Stiftunglife

Dienstag, 26. Mai 2015

Gutes Team

Glücklicher Abschied von Min Min und U Thet Maung in Bagan. Nicht weil Tina und ich wieder fahren, sondern weil wir eine PAUL Lösung gefunden haben, die alle glücklich macht. Der pensionierte Lehrer U Thet Maung hat uns schon vor ein paar Jahren geholfen, die Solarlampen in die Dörfer zu bekommen. Nun wird er sich um die regelmäßige Kontrolle der Wasserfilter kümmern. So eine Kontrolle ist unabdingbar, denn das empfindliche Membransystem muss regelmäßig gereinigt und ständig feucht gehalten werden. Am besten arbeitet der Filter, wenn er rund um die Uhr in Betrieb ist. PAUL kann mehr Wasser filtern, als die Kinder einer Dorfschule trinken können. Deshalb wollen wir die Mütter in den Dörfern bewegen, sauberes Trinkwasser für ihre Babys und Kleinkinder an der Schule zu holen. Das sind gute Aussichten/jg

Endspurt



Nun muss es aber werden, lang genug hat es gedauert. Myanmar ist für mich noch immer die "Entdeckung der Langsamkeit". Gestern haben wir gemeinsam beschlossen, was zu tun ist, damit unser Recycling Projekt in Pakoku starten kann. Hier auf dem Bild legt der burmesische Solaringenieur (zweiter von rechts, neben Min Min) fest, wie die Solarpanels aufgelegt werden sollen, damit wir die Energie bestmöglich nutzen können. In drei Monaten soll alles fertig sein. Die Maschinen sind schon vor Ort, die Menschen in der Umgebung fangen schon an Plastikmüll zu sammeln. Nach der Regenzeit können wir starten. Das sind gute Aussichten/jg

Montag, 25. Mai 2015

ISABEL 2 eröffnet

Ein großer Tag war das heute für die Dorfbewohner - und für mich. Es braucht viel Kraft, Geld und Energie um zwei Schulen an einem Ort innerhalb von einem Jahr zu bauen. Alles war vorhanden. Auch wenn ich die Notwendigkeit nicht so schnell gesehen habe, die Dorfbewohner, auch Min Min und Soe Soe, hatten Geduld mit mir. Immer wieder haben sie mir erklärt, das der Unterricht ausfällt, wenn die alte Schule unter Wasser steht. Als ich dann vor zwei Jahren in der Regenzeit hierher kam, habe ich das Problem schnell verstanden, weil ich bis zu den Knien im Wasser stand. Die Dorfbewohner haben ein Grundstück besorgt, dass höher liegt und ihren Eigenanteil von 5.000 Euro eingesammelt. Dann ging es los mit ISABEL 1, im Hintergrund zu sehen. Auch für die zweite Schule, ISABEL 2 im Bild rechts, haben sie ihren Eigenanteil gesammelt und wir hatten nochmal Glück: die Freunde Christian und Jochen haben zusammen gespendet. Heute bei der Einweihungsfeier habe ich die beiden so gut es geht vertreten. Alle sind happy mit der neuen Schule. Na ja, fast alle - mancher Lehrer trauert im Stillen den drei Monaten Extraurlaub nach, den es gab, wenn die alte Schule unter Wasser stand/jg

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Mehr als sieben Millionen Menschen auf der ganzen Welt durften sich etwas für Ihr Leben wünschen. Der Wunsch nach besserer Bildung kam auf Platz 1. In den letzten Tagen haben wir diesen Wunsch mit den Studenten Workshops erfüllt - und wir werden den Wunsch auch heute wieder erfüllen. Nicht für die ganze Welt, nur für 250 Kinder und ihre Lehrer im Pakoku District. Dort über den Fluss, auf der anderen Seite von Bagan, eröffnen wir um 10 Uhr das neue Gebäude für die ISABEL 2 School. Rund 10.000 Kinder und 300 Lehrer profitieren von unseren Schulbauten der letzten zehn Jahre in und um Bagan.

