Stiftunglife

Donnerstag, 25. August 2016

Erdbeben in Myanmar

Die Erde hat gebebt. Nicht nur in Italien, sondern mit etwa der gleichen Stärke auch in Myanmar. Nach ersten Berichten soll es dort vier Tote gegeben haben. Hier ist die Mail, die uns Min Min heute Mittag geschickt hat:

Hallo liebe Freunde, wir sind Ok. Aber mehr als 180 Pagoda und Temple von Bagan sind kaputt gegangen. Unsere Schule sollen in Ordnung sein. Ich warte auf die Informationen. Moment ich bin in Mandalay und Morgen komme ich wieder nach Bagan. Herzliche Grusse aus Mandalay. Min Min

Heute in der Süddeutschen Zeitung

Diesen Eintrag heute hätte ich mir gerne erspart. Aber Mann muss Realist sein, auch wenn es weh tut. Warum sollte das goldene Land von den dunklen Seiten des Kapitalismus verschont bleiben. Nachdem sich Myanmar für die westliche Welt geöffnet hat, bekommt es nun die Folgen zu spüren. Die Guten und die Schlechten. Die ausgepressten Arbeitslöhne von H&M darf man getrost zu den Schlechten zählen. Jetzt kann sich jeder von uns fragen, ob das der richtige Weg ist. Wir könnten den Satz "Der Kunde ist König" wiederbeleben, wenn wir nicht alles kaufen, was uns angeboten wird. Das gilt für Autos von Herstellern, die uns betrügen - genau so wie für Mode von Firmen, die asiatische Näherinnen ausbeuten. Oder geht uns das alles nichts an? Zu einem Teil haben wir es selbst in der Hand, wie wir leben wollen/jg

Was macht eigentlich der Gerhard


Wenn der Gerhard mal nicht in Sachen "Tafel" für uns unterwegs ist - oder für seine Nürnberger Land Tafel, oder für die Flüchtlinge in und um Feucht - dann genießt er das Rentnerleben und lässt es sich gut gehen: Ausflüge, Reisen und Konzerte, jetzt ist die Zeit dafür. Immer zusammen mit seiner lieben engagierten Moni. Besonders gerne nehmen die beiden ihre Enkelkinder mit, zeigen Ihnen die Vielfalt des Lebens und eröffnen ihnen neue Welten. Gerade hat Gerhard den seinen vier Enkel unser Studenten Projekt in Myanmar empfohlen "Schaut mal rein unter http://www.stiftunglife.de/stiftung/work-and-travel/ " hat er Ihnen empfohlen - und ich bitte alle Eltern und Großeltern das Gleiche zu tun und Ihre Kinder und Enkelkinder auf dieses Projekt aufmerksam zu machen. Es ist eine ganz wunderbare Gelegenheit ein fremdes Land zu bereisen, Eindrücke zu sammeln und dabei Gutes zu tun. Ein Gewinn für beide Seiten. Bei Interesse und Fragen setzt Euch bitte mit Britta in Verbindung/jg

Mittwoch, 24. August 2016

Schöne Fassade


Schöne Bilder gab's nochmal zum Schluß, dann waren die olympischen Spiele vorbei. Ein schaler Geschmack bleibt trotz der schönen Bilder, man weiß nicht so recht, welcher Sieg echt - und welcher ermogelt war. Bei VW rollen wieder die Bänder. Ob die Fahrzeuge, die jetzt in Wolfsburg produziert werden, den vollmundigen Werbeversprechen gerecht werden, das wissen wir nicht. Vertrauen, das beschädigt wurde, kann nicht so schnell wieder aufgebaut werden. Was Sport und Autos mit unserer Stiftung zu tun haben?

