Aktuelles und Informationen aus unseren Projekten |

Bei einer Versteigerung kann es nur einen Gewinner geben, das ist die Regel. Aber gelegentlich macht die Regel eine Ausnahme: beeindruckt von dem Engagement der Bieter bei der laufenden Versteigerung hat die Geschäftsleitung von Hapag Lloyd ein besonderes Angebot aufgelegt. Es gilt alle, die sich an dieser Versteigerung beteiligen: *Die Reise EUR1206 kostet in der Kategorie 4 pro Person 9114 Euro. Wer mitsteigert, aber nicht gewinnt, kann diese Reise für 6114 Euro buchen und seine Versteigerungsgebote zusätzlich von diesem Preis abziehen. Bitte wenden Sie sich direkt bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten an Frau Kerstin Heyng* wenn Sie dieses Angebot annehmen möchten. Wir als Stiftunglife laden alle Reise Teilnehmer zu dem Vorprogramm dieser Reise ein, mit drei Übernachtungen in der Gouverneurs Residence, einem Essen mit dem deutschen Botschafter und einer Schuleröffnung im Delta. *Telefon 0174 3201921 *Mail: Kerstin.Heyng@hlkf.de

Vorstellung der Solarlampe bei den Dorfbewohnern: es könnte ein Bild aus einem Dorf in Myanmar sein, wenn da nicht die andere Hautfarbe wäre. Unsere erste Solarlampe ist in Afrika angekommen, in Burkina Faso. Weitere tausend Lampen werden in Kürze folgen. Seit ein paar Jahren ist Walter Korn in Burkina engagiert. Er ist unser Vertrauensmann für dieses Projekt. Herr Korn ist Fotograf, das Foto von der Vorstellung der Lampe in Petessiero hat er gerade von seiner Reise mitgebracht. Auch hier werden die Lampen an die Dorfbewohner gegen eine kleine monatliche Zahlung abgegeben. Das Geld kommt in eine Gemeinschaftskasse, die Menschen können damit eigene Projekte für die Dorfgemeinschaft entwickeln. Wir werden davon berichten/Solar

Immer wird um etwas gerungen, wenn auch in unserer Zeit selten so handgreiflich, wie bei den Ringern aus dem alten Athen. Die FAZ wählte dieses Foto heute für ihre Titelgeschichte zum Ringen um den Euro. Wenn unsere Versteigerung weiterhin so spannend verläuft, schaffen wir es auch noch auf die Titelseite. Allerdings, korrekt müsste die Headline dann wohl korrekt heißen "Ringen um Europa". In letzter Minute hat Norbert N. den Kampf zu seinen Gunsten entschieden - jedenfalls für diesen Moment. An den Klickzahlen dieser Seite lässt sich ablesen, dass ein interessiertes Publikum das Bietergefecht um die Reise auf der Europa verfolgt. Vielen Dank an alle, die sich für die gute Sache engagieren.
Hallo Juergen, wir sind wieder an der Basis in Yangon fuer einige Tage um alles aufzuarbeiten was slow motion ging. Wichtig: Ich habe in Ngapali meinen Maurermeister abgezogen er kommt morgen mit zwei Helfern nach Twante um den Villagern im Delta unter die Arme zu greifen. Er wird sich erst nur um die Extension und Toiletten kuemmern , dann den anderen helfen. Holzarbeiten fuer Dach, Türen und Fenster starten jetzt, das Material wird heute geordert. Alufenster mit den Shuttern sind geordert. Verputzte Waende werden mit Farbgrundierung behandelt um gleich fertig zu sein fuer den Anstrich in wenigen Wochen. Die Villager bauen gerade die Trennwaende. Schulmoebel sind in Auftrag gegeben. Mein Ziel ist es, die Schule bis zum 29. Februar fertig zu stellen und dann noch die Feinheiten zu machen. Liebe Grüsse, Oliver
Hatte gerade einen Anruf aus dem Delta die haben die Extension schon fast fertig und haben es auch gleich 20 fuss statt 15 gemacht alles im Lot. Oliver