Für die Maßnahmen gegen den Klimawandel konnte sich kaum jemand begeistern. Der Wunsch landete auf dem letzten Platz. Das wird uns nicht davon abhalten, weiter in unsere Solarprojekte zu investieren: Solarlampen für die Dörfer - Solarenergie für die swimming doctors - und das solarbetriebene Recyclingprojekt, das hoffentlich im Sommer an den Start gehen kann.
Ein genauer Blick auf die Fragen führt zu der Erkenntnis, dass die Deutschen zu den 16 meistgenannten Wünschen dieser Welt nicht viel beitragen konnten: bei uns sind schon alle Wünsche erfüllt! Bildungsangebote, Gesundheitsversorgung, sauberes Trinkwasser und politische Freiheit - um nur einige zu nennen - sind Dinge, die wir als in unserem Leben als selbstverständlich empfinden/jg

Sonntag, 24. Mai 2015

Flüchtlingsdramen/2

Nicht nur für BBC und den Spiegel ist es ein Thema, auch die Presse in Myanmar berichtet über die schwierige Situation der Rohingya. Sowohl bei den News (hier im Bild die Wochenendausgabe der Myamar Times) als auch auf den politischen Seiten. Die Überschrift, mit der die ZEIT vor ein paar Wochen zum Drama im Mittelmeer titelte, passt auch hier: "Wir wollen nicht, dass sie ertrinken - aber wir wollen sie auch nicht bei uns haben" Beliebt sind die muslimischen Rohingya nicht bei den Burmesen. Wegen des Glaubens, wegen der vielen Kinder und weil man Angst hat vor der Armut, die sie umgibt. Am liebsten würde man sie loswerden, man weiß nur nicht wie. Ende Oktober oder Anfang November wird in Myanmar gewählt. Politiker wollen wiedergewählt werden, das ist nicht anders als bei uns. Also schauen sie - zumindest ein paar Monate vor der Wahl - auf das, was dem Volk gefällt/jg

Flüchtlingsdramen/1



Man glaubt das Schlimmste zu sehen, wenn man die Bilder aus dem Mittelmeer sieht - aber es geht wohl noch schlimmer. Die Flüchtlingsdramen in der Andeman Sea wurden durch Reporter der BBC in unsere Medien gebracht, vielleicht auch in unser Bewusstsein. Tausende treiben da wochenlang übers Meer, auf der Suche nach einem besseren Leben. Es mögen Rohingas sein, oder Bagladeshi, wer kann das schon auseinander halten. Sie fliehen aus den abgeschirmten Lagern im Nordosten des Landes, oder von jenseits der Grenze, aus Bangladesch. Was wir damit zu tun haben? Das eine oder andere billig gekaufte T-Shirt, die Primark Schnäppchen und die Sonderangebote bei KiK dürften mit daran schuld sein. Wer sich für das Thema interessiert, kann das Schicksal einer Überlebenden auf Spiegel online lesen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/bootsfluechtlinge-aus-burma-bei-schleppern-auf-dem-sklavenschiff-a-1035296.html

Samstag, 23. Mai 2015

Reisebericht aus Myanmar/1

Die Erkenntnisse des ersten Tages in Yangon kann man so zusammenfassen: "Wenn man ganz nass ist, kann man nicht mehr nasser werden!" Es dauert keine zwei Minuten, bis dieser Punkt erreicht ist. Dann ist es auch nicht mehr wichtig, ob das Wasser über die Füße oder bis zum Knie reicht. An einem Tag wie diesem weiß man, warum die Burmesen Flip Flops tragen :-))