Wir leben vom Vertrauen der Menschen, die uns Ihr Geld geben, damit wir damit möglichst viel Gutes tun. Die 100 prozentige Umsetzung und den 100 prozentigen Erfolg können wir nicht garantieren, aber wir bemühen uns darum. Ehrlich, mit viel Freude und noch mehr Engagement/jg

Dienstag, 23. August 2016

Update for Polli's Mission


Today 12 noon time Polli arrived back to Yangon. Everything are fine only Lab Techinecian Mr, U Kyaw Sat will be resign. Today he told me, he will not follow start mission 22. I phone already to Dr.Min Naing for find the new one.I'm also try for it. Today I told all of medical team for 31. August meeting and also what you want to bring them that day. Howabout ship crew ? Do they need to come ? Please reply me for it. Patients amount is very good, all total amount is 1004 peoples. Thanks, Naing Tun Aung

Gestern Abend in Hamburg


Sie haben sich bei Dorothea getroffen, hoch über den Dächern der Stadt: Tilman, Britta und Angelika, um sich über Neuigkeiten aus ihren Projekten auszutauschen. Vor allem ging es um die zukünftige Kommunikation mit den Studenten in Myanmar. Dorothea und Britta werden die kommenden Treffen über Facebook Gruppen organisieren - so können sie am einfachsten mit den Studenten direkt in Kontakt treten. Angelika plant im Moment die Finanzierung von weiteren Augen-OP's in Äthiopien. Es war ein interessanter und vielversprechender Abend/tk

Montag, 22. August 2016

Work and Travel

Karla und Isi aus Stuttgart werden die ersten beiden Studenten sein, die mit unserem "Work and Travel" nach Mayanmar reisen. Anfang November geht es los: die beiden wollen Land und Leute kennenlernen. Das passt gut, denn unsere burmesischen Studenten wollen sich mit Studenten aus Europa austauschen. Unsere Englischlehrerin Khu Khu bringt die jungen Menschen vor Ort zusammen. Dass dabei alle Englisch sprechen, ist beabsichtigt. "English Conversation Training" heißt das Projekt, mit dem wir unseren burmesischen Studenten ein Fenster in die Welt öffnen/jg

Sonntag, 21. August 2016

Reiseplanungen


Ein leicht verregneter Sonntag ist ein wunderbarer Tag, um den nächsten Urlaub zu planen. Seit sich das goldene Land geöffnet hat, strömen die Touristen zu den Sehnsuchtszielen - und beschweren sich dann darüber, dass die Shwedagon, der Inlaysee und Bagan voller Touristen sind. Dabei gibt es noch so viel unberührte Schönheit in dem Land zu entdecken - oder man reist in der Nebensaison. Ich staune noch immer darüber, dass ich die Pagodenfelder von Bagan morgens um sieben für mich ganz alleine habe. Das Gebiet auf der anderen Seite vom Fluß nenne ich die "touristenfreie Zone". Ins Delta verliert sich sowieso kaum ein Tourist. Selbst in Yangon gibt es noch reizvolle Ecken, frühmorgens an der Shwedagon oder Abends im Hafengebiet. Durch die Arbeit der Stiftung haben wir eine andere Sicht auf das Land und die Menschen. Wer sich diesem Blick anschließen möchte, dem geben wir gerne Tipps und Ratschläge für eine erfüllte Reise abseits der Touristenzentren - gerne gelegentlich auch gemeinsam. Hier ein unvollständiger Blick auf die Reiseplanungen von Team und Freunden im nächsten halben Jahr:

September Wolf und Dieter zu den swimming doctors
Oktober Jürgen zum neuen Schiff, Angelica zu den Studenten, Ursula zu den Schulen
November Ludger und Ingrid zu den swimming doctors, Karla und Isi zu den Studenten
Dezember Jörg, Karin, Egbert und Peter zur Schuleinweihung?
Januar Karin zu den swimming doctors. Jochen, Tom und Jürgen zu zwei Schuleinweihungen
Februar Andrea und Martina zur Schuleinweihung