Seit Monaten wird der nächste Anlauf vorbereitet: in der kommenden Woche will die Europäische Kommission Berechnungen vorlegen zu den Kosten des Klimaschutzes. Der Klimaschutz ist ein heikles Thema im Kreis der 27 Mitgliedstaaten. Länder wie Polen und Tschechien stemmten sich immer gegen ehrgeizige Ziele, wohl auch wegen ihrer Kohlekraftwerke. Die Folgen des Nichthandelns sind bei uns vor der Haustür kaum zu sehen. Anders in Brasilien. Die toten Fische im Lago do Rei sind Teil der dramatischen Auswirkungen des Klimawandels. Mögen unsere Solarlampen ein paar Tropfen auf den heißen Stein sein, 10.000 Tropfen leuchten schon in den Dörfern zwischen Bagan und dem Mt. Popa/Solar

Die folgende Nachricht erreichte mich gestern. Ich stelle Sie hier ins Netz als kleines Rätselspiel „an welchem Wochentag kaeme der Johann gerne vorbei?" – aber auch um darauf hinzuweisen, dass wir die Informationen zu unseren Schulen hier Stück für Stück verbessern. Darum kümmert sich der Johann. Der weiß nicht nur, welche Figur in Myanmar für welchen Wochentage steht, er kennt auch die Kunst des Bauens im Detail. Letzteres ist sein Beruf, Prof. Johann Ebe ist Architekt. Die Lehrtätigkeit an der Fachhochschule München hat er gerade aufgegeben, um sich der Pflege und dem Erhalt unseren Schulbauten zu widmen. Das ist ein Gewinn, nur, wann kommt der Johann zu mir?
Lieber Juergen, bist du am - siehe Foto - Zuhause? Ich kaeme gern vorbei, um ueber die neuen Schulen mit Dir zu reden. Herr Zerner hat angefangen, die Detailinformationen zu den einzelnen Schulen auf unsere Seite stellen, allerdings noch auf einer alten Lageplan-Grundlage. Das wollte ich mir mit Dir anschauen. Viele Gruesse vom Johann.

Ein bisschen hat es gedauert, im September hatte Wolfgang W. eine Einladung nach Sindelfingen in die Maybach Manufaktur ersteigert. Heute wird der Gewinn eingelöst. Wie zu sehen, ist der Gewinner "glücklich und dankbar für diesen Tag". Das wiederum macht mich ja auch ganz zufrieden. Mein Dank an alle, die die das möglich gemacht haben.

In den nächsten Jahren sollen innerhalb der EU zehn Prozent aus "Biomasse" gewonnen werden. Derzeit hat Bioethanol einen Anteil von fünf Prozent am Deutschen Benzinmarkt, dafür wurden im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Tonnen Getreide zu Sprit verarbeitet. Das sind drei Prozent der Deutschen Getreideernte. Tendenz steigend.
Irgendwo auf dieser Welt (ver)hungern Menschen. Jetzt, in diesem Moment. Derweil fahren Menschen in ihrem Auto spazieren. Just for fun verbrennen sie Mais und Getreide im Tank. Bio Treibstoff nennt man das. Lebensmittel werden entsorgt, so und so. Mit seiner kleinen Schrift "Empört Euch!" fordert der französische Autor Stéphane Hessel den Leser zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf. Er schreibt: "Wenn man sich über etwas empört, wird man aktiv, stark und engagiert." In eben diesem Sinne ist die Arbeit der Tafelbewegung auch zu verstehen. Als Ausdruck und Reaktion einer Empörung über soziale Bedingungen, die nicht akzeptabel sind/Tafel