Meine Eindrücke mit den philippinischen Studenten



Meine erster Ausflug auf die Philippinen bestand aus zwei Tagen mit den Studenten aus dem Förderprogramm. Am 1. Tag nahmen 38 der geförderten Studenten am Workshop "Entdecke deinen Dranbleib-Faktor" teil und begaben sich gemeinsam auf die Suche nach ihren persönlichen Stärken aus bereits erfolgreich abgeschlossenen Geschichten. Diese haben sie dann auf zukünftige Projekte übertragen, die ersten Schritte zum Erreichen ihrer Ziele geplant und einen Vertrag mit sich selbst abgeschlossen. Sie waren sehr engagiert dabei, die Geschichten zu hören und wiederzugeben und dann gemeinsam die Erfolgsfaktoren heraus zu arbeiten. Einige der zukünftigen Projekte wurden am Nachmittag im Plenum präsentiert und besprochen...wir sind gespannt auf die Entwicklung dieser Projekte und wie die geplanten Schritte umgesetzt werden.
Am zweiten Tag besuchten Jürgen und ich gemeinsam mit Leslie einige der Studenten zu Hause bei ihren Familien. Hier zeigte sich vor allem, mit welch' gutem Gespür und Augenmaß Leslie die Studenten für das Förderprojekt ausgewählt hatte. Alle von uns besuchten Familien lebten in sehr armen Verhältnissen, mit vielen Familienangehörigen auf kleinstem Raum, z.T. waren Elternteile verstorben oder getrennt lebend, und die älteren Geschwister mussten viele Aufgaben im Haushalt übernehmen und nebenbei für die jüngeren Geschwister sorgen. Ohne die Unterstützung von Stiftunglife wäre es für diese begabten jungen Menschen unmöglich, zu studieren. Ohne den Rückhalt in den Familien wäre es allerdings für die Studenten auch nicht möglich ihr Bestes zu geben - diese waren alle sehr stolz auf ihre Kinder und präsentierten uns die gesammelten Erfolgsnachweise ihrer Kinder. Medaillen, Fotos und Urkunden zierten die Wände des Hauptraumes der von uns besuchten Häuser. Im Bild Jesica, die Accountance studiert, mit ihren Eltern/tm

Freitag, 22. Mai 2015

Reisebericht von den Philippinen/3

Im Bild die Übergabe von einem Laptop an die Studenten. Die drei studieren am gleichen Ort im gleichen Semester, sie werden sich den Rechner teilen. Auf der Wunschliste aller Studenten steht "ein eigener Computer" ganz oben. Unsere vier Rechner sind also nur der Anfang. Ausgestattet sind alle Labdoo Laptops mit einer lizenzfreien Linux Software, die mit Windows Funktionen vergleichbar ist. Ist ein Rechner defekt - und kann nicht vor Ort repariert werden - dann tritt er die Rückreise nach Deutschland auf dem gleichen Weg an, auf dem er hingekommen ist: mit Reisenden, die den Laptop in ihrem Gepäck mit zurücknehmen. In Deutschland kümmert sich Labdoo darum, dass solche Geräte recycelt werden/jg

Donnerstag, 21. Mai 2015

Reisebericht von den Philippinen/2

Die Studenten haben Ferien. Das ist gut für die Studenten und das ist gut für uns. Fast alle haben Zeit, so dass wir den ersten Tag in Masala mit unseren 40 Studenten verbringen. Leslie hat einen Raum besorgt und Tina hat alles bestens vorbereitet. Das Workshop kann beginnen. Im ersten Teil entdecken die Studenten durch Erzählungen, Stichwörter und Skizzen ihre eigenen Fähigkeiten und präsentieren diese Erkenntnisse der Gruppe. Im zweiten Teil wird es dann schwieriger, da geht es um weiter gesteckte Ziele jenseits des Studiums. Am Ende sind wir alle um einige Erkenntnisse reicher. Für die Studenten gab es diese Erkenntnisse umsonst. Tina ist nicht nur Labdoo* Experte, sondern auch ausgebildete Trainerin. Für uns hat Sie diesen Workshop pro Bono gemacht. Den Nachmittag beenden wir mit der Übergabe der vier Laptops, die wir aus Deutschland mitgebracht haben. Leslie und ihre Studenten sind nun weltweit das 414. endoo* village. Das werden wir am Abend gemeinsam feiern/jg

* Labdoo und endoo stehen für ein Education Programm, Infos dazu unter www.labdoo.de

Reisebericht von den Philippinen/1

Angekommen! Tina macht das erste gemeinsame Foto, nachdem Leslie uns in Manila vom Flughafen abgeholt hat. Die nächsten Tage werden wir mit unseren Studenten hier verbringen. Begonnen haben wir das Studenten Projekt auf den Philippinen vor vier Jahren mit zehn Studenten. Jahr für Jahr sind es mehr geworden, bis es 50 waren. Jetzt sind es noch 44, die studieren. Sechs sind Anfang des Jahres fertig geworden, drei von ihnen haben schon eine Arbeit gefunden. Leslie kümmert sich um alle, gibt ihnen das monatliche Geld und schaut sich die Ergebnisse an. Einige Studenten haben einen Mentor - für andere suchen noch Lehrer und Bauingenieure in Deutschland, die Lust haben, sich um einen philippinischen Studenten zu kümmern/jg

Dienstag, 19. Mai 2015

Partnerschaft pflegen

Man kann es so sehen: ein britischer Unternehmer verwirklicht eine simple Idee. Er verdient viel Geld mit dem, was Lebensmittelhersteller und Großhändler wegwerfen. Dan Cluderay handelt mit Lebensmitteln, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten haben. Rund 70 Prozent können die Verbraucher sparen, wenn sie bei ihm kaufen, statt im Supermarkt. Seine 50 Mitarbeitern beliefern jeden Tag 600 Haushalte in und um London. Mit kleinen LKWs bringen sie die Ware direkt zum Kunden. Die britische Regierung begrüßt Projekte wie dieses, weil sie die Menge der weggeworfenen Lebensmittel reduzieren möchte.