Samstag, 20. August 2016

Garantiert


Vielleicht war es ja nur ein Marketing Gag, als Ikea im letzten Jahr die lebenslange Umtauschgarantie einführte. Nun ist das Geschichte, im neuen Katalog wird die "Geld zurück Garantie" wieder auf ein Jahr beschränkt. Damit entspricht das Versprechen des Möbelhauses zeitlich und inhaltlich unserer "Glücksgarantie". Wir garantieren jedem Spender die Rückzahlung seines Geldes, wenn er nicht zufrieden ist. Anfang August wurde diese Garantie nach sieben Jahren zum ersten Mal eingelöst. Eine Spenderin wollte als Gegenleistung für ihre Spende Werbung in einer Größe haben, die uns nicht angemessen erschien. Wir konnten uns nicht einigen, die Spenderin war unzufrieden. Also haben wir (Sven und ich) die Spende privat zurückgezahlt. Das 400. Kühlfahrzeug wird nun ohne Werbung an die Münchner Tafel übergeben. Damit schließt sich ein Kreis, denn auch das erste Fahrzeug, das wir zusammen mit den Lions finanziert haben, ging vor zwölf Jahren an die Münchner Tafel. Wer Zeit und Lust hat dabei zu sein, wenn das Fahrzeug übergeben wird, ist gern gesehen: am 1. September, um 11 Uhr bei der Münchner Tafel am Großmarkt/jg

Freitag, 19. August 2016

Wie macht man es richtig?


Der Künstler Liam Gillik hat die politische Situation in Europa auf seine Weise sichtbar gemacht.
Ich habe zustimmend genickt, als ich die Karte zum ersten Mal sah.

Kostas hat gerade gefragt, ob wir im November zur Olivenernte nach Kreta kommen wollen. Ja, das war unser Plan. Nun sehe ich Bilder in der Zeitung von syrischen Flüchtlingen, die auf den Ägäisinseln gestrandet sind. Griechenland ist pleite, die Flüchtlinge sitzen fest und wir pflücken Oliven auf Kreta? Irgendwie passt das für mich nicht zusammen. Dieses schlechte Gefühl haben wohl auch die Touristen: die Zahl der Samos Urlauber ist in diesem Jahr um 50 Prozent zurückgegangen. Wegschauen oder Wegbleiben ist auch keine Lösung. Sollen wir nochmal zusammen mit Kostas eine Griechenlandhilfe organisieren, dieses Mal für Flüchtlinge? Wo fängt man an, wo hört man auf? jg

Betroffenheit für einen Moment

Es kommt nicht so häufig vor, dass zwei große deutsche Tageszeitungen das gleiche Foto auf der Titelseite bringen. Für einen Moment wird ein fünfjähriger Junge zum Symbol des Leidens in der täglich bombardierten Stadt Aleppo. Vielleicht trifft uns dieses Foto auch besonders, weil Flüchtlingsbilder in den deutschen Medien nicht mehr so präsent sind. Die Politiker haben uns das Problem vom Hals geschafft. Manche Menschen wird das freuen, andere nicht.

Als Stiftung beschränken wir uns darauf, die Flüchtlinge zu unterstützen, die hier in Deutschland ein Aufenthaltsrecht bekommen haben. Diese Menschen haben nur dann die Chance, ein guter Teil unserer Gesellschaft werden, wenn sie unsere Sprache sprechen. Staatlich angebotene Volkshochschulkurse reichen nicht aus. Wir brauchen Menschen, die hier leben und die den Fremden die Hand reichen mögen. Es gibt solche Idealisten - und wir unterstützen die gerne: in Aßling, Buxtehude, Celle, Dresden, Gießen, Hamburg, Hannover, Köln, Langen, Oldenburg, Wiesbaden und zwanzig anderen Städten/jg

Mittwoch, 17. August 2016

7. Oktober 2016



Der Termin ist noch nicht offiziell bestätigt, aber irgendwie funktioniert dann doch alles - das haben wir in den zehn Jahren gelernt, die wir in Myanmar unterwegs sind. Man darf sich also den Termin für die feierliche Einweihung von Swimming Doctors 3 schon mal in den Kalender schreiben. Der burmesische Gesundheitsminister hat sich angekündig und wir freuen uns - zeigt es doch, das unser Engagement im Land anerkannt wird. Es bleiben noch sechs Wochen für die Feinarbeiten, den letzten Anstrich, das Einräumen der Geräte und einen kleinen Probelauf. Freunde der Stiftung, die am 7. Oktober zufällig in Yangon sind, bekommen natürlich eine Einladung. Direkt nach den Feierlichkeiten wird sd 3 zur ersten Mission auslaufen. Wir werden davon berichten/jg