Dear Mr Gessner, we are fine and I hope that you and your family will be the same. After your visit, we gave 10,000 kyats to the school headmaster to buy water for our hand wash program on Ilse-, Ingeborg-, Anna+Wolf- , Martina- and Christian-School. Thank you so much for that. But you know that there is no water in their water pond in this time, you can see on the picture. It is difficult to get and carry water for them. The village people would like to request you to have money from solar income to build a big water tank in the school and gutter to get and store ( rain water ) for the raining season. It is very important thing to success for our hand wash program. I wish you happiness, health, wealth and free from all sufferings with your family. Respectfully Myo Myo, Kyukpadaung Township, Myanmar/Schulen

Dear Mr Sascha, how are you? I am Phyo Ei Soe studying Business Management in Yangon. Kyi Khin told me that you are my mentor and I am very happy for that. I'm sorry I could not send you email earlier because my email does not work. I am now using Kyi Khin's other email account as I want to send you this message. I came to Yangon on 8th December. There are 150 students taking first year Business Management. I learned 7 subjects. They are Myanmar, Aspects of Myanmar, Business English, Business Mathematics, Micro Economics, Business Organisation and Statistics. I like Business Organisation best. I stay in a flat with 2 other friends. I got money from Kyi Khin every month. I met with Mr Gessner on 12th January at Traders Hotel. I am very happy to attend classes. I am trying my best to achieve success.That is all for now. Wishing you the best of luck in everything. Your student, Phyo Ei Soe/Student

