zu für die Bezahlung von Gehältern, Kosten und Spesen. Es ist ein Geschäft. Zwar ohne Profit, aber eben doch ein Geschäft, vielleicht ist es sogar inzwischen eine Industrie. Das meinen jedenfalls die Autoren des kürzlich erschienen Bestsellers "Die Mitleidsindustrie"
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nun in Deutschland bundesweit unter der Nummer 116 117 zu erreichen. Bei Durchfall oder einer Sommergrippe ist die neue Bereitschaftsnummer genau die richtige Wahl. Anhand ihrer Vorwahl werden die Anrufer dieser Nummer direkt mit dem nächsten Bereitschaftsarzt verbunden. Falls Sie aber gerade eine Reise nach Myanmar planen, ins Delta, dann schreiben Sie noch sicherheitshalber die Nummer unserer swimming doctors dazu, denn auch dieser Bereitschaftsdienst funktioniert 24 Stunden am Tag: 098640962
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Frühling an der Cote d'Azur. Manchmal braucht man einen Anlass, um sich etwas Besonderes zu gönnen. Den Anlass haben wir hier für Sie: eine Gala an Bord der schönsten Yacht der Welt. Einen Frühlingsabend und eine lange Nacht wird gefeiert, getanzt und für unsere Stiftungsprojekte gespendet. Wer Zeit und Lust hat, begleitet uns anschließend auf einer zwei Tagesreise nach Korsika. Zur Buchung und für weitere Informationen stehen die Mitarbeiter von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten zur Verügung unter 040 30014815
An diesem Tag kann man sie wieder lesen, die mahnenden Worte über den Umgang mit unseren Recourcen. Wir könnten, wir sollten, wir müssten... schöne Worte plätschern dahin. Konkretes Tun kostet Geld und Anstrengung. Wir werden Geld in die Hand nehmen und uns anstrengen: in diesem Jahr beim Thema "Wasser". Mit Eric Troutwein und seinen Warterponds fangen wir in den nächsten Tagen an: 14 Trinkwasserreservoirs haben Eric und seine Helfer in der Trockenzone südlich von Bagan in den letzten Jahren gebaut. Dadurch haben Mensch und Tier genügend Wasser, das ist der erste Schritt - wenn wir im Herbst bei den Ponds die ersten Filter einbauen, dann haben sie nicht nur ausreichend, sondern auch noch auch sauberes Trinkwasser.
Um auf die Problematik Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen, initiierte der seinerzeit amtierende US-Senator von Wisconsin einen nationalen Umweltaktionstag mit dem Namen "Earth Day", der jährlich am 22. April stattfindet, um die Menschen zum Überdenken ihres Verbrauches anzuregen. Der Tag war von Anbeginn sehr beliebt war und alljährlich finden an tausenden von Universitäten und Colleges Veranstaltungen statt. Am ersten Earth Day im Jahre 1970 beteiligten sich 20 Millionen Menschen an Aktionen. Seit 1990 wird dieser weltliche Feiertag auch international begangen. Im Jahr 2009 wurde der 22. April von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Mutter Erde erklärt. Der Tag der Erde wird heute in über 175 Ländern begangen und soll die Menschen dazu anregen, die Art ihres Konsumverhaltens zu überdenken.