Dienstag, 16. August 2016

Im Großen und im Kleinen

Beim Spenden geht's nicht immer um Geld und Zeit - manchmal hilft schon ein wenig Aufmerksamkeit. Diese Wasserflasche auf dem Foto hatte jemand im Fitnessstudio stehen gelassen. Ich habe den Deckel abgeschraubt und mit nach Hause genommen. Da steht eine große Glasvase voller Deckel. Sieht hübsch aus, was sich da bunt gesammelt hat. Jeden Tag bringe ich in paar Deckel mit, aus dem Fitnessstudios, aus Myanmar oder diese Tage vom Urlaub auf am Rhein. Alle abgeschraubt von leeren Flaschen. Wenn die große Glasvase voll ist, bringe ich die Deckel zum Rotary Club. Für 500 Deckel wird ein Kind in Afrika gegen Kinderlähmung geimpft. Eine tolle Aktion, auf die mich Hannelore vor zwei Jahren aufmerksam gemacht hat. Gutes Tun kann ganz einfach sein - und den Pfand am Automaten gibt's auch deckellos/jg

Infographics for volunteers



Good day! I will fly to Myanmar on Wednesday. But before that, I made an infographic for future PEC trainers who will volunteer to enhance and develop the English speaking skills of the students. This serves as a guide for them in starting the training. Best regards from Manila, Angelica

Myanmar - Work and Travel


Als Jürgen mir von seiner Idee mit der Work und Travel Englisch-Nachhilfe erzählte, war meine Reaktion erstmal skeptisch: Ich selbst habe in der Schulzeit lange gebraucht, bis die Grundformen der Englischen Grammatik saßen. Flüssig sprechen gelernt habe ich erst durch einen mehrwöchigen Aufenthalt in England, ich muss vierzehn oder fünfzehn gewesen sein. Ein kurzes Treffen reicht da doch nicht aus? Zudem weiß ich um die Englisch-Kenntnisse der Burmesen: Während meiner vier Monate in Myanmar war die Hilfsbereitschaft und Kommunikation selten ein Problem, über die englische Sprache konnte ich mich aber nur selten verständigen. Sogar Englischlehrer, die zwar die Grammatik beherrschen und den Kindern beibringen, die Wörter buchstabierend herunterzubeten, konnten oft nur das Nötigste vermitteln.

Aber dann musste ich an die vielen burmesischen Studenten denken, die ich in Yangon und Sagaing getroffen habe. Die Begegnungen liefen immer ähnlich ab: Anfangs sehr ängstlich und zögerlich, entwickelte sich schon nach kurzer Zeit ein Gespräch mit der zentralen Frage: Wie ist das da bei euch in Deutschland - aufzuwachsen, zur Schule zu gehen, zu studieren und arbeiten? Für einige war ich der erste Ausländer in ihrem Alter, mit dem sie sich unterhalten konnten. Das Entscheidende ist nämlich: Die Möglichkeit der Kommunikation! Auch mir hat das Englisch lernen erst so richtig Spaß gemacht, nachdem ich mich in England mit vielen Menschen unterhalten habe. Jede Zuwendung, jeder Kontakt den die Studenten zu gleichaltrigen Ausländern haben, wird eine große Bereicherung und ein großer Impuls sein/Tilman, auf dem Foto in der Mitte im Gespräch mit Studenten

Sonntag, 14. August 2016

Myanmar: Schulen und Facebook

Wer wissen möchte, wie es am Bau der HELEN Schule vorangeht, erfährt das am schnellsten auf der Facebook "School Family" Seite der Stiftunglife. Hier ist es Min Min, der gerade ein neues Bild gepostet hat. Gut zu sehen, dass die gemauerten Fundamente fertig sind. Auch bei den Schulen handelt es sich um eine geschlossene Gruppe - wer aufgenommen werden möchte, wendet sich am besten an sascha@stiftunglife.de