Den Baedeker Reiseführer gibt es jetzt in einer Ökoversion. Die Ausganbe heißt: Deutschland, Erneuerbare Energien entdecken und zählt auf 200 Seiten die Sehenswürdigkeiten des Solarzeitalters auf: das Solar Café in Kirchzarten, den Solar Golfplatz in Bad Saulgau, den Lichtturm in Solingen und die "Alstersonne" in Hamburg, das vielleicht größte Solarboot der Welt. Was jetzt noch fehlt, ist die Sonne. Seit Wochen haben die 1,1 Millionen deutschen Photovoltaikanlagen so gut wie keinen Strom erzeugt. Wie so oft im Winter, stellten sämtliche Solarmodule auf einen Schlag die Arbeit weitgehend ein. Damit die Lichter hier nicht ausgehen, muss Deutschland in diesen Tagen große Mengen Atomstrom importieren. Da geht es unserem Solarmodulen in Myanmar deutlich besser, die bekommen jeden Tag reichlich Sonne, selbst in der Regenzeit. Und sollte es mal wirklich knapp werden, dann wird - vollkommen Atomstromfrei -mal wieder eine Kerze angezündet.
Es war der große Irrtum, der vor den Fall kam. Gestern in der Tagespresse war der Nachruf auf eine große Firma zu lesen. Mit dem Motto "Sie drücken auf den Knopf, den Rest erledigen wir" war die Firma Kodak hundert lange Jahre Inbegriff der Fotografie. Nun ist die Firma pleite, die Anpassung auf die digitale Welt ist dem Weltkonzern nicht gelungen. Es bietet sich eine Parallele für unsere Stiftung an, denn zwanzig Jahre lang konnte ich sagen "Sie spenden, den Rest erledigen wir". In der Zukunft wird es für des Erledigen ein paar sichtbare Helfer geben:
- Frau Hoepfner und Roland Schütz kümmern sich um die Tafeln (wie schon bisher)
- Patrick Meyer kümmert sich um die swimming doctors
- Prof. Johann Ebe kümmert sich zusammen mit mir um Schulbauten und Solarlampen.
- Sascha Fuchs kümmert sich um die Studenten und Ihre Mentoren
So verstärkt und zu 100% ehrenamtlich sagen wir als Team: "Sie spenden, den Rest erledigen wir".
Wem das zu wenig ist, wer mit dabei sein möchte, die Zukunft der Stiftung mit zu gestalten, ist herzlich eingeladen.
Anpassung ist ein ständiger Prozess.
In Frankfurt am Flughafen liegt noch DIE ZEIT von der letzten Woche am Kiosk. Beim Blick auf den Titel kommen mir die Bilder der letzten Tage in den Kopf: der Taxifahrer, der sich im Vorbeifahren zur Shwedagon Pagode verneigt - die Menschen im Dorf, die erst für Ihre Mönche das Kloster renovieren möchten, und dann die Schule - die bunte Vielfalt von Leben und Glauben beim Amanda Tempelfest in Bagan. Kann man sich diesem Glauben nähern, hier in unserer Welt mit der Zeitung in der Hand - oder braucht es das Eintauchen in die andere Welt?
Meine Reise war kurz und intensiv. Einige unserer Studenten habe ich in Yangon getroffen, und den Rektor ihrer Universität. Drei neue Dörfer in der Nähe von Bagan habe ich gesehen, die für unsere Schulbauten und Solarlampen in Frage kommen. Der nächste Schritt wird die Trinkwassers Verbesserung sein. Mal schauen, was wir dafür tun können. Im März werde ich wieder dort sein.
Ich freue mich schon heute darauf...
Heute sind wir mit dem Schiff im Delta unterwegs. Im Mai 2008 ist Nargis hier durchgefegt. Kurz danach
kamen die Helfer aus aller Welt. Von der großen Flut ist nichts mehr zu sehen - von den großen
Hilfsorganisationen auch nicht. Die Spendengelder, die für solche Einsätze gesammelt wurden, sind
ausgegeben. Das Leben ist hier wieder, wie der Irrawaddy, in seinem gemächlichen Gang. Mit Oliver und
Khet Khet fahre ich nach Tawgu, in das kleine Dorf am Fluss. Die beiden sind durch ihre Nargishilfe hierher
gekommen, sie haben Spendengelder für den Wiederaufbau zu den Menschen gebracht - und sie sind hier
geblieben. Vor ein paar Monaten haben wir die ersten Solarlampen in diese Dörfer gebracht. Im März wird
die neue Schule fertig sein. Den Menschen in diesem Dorf, jung und alt, tut diese nachhaltige Hilfe gut. Stück
für Stück entwickeln sie ihre eigenen Möglichkeiten...
Hier sitze ich mit Jürgen Gessner und dem hoffnungsvollen Nachwuchs im Delta, im Süden von Burma.
Die große Katastrophe - der Nargis, der hier alles unter großen Wellen begraben hat - ist über drei Jahre
her. Doch ich meine, auf manchen Gesichtern der Frauen und Männer noch Spuren des Schreckens zu
sehen. Die Kinder aber sind wohlgemut. Sie freuen sich über die Abwechslung: den Besuch von weißen
Langnasen. Und während mit den Erwachsenen über den geplanten Bau einer neuen Schule oder
Kleinkredite für den Reisanbau diskutiert wird, zeigt Jürgen den Kindern auf seinem iPad Shawn das Schaf.
Und ich verteile - pustend - Luftballons. Ein voller Erfolg! Für beide Seiten.
| 700 Kyat | verdient eine Steinträgerin pro Tag, allerdings nur, wenn es Arbeit gibt. |
| 15.000 Kyat | verdient die 14 jährige Hilfskraft in Teeshop pro Monat bei freier Kost |
| 40.000 Kyat | verdient eine Servicekraft im Thiripityitsaya Hotel |
| 80.000 Kyat | verdient der Vater von Min Min als Lehrer monatlich an der staatlichen Schule |
| 300.000 Kyat | verdient Min Min im Monat als Solarlamp Manager |
| 300.000 Kyat | kostet ein chinesisches Moped hier (ohne Lizenz, mit Lizenz das Doppelte) |
| 80.000 Kyat | kostet der monatlich Lebensunterhalt eines Studenten in Mandalay |
| 40.000 Kyat | kostet die Busfahrt für zwei Personen von Bagan nach Yangon |
| 15.000 Kyat | kostet der Reis, den eine fünfköpfige Familie im Monat verbraucht |
| 700 Kyat | kosten die Kerzen, die eine Familie ohne Strom pro Woche verbraucht. |