lieber jürgen,liebe freunde der stiftung, hier ein kleiner bericht vom treffen mit "meiner" studentin, der mich (& sie auch) sehr bewegt hat. als ich in bagan ankam, war sie mit ihrem vater da, um mich willkommen zu heissen. leider schreibt sie zwar ein sehr gutes englisch, aber mit sprechen siehts ganz ganz schlecht aus. so hab ich titus, den du vermutlich auch kennst, organisiert, der am naechsten tag mit mir uebr stock & stein in ihr entlegenes dorf gefahren ist. & da hat sie mir alles gezeigt: ihr eltern haus, ihre alte schule "ihre" pagode & wir haben uns mit hilfe von titus ueber ihr studium, ihre berufsaussichten ihre sorgen & noete, aber auch uber ihre freude unterhalten. ich habe ihr dann - heimlich ueber titus, um nicht so als der grosse wohltaeter aufzutreten, noch geld fuer nachhilfe zukommen lassen (sicher weisst du, wie das laeuft in myanmar: die lehrer sind schlecht bezahlt & muessen ihr gehalt durch nachhilfe aufbessern; damit diese "pauk-kurse" auch wirklich besucht werden, findet dort die pruefungsvorbereitung mit dem stoff statt, der dann von denselben lehrern in den pruefungen abgefragt wird.) auf dem foto siehst du sie links, dann ihre freundin & dann mich - leicht ueberbelichtet. es war ein wirklich sehr anruehrendes erlebnis & macht ein wunderbares gefuehl, dass man etwas gut macht! daran wollte ich ein wenig teilhaben lassen. machs gut, lieber jürgen; ich hoffe, ich kann dir von zin nwe weiterhin gutes berichten! der johann
Freitag, 20. April 2012
Noch wird bei uns darum gerungen, aber In fünf Jahren soll es soweit sein, dann soll es in Deutschland vergleichbare Abiturnoten geben von Kiel bis Dresden, von Frankfurt an der Oder bis zum Main. Allerdings nicht mit einem Zentralabitur, sondern durch einen Aufgabenpool, aus dem sich die Lehrer der 16 Bundesländer bedienen können. In Myanmar wurden die landesweit einheitlichen Abiturbedingungen schon vor zehn Jahren eingeführt. Vor wenigen Tagen wurde hier geschrieben, geschwitzt und manchmal auch gemogelt. Nun heißt es warten. In drei Monaten werden die Schüler auf dem Foto Ihre Ergebnisse wissen. Geprüft wurde in drei Pflichtfächern: Myanmar, Englisch, Mathematik - dazu kommen drei Wahlfächer aus Geschichte, Wirtschaft, Geografie, Biologie, Physik und Chemie. Alles zusammen sechs Fächer. In jedem Fach kann ein Schüler 100 Punkte erreichen, theoretisch maximal 600 Punkte. Im vergangenen Jahr lag das beste Ergebnis im Land bei 533 Punkten. Von allen Abiturienten schaffen weniger als die Hälfte ihr Abitur im ersten Anlauf. Manche nutzen ihre zweite Chance ein Jahr später, viele geben auf/Studenten
Es war meine spannende Urlaubslektüre: das Buch porträtiert Menschen, die nachhaltige Spuren hinterlassen: Baumpflanzerinnen aus Afrika, eine Müllkönigin in Peru, ein Augenarzt in Indien. Menschen, die unsere Welt schöner, besser und lebenswerter gestalten - und die auf diesem Weg selbst glücklich und zufrieden geworden sind, weil sie im Einklang mit ihren Wünschen, Träumen und Visionen leben, weil sie wissen, warum sie jeden Morgen aufstehen. Die 23 unterschiedlichen Biografien sind nicht nur interessant und unterhaltsam zu lesen. Sie machen auch Mut, inspirieren und geben Denkanstöße für das eigene Tun und Handeln.
Als seine algerischen Eltern ihn nach Paris schicken, ist Abdel Sellou gerade mal vier Jahre alt. Bei seinen Verwandten wächst er am Rand der Banlieues auf, jener seelenlosen Trabantenstädte , in denen sich viele junge Arbeitslose aus Imigrantenfamilien finden. Immer wieder verlässt der Junge sein Viertel und geht ins Zentrum, wo die Handtaschen und Geldbörsen der Touristen leichte Beute für ihn sind. Er nimmt Drogen und sieht Menschen sterben. Heute ist Abdel Sellou 41 Jahre alt, glücklich verheiratet, lebt in Paris und in Algerien, betreibt erfolgreich eine Hühnerfarm und nennt ein schönes Auto sein eigen. Abdel Sellou hat ein Buch über sein Leben geschrieben, das unter dem Titel "Einfach Freunde" gerade in Deutschland erschienen ist. Die Verfilmung ist unter dem Titel "Ziemlich beste Freunde" seit Monaten in Frankreich und Deutschland erfolgreich. Die ganze Geschichte, sein Leben, hätte auch in Berlin Kreuzberg sein können. Das ihm der Sprung von dem einen in das andere Leben gelungen ist, das ist Zufall oder Fügung, ganz wie man es glauben mag - auf jeden Fall hat der junge Mann die Chance genutzt, die er bekommen hat. "Chancen verbessern", ein wesentlicher Teil unserer Stiftungsarbeit. Vielleicht gefällt mir die Geschichte deshalb so gut...