Man kann es auch so sehen: eine gefährliche Konkurrenz für die Tafeln würde da heranwachsen, wenn dieses Geschäftsmodell nach Deutschland käme. Die schmalen Margen im deutschen Lebensmittelhandel ließen sich für die Unternehmen durch Resteverkäufe aufbessern. Viele Menschen in Hamburg und Berlin würden sich freuen, wenn ihnen die Lebensmittel zum halben Preis vor die Tür gebracht werden. Die Tafeln sind gut beraten, ihre Bäcker und Supermärkte nicht nur als Lebensmittel Lieferanten zu sehen, sondern als Partner einer großartigen Idee. Partnerschaft muss man im täglichen Umgang pflegen. Manche Tafeln haben auf diesem Gebiet noch einen gewissen Nachholbedarf/jg

Montag, 18. Mai 2015

Der Tafelhelfer



Der Mann hat gut lachen, er schaut auf eine tolle Erfolgsbilanz: 11 Jahre Zusammenarbeit für die Tafeln hat er erfolgreich organisiert zwischen den Lions und der Stiftunglife. Die hunderttausend Menschen, die von der Tafel Lebensmittelhilfen bekommen, kennen Roland Schütz nicht. Der sitzt in Gräfelfing am Schreibtisch und wirbt quer durch Deutschland bei den Lions für eine Idee: den Tafelhelfern zu dem verhelfen, was für deren Arbeit wichtig ist: einem ordentlichen Fahrzeug, mit dem Lebensmittel transportiert werden dürfen. 358 Kühltransporter sind dabei herausgekommen, viel Lob und mehrere Auszeichnungen. Wer sich für Zahlen und Einzelheiten interessiert, kann die Geschichte des Projekts hier nachlesen.

Lichtenfelser Tafel



Sehr geehrte Stiftunglife, ich Ihnen den Pressebericht und ein Bild von lauter hübschen Männern schicken, verbunden mit einem nochmaligem herzlichen "Danke schön" für Ihre große und selbstlose Hilfe. Gestern Abend haben wir am Clubabend ausführlich über diese Altion und die Stiftunglife berichtet, es müssten Ihnen eigentlich die Ohren geklungen haben. Mit herzlichen Grüßen, Ihr Dieter Erbse vom LC Lichtenfels

Sonntag, 17. Mai 2015

Hälfte/Hälfte + Eigenanteil

Vielleicht war es Gerhards freundliche Beharrlichkeit, die die Finanzierung dieses Fahrzeugs möglich gemacht hat - vielleicht war es die glückliche Fügung der richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt - das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen: 22.000 Euro wurden vor wenigen Tagen feierlich an die Nürnberger Land Tafel übergeben. Die Hälfte des Geldes kam von den Lions, die andere Hälfte von uns. Der Restbetrag wird von der Tafel als Eigenanteil getragen. Das Prinzip unserer Unterstützung ist immer gleich: wir helfen gerne, wenn die Empfänger auch etwas dafür tun/jg

Samstag, 16. Mai 2015

Leidenschaft

In seinem Lokal gibt es alles, was Eismeer, Tundra und Skandinaviens Wälder hergeben: Moose und Flechten, getrocknete Algen, eingelegte Blüten und Baumnadeln. Dazu Heavy Metal in der Küche. Später dann, zum Runterkommen, coolen Jazz. Im Team reden alle vom Energy Flow. Etwa die Hälfte der Köche im Noma sind Praktikanten. Denen es Lohn genug ist, hier für ein paar Monate arbeiten zu dürfen. 17 Stunden am Tag, für René Redzepi, den besten Koch der Welt. Wer sich für Spitzenküche interessiert, dem sei der große Bericht heute in der Süddeutschen empfohlen. Mir geht es hier nicht so sehr um die feine Küche, sondern um die Leidenschaft, mit der sich Menschen engagieren: im Noma in Kopenhagen, in Gmund bei den Papiermachern, in Yangon bei Khin und Ihren Studenten, bei Kostas mit seiner Hilfe für die Griechen, in Gräfelfing bei Roland und den Kühlfahrzeugen für die Tafeln. Womit wir wieder beim Essen wären - allerdings am anderen Ende der Sternescala. Der Leidenschaft für eine Sache tut das keinen Abbruch/jg