Wie man "Alt und Neu" in der Architektur gut zusammenfügt, dazu gibt es viele kluge Abhandlungen zu lesen. Auch bei uns in Deutschland. Es gibt Denkmalschützer, die verlangen die Rekonstruktion so, dass ein neues Bauwerk nach der Fertigstellung so aussieht, als wäre es schon immer da gewesen. Die anderen - zu denen wohl auch die Archiologen hier in Bagan gehören - zeigen, was alt und was neu ist. Der Erhalt von 3.000 Pagoden in den Tempefeldern von Bagan ist eine Herkulesaufgabe, für die es keine Denkmalschutzabschreibung gibt und keine privaten Investoren. Gelegentlich spendet mal ein reicher Burmese einen Wiederaufbau und verbessert damit sein Karma. Wir die Besucher, die von weit her kommen, dürfen das alles kostenlos zuschauen, anfassen und uns daran erfreuen.

"Wie baut man eine Schule in einem Überschwemmungsgebiet?" Für diese Frage würde ich in Deutschland eine Antwort finden - aber was macht man hier, auf dem Land. Genau gesagt liegt die diese Schule gar nicht auf dem Land, sondern in der Mitte des Irrawaddy River. Der breite Fluss schwindet in der Trockenzeit - das sind hier neun Monate in Jahr - auf ein schmales Rinnsal zusammen. Dann wird das Flussbett zum fruchtbaren Ackerland, das gute Erträge bringt. Die Menschen leben mitten im Fluss. Alle Häuser sind auf Stelzen gebaut. Neun Monate im Jahr ist das Dorf zu Fuß erreichbar, in den anderen drei Monaten nimmt man das Boot. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern wollen wir das Schulgebäude renovieren, das vor dreißig Jahren gebaut wurde. Der schöne Holzbau braucht ein neues Dach, Trennwände zwischen den fünf Klassen - und ein Toilettenhäuschen. Auf meine Frage, wie wir das hier im Hochwassergebiet am besten bauen, haben die Dorfbewohner eine einfache Antwort für mich "Jurgen, do not care to much, when the water comes, everything will float...." /Schulen

Weit weg von Deutschland, kommt mir heute die Überschrift bei Spiegel Online ziemlich fremd vor. Kann man Hilfe verlangen? Man kann um Hilfe bitten, in bestimmten Situationen kann man sie vielleicht auch erwarten - aber das Verlangen nach Hilfe passt nicht zu meinem Verständnis. Der Hilfesuchende muss sich nicht klein machen - am besten ist es, wenn sich beide Seiten auf gleicher Augenhöhe begegnen. Das jedenfalls versuche ich hier bei meinen Gesprächen in den Einheimischen. Heute Morgen waren wir in zwei Dörfern auf der anderen Seite des Flusses. Genau gesagt, liegt das eine Dorf am anderen Ufer, das zweite mitten im Fluss auf einer Sandbank. In beiden Dörfern haben uns die Menschen um Hilfe gebeten bei der Renovierung Ihrer Schulgebäude. Gemeinsam haben wir diskutiert, was sie selbst tun können und wobei sie unsere Unterstützung brauchen. In den nächsten Wochen gibt es einen Plan, eine Kostenaufstellung und dann werden wir die Hilfe gemeinsam auf den Weg bringen: die Kinder freuen sich schon/Schulen