Dear Mr Gessner, thank you once again for the very pleasant evening spend in company of your family yesterday. This morning I went to see our boat at the dockyard. She did not give us new bad surprise during the renovation of the hull and the deck. Engine and gear box renovation and generator maintenance will start April 18. We wish you a good return in your Mother land With our warmest regards, FK
Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute, dass Deutschlands führende Gesundheitsökonomen die umstrittene Praxisgebühr deutlich ausweiten wollen. Statt nur einmal im Quartal soll nach ihren Vorstellungen für jeden Arztbesuch ein Eintrittsgeld fällig werden und zwar in Höhe von fünf Euro. Die Experten meinen, das sich mit dieser Umstellung unnötige Arztbesuche bei uns vermeiden lassen.
Unnötige Arztbesuche gibt es nicht in Myanmar. Für den Besuch bei den swimming doctors bezahlen die Menschen auch ein Eintrittsgeld. Das beträgt dort einen Tagesverdienst, rund 2.000 Kyat, das sind zwei Euro. Dafür erhalten die Patienten alles was sie brauchen: ärztlichen Rat, alle Untersuchungen und die notwendigen Medikamente. Eine Krankenversicherung gibt es nicht in Myanmar/sd
Vor zwei Wochen haben wir die JAN Schule im Delta eingeweiht. Oliver hat diese Schule für uns gebaut. Er kennt die Menschen in dem kleinen Dorf am Fluß. Vor vier Jahren, als nach Nargis die große Hilfswelle über das Land schwappte, war Oliver einer der vielen Helfer. Die meisten waren nach ein paar Monaten verschwunden. Oliver ist geblieben. Er hat den Menschen nachhaltig geholfen und wir haben ihn dabei unterstützt. Unsere Solarlampen waren dabei ein Mosaikstein, die Schule ist ein weiterer Mosaikstein, ein ganz besonders Wichtiger sogar, denn diese Schule wurde als Schutzraum gebaut: aus Stahlbeton mit einer Stahlbetondecke. Sollte das Wasser noch einmal sturmflutartig steigen, so das Leib und Leben gefährdet sind, dann können sich die Dorfbewohner auf das Flachdach der Schule retten, vier Meter hoch/Schulen
Wenn Eric Troutwein lang genug zurück schaut, dann findet er Deutsche Wurzeln. Aber das muss schon sehr sehr lange her sein. Eric ist in Yangon geboren und hier aufgewachsen. Sein Berufsleben hat er in der englischen Botschaft verbracht, aber das ist auch schon ein paar Jahre her. Seit fünf Jahren ist Eric Rentner. Nun hat er Zeit zu tun, was er schon immer tun wollte: den Menschen hier in seinem Land helfen. Eric baut Waterponds. Das sind künstlich angelegte Wasserspeicher, die sich von einem kleinen See dadurch unterscheiden, dass sie eine feste Bodenplatte und gemauerte Wände haben. Ein Waterpond füllt sich, genauso wie jeder See, durch den großen Regen. Manchmal reichen ein oder zwei Wochen in der Regenzeit schon aus, um alle Ponds und Seen zu füllen bis zum Rand. Der Unterschied zwischen einem Pond und einem See zeigt sich in der Trockenzeit. Der See verliert ein Drittel des Wassers in den Boden und ein Drittel durch Verdunstung. Der Pond verliert nur durch Verdunstung, damit bleibt den Menschen doppelt soviel Wasser zum Leben. Wir haben Eric heute 2.000 Solarlampen übergeben. Diese Lampen gehen zu den Familien in die 16 Dörfer südlich von Bagan, in denen Eric seine Waterponds gebaut hat. Mit dem Solarmoney bereiten wir den nächsten Schritt vor: das Wasser aus den Waterponds filtern, bevor Mensch und Tier es trinken. Wir werden davon berichten.