Der neue Sven

Wenn Frauen eine neue Frisur haben, dann hat das etwas mit einem neuen Mann zu tun - sagt der Volksmund. Wie das bei Männern ist, weiß ich nicht, aber ein weibliches Wesen, ja, das ist neu in Sven's Leben. Deshalb musste Helenchen auch unbedingt mit auf dieses Bild. Seit dem letzten Sommer hat der kleine Hund das private Leben von Sven und Susanne gründlich verändert. Beruflich ist alles gleich geblieben: Sven baut zusammen mit Herrn Klische eine kleine Wohnanlage - und er vermietet und verwaltet die Immobilien und das Geld der Stiftung. "Business als usual" könnte man sagen, wenn es da nicht noch eine Neuerung gäbe: Sven arbeitet nicht nur, er macht jetzt auch gelegentlich Urlaub. Den verbringt den nicht mehr in Celle, sondern auf Sylt. Wir wünschen gute Erholung und Sonnenschein/jg

Freitag, 15. Mai 2015

Klar, das die Tourismuswerbung von Malaysia nicht für Flüchtlinge gemacht ist. Aber wir, die umworbenen zahlungskräftigen Touristen aus dem Westen, sollten uns überlegen, ob uns ein Strandurlaub gefallen kann in einem Land, das hilflose Menschen aufs Meer, wahrscheinlich in den Tod schickt/jg

Flüchtlinge hier und da

"Wir waren nett zu ihnen. Wir haben ihnen Proviant gegeben und sie wieder auf Meer geschickt. Bei uns ist kein Platz für Flüchtlinge, die sind hier nicht willkommen!" Der stellvertretende Innenminister von Malaysia hat klare Worte für die 500 Flüchtlinge, die nun auf dem Meer treiben. Es handelt sich wahrscheinlich um Rohingas aus Myanmar, die dort wegen ihrer muslimischen Religionszugehörigkeit diskriminiert werden. Man könnte auch sagen: eingesperrt in riesigen Lagern, eine Flugstunde nördlich von Ngapali Beach.

Mehr Glück hatte ein Bangladeschi, der sich als illegaler Einwanderer in Rom aufhielt. Weil er eine Frau vor dem Ertrinken gerettet hat, erhielt er von Roms Bürgermeister Ignazio Marino eine Aufenthaltsgenehmigung für Italien. Diese Genehmigung gilt allerdings nur für ein Jahr. Hoffen wir, das es in den kommenden zwölf Monaten wieder jemanden zu retten gibt für den tapferen Mann, dann könnte die Genehmigung vielleicht um ein Jahr verlängert werden...jg

Kinderlieder

"Bei uns in der Grundschule ist ein syrischer Junge, der ist über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet. Der kann bis jetzt nur ein bisschen Deutsch, aber er spricht mit Händen und Füßen. Und manchmal singt er auch in einem lustigen Mischmasch aus arabischer Musik und deutschen Worten, und wir verstehen ihn alle"
Das war Annas Text. Am Freitag hat sie bei "Starke Kids", einer Musikshow für Kinder mitgewirkt. Auch die anderen Kinder haben wunderbare Statements vorgetragen. Oft ist bei den Kindern die Bereitschaft auf einander zuzugehen höher, als bei den Erwachsenen/jg

Donnerstag, 14. Mai 2015

Alumni Kreis

Myanmar: seit die ersten Studenten vor ein paar Jahren fertig wurden, denken wir über einen Alumni Kreis nach. Die Idee ist einfach, sie liegt auf der Hand. Die Umsetzung ist schwieriger. Besonders, wenn die Studenten ihre ersten Jobs als Lehrer oder Ingenieure auf dem Land antreten. Aber die Zeiten ändern sich. Auch auf dem Land gibt es inzwischen Internet und die Zahl der Smartphones wächst. Wir nehmen also einen neuen Anlauf um den Kontakt zu halten mit denen, die es geschafft haben. Hier ist der Bericht von Khin:

Dear all, I am very happy to inform you all that Phyo Thura Tun, 2nd year Marine student, has been working with me for Alumni Group as a Volunteer since after Water Festival. He is busy everyday with telephone landline, cellphone and laptops updating the data of graduates. What a talented and hardworking student, he is! Thanks a lot, Phyo Thura Tun. We will send an updated one very soon. Best regards, Khin

Mittwoch, 13. Mai 2015

Barbecue in Myitar Yaung Chi



Ein Bericht von unseren Volontärinnen Lara, Zora und Aliena: Dank einer großzügigen Spende wurden alle Kinder neu eingekleidet und an einem schulfreien Dienstag fand ein tolles Familien-Barbecue in unserem Waisenhaus statt. Schon mittags wurde der Grill aus Tonnen, Sand, Wellblech und Draht gezimmert und die Karaoke-Maschine zum Laufen gebracht. Nach dem normalen Abendessen wurde ein großes Picknick im Innenhof aufgebaut und unser Grillmeister Min Khan Kyaw - einer der älteren Jungen - verteilte an alle die leckeren Fleischspieße. Als Krönung gab es dann noch für jeden einen Softdrink, wobei die Kleinsten mit der Größe der Flasche komplett überfordert waren und gar nicht daraus trinken konnten. Bei der anschließenden Party mit Musik, Tanz und Karaoke hatten alle so viel Spaß und waren so durchgeschwitzt, dass am Ende nochmals geduscht werden musste. Dieser eigentlich so simpel gestaltete Nachmittag war für uns alle wunderschön, da die Kinder einfach nur Spaß hatten und es ein richtiges Familienfest mit 150 Familienmitgliedern war.

Paul Breitners zweite Karriere

Den Bayern konnte er gestern Abend nicht helfen, denn seine großen Erfolge als Fußballer sind schon lange vorbei. Während Franz und Ulli dem Glanz der Öffentlichkeit und dem Rasensport treu geblieben sind, hat Paul sich für einen anderen Weg entschieden. Es ist kein großer Auftritt, wenn er mit anderen Tafelhelfern in einer Reihe steht. Paul Breitner verteilt Lebensmittel an arme Menschen in München. Nicht für ein Pressefoto, sondern fest eingeteilt in den regelmäßigen Dienst der Verteilstelle Haidhausen. Da geht es um Kinderarmut und Altersarmut. Arbeitslose und Flüchtlinge stehen in der Schlange, wenn die Lebensmittel der Münchner Tafel verteilt werden. Paul steht im Kühlwagen und reicht die Lebensmittel heraus. Manchmal ist es einer von den beiden Kühlwagen, die wir zusammen mit den Lions finanziert haben. Der ganze Artikel über Arbeit der Münchner Tafel ist in der "tz" von heute zu lesen/jg

Nachfolger gesucht....



Die Berliner Philharmoniker haben es nicht geschafft, einen Nachfolger für ihn zu finden. Große Namen waren im Spiel, aber die Suche ist gescheitert. Montag jedenfalls. Nach fast zwölf Stunden versandte eine Sprecherin des Orchesters die Mitteilung, dass ein Nachfolger für Sir Simon Rattle nicht gefunden wurde. Die Musikwelt ist geschockt. Dafür gibt es gute Nachrichten an anderer Stelle, sozusagen in eigener Sache: für Jürgen Gessner wurde ein geeigneter Nachfolger gefunden. Am 1. Juli wird Sascha Fuchs vom Großen Plan zum Neumarkt wechseln, von der Sparkasse Celle zur Stiftunglife. Nicht stunden- oder tageweise, sondern ganz. Er wird wesentliche Arbeitsbereiche von Jürgen Gessner übernehmen, damit dieser sich auf das Ausfüllen seines Rentenantrags konzentrieren kann. Das wird bestimmt ein bisschen dauern, aber die Weichen sind nun gestellt. Auch Simon Rattle wird noch ein paar Jahr arbeiten, bis 2018 läuft sein Vertrag in Berlin. Bis dahin dürfte auch für die Berliner Philharmoniker ein Nachfolger gefunden sein. Das Foto wurde gerade zum besten Porträt des Jahres gewählt/jg