Myanmar: Studenten und Facebook

Die E-Mail ist der Kommunikations Standart - jedenfalls, wenn man in Deutschland lebt, berufstätig und über 25 ist. In Myanmar ist das anders: dort kommunizieren die meisten Menschen, die ich kennengelernt habe, über Facebook. Das Foto zeigt einen Screenshot der Stiftunglife Studentenseite. Wenn Khin ihren Studenten etwas zu sagen hat, nutzt sie die Facebook Seite. Diese Seite wird als geschlossen Gruppe auf Englisch geführt, ist also auch für uns zu lesen. Wer Interesse hat, kann sich von Khin einladen lassen: kinsan06@gmail.com. Für alle, die burmesische können: ich bin ganz sicher, dass es auch noch eine Gruppe gibt, auf der sich die Studenten in ihrer Sprache austauschen. Facebook ist so beliebt in Myanmar, dass es (fast) jeder nutzt/jg

Samstag, 13. August 2016

Den Horizont erweitern

Für einen Moment ist die Illusion perfekt: mit einer 3D Brille sind wir für einen Moment in einer anderen Welt. Noch fehlt die Interaktion, noch können Gerüche und Gefühle nicht elektronisch transportiert werden, noch lohnt sich die echte Reise in fremde Welten. Wer abseits der Touristenrouten Land und Leute kennenlernen möchte, bekommt Empfehlungen von uns und Kontakten. Wenn wir uns gut abstimmen, dann reisen wir vielleicht sogar ein Stück zusammen: wir treffen unsere Studenten in Sagaing - oder gehen mit den Swimming Doctors für ein paar Tage ins Delta - oder mit dem Motorbike in unsere Schuldörfer. Echte Reisen für Menschen, die ihren Horizont über 3D hinaus erweitern mögen/jg

Studieren hier und da

Wie viele Studiengänge kann man in Deutschland belegen - und wie viele werden in Myanmar angeboten? In Deutschland gibt es - hier auf dem Foto ist nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen - rund 18.000 verschiedene Angebote. Wer hätte das gedacht?

Das in Myanmar nur ein kleiner Bruchteil angeboten wird, ist klar. Bei unseren Studenten verengt sich die Auswahl nochmal, weil sie als brave Kinder das studieren, was den Eltern gefällt. Diese Eltern leben auf dem Land und arbeiten auf den Feldern. In den Dörfern gibt es nicht viele "Studierte" außer der Lehrerin und dem Doktor. Das sind die Voraussetzungen, wenn wir talentierte junge Abiturienten für unsere Förderung aussuchen. Ein bisschen "Berufsberatung" gehört mit dazu, wenn Khin sich mit jedem einzelnen unterhält, der sich bei uns beworben hat. In diesen Wochen melden sich die neuen Bewerber bei Ihr. Zehn bis zwölf von ihnen werden wir wieder aufnehmen - als Ersatz für die, die in diesem Jahr ihr Studium beendet haben. Wir freuen uns auf "die Neuen", besonders, wenn neue Berufe auftauchen. Denn wir haben nicht nur Lehrer und Ärzte im Freundeskreis der Stiftung - es gibt bei uns auch Juristen, Grafiker, Berufsmusiker, Unternehmensberater, Diplomaten und Filmemacher, die gerne Mentor für einen Studenten sein möchten/jg

Freitag, 12. August 2016

121 Mails pro Tag

Menschen in unserer Welt erhalten heute im Schnitt 121 Mails pro Tag. Die meisten Nachrichten werde gleich gelesen, auf mobilen Endgeräten. Bis zu 19 Stunden sind junge Menschen online. Die Antwort wird schnell erwartet, eher in Stunden, als in Tagen. Das beschleunigt die Kommunikation enorm. Trotzdem ist es gut, wenn wir uns an ein paar Regeln halten. Für den Freiherrn von Knigge (1752 - 1796) war die persönliche Anrede in Briefen eine Selbstverständlichkeit - sie sollte es auch heute noch sein. Auch eine ordentliche Verabschiedung gehört dazu, das ist klar. Was man sonst noch beachten sollte, das steht in einem kleinen Ratgeber, der in meinem Lieblingsverlag Schmidt in Mainz erschienen ist. Wir senden Euch gerne ein Exemplar zu, wenn ihr uns eine Mail schreibt an info@stiftunglife.de Das kleine Büchlein kommt dann mit der Post. Ja, die gibt es auch noch - und wir nutzen ihren Service gerne. Besonders für Briefe mit fremden Gerüchen und bunten Marken aus fernen Ländern/jg