An jeder Ecke wird gespritzt und gefeiert. Kein trockenes Stück Kleidung bleibt am Leib, wenn man sich in diesen Tagen vor die Tür wagt. Man könnte glauben, das Land habe Wasser im Überfluss, das stimmt aber nur in der Regenzeit. Im Augenblick ist Trockenzeit. Die ersten Trinkwasserspeicher - bei uns würde man einfach von einem Teich sprechen - neigen sich dem Ende zu. Die Trockenzeit wird noch drei Monate dauern. Die Familien in Daungle bekommen Sorgenfalten auf der Stirn. In diesem Jahr zum letzten Mal, denn mit der nächsten Regenzeit wird Ihr Speicher gut gefüllt sein: vor zwei Monaten hat ein großer Bagger ihren Teich deutlich erweitert. Mindestens doppelt so gross ist er geworden. Den Bagger haben die Menschen von Ihrem Solarmoney bezahlt. Der Regen kann kommen...
Freitag, 13. April 2012
Die Kühlkette und die technischen Standards - erreichbare Ziele oder Utopie
Gestern erhielten wir von einer Tafel einen Anruf. Warum wir nur Kühlfahrzeuge fördern würden und wo genau überhaupt stehen würde, dass die Beförderung von Lebensmitteln einer Einhaltung der Kühlkette unterliegen würde. Wenn man diese Frage einmal im Internet bei Google eingibt, wird man überhäuft von Vorträgen hierzu, Paragraphen der EU-Richtlinien, Paragraphen der deutschen Richtlinien, unterschiedlichsten Auslegungen hierzu usw………….
Wenn man dann einige Zeit mit Lesen und Verstehen (oder besser gesagt Nichtverstehen) zugebracht hat, ist man eher geneigt an Utopie zu glauben, als an eine realistische Umsetzung der Vorschriften europaweit bis ins Detail. Wir aber sind Optimisten und haben Gott sei Dank in Roland Schütz jemanden an unserer Seite, der auch bei den aussichtslosesten Anträgen von den Tafeln durch exzellente Rechenexempel doch noch die eine oder andere Finanzierung eines Kühlfahrzeuges „auf die Beine gestellt“ bekommt. Ob ein erreichbares Ziel oder Utopie: Wir haben einfach ein besseres Gefühl, wenn auch diejenigen, die sowieso schon nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, in den Genuss von ansehnlichen und vor allem frischen Produkten kommen. /t
Donnerstag, 12. April 2012
Neuauflage
Gerade ist die 3. Auflage unseres Tafelbuches „Überlebensmittel“ von unserem Drucker angeliefert worden. Sie ist sozusagen noch druckfrisch! Ein Buch, das viele interessante Informationen, Zahlen, Fakten und Geschichten rund um die Tafeln und von Menschen und ihrem ehrenamtlichen Engagement beinhaltet. Vor allem aber ist dieses Buch auch eine Dokumentation unserer Stiftungsarbeit für die Tafeln in Deutschland. Eine Werbeagentur würde, in Anlehnung an einen alten Werbeslogan, wahrscheinlich so formulieren: Nie war sie so wertvoll wie heute! 280 Fahrzeuge, davon die meisten als Kühlfahrzeuge, haben wir per heute mit Hilfe der Lions Clubs in Deutschland und vieler Spender für die Tafeln auf den Weg bringen können. Allen Interessierten an diesem Projekt senden wir gern eine Ausgabe unseres neuen „Überlebensmittel“-Buches zu. /t.
Einen Kalender mit zehn aufeinander folgenden Feiertagen habe ich mir als Kind immer gewünscht. In Myanmar gibt es das jedes Jahr zum Wasserfest. In diesen Tagen werden alle Sünden abgewaschen, damit die Menschen sauber ins neue Jahr gehen können. Diese "Waschungen" nehmen in den ersten Tagen ziemlich üppige Formen an, so dass fast alle Geschäftsleute in Yangon um ihre Einrichtungen fürchten und Ihre Geschäfte schließen. Es ist Karnevalsstimmung, und das mehrere Tage hintereinander. Die Einen verschwinden an solchen Tagen an irgendwelche versteckten Orte - die Anderen geben sich dem Trubel vollständig, das heißt klitschnass hin.