Von Cees Noteboom gibt es ein dünnes Büchlein mit dem Titel "Der Buddha hinterm Bretterzaun". In kleinen Geschichten wird beschrieben, wie Buddha und seine Verehrung in diesem Teil Asiens ganz normaler Bestandteil des täglichen Lebens sind. Auf unserem Hotelgelände glänzt ein goldener Buddha in der Morgensonne, ein paar Meter weiter wird eine Pagode aus dem 13. Jahrhundert nach den Originalplänen wieder aufgebaut. Hinter diesen Schmuckstücken, grad fünf Minuten zu Fuss, liegen die Tempelfelder von Bagan. Als ich heute Morgen um sieben dort spazieren ging, hatte ich dieses Weltkulturerbe fast für mich allein...
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"Will you really hear the end of the story?" Mr. Kenedi schaut mich fragend an. Natürlich möchte ich wissen, was aus dem kleinen Mädchen geworden ist, das immer zusammen mit der Mutter vor dem Zawgyi House gebettelt hat. Bettler gibt es nicht so viele in Yangon. Dieses Mädchen, vielleicht fünf Jahre alt, war mir aufgefallen mit ihrer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. "Heinz könnte sie bestimmt bei seinem nächsten Einsatz operieren..". Wir haben das stark untergewichtige Kind untersuchen lassen, Oliver hat Aufbaunahrung organisiert. Das ist alles schon ein paar Monate her, jetzt müsste das Kind ja langsam soweit sein....
Seit ein paar Wochen bettelt die Frau alleine vor dem Zawgyi House. Auf die Frage "Wo ist das Kind?" bekam Mr. Kenedi zunächst ausweichende Antworten. Nach und nach hat sich die Wahrheit herausgestellt. Die Frau ist nicht die Mutter. Das Kind war nur geliehen, genau gesagt, tageweise gemietet. Es ist an eine andere Bettlerin vermietet worden. Jetzt hält es an irgend einer anderen Stelle in der 6 Millionenstadt die Hand auf. Die richtige Mutter konnte es besser vermieten, für hundert Kyat mehr pro Tag, zehn Cent.

"Unsere Gäste sind angekommen", schallt es aus dem Lautsrecher. Ein paar Minuten später ist das halbe Dorf auf dem Schulhof versammelt. Im Schatten der Bäume besprechen wir den Bau ihrer Schule. Wer kann bei den Erdarbeiten helfen, wer mischt den Mörtel, wer trägt die Steine? Für jede Arbeit finden sich die Helfer, viele Frauen sind dabei. Die neue Schule in der Nähe von Bagan soll am 23. März eingeweiht. Es ist unsere 19. Schule. Wenn alles nach Plan läuft, werde ich dabei sein. Da fange ich schon mal heute an, mich zu freuen/Schulen

Heute Morgen waren wir in den Dörfern unterwegs: Projekte anschauen und mit Menschen reden. Das war schön, beeindruckend und staubig. Der Samstag Nachmittag beginnt mit einer sehr angenehmen Seite der Stiftungsarbeit: der Hotelpool läd zur Erfrischung und Erholung ein. Diese Pause gönne ich mir gerne, bevor ich mich mit Min Min hinsetze und die Erkenntnisse von heute Vormittag aufarbeite.

Unsere 75 Studenten sind im ganzen Land verteilt: viele Medizinstudenten sind in Mandala, die Civil Engeneers studieren in Mektila, die zuküftigen Kapitäne in Yangon. Neun von unseren 75 Studenten habe ich heute getroffen. Mit Ihnen habe ich über die Studienbedingungen geredet, über ihre Zukunft und über alltägliche Dinge. Khin, unsere Studentenbetreurin (im Bild die vierte von links) war mit dabei - und Patrick, der Medizinstudent aus Kiel, der bei den swimming doctors arbeitet und gerade ein paar Tage Urlaub macht. Diskutiert haben wir auch die Frage, ob wir den Studenten einen Laptop finanzieren (die Antwort ist ja, nach dem 3.Semester, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist) und was man von den Mentoren in Deuschland erwarten, und was kann man für die tun. Ich freue mich, wenn die ersten Mentoren "Ihren" Studenten hier im Land besuchen/Studenten

Nun ist der Heinz doch noch in Yangon angekommen. Zusammen mit seinem Team haben wir den Abend in der 19. Straße verbracht. 300 Patienten hat das Ärzteteam von Dr. Schoneich in den letzten zehn Tagen in Bagan operiert: Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Verbrennungen, Missbildungen. Alles ehrenamtlich. Die Patienten kamen von weit her, und weil alle mit Begleitung kamen, waren über 700 Menschen logistisch zu betreuen: Übernachtung, Essen, Transport ins Krankenhaus und zurück. Alles ist gut gegangen. Auf den Erfolg haben wir uns heute Abend ein Bier gegönnt. Morgen früh geht es weiter: Heinz ist im Krankenhaus verabredet und ich treffe morgen Vormittag den Rektor der Marine University. Ich werde berichten...