Rasanter Wandel

Vor 15 Jahren war dieses Handy ein Sensation. Stolz wie Bolle war ich, als ich es das erste Mal in der Hand hatte: nun konnte ich meine Mail unterwegs empfangen. Heute scheint das eine Ewigkeit her zu sein, der Knochen liegt im Museum und von Nokia redet heute kein Mensch mehr. Die Anzahl der weltweiten Mails ist von 30 Milliarden im Jahr 2001 auf 600 Milliarden im vergangenen Jahr gestiegen. Das hat Vorteile: ohne Mail und Internet könnten wir die Stiftung nicht in dieser Form führen: Dorothea lebt in Hamburg, Jochen in Köln, Tina in München. Min lebt in Bagan, Khin in der Nähe von Mandalay. Zum Kinderheim in Kapstadt sind wir per Mail verbunden, genauso nach Manila und zu den Swimming Doctors ins Delta. Die elektronischen Medien ersetzen nicht den persönlichen Besuch vor Ort, aber sie erleichtern die tägliche Organisation. Früher bräuchte eine Stiftung ein Büro - heute verbinden die elektronischen Medien unser Team, egal wo wir gerade sind, was wir gerade tun. Auch dieser Blog Eintrag kommt von unterwegs. Das ist die Kehrseite der Medaille, wir sind (fast) ständig verfügbar. Erwartet wird in der Regel, dass eine Mail innerhalb von 24 Stunden gelesen und beantwortet wird. Das gilt auch für uns, die ehrenamtlichen Helfer/jg

Donnerstag, 11. August 2016

Ein Warnsystem für unseren PAUL



Heute Vormittag war ich bei Bouke in MG zu Besuch. Dort habe ich mir das von ihm entworfene Solar Warnsystem für PAUL angeschaut. Das ist was ganz Tolles und dazu denkbar Einfaches, das mich sehr begeistert hat! Das Modul wird zusammen mit dem Wasserauslauf montiert. D.h., dass keine extra Löcher in das Hartplastik gebohrt werden müssen. Das Solarmodul wird an der Vorderseite montiert. Es funktioniert auch dann, wenn es wenig Sonneneinstrahlung gibt. Der Warnton stellt sich erst dann ab, wenn Wasser auf das gefragte Niveau aufgefüllt ist. An der Innenseite sitzt der Flotter, der das Warnsignal auslöst. Denkbar einfach und wir können alle unsere PAUL damit nachrüsten. Das kann sogar ich einbauen! Und es braucht keine Wartung. Es soll 10 Jahre, das entspricht der Lebenserwartung von PAUL, funktionieren. Also ich bin dafür, das Modul in die Produktion zu geben. Die Kosten sind wahrscheinlich um die 100 Euro pro PAUL. In 6-8 Wochen könnten schon mehrere Signalgeber fertig sein, so dass ich sie mitnehmen kann nach Myanmar. Liebe Grüße von einer glücklichen Ursula aus dem sehr verregneten Heythuysen 