Dienstag, 12. Mai 2015

Freunde der Stiftung

Dr. Andreas Rittstieg ist spezialisiert auf die gesellschaftsrechtliche Beratung großer Familiengesellschaften und hat eine Vielzahl von Unternehmenstransaktionen betreut. Im Herbst 2014 wurde der international versierte Jurist in den Burda Vorstand nach München berufen. Ein guter Grund für den Hamburger, an die Isar zu kommen. Mir bringt die gute Fügung mehr Gelegenheiten zu interessanten Gesprächen. Bevorzugte Themen sind für uns beide Myanmar und die Veränderung der Welt in der wir leben/jg

Vielfalt/2

Der Erfolg einer Stiftung kommt aus den gleichen Quellen, die Unternehmen erfolgreich machen - durch die Menschen, die sich engagieren. Es reicht nicht aus, ein gutes Herz zu haben, für der Erfolg will kluge Köpfe sehen. Was für eiń Glück, dass im Freundeskreis der Stiftung Wissen zur Verfügung steht, um das uns manches Unternehmen beneiden dürfte. Hier eine unvollständige Übersicht der bunten Mischung:

1 Diplomat
1 Buchautor und Politikberater
1 Lektor und zwei Drucker
1 Lebenskünstler und zwei richtige Künstler
2 Musiker
3 Kapitäne
3 Unternehmensberater und 16 Unternehmer
4 Fotografen und einen Filmproduzenten
5 Bankkaufleute und einen Insolvenzverwalter
6 Juristen
7 Lehrer
41 Ärzte und eine Hebamme

Vielfalt/1




Gäbe es Kostas nicht, den Mittler zwischen den Welten, hätten wir kein Projekt in Griechenland. Gäbe es Captain Wilk nicht, den Mittler zwischen den Welten, dann gäbe es keine swimming doctors. Es ist faszinierend zu sehen, welche Vielfalt wir im Freundesnetzwerk der Stiftung haben. Gut zu sehen an den Sprachen, auf die wir im Team zurückgreifen können: Amarisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Holländisch, Manderin, Myanmar, Philippinisch, Polnisch, Russisch, Schwäbisch, Schwedisch, Türkisch, Ukrainisch, Weißrussisch. Wir dürfen davon ausgehen, dass sich diese Vielfalt noch erweitern wird/jg

Montag, 11. Mai 2015

Report from our Philippine student



Dear Stiftunglife friends, good day!
I have shared few days ago about my involvement in the Philippine Leadership and Empowerment Alliance for Development. During the first Camp, we undergo into different activities such as Team Building activities. Yesterday, we were on the 2nd cycle and it is the community immersion. We went in a remote area there where our indigenous people called Mangyans are living. We did blood pressure testing, first-aid lessons and gave them some tips on proper hygiene. We also conducted survey on some families of what really the community needs. We are to propose a project which is needed by the Mangyan community in Baco, Oriental Mindoro. After this project implementation, we are going to present our project in the Department of Health and they will be the one who will fund this project. This activity inspired me to do more in life and respond to the call to help others. Best regards from Calapan City, Angelica

Nepal, Flüchtlinge oder Tafeln?

Die Gäste von MS EUROPA haben eine besondere Reise durchs Mittelmeer erlebt: Anfang und Ende der Reise waren festgelegt - die Reiseroute - und die anzulaufenden Häfen - durften die Gäste gemeinsam mit dem Kapitän festlegen. Wir haben diese Idee auf die Versteigerung der Seekarte übertragen: die Gäste durften dieses Mal zwischen drei Projekten auswählen: Hilfe für Nepal - Hilfe für Flüchtlingsprojekte - oder für die Tafeln. Die Wahl fiel auf Nepal, wir freuen uns über 8.500 Euro, die dafür gespendet wurden. In den letzten zwei Wochen haben wir viele Hinweise und Kontakte zu Menschen bekommen, die in Nepal helfen. Wir werden den passenden Partner aussuchen und später berichten, wie das Geld verwendet wurde. Bleibt noch die Frage: wie hätten Sie bei der Versteigerung entschieden, auch für Erdbebenopfer in Nepal - oder für die Integration der Flüchtlinge in Deutschland - oder für die Tafeln in Deutschland? Schreiben Sie Ihre Antwort als Kommentar. Vielen Dank/jg