Für alle die, nicht ganz vertraut sind mit den swimming doctors, gibt es hier ein Bild von den drei Hauptakteuren an Land: Mr. Kenedi, Patrick Meyer und Jürgen Gessner. Dazu gehört Dr. Schöneich noch mit aufs Foto, aber der ist heute in Bagan.. Während das Schiff im 15. Einsatz unterwegs ist, haben uns in Yangon getroffen um zu überlegen, was für Ziele wir uns für dieses Jahr setzen und was man noch verbessern kann. Ein paar gute Antworten haben wir gefunden. Für die Technick, wenn das Schiff im April in die Werft geht - und für die Erweiterung des medizinischen Angebots: die Grundausstattung für einen Zahnarzt haben wir angeschafft, jetzt fehlt nur noch der passende Arzt. Das sind gute Aussichten. Im März, wenn die EUROPA mit 350 Gästen nach Yangon kommt, werden die swimming doctors zu besichtigen sein. Wir freuen uns auf diese Begegnung/sd

Es geht ganz einfach und es macht auch noch Freude - obwohl ich gestehen muss, dass es mir dieses Mal etwas schwer fiel, die Familie zurückzulassen. Aber nun bin ich in Yangon angekommen und die Arbeit kann beginnen: vom Spendenkonto habe ich Geld für die swimming doctors, für Schulen und Studenten mitgenommen, das werde ich in den nächsten Tagen an unsere lokalen Projektpartner zu 100% weiterreichen. Heute Abend habe ich mich schon mit Phyo und Mr. Kenedi getroffen und 15.000 Euro für die laufenden Losten der swimming doctors übergeben. Auf dem Schiff läuft alles gut, die sind zur Zeit in ihrem 15. Einsatz unterwegs. Beim 14. Einsatz hatten wir das erste Mal deutlich weniger Patienten: es ist Erntezeit auf ein Reisfeldern im Delta, da hat keiner Zeit, krank zu sein. Auch gut, dann wird die freie Zeit für ein paar Grundkurse in den Dorfschulen genutzt zum Thema Sauberkeit und Hygiene JG

Hello Jurgen, how are you? Today we went to Daung Le (Heidi) and give the money 1,500,000 Kyats to the village committee. They are happy and try to make it better. Now altogether with our money they already collected about 5,000,000 Kyats. So they hired two more trucks and make it wider and the sand will fill in the village street. I feel myself very happy and more solar help for the village will comes. When you come to Bagan we will go and see there. What about the toilets for Anna school. Yes or No ? I think we also should do for this village. Anyhow thank you so much for your brilliant idea" 1Dollar solar light ", yours Min Min from Bagan.

Ein nachdenklicher Blick auf unsere Somaliahilfe soll der letzte Rückblick auf das alte Jahr sein. Die Entscheidung für diese Hilfeleistung war einfach, solange man dem Herzen folgte - und schwierig, wenn man auf seinen Verstand hörte. So wie hier auf dem Foto Lasab betroffen war von den Bildern aus Dadaab, so waren wir es auch. Oliver hat mit seinen Kenianischen Kollegen zwei Lebensmittel Konvois organisiert, begleitet und die Verteilung der Ware vor Ort überwacht. Die gespendeten Gelder wurden zu 100% ins Ziel gebracht, das können wohl nur wenige von ihrer Hilfe sagen. Trotzdem will keine rechte Freude bei mir aufkommen. Wir konnten den Menschen beim Überleben helfen, eine Perspektive konnten wir ihnen nicht bieten/Somalia
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