Madibas Geburtstag


Liebe Freunde von Little Lambs,
Mandelas Geburtstag am 18. Juli, war wie immer ein Freudenfest bei Little Lambs!  Der Name "Madiba oder Tata Mandela" ist jedem schwarzen Kind geläufig und obwohl sie noch nicht begreifen, wieso und warum, wird der Name mit viel Achtung und Ehrerbietung ausgesprochen. Doch zur gleichen Zeit wissen sie, es ist ein Freudentag und die Erwartungen sind, wie an jedem Geburtstag, gross. Geburtstagsfeiern ist auch in Little Lambs immer ein besonderer Anlass, es wird gesungen und getanzt und das wichtigste überhaupt ist der Geburtstagskuchen, die bunten Hüte, Papierschlangen und manchmal sogar Luftballons. Doch es gibt auch eine andere Seite von  Mandibas Geburtstag: ganz in seinem Sinne geht es dabei um Nächstenliebe, Helfen und vor allem ums  Geben. In Little Lambs vermitteln  wir den Kindern dies bereits in jungen Jahren. Mit viel Elan gingen die Kleinen ans Werk und malten für ihre Eltern ein Bild von Madiba mit Bundstiften aus.  Anschliessend gab es ein Stückchen von dem langersehnten Geburtstagskuchen.  Zucker und Süssigkeiten sind im Kindergarten an gewöhnlichen Tagen nicht gestattet, doch an diesem wichtigen Tag machen wir eine Ausnahme.

Am Nachmittag, als die älteren Geschwister die Kleinen im Kindergarten abholen, spendieren wir ihnen ein Käse/Tomaten Sandwich und eine Apfelsine. Unser ganz grosses Dankeschön gilt an diesem Tag besonders Euch, unseren Sponsoren.  Danke für Euer Interesse an Little Lambs, dem  Wohlergehen  unserer Kindern und für Eure Grosszügigkeit und Unterstützung, damit dieses Geburtstagsfest überhaupt erst stattfinden konnte. In diesem Sinne bedanken wir uns und senden aus Kapstadt von Herzen lieben Grüsse, Elke und die Kinder von Little Lambs  
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Mittwoch, 10. August 2016

Work and travel in Myanmar


Ein Jahr im Ausland leben, oder nur vier Wochen?
Immer wieder fragen Jugendliche bei uns an, die nach Myanmar reisen möchten - und sich dabei sozial engagieren wollen. Jetzt haben wir ein Angebot. Einzige Voraussetzung sind fließende Englisch Kenntnisse. Es ist klar, dass wir diejenigen bevorzugen, die direkt - oder durch ihre Eltern - einen Bezug zu unserer Stiftung haben. Hier ist unsere Projektbeschreibung:  

Wir haben 100 Studenten in Myanmar, die von uns gefördert werden. Alle können ganz gut Englisch schreiben, aber beim Sprechen fehlt ihnen die Praxis. Dafür gibt es PECT,  unser "Personal English Conversation Training". Das funktioniert so: unsere Englischlehrerin Khu Khu geht mit ein oder zwei deutschen Studenten auf eine Reise durch das Land: sie fahren von Yangon mit dem Bus oder dem Zug nach Mandalay, Sagaing und Mektila, also in die Städte, in denen unsere Studenten leben. Dort treffen sie sich in kleinen Gruppen.. Die Studenten zeigen ihre Stadt, die jungen Leute gehen zusammen in ein Teashop, auf den Markt oder in den Park. Die einzige Aufgabe lautet: redet miteinander Englisch! So bekommen unsere burmesischen Studenten die Sprache auf die Zunge - und die deutschen Studenten lernen Land und Leute kennen. Wir zahlen nichts  und verlangen nichts! Khu Khu organisiert die Reise, moderiert die Treffen und kümmert sich um die jungen Deutschen während des Aufenthalts/jg

Deutschland: arme Mütter, arme Kinder



Die Hälfte aller geschiedenen Väter zahlt keinen Unterhalt. Gestern standen die alleinerziehenden Mütter mit ihren Kindern für einen Moment im Fokus der Medien, nachdem Sigmar Gabriel eine Reform des Unterhaltsrechtes verlangt hat. „Es ist ein Skandal, dass drei Viertel der Kinder alleinerziehender Mütter keinen oder zu geringen Unterhalt vom Kindesvater bekommen. Da muss sich dringend etwas ändern", sagte er der Bild-Zeitung. " Der Staat muss stärkere Druckmittel bekommen, um Väter zu zwingen, ihren Unterhaltsverpflichtungen nachzukommen." Neben der schon möglichen Lohnpfändung hält Gabriel auch Führerscheinentzug für „ein geeignetes Mittel". Er wisse, wovon er rede: „Auch mein Vater hat sich geweigert, meiner Mutter Unterhalt zu zahlen. Das war ein beständiger Kampf, der meine Mutter bis an die Grenzen ihrer Kraft gebracht hat. Ich werde das Bild meiner Mutter nicht vergessen, die weinend in der Küche saß, die Hände vor dem Gesicht, weil sie nicht mehr weiter wusste."

Sigmar Gabriels Mutter wäre zur Tafel gegangen, wenn es die damals schon gegeben hätte. So wie es heute viele allleinerziehende Mütter tun. Sie stehen neben den Arbeitslosen, Alten und Flüchtlingen in der Schlange, um ein paar Lebensmittel zu bekommen. Die Tafeln helfen schnell und unkompliziert.. Seit 22 Jahren schätzen und unterstützen wir die Arbeit der vielen freiwilligen Helfer/jg 

Montag, 8. August 2016

Ein Kühlfahrzeug für die Bad Gandersheimer Tafel

Nein, wir machen das nicht wegen der netten Dankschreiben - aber freuen tut's uns schon, wenn wir so in nettes Dankschreiben bekommen, in diesem Fall von der Tafel aus Bad Gandersheim, die hat das 398. Fahrzeug bekommen. Wir nähern uns der Übergabe des 400. Fahrzeugs.... 
Sehr geehrte Damen und Herren von der Stiftunglife, seit letzter Woche ist unsere Tafel stolze Besitzerin eines Kühlfahrzeuges. Die Anschaffung war nur möglich durch die optimale Unterstützung des OC und besonders der Stiftunglife. Am 18.8.2016 wird die Übergabe des Fahrzeug durch den OC vorgenommen. Wahrscheinlich werden sie wegen der doch wohl zu großen Entfernung und anderer Belastungen nicht teilnehmen können, obwohl wir Sie gerne hier empfangen würden. - Ich erinnere mich sehr gut an Ihre Mitwirkung. Sie haben unseren Antrag gepüft, genehmigt und an Ihren Kollegen, Herrn Schütz, weitergegeben. Im Namen der Mitarbeiter/innen unserer Tafel danke ich auch Ihnen herzlich für Ihren erfolgreichen Beitrag und besonders auch für die netten Kontakte. Herrn Schütz habe ich mitgeteilt - und das schreibe ich Ihnen selbständlich auch: Bad Gandersheim liegt direkt an der Strecke (Bahn oder Auto) München - Celle. Sollten Sie also gelegentlich Stiftunglife besuchen, sind Sie gern gesehener Gast in unserer Tafel. Schließlich wünsche ich Ihnen und Herrn Schütz weiterhin erfolgreiche Arbiet zugunsten der Tafel. Beste Grüße! Volker H.

Was macht eigentlich Jörg Bittel?


Gestern haben wir gemeinsam nachgerechnet: zwanzig Jahre dürfte es her sein, dass Jörg unsere Arbeit unterstützt. Damals war es ein TV-Spot für die Tafeln, den sind Firma Markenfilm für uns gedreht hat. Dann war es vor ein paar Jahren wieder ein besonderer Impuls, mit dem Karin und Jörg den Bau von sd2 angestoßen haben. Das war nach einer gemeinsamen Reise ins Delta. Es ist das Prinzip "Fördern und Fordern" mit dem die beiden uns voranbringen. Das passt gut, denn es ist die gleiche Grundhaltung, mit der wir auf die Dorfbewohner in Myanmar zugehen, egal, ob die Menschen eine medizinische Behandlung haben möchten, oder mit uns eine Schule bauen wollen. Immer geht es um das gemeinsame Handeln, das verbindet Menschen hier und dort, lässt Freundschaften wachsen. "Jeder gibt, war er kann!" hieß es damals in dem Tafelspot. Das dieses  Geben Freude macht, ist bei Karin und Jörg zu spüren - genau so wie bei Ludger in diesem kleinen Video: https://youtu.be/8ez7uOB2Q48  Es ist das jüngste pro Bono Projekt von den Filmemachern aus Hamburg. Vielen Dank an Jörg, seinen Sohn Johannes und die engagierten Mitarbeiter/jg